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#Joseph Goebbels, Rede im Berliner Sportpalast ["Wollt Ihr den totalen Krieg"], 18. Februar 1943, https://www.1000dokumente.de/index.html?c=dokument_de&dokument=0200_goe&object=translation

Meine deutschen Volksgenossen und Volksgenossinnen!

Es ist jetzt knapp drei Wochen her, daß ich das letztemal bei Gelegenheit der Verlesung der Proklamation des Führers zum Zehnjahrestag der Machtergreifung von dieser Stelle aus zu Ihnen und zum deutschen Volke gesprochen habe. Die Krise, in der sich unsere Ostfront augenblicklich befindet, stand damals auf dem Höhepunkt. Wir hatten uns im Zeichen des harten Unglücksschlages, von dem die Nation im Kampf um die Wolga betroffen wurde, am 30. Januar dieses Jahres zusammengefunden zu einer Kundgebung der Einheit, der Geschlossenheit, aber auch der festen Willenskraft, mit den Schwierigkeiten, die dieser Krieg in seinem vierten Jahre vor uns auftürmt, fertig zu werden.

Es war für mich und wohl auch für Sie alle erschütternd, einige Tage später zu vernehmen, daß die letzten heldenhaften Kämpfer von Stalingrad, in dieser Stunde durch die Ätherwellen mit uns verbunden, an unserer erhebenden Sportpalastkundgebung teilgenommen haben. Sie funkten in ihrem Schlußbericht, daß sie die Proklamation des Führers vernommen und vielleicht zum letzten Male in ihrem Leben mit uns zusammen mit erhobenen Händen die Nationalhymnen gesungen hätten. Welch eine Haltung deutschen Soldatentums in dieser großen Zeit! Welche Verpflichtung aber schließt diese Haltung auch für uns alle, insbesondere für die ganze deutsche Heimat in sich ein! Stalingrad war und ist der große Alarmruf des Schicksals an die deutsche Nation. Ein Volk, das die Stärke besitzt, ein solches Unglück zu ertragen und auch zu überwinden, ja, daraus noch zusätzliche Kraft zu schöpfen, ist unbesiegbar. Das Gedächtnis an die Helden von Stalingrad soll also auch heute bei meiner Rede vor Ihnen und vor dem deutschen Volke eine tiefe Verpflichtung für mich und für uns alle sein.

Ich weiß nicht, wie viele Millionen Menschen, über die Ätherwellen mit uns verbunden, heute abend an der Front und in der Heimat an dieser Kundgebung teilnehmen und meine Zuhörer sind. Ich möchte zu Ihnen allen aus tiefstem Herzen zum tiefsten Herzen sprechen. Ich glaube, das ganze deutsche Volk ist mit heißer Leidenschaft bei der Sache, die ich Ihnen heute abend vorzutragen habe. Ich will deshalb meine Ausführungen auch mit dem ganzen heiligen Ernst und dem offenen Freimut, den die Stunde von uns erfordert, ausstatten. Das im Nationalsozialismus erzogene, geschulte und disziplinierte deutsche Volk kann die volle Wahrheit vertragen. Es weiß, wie ernst es um die Lage des Reiches bestellt ist, und seine Führung kann es deshalb gerade auch auffordern, aus der Bedrängtheit der Situation die nötigen harten, ja auch härtesten Folgerungen zu ziehen.

Wir Deutschen sind gewappnet gegen Schwäche und Anfälligkeit, und Schläge und Unglücksfälle des Krieges verleihen uns nur zusätzliche Kraft, feste Entschlossenheit und eine seelische und kämpferische Aktivität, die bereit ist, alle Schwierigkeiten und Hindernisse mit revolutionärem Elan zu überwinden.

Es ist jetzt nicht der Augenblick, danach zu fragen, wie alles gekommen ist. Das wird einer späteren Rechenschaftslegung überlassen bleiben, die in voller Offenheit erfolgen soll und dem deutschen Volk und der Weltöffentlichkeit zeigen wird, daß das Unglück, das uns in den letzten Wochen betroffen hat, seine tiefe, schicksalhafte Bedeutung besitzt. Das große Heldenopfer, das unsere Soldaten in Stalingrad brachten, ist für die ganze Ostfront von einer ausschlaggebenden geschichtlichen Bedeutung gewesen. Es war nicht umsonst. Warum, das wird die Zukunft beweisen!

Wenn ich nunmehr über die jüngste Vergangenheit hinaus den Blick wieder nach vorne lenke, so tue ich das mit voller Absicht.

Die Stunde drängt!

Sie läßt keine Zeit mehr offen für fruchtlose Debatten. Wir müssen handeln, und zwar unverzüglich, schnell und gründlich, so wie es seit jeher nationalsozialistische Art gewesen ist.

Von ihrem Anfang an ist die Bewegung in den vielen Krisen, die sie durchzustehen und durchzukämpfen hatte, so verfahren. Und auch der nationalsozialistische Staat hat sich, wenn eine Bedrohung vor ihm auftauchte, ihr mit entschlossener Willenskraft entgegengeworfen. Wir gleichen nicht dem Vogel Strauß, der den Kopf in den Sand steckt, um die Gefahr nicht zu sehen. Wir sind mutig genug, sie unmittelbar ins Auge zu nehmen, sie kühl und rücksichtslos abzumessen und ihr dann erhobenen Hauptes und mit fester Entschlußkraft entgegenzutreten. Erst dann entwickelten wir als Bewegung und als Volk immer auch unsere höchsten Tugenden, nämlich einen wilden und entschlossenen Willen, die Gefahr zu brechen und zu bannen, eine Stärke des Charakters, die alle Hindernisse überwindet, zähe Verbissenheit in der Verfolgung des einmal erkannten Zieles und ein ehernes Herz, das gegen alle inneren und äußeren Anfechtungen gewappnet ist. So soll es auch heute sein. Ich habe die Aufgabe, Ihnen ein ungeschminktes Bild der Lage zu entwerfen und daraus die harten Konsequenzen für das Handeln der deutschen Führung, aber auch für das Handeln des deutschen Volkes zu ziehen.

Wir durchleben im Osten augenblicklich eine schwere militärische Belastung. Diese Belastung hat zeitweilig größere Ausmaße angenommen und gleicht, wenn nicht in der Art der Anlage, so doch in ihrem Umfang der des vergangenen Winters. Über ihre Ursachen wird später einmal zu sprechen sein. Heute bleibt uns nichts anderes übrig, als ihr Vorhandensein festzustellen und die Mittel und Wege zu überprüfen und anzuwenden bzw. einzuschlagen, die zu ihrer Behebung führen. Es hat deshalb auch gar keinen Zweck, diese Belastung selbst zu bestreiten. Ich bin mir zu gut dazu, Ihnen ein täuschendes Bild der Lage zu geben, das nur zu falschen Folgerungen führen könnte und geeignet wäre, das deutsche Volk in eine Sicherheit seiner Lebensführung und seines Handelns einzuwiegen, die der gegenwärtigen Situation durchaus unangepaßt wäre.

Der Ansturm der Steppe gegen unseren ehrwürdigen Kontinent ist in diesem Winter mit einer Wucht losgebrochen, die alle menschlichen und geschichtlichen Vorstellungen in den Schatten stellt. Die deutsche Wehrmacht bildet dagegen mit ihren Verbündeten den einzigen überhaupt in Frage kommenden Schutzwall. Der Führer hat schon in seiner Proklamation zum 30. Januar mit ernsten und eindringlichen Worten die Frage aufgeworfen, was aus Deutschland und aus Europa geworden wäre, wenn am 30. Januar 1933 statt der nationalsozialistischen Bewegung ein bürgerliches oder ein demokratisches Regime die Macht übernommen hätte! Welche Gefahren wären dann, schneller als wir es damals ahnen konnten, über das Reich hereingebrochen, und welche Abwehrkräfte hätten uns noch zur Verfügung gestanden, um ihnen zu begegnen? Zehn Jahre Nationalsozialismus haben genügt, das deutsche Volk über den Ernst der schicksalhaften Problematik, die aus dem östlichen Bolschewismus entspringt, vollkommen aufzuklären. Man wird jetzt auch verstehen, warum wir unsere Nürnberger Parteitage so oft unter das Signum des Kampfes gegen den Bolschewismus gestellt haben. Wir erhoben damals unsere warnende Stimme vor dem deutschen Volk und vor der Weltöffentlichkeit, um die von einer Willens- und Geisteslähmung ohnegleichen befallene abendländische Menschheit zum Erwachen zu bringen und ihr die Augen zu öffnen für die grauenerregenden geschichtlichen Gefahren, die aus dem Vorhandensein des östlichen Bolschewismus erwachsen, der ein Volk von fast 200 Millionen dem jüdischen Terror dienstbar gemacht hatte und es zum Angriffskrieg gegen Europa vorbereitete.

Als der Führer die deutsche Wehrmacht am 22. Juni 1941 im Osten zum Angriff antreten ließ, waren wir uns alle im klaren darüber, daß damit überhaupt der entscheidende Kampf dieses gigantischen Weltringens anbrach. Wir wußten, welche Gefahren und Schwierigkeiten er für uns mit sich bringen würde. Wir waren uns aber auch klar darüber, daß die Gefahren und Schwierigkeiten bei längerem Zuwarten nur wachsen, niemals aber abnehmen könnten.

Es war zwei Minuten vor zwölf!

Ein weiteres Zögern hätte leicht zur Vernichtung des Reiches und zur vollkommenen Bolschewisierung des europäischen Kontinents geführt.

Es ist verständlich, daß wir bei den groß angelegten Tarnungs- und Bluffmanövern des bolschewistischen Regimes das Kriegspotential der Sowjetunion nicht richtig eingeschätzt haben. Erst jetzt offenbart es sich uns in seiner ganzen wilden Größe. Dementsprechend ist auch der Kampf, den unsere Soldaten im Osten zu bestehen haben, über alle menschlichen Vorstellungen hinaus hart, schwer und gefährlich. Er erfordert die Aufbietung unserer ganzen nationalen Kraft. Hier ist eine Bedrohung des Reiches und des europäischen Kontinents gegeben, die alle bisherigen Gefahren des Abendlandes weit in den Schatten stellt. Würden wir in diesem Kampf versagen, so verspielten wir damit überhaupt unsere geschichtliche Mission. Alles, was wir bisher aufgebaut und geleistet haben, verblaßt angesichts der gigantischen Aufgabe, die hier der deutschen Wehrmacht unmittelbar und dem deutschen Volke mittelbar gestellt ist.

Ich wende mich in meinen Ausführungen zuerst an die Weltöffentlichkeit und proklamiere ihr gegenüber drei Thesen unseres Kampfes gegen die bolschewistische Gefahr im Osten.

Die erste dieser Thesen lautet: Wäre die deutsche Wehrmacht nicht in der Lage, die Gefahr aus dem Osten zu brechen, so wäre damit das Reich und in kurzer Folge ganz Europa dem Bolschewismus verfallen.

Die zweite dieser Thesen lautet: Die deutsche Wehrmacht und das deutsche Volk allein besitzen mit ihren Verbündeten die Kraft, eine grundlegende Rettung Europas aus dieser Bedrohung durchzuführen.

Die dritte dieser Thesen lautet: Gefahr ist im Verzuge. Es muß schnell und gründlich gehandelt werden, sonst ist es zu spät.

Zur ersten These habe ich im einzelnen zu bemerken: Der Bolschewismus hat seit jeher ganz offen das Ziel proklamiert, nicht nur Europa, sondern die ganze Welt zu revolutionieren und sie in ein bolschewistisches Chaos zu stürzen. Dieses Ziel ist seit Beginn der bolschewistischen Sowjetunion seitens des Kreml ideologisch vertreten und praktisch verfochten worden. Es ist klar, daß Stalin und die anderen Sowjetgrößen, je mehr sie glauben, sich der Verwirklichung ihrer weltzerstörerischen Absichten zu nähern, um so mehr auch bestrebt sind, diese zu tarnen und zu verschleiern. Das kann uns nicht beirren. Wir gehören nicht zu jenen furchtsamen Gemütern, die wie das hypnotisierte Kaninchen auf die Schlange schauen, bis sie es verschlingt. Wir wollen die Gefahr rechtzeitig erkennen und ihr auch rechtzeitig mit wirksamen Mitteln entgegentreten. Wir durchschauen nicht nur die Ideologie, sondern auch die Praktiken des Bolschewismus, denn wir haben uns schon einmal mit ihnen, und zwar mit denkbar größtem Erfolg, auf innerpolitischem Felde auseinandergesetzt. Uns kann der Kreml nichts vormachen. Wir haben in einem vierzehnjährigem Kampf vor der Machtübernahme und in einem zehnjährigem Kampf nach der Machtübernahme seine Absichten und infamen Weltbetrugsmanöver demaskiert.

Das Ziel des Bolschewismus ist die Weltrevolution der Juden.

Sie wollen das Chaos über das Reich und über Europa hereinführen, um in der daraus entstehenden Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung der Völker ihre internationale, bolschewistisch verschleierte kapitalistische Tyrannei aufzurichten. (Die Menge gibt ihrer Entrüstung durch laute Pfui-Rufe Ausdruck.)

Was das für das deutsche Volk bedeuten würde, braucht nicht näher erläutert zu werden. Es würde mit der Bolschewisierung des Reiches eine Liquidierung unserer gesamten Intelligenz- und Führungsschicht und als Folge davon die Überführung der arbeitenden Massen in die bolschewistisch-jüdische Sklaverei nach sich ziehen. Man sucht in Moskau Zwangsarbeitsbataillone, wie der Führer in seiner Proklamation zum 30. Januar schon sagte, für die sibirischen Tundren. Der Aufstand der Steppe macht sich vor unseren Fronten bereit, und der Ansturm des Ostens, der in täglich sich steigender Stärke gegen unsere Linien anbrandet, ist nichts anderes als die versuchte Wiederholung der geschichtlichen Verheerungen, die früher schon so oft unseren Erdteil gefährdet haben.

Damit aber ist auch eine unmittelbare akute Lebensbedrohung für alle europäischen Mächte gegeben. Man soll nicht glauben, daß der Bolschewismus, hätte er die Gelegenheit, seinen Siegeszug über das Reich anzutreten, irgendwo an unseren Grenzen haltmachen würde. Er treibt eine Aggressionspolitik und Aggressionskriegführung, die ausgesprochen auf die Bolschewisierung aller Länder und Völker ausgeht.

Papierene Erklärungen, die von seiten des Kreml oder als Garantieverpflichtungen von seiten Londons oder Washingtons gegen diese nicht zu bestreitenden Absichten abgegeben werden, imponieren uns nicht. Wir wissen, daß wir es im Osten mit einer infernalischen politischen Teufelei zu tun haben, die die sonst unter Menschen und Staaten üblichen Beziehungen nicht anerkennt. Wenn beispielsweise der englische Lord Beaverbrook erklärt, daß Europa dem Sowjetismus zur Führung überantwortet werden müsse, wenn ein maßgeblicher amerikanisch-jüdischer Journalist Brown diese These durch die zynische Verlautbarung ergänzt, daß eine Bolschewisierung Europas vielleicht überhaupt die Lösung unseres kontinentalen Problems darstellte, so wissen wir genau, was damit gemeint ist. (Beim Namen Beaverbrook erheben sich Pfui-Rufe, die sich zu lauten Mißfallenskundgebungen steigern.)

Die europäischen Mächte stehen hier vor ihrer entscheidenden Lebensfrage. Das Abendland ist in Gefahr. Ob ihre Regierungen und ihre Intelligenzschichten das einsehen wollen oder nicht, ist dabei gänzlich unerheblich.

Das deutsche Volk jedenfalls ist nicht gewillt, sich dieser Gefahr auch nur versuchsweise preiszugeben. Hinter den anstürmenden Sowjetdivisionen sehen wir schon die jüdischen Liquidationskommandos, hinter diesen aber erhebt sich der Terror, das Gespenst des Millionenhungers und einer vollkommenen Anarchie. Hier erweist sich wiederum das internationale Judentum als das teuflische Ferment der Dekomposition, das eine geradezu zynische Genugtuung dabei empfindet, die Welt in ihre tiefste Unordnung zu stürzen und damit den Untergang jahrtausendealter Kulturen, an denen es niemals einen inneren Anteil hatte, herbeizuführen. Wir wissen damit also, vor welcher geschichtlichen Aufgabe wir stehen. Eine zweitausendjährige Aufbauarbeit der abendländischen Menschheit ist in Gefahr. Man kann diese Gefahr gar nicht ernst genug schildern, aber es ist auch bezeichnend, daß, wenn man sie nur beim Namen nennt, das internationale Judentum in allen Ländern dagegen mit lärmenden Ausführungen Protest erhebt. So weit also ist es in Europa schon gekommen, daß man eine Gefahr nicht mehr eine Gefahr nennen darf, wenn sie eben vom Judentum ausgeht. Das aber hindert uns nicht daran, die dazu notwendigen Feststellungen zu treffen.

Wir haben niemals Angst vor den Juden gehabt und haben sie heute weniger denn je. (Aus der Versammlung wird spontan in stürmischen Rufen die Forderung laut: Juden raus!)

Wir haben das auch früher in unserem innerpolitischen Kampfe getan, als das kommunistische Judentum sich des demokratischen Judentums im ,"Berliner Tageblatt" und in der ,"Vossischen Zeitung" bediente, um eine Gefahr, die von Tag zu Tag drohender wurde, zu verniedlichen und zu bagatellisieren, um damit die von ihr bedrohten Teile unseres Volkes in Sicherheit einzuwiegen und ihre Abwehrkräfte einzuschläfern. Wir sähen, wenn wir dieser Gefahr nicht Herr würden, im Geiste schon das Gespenst des Hungers, des Elends und einer Millionenzwangsarbeit für das deutsche Volk heraufziehen, sähen den ehrwürdigsten Erdteil in seinen Grundfesten wanken und unter seinen Trümmern das geschichtliche Erbe der abendländischen Menschheit begraben. Das ist das Problem, vor dem wir stehen.

Meine zweite These lautet: Allein das Deutsche Reich mit seinen Verbündeten ist in der Lage, die eben geschilderte Gefahr zu bannen. Die europäischen Staaten einschließlich Englands behaupten, stark genug zu sein, einer Bolschewisierung des europäischen Kontinents, sollte sie einmal praktisch gegeben sein, rechtzeitig und wirksam entgegenzutreten. Diese Erklärung ist kindisch und verdient überhaupt keine Widerlegung.

Sollte die stärkste Militärmacht der Welt nicht in der Lage sein, die Drohung des Bolschewismus zu brechen, wer brächte dann noch die Kraft dazu auf?

(Stürmische Rufe aus der Menge: Niemand!)

Die neutralen europäischen Staaten besitzen weder das Potential noch die militärischen Machtmittel noch die geistige Einstellung ihrer Völker, um dem Bolschewismus auch nur den geringsten Widerstand entgegenzusetzen. Sie würden im Bedarfsfall von seinen motorisierten Roboterdivisionen in wenigen Tagen überfahren werden. In den Hauptstädten der mittleren und kleinen europäischen Staaten tröstet man sich mit der Absicht, man müsse sich gegen die bolschewistische Gefahr seelisch rüsten. (Heiterkeit.) Das erinnert verzweifelt an die Erklärungen der Mittelparteien aus dem Jahre 1932, daß der Kampf gegen den Kommunismus nur mit geistigen Waffen ausgefochten und gewonnen werden könne. Diese Behauptung war uns auch damals zu albern, als daß wir uns damit auseinandergesetzt hätten. Der östliche Bolschewismus ist nicht nur eine terroristische Lehre, sondern auch eine terroristische Praxis. Er verfolgt seine Ziele und Zwecke mit einer infernalischen Gründlichkeit, unter restloser Ausschöpfung seines inneren Potentials und ohne jede Rücksichtnahme auf Glück, Wohlstand und Frieden der von ihm unterjochten Völkerschaften.

Was wollten England und Amerika tun, wenn der europäische Kontinent im gröbsten Unglücksfall dem Bolschewismus in die Arme fiele? Will man Europa von London aus vielleicht einreden, daß eine solche Entwicklung an der Kanalgrenze haltmachen würde? Ich habe schon einmal darauf hingewiesen, daß der Bolschewismus seine Fremdenlegionen auf dem Boden aller demokratischen Staaten bereits in den kommunistischen Parteien stehen hat. Keiner dieser Staaten kann von sich behaupten, gegen eine innere Bolschewisierung immun zu sein. Eine jüngst vorgenommene Nachwahl zum englischen Unterhaus ergab, daß der unabhängige, dh. kommunistische Kandidat in einem Wahlkreis, der bisher unumschränkte Domäne der Konservativen war, von insgesamt 22 371 Stimmen 10 741 erhielt, das heißt, daß die Rechtsparteien allein in diesem einen Kreise im Verlaufe von nur kurzer Zeit rund 10 000, also die Hälfte aller Wählerstimmen an die Kommunisten verloren, ein Beweis mehr dafür, daß die bolschewistische Gefahr auch in England gegeben ist und daß sie nicht dadurch gebannt wird, daß man sie nicht sehen will. Alle territorialen Verpflichtungen, die die Sowjetunion auf sich nimmt, besitzen in unseren Augen keinen effektiven Wert. Der Bolschewismus pflegt seine Grenzen auch ideologisch und nicht nur militärisch zu ziehen, und darin ist eben seine über die Grenzen der Völker hinwegspringende Gefahr gegeben. Die Welt hat also nicht die Wahl zwischen einem in seine alte Zersplitterung zurückfallenden und einem unter der Achsenführung sich neu ordnenden Europa, sondern nur die zwischen einem unter dem militärischen Schutz der Achse stehenden und einem bolschewistischen Europa.

Darüber hinaus bin ich der festen Überzeugung, daß die lamentierenden Lords und Erzbischöfe in London überhaupt nicht einmal die Absicht haben, der bolschewistischen Gefahr, die bei einem weiteren Vordringen der Sowjetarmeen für die europäischen Staaten gegeben wäre, praktisch entgegenzutreten. Das Judentum hat die angelsächsischen Staaten geistig und politisch schon so tief durchdungen, daß sie diese Gefahr überhaupt nicht mehr sehen und wahr haben wollen. Wie es sich in der Sowjetunion bolschewistisch tarnt, so tarnt es sich in den angelsächsischen Staaten plutokratisch-kapitalistisch. Die Methoden der Mimikry sind bei der jüdischen Rasse bekannt. Sie geht seit jeher darauf aus, ihre Gastvölker einzuschläfern und damit ihre Abwehrkräfte gegen von ihr stammende akute und lebensgefährdende Bedrohungen zu lähmen. (Zurufe aus der Menge: Wir haben sie erlebt!)

Unsere Einsicht in diese Problematik hat uns schon früh die Erkenntnis vermittelt, daß das Zusammengehen zwischen internationaler Plutokratie und internationalem Bolschewismus durchaus keinen Widersinn, sondern einen tiefen und ursächlichen Sinn darstellt. Über unser Land hinweg reicht sich bereits das westeuropäische scheinzivilisierte Judentum und das Judentum des östlichen Gettos die Hände. Damit ist Europa in Todesgefahr.

Ich schmeichle mir nicht, mit diesen Ausführungen die öffentliche Meinung in den neutralen oder gar in den feindlichen Staaten alarmieren zu können. Das ist auch nicht ihr Zweck und ihre Absicht. Ich weiß, daß die englische Presse morgen mit einem wütenden Gekläff über mich herfallen wird, ich hätte angesichts unserer Belastung an der Ostfront die ersten Friedensfühler ausgestreckt. (Stürmisches Gelächter.) Davon kann überhaupt keine Rede sein.

In Deutschland denkt heute kein Mensch an einen faulen Kompromiß, das ganze Volk denkt nur an einen harten Krieg.

Ich beanspruche aber als ein verantwortlicher Sprecher des führenden Landes dieses Kontinents für mich das souveräne Recht, eine Gefahr eine Gefahr zu nennen, wenn sie nicht nur unser eigenes Land, sondern unseren ganzen Erdteil bedroht. Als Nationalsozialisten haben wir die Pflicht, Alarm zu schlagen gegen die versuchte Chaotisierung des europäischen Kontinents durch das internationale Judentum, das sich im Bolschewismus eine terroristische Militärmacht aufgebaut hat, deren Bedrohlichkeit überhaupt nicht überschätzt werden kann.

Die dritte These, die ich hier näher erläutern will, ist die, daß Gefahr unmittelbar im Verzuge ist. Die Lähmungserscheinungen der westeuropäischen Demokratien gegen ihre tödlichste Bedrohung sind herzbeklemmend. Das internationale Judentum fördert sie mit allen Kräften. Genau so, wie der Widerstand gegen den Kommunismus in unserem Kampf um die Macht in unserem eigenen Lande von den jüdischen Zeitungen künstlich eingeschläfert und nur durch den Nationalsozialismus wieder erweckt wurde, genau so ist das heute bei den anderen Völkern der Fall. Das Judentum erweist sich hier wieder einmal als die Inkarnation des Bösen, als plastischer Dämon des Verfalls und als Träger eines internationalen kulturzerstörerischen Chaos.

Man wird, um das hier nur zu erwähnen, in diesem Zusammenhang auch unsere konsequente Judenpolitik verstehen können.

Wir sehen im Judentum für jedes Land eine unmittelbare Gefahr gegeben. Wie andere Völker sich gegen diese Gefahr zur Wehr setzen, ist uns gleichgültig. Wie wir uns aber dagegen zur Wehr setzen, das ist unsere eigene Sache, in die wir keinerlei Einsprüche dulden.

Das Judentum stellt eine infektiöse Erscheinung dar, die ansteckend wirkt. Wenn das feindliche Ausland gegen unsere antijüdische Politik scheinheilig Protest einlegt und über unsere Maßnahmen gegen das Judentum heuchlerische Krokodilstränen vergießt, so kann uns das nicht daran hindern, das Notwendige zu tun. Deutschland jedenfalls hat nicht die Absicht, sich dieser Bedrohung zu beugen, sondern vielmehr die, ihr rechtzeitig und wenn nötig mit den radikalsten Gegenmaßnahmen entgegenzutreten. (Minutenlang ist der Minister durch laute Sprechchöre am Weiterreden gehindert.)

Im Zeichen all dieser Überlegungen steht die militärische Belastung des Reiches im Osten. Der Krieg der mechanisierten Roboter gegen Deutschland und gegen Europa ist auf seinen Höhepunkt gestiegen. Das deutsche Volk erfüllt mit seinen Achsenpartnern im wahrsten Sinne des Wortes eine europäische Mission, wenn es dieser unmittelbaren und ernsten Lebensbedrohung mit den Waffen entgegentritt. Wir lassen uns nicht durch das Geschrei des internationalen Judentums in aller Welt in der mutigen und aufrechten Fortführung des gigantischen Kampfes gegen diese Weltpest beirren. Er kann und darf nur mit Sieg enden. (Laute Zwischenrufe ertönen: "Deutsche Männer, ans Gewehr", "deutsche Frauen an die Arbeit!")

Das Ringen um Stalingrad wurde in seiner tragischen Verwicklung geradezu zu einem Symbol dieses heroischen, männlichen Widerstandes gegen den Aufruhr der Steppe. Es hatte deshalb nicht nur eine militärische, sondern auch eine geistige und seelische Bedeutung für das deutsche Volk von tiefstgreifender Wirkung. Erst hier sind uns unsere Augen für die aus diesem Kriege erwachsende Problematik vollkommen geöffnet worden. Wir wollen jetzt gar nichts mehr von falschen Hoffnungen und Illusionen hören. Wir wollen den Tatsachen, und wenn sie noch so hart und grausam sind, mutig in die Augen schauen. Denn jedesmal noch hat es sich in der Geschichte unserer Partei und unseres Staates erwiesen, daß eine erkannte Gefahr bald schon auch eine gebannte Gefahr ist. Im Zeichen dieses heroischen Widerstandes stehen unsere weiteren schwersten Abwehrkämpfe im Osten. Sie beanspruchen unseren Soldaten und ihre Waffen in einem Umfange, der uns bei allen bisherigen Feldzügen vollkommen unbekannt gewesen ist. Im Osten tobt ein Krieg ohne Gnade. Der Führer hat ihn richtig charakterisiert, als er erklärte, es werden aus ihm nicht Sieger und Besiegte, sondern nur noch Überlebende und Vernichtete hervorgehen.

Das deutsche Volk hat das ganz klar erkannt. Mit seinem gesunden Instinkt hat es sich auf eigene Weise einen Weg durch das Gestrüpp der tagesaktuell bedingten geistigen und seelischen Schwierigkeiten dieses Krieges gebahnt. Wir wissen heute genau, daß der Blitzkrieg des Polen- und Westfeldzuges für den Osten nur noch eine bedingte Gültigkeit hat. Hier kämpft die deutsche Nation um ihr Alles. Wir sind in diesem Kampf zu der Erkenntnis gekommen, daß das deutsche Volk hier seine heiligsten Güter, seine Familien, seine Frauen und seine Kinder, die Schönheit und Unberührtheit seiner Landschaft, seine Städte und Dörfer, das zweitausendjährige Erbe seiner Kultur und alles, was uns das Leben lebenswert macht, zu verteidigen hat.

Für diese Schätze unseres reichen Volkstums hat der Bolschewismus natürlich nicht das geringste Verständnis, und er würde auch im Bedarfsfalle darauf nicht die geringste Rücksicht nehmen. Er tut das ja nicht einmal seinem eigenen Volke gegenüber. Die Sowjetunion hat das bolschewistische Kriegspotential seit 25 Jahren in einem Umfange ausgeschöpft, der für uns gänzlich unvorstellbar war und deshalb von uns auch falsch eingeschätzt wurde. Das terroristische Judentum hat sich in Rußland 200 Millionen Menschen dienstbar gemacht, dabei seine zynischen Methoden und Praktiken mit der stumpfen Zähigkeit der russischen Rasse vermählt, die deshalb eine um so größere Gefahr für die europäischen Kulturvölker darstellt. Im Osten wird ein ganzes Volk zum Kampf gezwungen. Hier werden Männer, Frauen, ja Kinder nicht nur in die Rüstungsfabriken, sondern auch in den Krieg getrieben.

Zweihundert Millionen stehen uns hier teils unter dem Terror der GPU., teils befangen in einer teuflischen Anschauung, mit wilder Stumpfheit gegenüber. Die Massen von Panzern, die in diesem Winter unsere östliche Front berennen, sind das Ergebnis eines fünfundzwanzigjährigen sozialen Unglücks und Elends des bolschewistischen Volkes. Dagegen müssen wir mit entsprechenden Gegenmaßnahmen antreten, wenn wir nicht das Spiel als verloren aufgeben wollen.

Ich gebe meiner festen Überzeugung Ausdruck, daß wir die bolschewistische Gefahr auf die Dauer nur niederringen können, wenn wir ihr, wenn auch nicht mit gleichen, so doch mit gleichwertigen Methoden entgegentreten. Die deutsche Nation steht damit vor der ernstesten Frage dieses Krieges, nämlich der, die Entschlossenheit aufzubringen, alles einzusetzen, um alles, was sie besitzt, zu erhalten, und alles, was sie zum späteren Leben nötig hat, dazuzugewinnen.

Es geht also nicht mehr darum, heute einen hohen Lebensstandard auf Kosten unserer Verteidigungskraft gegen den Osten aufrechtzuerhalten, es geht vielmehr darum, unsere Verteidigungskraft zu stärken auf Kosten eines nicht mehr zeitgemäßen hohen Lebensstandards Das hat durchaus nichts mit Nachahmung bolschewistischer Methoden zu tun. Wir haben auch früher im Kampf gegen die Kommunistische Partei andere Methoden angewandt, als wir sie gegen die bürgerlichen Parteien anwandten. Denn hier trat uns ein Gegner gegenüber, der anders angefaßt werden mußte, wenn man mit ihm fertig werden wollte. Er bediente sich des Terrors, um die nationalsozialistische Bewegung niederzuschlagen. Terror aber wird nicht mit geistigen Argumenten, sondern nur mit Gegenterror gebrochen.

Die geistige Bedrohung, die der Bolschewismus darstellt, ist bekannt; sie wird auch im neutralen Ausland nicht bestritten. Über die geistige Bedrohung hinaus aber stellt er nun für uns und Europa eine unmittelbare militärische Bedrohung dar. Ihr nur mit geistigen Argumenten entgegentreten zu wollen, würde bei den Kreml-Gewaltigen wahrscheinlich stürmische Heiterkeit auslösen. Wir sind nicht so dumm und so kurzsichtig, den Kampf gegen den Bolschewismus mit derartig unzulänglichen Mitteln auch nur zu versuchen. Wir wollen auch nicht auf uns das Wort angewandt sehen, daß nur die allergrößten Kälber sich ihre Metzger selber wählen. Wir sind entschlossen, unser Leben mit allen Mitteln zu verteidigen ohne Rücksicht darauf, ob die uns umgebende Welt die Notwendigkeit dieses Kampfes einsieht oder nicht.

Der totale Krieg also ist das Gebot der Stunde.

Es muß jetzt zu Ende sein mit den bürgerlichen Zimperlichkeiten, die auch in diesem Schicksalskampf nach dem Grundsatz verfahren wollen: Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht naß! (Jeder Satz des Ministers wird von wachsendem Beifall und stärkster Zustimmung begleitet.) Die Gefahr, vor der wir stehen, ist riesengroß. Riesengroß müssen deshalb auch die Anstrengungen sein, mit denen wir ihr entgegentreten. Es ist also jetzt die Stunde gekommen, die Glacéhandschuhe auszuziehen und die Faust zu bandagieren. (Wie ein einziger Schrei erbebt sich ein orkanartiger Beifall. Sprechchöre von den Galerien und Rängen bestätigen die volle Zustimmung der Menge.)

Es geht nicht mehr an, das Kriegspotential nicht nur unseres eigenen Landes, sondern der uns zur Verfügung stehenden bedeutenden Teile Europas nur flüchtig und an der Oberfläche auszuschöpfen. Es muß ganz zur Ausschöpfung gelangen, und zwar so schnell und so gründlich, als das organisatorisch und sachlich überhaupt nur denkbar ist. Hier wäre eine falsche Rücksichtnahme vollkommen fehl am Orte. Europas Zukunft hängt von unserem Kampf im Osten ab. Wir stehen zu seinem Schutze bereit. Das deutsche Volk stellt sein kostbarstes nationales Blut für diesen Kampf zur Verfügung. Der übrige Teil Europas sollte hierfür wenigstens seine Arbeit zur Verfügung stellen. Wer diesen Kampf im übrigen Europa heute noch nicht versteht, wird uns morgen auf den Knien danken, daß wir ihn mutig und unbeirrt auf uns genommen haben.

Es ärgert uns nicht einmal, wenn unsere Feinde im Ausland behaupten, die Maßnahmen, die wir jetzt zur Totalisierung des Krieges durchführten, kämen denen des Bolschewismus ziemlich nahe. Scheinheilig erklären sie, daraus müsse man also folgern, daß sich unter diesen Umständen der Kampf gegen den Bolschewismus überhaupt erübrige.

Es geht hier nicht um die Methode, mit der man den Bolschewismus zu Boden schlägt sondern um das Ziel, nämlich um die Beseitigung der Gefahr. (Minutenlanger Beifall.)

Die Frage ist also nicht die, ob die Methoden, die wir anwenden, gut oder schlecht sind, sondern ob sie zum Erfolge führen. Jedenfalls sind wir als nationalsozialistische Volksführung jetzt zu allem entschlossen. Wir packen zu, ohne Rücksicht auf die Einsprüche des einen oder des anderen. (Zuruf: Sofort!)

Wir wollen nicht im Interesse der Aufrechterhaltung eines hohen, manchmal fast friedensmäßigen inneren Lebensstandards für eine bestimmte Volksschicht das deutsche Kriegspotential schwächen und damit unsere Kriegführung gefährden. Im Gegenteil, wir verzichten freiwillig auf einen bedeutenden Teil dieses Lebensstandards, um das Kriegspotential so schnell und so gründlich wie möglich zu erhöhen.

Im übrigen herrscht darüber, wie mir aus ungezählten Briefen aus der Heimat und Zustimmungskundgebungen von der Front mitgeteilt wird, im ganzen deutschen Volke überhaupt nur eine Meinung. Jedermann weiß, daß dieser Krieg, wenn wir ihn verlören, uns alle vernichten würde. Und darum ist das Volk mit seiner Führung entschlossen, nunmehr zur radikalsten Selbsthilfe zu greifen. Die breiten arbeitenden Massen unseres Volkes machen der Regierung nicht zum Vorwurf, daß sie zu rücksichtslos, sondern höchstens, daß sie zu rücksichtsvoll vorgeht. Man frage landauf, landab das deutsche Volk, man wird überall nur die eine Antwort erhalten: Das Radikalste ist heute eben radikal, und das Totalste ist heute eben total genug, um den Sieg zu erringen. Darum ist die totale Kriegführung eine Sache des ganzen deutschen Volkes. Niemand kann sich auch nur mit einem Schein von Berechtigung an ihren Forderungen vorbeidrücken.

Als ich in meiner Rede vom 30. Januar von dieser Stelle aus den totalen Krieg proklamierte, schwollen mir aus den um mich versammelten Menschenmassen Orkane der Zustimmung zu. Ich kann also feststellen, daß die Führung sich in ihren Maßnahmen in vollkommener Übereinstimmung mit dem ganzen deutschen Volk in der Heimat und an der Front befindet. Das Volk will alle, auch die schwersten Belastungen auf sich nehmen und ist bereit, jedes Opfer zu bringen, wenn damit dem großen Ziel des Sieges gedient wird. (Lebhafte Zurufe.)

Die Voraussetzung dazu aber ist selbstverständlich die, daß die Lasten gerecht verteilt werden. Es darf nicht geduldet werden, daß der weitaus größte Teil des Volkes die ganze Bürde des Krieges trägt, und ein kleiner passiver Teil sich an den Lasten und an der Verantwortung des Krieges vorbeizudrücken versucht. Die Maßnahmen, die wir getroffen haben und noch treffen müssen, werden deshalb vom Geiste einer nationalsozialistischen Gerechtigkeit erfüllt sein.

Wir nehmen keine Rücksicht auf Stand und Beruf!

Arm und reich und hoch und niedrig müssen in gleicher Weise beansprucht werden. Jedermann wird in dieser ernstesten Phase unseres Schicksalskampfes zur Erfüllung seiner Pflicht der Nation gegenüber angehalten, wenn nötig, gezwungen werden. Wir wissen uns auch dabei in voller Übereinstimmung mit dem nationalen Willen unseres Volkes. Wir wollen lieber zuviel als zu wenig Kraft zur Erringung des Sieges anwenden. Noch niemals ist ein Krieg in der Geschichte der Völker verlorengegangen, weil die Führung zuviel Soldaten und Waffen hatte. Sehr viele aber gingen verloren, weil das Umgekehrte der Fall war.

Ich habe schon in der Öffentlichkeit erklärt, daß die kriegsentscheidende Aufgabe der Gegenwart darin besteht, dem Führer durch einschneidendste Maßnahmen in der Heimat eine operative Reserve bereitzustellen, die ihm die Möglichkeit gibt, im kommenden Frühjahr und Sommer die Offensive aufs neue aufzunehmen und den Versuch zu machen, dem sowjetischen Bolschewismus den entscheidenden Schlag zu versetzen. Je mehr wir dem Führer an Kraft in die Hand geben, um so vernichtender wird dieser Schlag sein. Es ist also nicht mehr angebracht, unzeitgemäßen Friedensvorstellungen zu huldigen. Das deutsche Volk hat alle Veranlassung, nur an den Krieg zu denken. Das trägt nicht zu seiner Verlängerung, sondern nur zu seiner Beschleunigung bei. Der totalste und radikalste Krieg ist auch der kürzeste. Wir müssen im Osten wieder offensiv werden! Wir müssen dazu die nötigen Kräfte, die im Lande noch im reichen Maße vorhanden sind, mobilisieren, und zwar nicht nur auf organisatorische, sondern auch auf improvisatorische Weise. Ein umständliches bürokratisches Verfahren führt hier nur langsam zum Ziel. Die Stunde aber drängt; Eile ist ihr Gebot. Auch früher im Kampf der nationalsozialistischen Bewegung gegen den demokratischen Staat haben wir nicht nach einem schwerfälligen Verfahren gearbeitet. Auch damals lebten wir oft von der Hand in den Mund und trieben unsere politische Strategie als System der ewig sich wiederholenden Aushilfen. Das muß heute wieder der Fall sein.

Es ist also an der Zeit, den Säumigen Beine zu machen. Sie müssen aus ihrer bequemen Ruhe aufgerüttelt werden. Wir können nicht warten, bis sie von selbst zur Besinnung kommen und es dann vielleicht zu spät ist. Es muß wie ein

Alarmruf durch das ganze Volk

gehen. Eine Arbeit von Millionen Händen hat einzusetzen, und zwar landauf, landab. Die Maßnahmen, die wir bereits getroffen haben und noch treffen müssen und die ich im weiteren Teil meiner Ausführungen des näheren erläutern werde, sind einschneidend für das gesamte private und öffentliche Leben. Die Opfer, die der einzelne Bürger dabei zu bringen hat, sind manchmal schwer; aber sie bedeuten nur wenig den Opfern gegenüber, die er bringen müßte, wenn er sich zu diesen Opfern weigerte und damit das größte nationale Unglück über unser Volk heraufbeschwörte. Es ist besser, zur rechten Zeit einen Schnitt zu tun, als zuzuwarten und die Krankheit sich erst richtig festsetzen zu lassen. Man darf aber dem Operateur, der den Schnitt tut, nicht in den Arm fallen oder ihn gar wegen Körperverletzung anklagen. Er schneidet nicht, um zu töten, sondern um das Leben des Patienten zu retten.

Wiederum muß ich hier betonen, daß, je schwerer die Opfer sind, die das deutsche Volk zu bringen hat, um so dringender die Forderung erhoben werden muß, daß sie gerecht verteilt werden. Das will auch das Volk. Niemand sträubt sich heute gegen die Übernahme von auch schwersten Kriegslasten. Aber es muß natürlich auf jeden aufreizend wirken, wenn gewisse Leute immer wieder versuchen, sich an den Lasten überhaupt vorbeizudrücken. Die nationalsozialistische Staatsführung hat die moralische, aber auch staatspolitische Pflicht, solchen Versuchen mannhaft, wenn nötig mit drakonischen Strafen entgegenzutreten. Schonung wäre hier vollkommen fehl am Platze und würde allmählich zu einer Verwirrung der Gefühle und Ansichten unseres Volkes führen, die eine schwere Gefährdung unserer öffentlichen Kriegsmoral nach sich ziehen müßte.

Wir sind somit auch gezwungen, eine Reihe von Maßnahmen zu treffen, die zwar für die Kriegführung an sich nicht von lebenswichtiger Bedeutung sind, die aber für die Aufrechterhaltung der Kriegsmoral in der Heimat und an der Front erforderlich erscheinen. Auch die Optik des Krieges, dh. das äußere Bild der Kriegführung ist im vierten Kriegsjahr von ausschlaggebender Wichtigkeit.

Die Front hat angesichts der übermenschlichen Opfer, die sie täglich zu bringen hat, ein elementares Anrecht darauf, daß auch nicht ein einziger in der Heimat das Recht für sich in Anspruch nimmt, am Kriege und seinen Pflichten vorbeizuleben. Aber nicht nur die Front fordert das, sondern auch der weitaus überwiegende anständige Teil der Heimat. Die Fleißigen besitzen einen Anspruch darauf, daß, wenn sie zehn und zwölf und manchmal vierzehn Stunden täglich arbeiten, sich direkt neben ihnen nicht die Faulenzer räkeln und gar noch die anderen für dumm und nicht raffiniert genug halten. Die Heimat muß in ihrer Gesamtheit sauber und intakt bleiben. Nichts darf ihr kriegsgemäßes Bild trüben.

Es sind deshalb eine Reihe von Maßnahmen getroffen worden, die dieser neuen Optik des Krieges Rechnung tragen. Wir haben beispielsweise die Schließung der Bars und Nachtlokale angeordnet. Ich kann mir nicht vorstellen, daß es heute noch Menschen gibt, die ihre Kriegspflichten voll erfüllen und gleichzeitig bis tief in die Nacht in Amüsierlokalen herumsitzen. Ich muß daraus nur folgern, daß sie es mit ihren Kriegspflichten nicht allzu genau nehmen. Wir haben diese Amüsierlokale geschlossen, weil sie anfingen, uns lästig zu fallen, und das Bild des Krieges trübten. Wir verfolgen damit durchaus keine muckerischen Ziele. Nach dem Kriege wollen wir gern wieder nach dem Grundsatz verfahren: Leben und leben lassen. Während des Krieges aber gilt der Grundsatz: Kämpfen und kämpfen lassen!

Auch Luxusrestaurants, deren Aufwand in keinem Verhältnis zum erzielten Effekt steht, sind der Schließung verfallen. Es mag sein, daß der eine oder der andere auch während des Krieges noch in der Pflege des Magens eine Hauptaufgabe sieht. Auf ihn können wir dabei keine Rücksicht nehmen. Wenn an der Front unsere kämpfenden Truppen vom Grenadier bis zum Generalfeldmarschall aus der Feldküche essen, so glaube ich, ist es nicht zu viel verlangt, wenn wir in der Heimat jeden zwingen, wenigstens auf die elementarsten Gebote des Gemeinschaftsdenkens Rücksicht zu nehmen. Feinschmecker wollen wir wieder nach dem Kriege werden. Heute haben wir Wichtigeres zu tun, als den Magen zu pflegen. Auch ungezählte Luxus- und Repräsentationsgeschäfte sind mittlerweile zur Auflösung gekommen. Sie waren für das kaufende Publikum vielfach ein ständiger Stein des Anstoßes. Zu kaufen gab es dort praktisch kaum noch etwas, höchstens einmal, wenn man hier und da statt mit Geld, mit Butter oder mit Eiern bezahlte. Was haben Geschäfte für einen Zweck, die keine Waren mehr verkaufen und nur elektrisches Licht, Heizung und menschliche Arbeitskraft verbrauchen, die uns anderswo, vor allem in der Rüstungsproduktion, an allen Ecken und Enden fehlen.

Man wende hier nicht ein, die Aufrechterhaltung eines holden Friedensscheines imponiere dem Auslande.

Dem Ausland imponiert nur ein deutscher Sieg!

Wenn wir gesiegt haben, wird jedermann unser Freund sein wollen. Würden wir aber einmal unterliegen, so könnten wir unsere Freunde an den Fingern einer Hand abzählen. Wir haben deshalb mit diesen falschen Illusionen, die das Kriegsbild verwischen, Schluß gemacht. Wir werden die Menschen, die dort untätig in den leeren Geschäften herumstanden, einer nutzbringenderen Tätigkeit in der öffentlichen Kriegswirtschaft zuführen. Dieser Prozeß ist eben im Gange und wird bis zum 15. März abgeschlossen sein. Er stellt natürlich eine riesige Umorganisation unseres ganzen wirtschaftlichen Lebens dar. Wir gehen dabei nicht planlos vor. Wir wollen auch niemanden zu Unrecht anklagen oder Tadel und Vorwurf nach allen Seiten verteilen. Wir tun lediglich das, was notwendig ist. Das aber tun wir schnell und gründlich.

Wir wollen lieber ein paar Jahre geflickte Kleider tragen, als einen Zustand heraufbeschwören, in dem unser Volk ein paar Jahrhunderte in Lumpen herumlaufen müßte. Was sollen heute noch Modesalons, die Licht, Heizung und menschliche Arbeitskraft verbrauchen. Sie werden nach dem Kriege, wenn wir wieder Zeit und Lust dazu haben, neu erstehen. Was sollen Frisiersalons, in denen ein Schönheitskult gepflegt wird, der ungeheuer viel Zeit und Arbeitskraft beansprucht, der für den Frieden zwar sehr schön und angenehm, für den Krieg aber überflüssig ist. Unsere Frauen und Mädchen werden einmal unseren siegreich heimkehrenden Soldaten auch ohne friedensmäßige Aufmachung gefallen.

In den öffentlichen Ämtern wird in Zukunft etwas schneller und unbürokratischer gearbeitet werden. Es ergibt durchaus kein gutes Bild, wenn dort nach achtstündiger Arbeitszeit auf die Minute genau Schluß gemacht wird. Nicht das Volk ist für die Ämter, sondern die Ämter sind für das Volk da. Man arbeite also solange, bis die Arbeit erledigt ist. Das ist das Gebot des Krieges. Wenn der Führer das kann, so werden auch die Diener des Staates das können. Ist für eine längere Arbeitszeit nicht genügend Arbeit da, so gibt man 10 oder 20 oder 30 Prozent der Mitarbeiter an die kriegswichtige Wirtschaft ab und stellt damit wieder eine entsprechende Anzahl Männer für die Front frei. Das gilt für alle Dienststellen in der Heimat. Vielleicht wird gerade dadurch auch die Arbeit in den Ämtern etwas schneller und etwas weniger schwerfällig vor sich gehen. Wir müssen im Kriege lernen, nicht nur gründlich, sondern auch prompt zu arbeiten. Der Soldat an der Front hat auch nicht wochenlang Zeit, sich eine Maßnahme zu überlegen, sie von Hand zu Hand weiterzugeben oder in den Akten verstauben zu lassen. Er muß sofort handeln, weil er sonst sein Leben verliert. Wir in der Heimat verlieren zwar durch schwerfälliges Arbeiten nicht unser eigenes Leben, aber wir gefährden damit auf die Dauer das Leben unseres Volkes.

Auch alberne Arbeiten, die mit dem Krieg überhaupt nichts zu tun haben, müssen bei Industrie und Verwaltung abgestellt werden. Vieles, was im Frieden schön und erstrebenswert war, wirkt im Kriege nur lächerlich. Wenn sich beispielsweise, wie mir berichtet wurde, eine Reihe von Stellen wochenlang mit der Frage beschäftigen, ob man das Wort Akkumulator durch das Wort Sammler ersetzen solle, und darüber sogar umfangreiche Aktenvorgänge anlegen, so habe ich den Eindruck, und ich glaube, das deutsche Volk teilt diesen, daß Personen, die sich im Kriege mit solchen Kindereien beschäftigen, nicht ganz ausgelastet sind und zweckmäßigerweise in eine Munitionsfabrik gesteckt oder an die Front geschickt würden.

Überhaupt müssen alle, die im Dienste des Volkes tätig sind, dem Volke in der Arbeit sowohl wie in der äußeren und inneren Haltung stets ein leuchtendes Beispiel geben.

Auch an Kleinigkeiten entzündet sich manchmal der öffentliche Unmut. Es ist beispielsweise aufreizend, wenn junge Männer und Frauen morgens um 9 Uhr in Berlin durch den Tiergarten reiten und dabei vielleicht einer Arbeiterfrau begegnen, die eine zehnstündige Nachtschicht hinter sich hat und zu Hause drei oder vier oder fünf Kinder betreuen muß. Das Bild einer wie im vollen Frieden vorbeigaloppierenden Kavalkade kann in der Seele dieser braven Arbeiterfrau nur Bitterkeit erregen. Ich habe deshalb das Reiten auf öffentlichen Straßen und Plätzen der Reichshauptstadt für die Dauer des Krieges verboten. Ich trage auch damit, glaube ich, den psychologischen Forderungen des Krieges Rechnung und wohl auch den Forderungen der Rücksichtnahme auf die Front. Der Soldat, der für ein paar Tage von der Ostfront nach Hause in Urlaub fährt und vielleicht in Berlin einen Tag Pause macht, wird durch den Anblick eines solchen Schauspiels einen ganz falschen Eindruck von der Reichshauptstadt bekommen. Er sieht ja nicht die in den Rüstungsfabriken täglich zwölf, vierzehn und manchmal sechzehn Stunden werkenden Hunderttausende fleißiger und anständiger Arbeiter und Arbeiterrinnen, sondern eine fröhliche Reitgesellschaft. Man kann sich denken, welche Eindrücke aus der Heimat er an die Front weitervermittelt. Überhaupt muß jeder es sich zu einem selbstverständlichen Gebot der Kriegsmoral machen, auf die berechtigten Forderungen des arbeitenden und kämpfenden Volkes die größte Rücksicht zu nehmen. Wir sind keine Spielverderber, aber wir lassen uns auch nicht das Spiel verderben.

Wenn beispielsweise gewisse Männer und Frauen sich wochenlang in den Kurorten herumräkeln, sich dort Gerüchte zutratschen und schwer Kriegsversehrten und Arbeitern and Arbeiterinnen, die nach einjährigem, hartem Einsatz Anspruch auf Urlaub haben, den Platz wegnehmen, so ist das unerträglich und deshalb abgestellt worden. Der Krieg ist nicht die richtige Zeit für einen gewissen Amüsierpöbel. Unsere Freude ist bis zu seinem Ende die Arbeit und der Kampf, darin finden wir unsere tiefe innere Genugtuung. Wer das nicht aus eigenem Pflichtgefühl versteht, der muß zu diesem Pflichtgefühl erzogen, wenn nötig auch gezwungen werden. Hier hilft nur hartes Durchgreifen.

Es macht zB. auf das Volk keinen guten Eindruck, wenn wir mit einer Riesenpropaganda die Parole ausgeben: ,,Räder müssen rollen für den Sieg!”, das ganze Volk daraus die Folgerung zieht und keine unnützen Reisen antritt, dagegen arbeitslose Vergnügungsreisende dadurch nur mehr Platz in der Eisenbahn bekommen. Die Eisenbahn dient heute kriegswichtigen Transporten und kriegsnotwendigen Geschäftsreisen.

Urlaub hat nur der zu beanspruchen, der sonst in seiner Arbeits- oder Kampfkraft schwer gefährdet würde. Der Führer hat seit Beginn des Krieges und lange vorher nicht einen Tag Urlaub gehabt. Wenn also der erste Mann im Staate seine Pflicht so ernst und so verantwortungsvoll auffaßt, dann muß das für jeden Bürger und jede Bürgerin des Staates eine stumme, aber doch unüberhörbare Aufforderung sein, sich auch danach zu richten.

Die Regierung tut andererseits alles, um dem arbeitenden Volke in dieser schweren Zeit die nötigen Entspannungsmöglichkeiten zu erhalten. Theater, Kinos, Musiksäle bleiben voll im Betrieb. Der Rundfunk wird bestrebt sein, sein Programm noch zu erweitern und zu vervollkommnen. Wir haben durchaus nicht die Absicht, über unser Volk eine graue Winterstimmung heraufzubeschwören. Was dem Volke dient, was seine Kampf- und Arbeitskraft erhält, stählt und vermehrt, das ist gut und kriegswichtig. Das Gegenteil ist abzuschaffen. Ich habe deshalb als Ausgleich gegen die eben geschilderten Maßnahmen angeordnet, daß die geistigen und seelischen Erholungsstätten des Volkes nicht vermindert, sondern vermehrt werden. Soweit sie unseren Kriegsanstrengungen nicht schaden, sondern sie fördern, müssen sie auch von Seiten der Staats- und Volksführung eine entsprechende Förderung erfahren.

Das gilt auch für den Sport.

Der Sport ist heute keine Angelegenheit bevorzugter Kreise, sondern eine Angelegenheit des ganzen Volkes. Uk.-Stellungen sind auf dem Sportgebiet gänzlich sinnlos. Der Sport hat ja die Aufgabe, die Körperkraft zu stählen, doch wohl in der Hauptsache zu dem Zweck, sie wenigstens in der schlimmsten Notzeit des Volkes zum Einsatz zu bringen.

Das alles will auch die Front. Das fordert mit stürmischer Zustimmung das ganze deutsche Volk. Es will jetzt nichts mehr hören von kriegsunwichtiger Betriebsamkeit und ähnlichen Wichtigtuereien, die nur Zeit und Aufwand erfordern. Es will nichts mehr hören von einem überspannten umständlichen Fragebogenunwesen für jeden Unsinn. Es will sich nicht in tausend Kleinigkeiten verzetteln, die für den Frieden vielleicht wichtig waren, für den Krieg aber keine Bedeutung besitzen. Es braucht auch nicht unter dauernder Erinnerung an das schwere Opfer unserer Soldaten in Stalingrad an seine Pflicht gemahnt zu werden. Es weiß, was es zu tun und was es zu lassen hat. Es will eine spartanische Lebensführung für alle, für hoch und niedrig, und arm und reich. So wie der Führer dem ganzen Volke ein Beispiel gibt, so muß das ganze Volk in allen seinen Schichten sich dieses Beispiel auch zum Vorbild nehmen. Wenn er nur Arbeit und Sorgen kennt, so wollen wir ihm Arbeit und Sorgen nicht allein überlassen, sondern den Teil, den wir ihm abnehmen können, auch auf uns nehmen.

Die Zeit, die wir heute durchleben, hat in ihrer ganzen Anlage für jeden echten Nationalsozialisten eine verblüffende Ähnlichkeit mit der Kampzeit. Da und immer haben wir so gehandelt. Wir sind immer mit dem Volke durch dick und dünn gegangen, und darum ist das Volk uns auch auf allen Wegen gefolgt. Wir haben immer mit dem Volke gemeinsam alle Lasten getragen, und deshalb schienen uns die Lasten nicht schwer, sondern leicht zu sein. Das Volk will geführt werden. Noch niemals gab es in der Geschichte ein Beispiel dafür, daß in einer kritischen Stunde des nationalen Lebens das Volk einer tapferen und entschlossenen Führung die Gefolgschaft versagt hätte.

Ich möchte in diesem Zusammenhang auch über einige praktische Maßnahmen des totalen Krieges, die wir bereits getroffen haben, ein paar Worte verlieren.

Das Problem, um das es sich dabei handelt, heißt: Freimachung von Soldaten für die Front, Freimachung von Arbeitern und Arbeiterinnen für die Rüstungswirtschaft. Diesen beiden Zielen müssen alle anderen Bedürfnisse untergeordnet werden, selbst auf Kosten unseres sozialen Lebensniveaus während des Krieges. Das soll nicht eine endgültige Stabilisierung unseres Lebensstandards darstellen, sondern gilt nur als Mittel zur Erreichung des Zweckes, nämlich des eines totalen Sieges.

Es müssen im Rahmen dieser Aktion Hunderttausende von Uk.-Stellungen in der Heimat aufgehoben werden. Diese Uk.-Stellungen waren bisher notwendig, weil wir nicht ausreichend Fach- und Schlüsselkräfte zur Verfügung hatten, die die durch Aufhebung der Uk.-Stellungen leer werdenden Plätze besetzen konnten. Es ist der Sinn der getroffenen und noch zu treffenden Maßnahmen, die dafür benötigten Arbeitskräfte zu mobilisieren. Darum geht unser Appell an die noch außerhalb der Kriegswirtschaft stehenden Männer und die bisher noch außerhalb des Arbeitsprozesses stehenden Frauen. Sie werden sich diesem Appell nicht versagen wollen und auch nicht versagen können. Die Arbeitspflicht für Frauen ist sehr weitschichtig gefaßt worden Das heißt aber nicht, daß nur diejenigen, die im Gesetz genannt worden sind, arbeiten dürfen. Jeder ist uns willkommen, und je mehr sich für den großen Umschichtungsprozeß in der inneren Wirtschaft zur Verfügung stellen, um so mehr Soldaten können wir für die Front freimachen.

Unsere Feinde behaupten, die deutschen Frauen seien nicht in der Lage, den Mann in der Kriegswirtschaft zu ersetzen. Das mag für bestimmte schwere körperliche Arbeiten unserer Kriegsfertigung zutreffen. Darüber hinaus aber bin ich der Überzeugung, daß die deutsche Frau fest entschlossen ist, den Platz, den der Mann, der an die Front geht, freimacht, in kürzester Frist voll auszufüllen. Wir brauchen uns da gar nicht auf bolschewistische Beispiele zu berufen. Auch in der deutschen Kriegswirtschaft sind seit Jahren schon Millionen bester deutscher Frauen mit größtem Erfolg tätig, und sie warten mit Ungeduld darauf, daß ihre Reihen baldigst durch neuen Zuzug vermehrt und ergänzt werden. Alle die, die sich für diese Arbeit zur Verfügung stellen, erfüllen damit nur eine Dankespflicht der Front gegenüber. Hunderttausende sind schon gekommen, hunderttausende werden noch kommen. In kürzester Zeit hoffen wir damit Armeen von Arbeitskräften freizumachen, die ihrerseits wieder Armeen von kämpfenden Frontsoldaten freistellen werden.

Ich müßte mich sehr in den deutschen Frauen täuschen, wenn ich annehmen sollte, daß sie den hiermit an sie ergehenden Appell überhören wollten. Sie werden sich nicht in engherzigster Weise an das Gesetz anklammern oder gar noch versuchen, durch seine Maschen zu entschlüpfen. Im übrigen würden die wenigen, die solche Absichten verfolgen, damit bei uns nicht landen. Ärztliche Atteste werden statt der aufgerufenen Arbeitskraft nicht als vollwertig angenommen. Auch eine etwaige Alibi-Arbeit, die man sich beim Mann oder beim Schwager oder bei einem guten Bekannten verschafft, um sich unbeaufsichtigt weiter an der Arbeit vorbeidrücken zu können, wird von uns mit entsprechenden Gegenmaßnahmen beantwortet werden. Die wenigen, die solche Pläne verfolgen, können sich damit in der öffentlichen Wertung nur selbst erledigen. Das Volk wird ihnen die größte Verachtung zollen. Niemand verlangt, daß eine Frau, die dazu nicht die nötigen körperlichen Voraussetzungen mitbringt, in die schwere Fertigung einer Panzerfabrik geht. Es gibt aber eine Unmenge von Fertigungen auch in der Kriegsindustrie, die ohne allzu starke körperliche Anstrengung geleistet werden können und für die sich eine Frau, auch wenn sie aus bevorzugten Kreisen stammt, ruhig zur Verfügung stellen kann. Niemand ist dafür zu gut, und wir haben ja nur die Wahl, hier etwas Ganzes zu tun oder das Ganze zu verlieren.

Es wäre auch angebracht, daß Frauen, die Dienstpersonal beschäftigen, jetzt schon diese Frage einer Überprüfung unterzögen. Man kann sehr wohl sich selbst dem Haushalt und den Kindern widmen und sein Dienstmädchen freigeben oder den Haushalt und die Kinder dem Dienstmädchen oder der NSV. überantworten und sich selbst zur Arbeit melden. Allerdings ist dann das Leben nicht mehr so gemütlich wie im Frieden. Aber wir leben ja auch nicht im Frieden, sondern im Kriege. Gemütlich werden wir es uns wieder machen, wenn wir den Sieg in Händen haben.

Jetzt aber müssen wir für den Sieg unter weitestgehender Aufopferung unserer Bequemlichkeit kämpfen.

Auch und gerade die Kriegerfrauen werden das verstehen. Sie werden es für ihre höchste Verpflichtung halten, ihren Männern draußen an der Front dadurch zur Seite zu treten, daß sie sich einer kriegswichtigen Arbeit zur Verfügung stellen. Das betrifft vor allem die Landwirtschaft. Die Frauen der Landarbeiter haben hier ein gutes Beispiel zu geben. Es gilt für alle Männer und Frauen der Grundsatz, daß es für niemanden angebracht ist, im Kriege sogar noch weniger zu tun als im Frieden; die Arbeit muß auf allen Gebieten vermehrt werden.

Man darf übrigens nicht den Fehler machen, alles, was jetzt nötig ist, auf die Regierung zu schieben. Die Regierung kann nur die großen Rahmengesetze schaffen. Den Rahmengesetzen Leben und Inhalt zu geben, ist Aufgabe des arbeitenden Volkes; und zwar soll das unter der befeuernden Führung der Partei geschehen. Schnelles Handeln ist hier erstes Gebot.

Über die gesetzliche Verpflichtung hinaus also gilt jetzt die

Parole: Freiwillige vor!

Hier appelliere ich vor allem als Berliner Gauleiter an meine Berliner Mitbürgerinnen. Sie haben im Verlaufe dieses Krieges schon so viele edle Beispiele einer tapferen Lebensgesinnung gegeben, daß sie sich gewiß auch dieser Forderung gegenüber nicht beschämen lassen wollen. Sie haben sich durch ihre praktische Lebensart, sowie durch die Frische ihrer Lebensauffassung auch im Kriege in der ganzen Welt einen guten Namen erworben. Diesen guten Namen gilt es jetzt durch eine großzügige Handlungsweise zu erhalten und zu verstärken. Wenn ich also meine Berliner Mitbürgerinnen aufrufe, sich schnell, prompt und ohne viel Einwendungen einer kriegswichtigen Arbeit zur Verfügung zu stellen, so weiß ich, daß alle diesem Appell Folge leisten werden. Wir wollen jetzt nicht über die Schwere der Zeit klagen oder uns einander etwas vorräsonnieren, wir wollen, wie das nicht nur Berliner, sondern deutsche Art ist, zupacken, handeln, die Initiative ergreifen, selbst etwas tun und nicht alles den anderen zu tun überlassen.

Welche deutsche Frau wollte es übers Herz bringen, sich einem solchen Appell, den ich vor allem für die kämpfende Front an die deutsche Frauenwelt richte, zu entziehen? Wer wollte jetzt eine spießige Bequemlichkeit über das nationale Pflichtgebot stellen? Wer wollte jetzt noch angesichts der schweren Bedrohung, der wir alle ausgesetzt sind, an seine egoistischen privaten Bedürfnisse denken und nicht an die über alledem stehenden Notwendigkeiten des Krieges?

Ich weise mit Verachtung den Vorwurf, den uns unsere Feinde machen, zurück, daß das eine Nachahmung des Bolschewismus sei. Wir wollen den Bolschewismus nicht nachahmen, wir wollen ihn besiegen, und zwar mit Mitteln und Methoden, die ihm gewachsen sind. Die deutsche Frau wird das am ehesten verstehen, denn sie hat längst erkannt, daß der Krieg, den heute unsere Männer führen, ein Krieg vor allem zum Schutze ihrer Kinder ist. Ihr heiligstes Gut wird also in diesem Kriege durch den Einsatz des kostbarsten Blutes unseres Volkes beschirmt. Mit diesem Kampf der Männer muß die deutsche Frau auch nach außen hin spontan ihre Solidarität bekunden. Sie muß sich lieber morgen als übermorgen in die Reihen der Millionen schaffender Angestellten und Arbeiterinnen einreihen und das Heer der arbeitenden Heimat auch durch ihre eigene Person vermehren. Es muß wie ein Strom der Bereitschaft durch das deutsche Volk gehen. Ich erwarte, daß sich nun ungezählte Frauen und vor allem auch Männer, die bisher noch keine kriegswichtige Arbeit taten, bei den Meldestellen melden. Wer sich schnell gibt, der gibt sich doppelt.

Daneben vollziehen sich großzügige Zusammenlegungen in unserer allgemeinen Wirtschaft.

Ich weiß, daß große Teile unseres Volkes dabei schwere Opfer bringen müssen. Ich habe Verständnis für diese Opfer, und die Volksführung ist bemüht, diese auf ein Mindestmaß zu beschränken. Aber ein gewisser Rest wird übrigbleiben, der getragen werden muß. Nach dem Kriege werden wir das, was wir heute auflösen, größer und schöner denn je wieder neu aufbauen, und der Staat wird dazu seine helfende Hand leihen.

Ich wende mich in diesem Zusammenhang eindringlich gegen die Behauptung, daß mit unseren Maßnahmen eine Stillegung des Mittelstandes oder eine Monopolisierung unserer Wirtschaft bezweckt würde. Nach dem Kriege wird der Mittelstand sofort wieder in größtem Umfange wirtschaftlich and sozial wiederhergestellt.

Die augenblicklichen Maßnahmen sind ausschließlich Notmaßnahmen für die Kriegszwecke und Kriegsbedürfnisse. Sie streben nicht eine strukturelle Veränderung der Wirtschaft an, sondern sind lediglich auf das Ziel ausgerichtet, den Sieg so schnell und so gründlich wie möglich erkämpfen zu helfen. Denn hier liegt der weg zum Siege.

Ich streite nicht ab, daß uns auch angesichts der Durchführung der eben geschilderten Maßnahmen noch sorgenvolle Wochen bevorstehen. Aber damit schaffen wir jetzt endgültig Luft. Wir stellen diese Maßnahmen auf die Aktionen des kommenden Sommers ein und begeben uns heute, ohne den Drohungen und Großsprechereien des Feindes irgendeine Beachtung zu schenken, an die Arbeit. Ich bin glücklich, dieses Programm des Sieges (stürmischer Beifall) einem deutschen Volke vortragen zu dürfen, das diese Maßnahmen nicht nur willig auf sich nimmt, sondern sie fordert, und zwar dringender, als das je im Verlaufe dieses Krieges der Fall gewesen ist. Das Volk will, daß durchgreifend und schnell gehandelt wird. Es ist Zeit! Wir müssen den Augenblick und die Stunde nützen, damit wir vor kommenden Überraschungen gesichert sind.

Wir haben uns in den vergangenen Jahren oft in unseren Zeitungen und Reden auf das friderizianische Beispiel berufen. Wir hatten gar keine Berechtigung dazu. Friedrich II. stand im Dritten Schlesischen Krieg zeitweilig mit fünf Millionen Preußen, wie Schlieffen berechnet, 90 Millionen Europäern gegenüber. Und schon im zweiten der sieben höllischen Jahre erlitt er eine Niederlage, die den ganzen preußischen Staat ins Wanken brachte. Er hat niemals genug Soldaten und Waffen gehabt, um seine Schlachten ohne größtes Risiko zu schlagen. Er trieb seine Strategie immer als ein System der Aushilfen. Aber er verfolgte dabei den Grundsatz, den Feind anzugreifen, wo sich ihm eine Gelegenheit dazu bot, und ihn zu schlagen, wo er sich ihm stellte. Daß er Niederlagen erlitt, ist nicht das Entscheidende. Entscheidend ist vielmehr, daß der große König in allen Schicksalsschlägen ungebrochen blieb, daß er unerschütterlich das schwankende Kriegsglück auf sich nahm und sein ehernes Herz jede Gefahr überwand. Am Ende der sieben Jahre stand er, 51jährig, ein zahnloser, gichtkranker und von tausend Schmerzen gepeinigter Greis, doch als Sieger auf dem verwüsteten Schlachtfeld. Was haben wir denn dem entgegenzusetzen?! Höchstens nur den Willen und die Entschlußkraft, es ihm, wenn die Stunde das gebietet, gleichzutun, wie er unerschütterlich zu bleiben in allen Fügungen des Schicksals, wie er den Sieg auch unter den ungünstigsten Umständen herbeizuzwingen, und niemals an der großen Sache, die wir verfechten, zu verzweifeln.

Ich gebe meiner tiefen Überzeugung Ausdruck, daß das deutsche Volk durch den tragischen Schicksalsschlag von Stalingrad innerlich auf das tiefste geläutert worden ist. Es hat dem Krieg in sein hartes und erbarmungsloses Antlitz hineingeschaut. Es weiß nun die grausame Wahrheit und ist entschlossen, mit dem Führer durch dick und dünn zu gehen.

(Wie ein Meer erhebt sich die begeisterte Menge und nicht endenwollende Sprechchöre "Führer befiehl, wir folgen dir!", "Heil unserem Führer!" hindern den Minister minutenlang am Weiterreden.)

An unserer Seite stehen treue und zuverlässige Bundesgenossen. Das italienische Volk wird mit uns unter der Führung seines großen Duce unbeirrt den Weg zum Siege fortsetzen. Die faschistische Lehre hat es reif für alle großen Schicksalsproben gemacht. (In diesem Augenblick bringt die Menge der italienischen Abordnung, die vom Mitglied des Faschistischen Großrates, Exzellenz Alfieri, geführt wird, eine stürmische Kundgebung, für die Alfieri mit großer Herzlichkeit dankt.) In Ostasien fügt das tapfere japanische Schlag auf Schlag zu. (Erneuter herzlicher Beifall.) Drei Welt- und Großmächte zusammen mit ihren Verbündeten führen den Kampf gegen die plutokratische Tyrannei und die bolschewistische Bedrohung. Was kann uns geschehen, wenn wir uns den harten Proben dieses Krieges unterziehen! An der Sicherheit unseres Sieges gibt es bei uns keinen Zweifel. Während unsere Fronten im Osten ihre gigantischen Abwehrschlachten gegen den Ansturm der Steppe schlagen, rast der Krieg unserer U-Boote über die Weltmeere. Der feindliche Tonnageraum erleidet Einbußen, die auch durch künstlich noch so hochgeschraubte Ersatz- und Neubauten bei weitem nicht wieder wettgemacht werden können. Im übrigen aber wird der Feind uns kennenlernen! Das deutsche Volk ist entschlossen, dem Führer dazu unter Aufbietung all seiner Energien die nötige Möglichkeit zu verschaffen.

In diesen Tagen hat sich die englische und amerikanische Presse sehr ausgiebig mit der Haltung des deutschen Volkes in der gegenwärtigen Krise befaßt. Die Engländer kennen das deutsche Volk nach Ihren Angebereien bekanntlich viel besser, als wir, seine eigene Führung. Sie geben uns scheinheilig Ratschläge, was wir zu tun und zu lassen hätten, immer in der irrigen Ansicht, das deutsche Volk von heute gleiche dem deutschen Volk vom November 1918, das auf ihre Verführungskünste hereinfiel. Ich habe es nicht nötig, gegen diese Annahme den Gegenbeweis zu führen. Der Gegenbeweis wird vom kämpfenden und arbeitenden deutschen Volke jeden Tag aufs Neue erhärtet.

Ich möchte aber zur Steuer der Wahrheit an euch, meine deutschen Volksgenossen und Volksgenossinnen, eine Reihe von Fragen richten, die Ihr mir nach bestem Wissen und Gewissen beantworten müßt. Als mir meine Zuhörer auf meine Forderungen vom 30. Januar spontan ihre Zustimmung bekundeten, behauptete die englische Presse am anderen Tag, das sei ein Propagandatheater gewesen und entspreche in keiner Weise der wahren Stimmung des deutschen Volkes. (Spontane Rufe: Pfui! Lüge! Sie sollen nur herkommen! Die werden uns kennenlernen!) Ich habe heute zu dieser Versammlung nun einen Ausschnitt des deutschen Volkes im besten Sinne des Wortes eingeladen. (Die Aufzählung des Ministers wird von stürmischen Kundgebungen begleitet, die sich in einem nicht endenwollenden Beifall und stärkster Zustimmung für die im Sportpalast anwesenden Vertreter der Wehrmacht kundtun.) Vor mir sitzen reihenweise deutsche Verwundete von der Ostfront, Bein- und Armamputierte, mit zerschossenen Gliedern, Kriegsblinde, die mit ihren Rote-Kreuz-Schwestern gekommen sind, Männer in der Blüte ihrer Jahre, die vor sich ihre Krücken zu stehen haben. Dazwischen zähle ich an die fünfzig Träger des Eichenlaubes und des Ritterkreuzes, eine glänzende Abordnung unserer kämpfenden Front. Hinter ihnen erhebt sich ein Block von Rüstungsarbeitern und -arbeiterinnen aus den Berliner Panzerwerken. Wieder hinter ihnen sitzen Männer aus der Parteiorganisation, Soldaten aus der kämpfenden Wehrmacht, Ärzte, Wissenschaftler, Künstler, Ingenieure und Architekten, Lehrer, Beamte und Angestellte aus den Ämtern und Büros, eine stolze Vertreterschaft unseres geistigen Lebens in all seinen Schichtungen, dem das Reich gerade jetzt im Kriege Wunder der Erfindung und des menschlichen Genies verdankt. Über das ganze Rund des Sportpalastes verteilt sehe ich Tausende von deutschen Frauen. Die Jugend ist hier vertreten und das Greisenalter. Kein Stand, kein Beruf und kein Lebensjahr blieb bei der Einladung unberücksichtigt. Ich kann also mit Fug und Recht sagen: Was hier vor mir sitzt, ist ein Ausschnitt aus dem ganzen deutschen Volk an der Front und in der Heimat. (Der Sportpalast erlebt im Augenblick dieser Fragenstellung eine Kundgebung, wie sie selbst diese alte Kampfstätte des Nationalsozialismus nur an besonderen Höhepunkten nationalen Geschehens erlebt hat. Die Masse springt wie elektrisiert von ihren Plätzen. Wie ein Orkan braust ein vieltausendstimmiges Ja durch das weite Rund. Was die Teilnehmer dieser Kundgebung erleben, ist eine Volksabstimmung und Willensäußerung, wie sie spontaner keinen Ausdruck finden kann.)

Ihr also, meine Zuhörer, repräsentiert in diesem Augenblick die Nation. Und an euch möchte ich zehn Fragen richten, die Ihr mir mit dem deutschen Volke vor der ganzen Welt, insbesondere aber vor unseren Feinden, die uns auch an ihrem Rundfunk zuhören, beantworten sollt. (Nur mit Mühe kann sich der Minister für die nun folgenden Fragen Gehör verschaffen. Die Masse befindet sich in einem Zustand äußerster Hochstimmung. Messerscharf fallen die einzelnen Fragen. Jeder einzelne fühlt sich persönlich angesprochen. Mit letzter Anteilnahme und Begeisterung gibt die Masse auf jede einzelne Frage die Antwort. Der Sportpalast hallt wider von einem einzigen Schrei der Zustimmung.)

Die Antwort der Nation

Die Engländer behaupten, das deutsche Volk habe den Glauben an den Sieg verloren.

Ich frage euch: Glaubt ihr mit dem Führer und mit uns an den endgültigen totalen Sieg des deutschen Volkes?

Ich frage euch: Seid ihr entschlossen, dem Führer in der Erkämpfung des Sieges durch dick und dünn und unter Aufnahme auch der schwersten persönlichen Belastungen zu folgen?

Zweitens: Die Engländer behaupten, das deutsche Volk ist des Kampfes müde.

Ich frage euch: Seid ihr bereit, mit dem Führer als Phalanx der Heimat hinter der kämpfenden Wehrmacht stehend diesen Kampf mit wilder Entschlossenheit und unbeirrt durch alle Schicksalsfügungen fortzusetzen, bis der Sieg in unseren Händen ist?

Drittens: Die Engländer behaupten, das deutsche Volk hat keine Lust mehr, sich der überhand nehmenden Kriegsarbeit, die die Regierung von ihm fordert, zu unterziehen.

Ich frage euch: Seid ihr und ist das deutsche Volk entschlossen, wenn der Führer es befiehlt, zehn, zwölf, und wenn nötig vierzehn und sechzehn Stunden täglich zu arbeiten und das Letzte herzugeben für den Sieg?

Viertens: Die Engländer behaupten, das deutsche Volk wehrt sich gegen die totalen Kriegsmaßnahmen der Regierung. Es will nicht den totalen Krieg, sondern die Kapitulation. (Zurufe: Niemals! Niemals ! Niemals !)

Ich frage euch: Wollt ihr den totalen Krieg? Wollt ihr ihn, wenn nötig, totaler und radikaler, als wir ihn uns heute überhaupt noch vorstellen können?

Fünftens: Die Engländer behaupten, das deutsche Volk hat sein Vertrauen zum Führer verloren.

Ich frage euch: Ist euer Vertrauen zum Führer heute größer, gläubiger und unerschütterlicher denn je? Ist eure Bereitschaft, ihm auf allen seinen Wegen zu folgen und alles zu tun, was nötig ist, um den Krieg zum siegreichen Ende zu führen, eine absolute und uneingeschränkte?

(Die Menge erhebt sich wie ein Mann. Die Begeisterung der Masse entlädt sich in einer Kundgebung nicht dagewesenen Ausmaßes. Vieltausendstimmige Sprechchöre brausen durch die Halle: „Führer befiehl, wir folgen!“ Eine nicht abebbende Woge von Heilrufen auf den Führer braust auf. Wie auf ein Kommando erheben sich nun die Fahnen und Standarten, höchster Ausdruck des weihevollen Augenblicks, in dem die Masse dem Führer huldigt.)

Ich frage euch als sechstes: Seid ihr bereit, von nun ab eure ganze Kraft einzusetzen und der Ostfront die Menschen und Waffen zur Verfügung zu stellen, die sie braucht, um dem Bolschewismus den tödlichen Schlag zu versetzen?

Ich frage euch siebentens: Gelobt ihr mit heiligem Eid der Front, daß die Heimat mit starker Moral hinter ihr steht und ihr alles geben wird, was sie nötig hat, um den Sieg zu erkämpfen?

Ich frage euch achtens: Wollt ihr, insbesondere ihr Frauen selbst, daß die Regierung dafür sorgt, daß auch die deutsche Frau ihre ganze Kraft der Kriegführung zur Verfügung stellt und überall da, wo es nur möglich ist, einspringt, um Männer für die Front frei zu machen und damit ihren Männern an der Front zu helfen?

Ich frage euch neuntens: Billigt ihr, wenn nötig, die radikalsten Maßnahmen gegen einen kleinen Kreis von Drückebergern und Schiebern, die mitten im Kriege Frieden spielen und die Not des Volkes zu eigensüchtigen Zwecken ausnutzen wollen? Seid Ihr damit einverstanden, daß, wer sich am Krieg vergeht, den Kopf verliert?

Ich frage euch zehntens und zuletzt: Wollt ihr, daß, wie das nationalsozialistische Parteiprogramm es gebietet, gerade im Kriege gleiche Rechte und gleiche Pflichten vorherrschen, daß die Heimat die schweren Belastungen des Krieges solidarisch auf ihre Schultern nimmt und daß sie für hoch und niedrig und arm und reich in gleicher Weise verteilt werden?

Ich habe euch gefragt; ihr habt mir eure Antwort gegeben. Ihr seid ein Stück Volk, durch euren Mund hat sich damit die Stellungnahme des deutschen Volkes manifestiert. Ihr habt unseren Feinden das zugerufen, was sie wissen müssen, damit sie sich keinen Illusionen und falschen Vorstellungen hingeben.

Somit sind wir, wie von der ersten Stunde unserer Macht an und durch all die zehn Jahre hindurch, fest und brüderlich mit dem deutschen Volk vereint. Der mächtigste Bundesgenosse, den es auf dieser Welt gibt, das Volk selbst, steht hinter uns und ist entschlossen, mit dem Führer, koste es was es wolle, und unter Aufnahme auch der schwersten Opfer den Sieg kämpfend zu erstreiten. Welche Macht der Welt könnte uns jetzt noch hindern, alles das durchzusetzen und zu erfüllen, was wir uns als Ziel gesteckt haben. Jetzt wird und muß es uns gelingen! Ich stehe hier vor euch nicht nur als Sprecher der Regierung, sondern auch als Sprecher des Volkes. Um mich herum sitzen meine alten Freunde aus der Partei, die hohe Ämter in der Führung von Volk und Staat bekleiden. Neben mir sitzt Parteigenosse Speer, der vom Führer den geschichtlichen Auftrag erhalten hat, die deutsche Rüstungswirtschaft zu mobilisieren und der Front Waffen in Hülle und Fülle zu liefern. Neben mir sitzt Parteigenosse Dr. Ley, der vom Führer den Auftrag erhalten hat, die Führung der deutschen Arbeiterschaft durchzuführen und sie in unermüdlichem Einsatz für ihre Kriegspflichten zu schulen und zu erziehen. Wir fühlen uns verbunden mit unserem Parteigenossen Sauckel, der vom Führer den Auftrag erhalten hat, ungezählte Hunderttausende von Arbeitskräften ins Reich zu bringen, die einen Zuschuß an die nationale Wirtschaft darstellen, der vom Feind überhaupt nicht eingeholt werden kann. Darüber hinaus sind mit uns vereinigt alle Führer der Partei, der Wehrmacht und des Staates.

Wir alle, Kinder unseres Volkes, zusammengeschweißt mit dem Volke in der größten Schicksalsstunde unserer nationalen Geschichte, wir geloben euch, wir geloben der Front, und wir geloben dem Führer, daß wir die Heimat zu einem Willensblock zusammenschweißen wollen, auf den sich der Führer und seine kämpfenden Soldaten unbedingt und blindlings verlassen können. Wir verpflichten uns, in unserem Leben und Arbeiten alles zu tun, was zum Siege nötig ist. Unsere Herzen wollen wir erfüllen mit jener politischen Leidenschaft, die uns immer in den großen Kampfzeiten der Partei und des Staates wie ein ewig brennendes Feuer verzehrte. Nie wollen wir in diesem Kriege jener falschen und scheinheiligen Objektivitätsduselei verfallen, der die deutsche Nation in ihrer Geschichte schon so viel Unglück zu verdanken hat.

Als dieser Krieg begann, haben wir unsere Augen einzig und allein auf die Nation gerichtet. Was ihr und ihrem Lebenskampf dient, das ist gut und muß erhalten und gefördert werden. Was ihr und ihrem Lebenskampfe schadet, das ist schlecht und muß beseitigt und abgeschnitten werden. Mit heißem Herzen und kühlem Kopf wollen wir an die Bewältigung der großen Probleme dieses Zeitabschnittes des Krieges herantreten. Wir beschreiten damit den Weg zum endgültigen Sieg. Er liegt begründet im Glauben an den Führer. So stelle ich denn an diesem Abend der ganzen Nation noch einmal ihre große Pflicht vor Augen.

Der Führer erwartet von uns eine Leistung, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt. Wir wollen uns seiner Forderung nicht versagen. Wie wir stolz auf ihn sind, so soll er stolz auf uns sein können.

In den größten Krisen und Erschütterungen des nationalen Lebens erst bewähren sich die wahren Männer, aber auch die wahren Frauen. Da hat man nicht mehr das Recht, vom schwachen Geschlecht zu sprechen, da beweisen beide Geschlechter die gleiche Kampfentschlossenheit und Seelenstärke. Die Nation ist zu allem bereit. Der Führer hat befohlen, wir werden ihm folgen. Wenn wir je treu und unverbrüchlich an den Sieg geglaubt haben, dann in dieser Stunde der nationalen Besinnung und der inneren Aufrichtung. Wir sehen ihn greifbar nahe vor uns liegen; wir müssen nur zufassen. Wir müssen nur die Entschlußkraft aufbringen, alles andere seinem Dienst unterzuordnen. Das ist das Gebot der Stunde. Und darum lautet die Parole:

Nun Volk steh' auf und Sturm brich los!

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# Adolf Hitler, Rede bei der Eröffnung des neu einberufenen Reichstags ["Tag von Potsdam"], 21. März 1933, https://www.1000dokumente.de/index.html?c=dokument_de&dokument=0005_tag&object=translation&l=de

Herr Reichspräsident!

Abgeordnete, Männer und Frauen des Deutschen Reichstages!

Schwere Sorgen lasten seit Jahren auf unserem Volk.

Nach einer Zeit stolzer Erhebung, reichen Blühens und Gedeihens auf allen Gebieten unseres Lebens sind – wie so oft in der Vergangenheit – wieder einmal Not und Armut bei uns eingekehrt.

Trotz Fleiß und Arbeitswillen, trotz Tatkraft, einem reichen Wissen und bestem Wollen suchen Millionen Deutsche heute vergebens das tägliche Brot. Die Wirtschaft verödet, die Finanzen sind zerrüttet, Millionen ohne Arbeit.

Die Welt kennt nur das äußere Scheinbild unserer Städte, den Jammer und das Elend sieht sie nicht.

Seit zwei Jahrtausenden wird unser Volk von diesem wechselvollen Geschick begleitet. Immer wieder folgt dem Emporstieg der Verfall.

Die Ursachen waren immer die gleichen. Der Deutsche, in sich selbst zerfallen, uneinig im Geist, zersplittert in seinem Wollen und damit ohnmächtig in der Tat, wird kraftlos in der Behauptung des eigenen Lebens. Er träumt vom Recht in den Sternen und verliert den Boden auf der Erde.

Je mehr aber Volk und Reich zerbrechen und damit der Schutz und Schirm des nationalen Lebens schwächer wird, um so mehr versuchte man zu allen Zeiten, die Not zu Tugend zu erheben. Die Theorie der individuellen Werte unserer Stämme unterdrückt die Erkenntnis von der Notwendigkeit eines gemeinsamen Willens. Am Ende blieb den deutschen Menschen dann immer nur der Weg nach innen offen. Als Volk der Sänger, Dichter und Denker träumt es dann von einer Welt, in der die anderen lebten, und erst, wenn die Not und das Elend es unmenschlich schlugen, erwuchs vielleicht aus der Kunst die Sehnsucht nach einer neuen Erhebung, nach einem neuen Reich und damit nach einem neuen Leben.

Als GlossarBismarck dem kulturellen Streben der deutschen Nation die staatspolitische Einigung folgen ließ, schien damit für immer eine lange Zeit des Haderns und des Krieges der deutschen Stämme untereinander beendet zu sein.

Getreu der Kaiserproklamation nahm unser Volk teil an der Mehrung der Güter des Friedens, der Kultur und der menschlichen Gesittung. Es hat das Gefühl seiner Kraft nie gelöst von der tief empfundenen Verantwortung für das Gemeinschaftsleben der europäischen Nationen.

In diese Zeit der staats- und damit machtpolitischen Einigung der deutschen Stämme fiel der Beginn jener weltanschaulichen Auflösung der deutschen Volkgemeinschaft, unter der wir heute noch immer leiden.

Und dieser innere Zerfall der Nation wurde wieder einmal, wie so oft, zum Verbündeten der Umwelt. Die Revolution des Novembers 1918 beendete einen Kampf, in den die deutsche Nation in der heiligsten Überzeugung, nur ihre Freiheit und damit ihr Lebensrecht zu schützen, gezogen war. Denn weder der Kaiser noch die Regierung noch das Volk haben diesen Krieg gewollt. Nur der Verfall der Nation, der allgemeine Zusammenbruch zwangen ein schwaches Geschlecht, wider das eigene bessere Wissen und gegen die heiligste innere Überzeugung die Behauptung unserer Kriegsschuld hinzunehmen. Diesem Zusammenbruch aber folgte der Verfall auf allen Gebieten. Machtpolitisch, moralisch, kulturell und wirtschaftlich sank unser Volk tiefer und tiefer. Das schlimmste war die bewußte Zerstörung des Glaubens an die eigene Kraft, die Entwürdigung unserer Traditionen und damit die Vernichtung der Grundlagen eines festen Vertrauens! Krisen ohne Ende haben unser Volk seitdem zerrüttet. Krisen ohne Ende haben unser Volk seitdem zerrüttet.

Aber auch die übrige Welt ist durch das politische und wirtschaftliche Herausbrechen eines wesentlichen Gliedes ihrer Staatengemeinschaft nicht glücklicher und nicht reicher geworden.

Aus dem Aberwitz der Theorie von ewigen Siegern und Besiegten kam der Wahnsinn der Reparationen und in der Folge die Katastrophe der Weltwirtschaft. Während so das deutsche Volk und Deutsche Reich in inneren politischen Zwiespalt und Hader versanken, die Wirtschaft dem Elend entgegentrieb, begann die neue Sammlung der deutschen Menschen, die in gläubigem Vertrauen auf das eigene Volk dieses zu einer neuen Gemeinschaft formen wollen.

Diesem jungen Deutschland haben Sie, Herr Generalfeldmarschall, am 30. Januar 1933 in großherzigem Entschluß die Führung des Reiches anvertraut.

In der Überzeugung, daß aber auch das Volk selbst seine Zustimmung zur neuen Ordnung des deutschen Lebens erteilen muß, richteten wir Männer dieser Nationalen Regierung einen letzten Appell an die deutsche Nation.

Am 5. März hat sich das Volk entschieden und in seiner Mehrheit zu uns bekannt. In einer einzigartigen Erhebung hat es in wenigen Wochen die nationale Ehre wiederhergestellt und dank Ihrem Verstehen, Herr Reichspräsident, die Vermählung vollzogen zwischen den Symbolen der alten Größen und der jungen Kraft.

Indem nun aber die nationale Regierung in dieser feierlichen Stunde zum ersten Male vor den neuen Reichstag hintritt, bekundet sie zugleich ihren unerschütterlichen Willen, das große Reformwerk der Reorganisation des deutschen Volkes und des Reichs in Angriff zu nehmen und entschlossen durchzuführen.

Im Bewusstsein, im Sinne des Willens der Nation zu handeln, erwartet die nationale Regierung von den Parteien der Volksvertretung, daß sie nach fünfzehnjähriger deutscher Not sich emporheben mögen über die Beengtheit eines doktrinären, parteimäßigen Denkens, um sich dem eisernen Zwang unterzuordnen, den die Not und ihre drohenden Folgen uns allen auferlegen.

Denn die Arbeit, die das Schicksal von uns fordert, muß sich turmhoch erheben über den Rahmen und das Wesen kleiner tagespolitischer Aushilfen.

Wir wollen wiederherstellen die Einheit des Geistes und des Willens der deutschen Nation!

Wir wollen wahren die ewigen Fundamente unseres Lebens: unser Volkstum und die ihm gegebenen Kräfte und Werte.

Wir wollen die Organisation und die Führung unseres Staates wieder jenen Grundsätzen unterwerfen, die zu allen Zeiten die Vorbedingung der Größe der Völker und Reiche waren.

Wir wollen die großen Traditionen unseres Volkes, seiner Geschichte und seiner Kultur in demütiger Ehrfurcht pflegen als unversiegbare Quellen einer wirklichen innere Stärke und einer möglichen Erneuerung in trüben Zeiten.

Wir wollen das Vertrauen in die gesunden, weil natürlichen und richtigen Grundsätze der Lebensführung verbinden mit einer Stetigkeit der politischen Entwicklung im Inneren und Äußeren.

Wir wollen an die Stelle des ewigen Schwankens die Festigkeit einer Regierung setzen, die unserem Volke damit wieder eine unerschütterliche Autorität geben soll.

Wir wollen alle die Erfahrungen berücksichtigen, sowohl im Einzel- und im Gemeinschaftsleben, wie aber auch in unserer Wirtschaft, die sich in Jahrtausenden als nützlich für die Wohlfahrt der Menschen erwiesen haben.

Wir wollen wiederherstellen das Primat der Politik, die berufen ist, den Lebenskampf der Nation zu organisieren und zu leiten.

Wir wollen aber auch alle wirklich lebendigen Kräfte des Volkes als die tragenden Faktoren der deutschen Zukunft erfassen, wollen uns redlichen bemühen, diejenigen zusammenzufügen, die eines guten Willens sind, und diejenigen unschädlich zu machen, die dem Volke zu schaden versuchen.

Aufbauen wollen wir eine wahre Gemeinschaft aus den deutsche Stämmen, aus den Ständen, den Berufen und den bisherigen Klassen. Sie soll zu jenem gerechten Ausgleich der Lebensinteressen befähigt sein, den des gesamten Volkes Zukunft erfordert.

Aus Bauern, Bürgern und Arbeitern muß wieder werden ein deutsches Volk. Es soll dann für ewige Zeiten in seine eigene treue Verwahrung nehmen unseren Glauben und unsere Kultur, unsere Ehre und unsere Freiheit.

Der Welt gegenüber aber wollen wir, die Opfer des Krieges von einst ermessend, aufrichtige Freunde sein eines Friedens, der endlich die Wunden heilen soll, unter denen alle leiden.

Die Regierung der nationalen Erhebung ist entschlossen, ihre von dem deutschen Volke übernommene Aufgabe zu erfüllen. Sie tritt daher heute hin vor den Deutschen Reichstag mit dem heißen Wunsch, in ihm eine Stütze zu finden für die Durchführung ihre Mission. Mögen Sie, meine Männer und Frauen, als gewählte Vertreter des Volkes den Sinn der Zeit erkennen, um mitzuhelfen am großen Werk der nationalen Wiedererhebung.

In unserer Mitte befindet sich heute ein greises Haupt. Wir erheben uns vor Ihnen, Herr Generalfeldmarschall. Dreimal kämpften Sie auf dem Felde der Ehre für das Dasein und die Zukunft unseres Volkes. Als Leutnant in den Armeen des Königs für die deutsche Einheit, in den Heeren des alten deutschen Kaisers für des Reiches glanzvolle Aufrichtung, im größten Kriege aller Zeiten aber als unser Generalfeldmarschall für den Bestand des Reiches und die Freiheit unseres Volkes.

Sie erlebten einst des Reiches Werden, sahen vor sich noch des großen Kanzlers Werk, den wunderbaren Aufstieg unseres Volkes und haben uns endlich geführt in der großen Zeit, die das Schicksal uns selbst miterleben und mit durchkämpfen ließ.

Heute, Herr Generalfeldmarschall, lässt Sie die Vorsehung Schirmherr sein über die neue Erhebung unseres Volkes. Dieses Ihr wundersames Leben ist für uns alle ein Symbol der unzerstörbaren Lebenskraft der deutschen Nation. So dankt Ihnen heute des deutschen Volkes Jugend, und wir alle mit, die wir Ihre Zustimmung zum Werk deutschen Erhebung als Segnung empfinden. Möge sich diese Kraft auch mitteilen der nunmehr eröffneten neuen Vertretung unseres Volkes.

Möge uns dann aber auch die Vorsehung verleihen jenen Mut und jene Beharrlichkeit, die wir in diesem für jeden Deutschen geheiligten Raume um uns spüren, als für unseres Volkes Freiheit und Größe ringende Menschen zu Füße der Bahre seines größten Königs.

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# Adolf Hitler: Rede vor dem Reichstag am 1. September 1939, https://www.georg-elser-arbeitskreis.de/texts/hitler-1939-09-01.htm
Abgeordnete! Männer des deutschen Reichstages!

Seit Monaten leiden wir alle unter der Qual eines Problems, das uns auch der Versailler Vertrag, d.h. das Versailler Diktat, einst beschert hat, eines Problems, das in seiner Ausartung und Entartung für uns unerträglich geworden war. Danzig war und ist eine deutsche Stadt. Der Korridor war und ist deutsch. Alle diese Gebiete verdanken ihre kulturelle Erschließung ausschließlich dem deutschen Volke. Ohne das deutsche Volk würde in all diesen östlichen Gebieten tiefste Barbarei herrschen.

Danzig wurde von uns getrennt, der Korridor von Polen annektiert neben anderen deutschen Gebieten des Ostens, vor allem aber die dort lebenden deutschen Minderheiten in der qualvollsten Weise misshandelt. Über eine Million Menschen deutschen Blutes mussten in den Jahren 1919-20 schon damals ihre Heimat verlassen.

Wie immer habe ich auch hier versucht, auf dem Wege friedlicher Revisionsvorschläge eine Änderung des unerträglichen Zustandes herbeizuführen. Es ist eine Lüge, wenn in der anderen Welt behauptet wird, dass wir alle unsere Revisionen nur versuchten unter Druck durchzusetzen. 15 Jahre, ehe der Nationalsozialismus zur Macht kam, hatte man Gelegenheit, auf dem Wege friedlichster Abmachungen, auf dem Wege friedlicher Verständigung, die Revisionen durchzuführen. Man tat es nicht. In jedem einzelnen Fall habe ich später dann von mir aus nicht einmal, sondern oftmals Vorschläge gemacht zur Revision unerträglicher Zustände.

Alle diese Vorschläge sind, wie Sie wissen, abgelehnt worden. Ich brauche sie hier nicht im einzelnen aufzuzählen: die Vorschläge zur Rüstungsbegrenzung, ja, wenn notwendig, zur Rüstungsbeseitigung, die Vorschläge zur Beschränkung der Kriegsführung, die Vorschläge zur Ausschaltung gewisser, in meinen Augen mit dem Völkerrecht sich schwer zu vereinbarenden Methoden der modernen Kriegsführung. Sie kennen die Vorschläge, die ich machte über die Notwendigkeit der Wiederherstellung der deutschen Souveränität über die deutschen Reichsgebiete. Sie kennen die endlosen Versuche, die ich machte zu einer friedlichen Klärung und zu einer Verständigung über das Problem Österreich, später über das Problem Sudetenland, Böhmen und Mähren. Es war alles vergeblich.

So habe ich auch im Falle Danzigs, des Korridors usw. versucht, durch friedliche Vorschläge auf dem Wege einer friedlichen Diskussion die Probleme zu lösen. Dass die Probleme gelöst werden mussten, das war klar. Und dass der Termin dieser Lösung für die westlichen Staaten vielleicht uninteressant sein kann, ist für uns verständlich. Aber dieser Termin ist nicht uns gleichgültig; und vor allem, er war nicht und konnte nicht gleichgültig sein für die am meisten leidenden Opfer.

Ich habe in Besprechungen mit polnischen Staatsmännern die Gedanken, die Sie von mir hier in meiner letzten Reichstagsrede vernommen haben, ventiliert, sie mit ihnen durchgesprochen. Kein Mensch hätte sagen oder behaupten können, dass dies etwa ein ungebührliches Verfahren oder gar ein ungebührlicher Druck gewesen wäre. Ich habe dann allerdings endlich die deutschen Vorschläge formulieren lassen. Und ich muss daher noch einmal wiederholen, dass es etwas Loyaleres und Bescheideneres nicht gibt als diese von mir damals unterbreiteten Vorschläge. Und ich möchte das jetzt hier der Welt sagen: Ich allein war als Oberhaupt nur in der Lage, solche Vorschläge zu machen! Denn ich weiß ganz genau, dass ich mich damals in Gegensatz gebracht habe zur Auffassung von Millionen von Deutschen.

Diese Vorschläge sind abgelehnt worden. Aber nicht nur das, sie wurden beantwortet erstens mit Mobilmachungen, zweitens mit einem verstärkten Terror, mit gesteigertem Druck auf die Volksdeutschen in diesen Gebieten und mit einem langsamen Abdrosselungskampf gegen die Freie Stadt Danzig wirtschaftlich, zollpolitisch und in den letzten Wochen endlich auch militärisch und verkehrstechnisch.

Polen hat seinen Kampf gegen die Freie Stadt Danzig gerichtet. Es war weiter nicht bereit, die Korridorfrage in einer irgendwie billigen und beiden Interessen gerecht werdenden Weise zu lösen. Und es hat endlich nicht daran gedacht, seine Minderheitenverpflichtungen einzuhalten.

Ich muss hier eines feststellen: Deutschland hat diese Verpflichtungen eingehalten. Die Minderheiten, die im deutschen Reich leben, werden nicht verfolgt. Es soll ein Franzose aufstehen und soll behaupten, dass etwa im Saargebiet die dort lebenden 50.000 oder 100.000 Franzosen unterdrückt, gequält oder entrechteter werden. Es kann dies keiner sagen.

Ich habe nun vier Monate lang dieser Entwicklung ruhig zugesehen. Allerdings nicht, ohne immer wieder zu warnen. Ich habe in letzter Zeit nun diese Warnungen verstärkt. Ich habe dem polnischen Botschafter mitteilen lassen, vor nun schon über drei Wochen, dass, wenn Polen noch weitere ultimative Noten an Danzig schicken würde, dass wenn es weitere Unterdrückungsmaßnahmen gegen das dortige Deutschtum vornehmen würde oder wenn Polen versuchen sollte, auf dem Wege zollpolitischer Maßnahmen Danzig wirtschaftlich zu vernichten, dass dann Deutschland nicht mehr länger untätig zusehen könnte! Und ich habe auch keinen Zweifel darüber gelassen, dass man in dieser Hinsicht das heutige Deutschland nicht verwechseln darf mit dem Deutschland, das vor uns war.

Man hat versucht, das Vorgehen gegen die Deutschen damit zu entschuldigen, dass man erklärte, die Volkstumsdeutschen hätten Provokationen begangen. Ich weiß nicht, worin die Provokationen der Kinder oder Frauen bestehen sollen, die man misshandelt, die man verschleppt, oder worin die Provokationen derer bestanden haben soll, die man in der tierischsten, sadistischsten Weise teils misshandelt, teils getötet hat. Das weiß ich nicht. Aber nur eines weiß ich: dass es keine Großmacht von Ehre gibt, die auf die Dauer solchen Zuständen zusehen würde!

Ich habe auch noch ein letztes Mal versucht, obwohl ich - ich gestehe es - innerlich überzeugt war, dass es der polnischen Regierung vielleicht auch infolge ihrer Abhängigkeit von einer nunmehr entfesselten wilden Soldateska, mit einer wirklichen Verständigung nicht Ernst ist, ich habe ein letztes Mal versucht, einen Vermittlungsvorschlag der britischen Regierung anzunehmen. Sie schlug vor, nicht dass sie selber Verhandlungen führen wollte, sondern sie schlug vor und versicherte es, eine Verbindung herzustellen zwischen Polen und Deutschland direkt, um auf diesem Weg noch einmal in das Gespräch zu kommen.

Nun muss ich hier folgendes feststellen: Ich habe diesen Vorschlag angenommen. Ich habe für diese Besprechungen Grundlagen ausgearbeitet, die Ihnen bekannt sind. Und ich bin nun mit meiner Regierung zwei volle Tage dagesessen und habe gewartet, ob es der polnischen Regierung passt, uns nun endlich einen Bevollmächtigten zu schicken oder nicht. Sie hat uns gestern abend keinen Bevollmächtigten geschickt, sondern durch ihren Botschafter mitteilen lassen, dass sie zur Zeit erwägt, ob sie in der Lage ist und inwieweit sie in der Lage ist, auf die englischen Vorschläge einzugehen, und sie würde dies dann England mitteilen.

Meine Herren Abgeordneten! Wenn man dem Deutschen Reich und seinem Staatsoberhaupt so etwas zumuten kann, und wenn das Deutsche Reich und sein Staatsoberhaupt das dulden würde, dann würde die deutsche Nation nichts anderes verdienen, als abzutreten von der politischen Bühne. Und hier hat man sich in mir wesentlich getäuscht! Meine Friedensliebe und meine endlose Langmut soll man nicht mit Schwäche oder gar mit Feigheit verwechseln!

Ich habe daher gestern abend mich entschlossen, es auch der britischen Regierung mitzuteilen, dass ich unter diesen Umständen von der polnischen Regierung keine Geneigtheit mehr finden kann, mit uns in ein wirklich ernstes Gespräch einzutreten. Es waren damit diese Vermittlungsvorschläge gescheitert. Denn dazwischen war unterdes erstens als erste Antwort auf diesen Vermittlungsvorschlag die polnische Generalmobilmachung gekommen und als weitere Antwort neue Gräueltaten. Diese Vorgänge haben sich nun heute nacht abermals wiederholt. Nachdem schon neulich in einer einzigen Nacht Grenzzwischenfälle waren, sind es heute nacht 14 gewesen, darunter drei ganz schwere.

Ich habe mich daher nun entschlossen, mit Polen in der gleichen Sprache zu reden, mit der Polen nun seit Monaten mit uns spricht!

Wenn nun Staatsmänner im Westen erklären, dass dies ihre Interessen berühre, so kann ich eine solche Erklärung nur bedauern. Sie kann mich aber nicht eine Sekunde in der Erfüllung meiner Pflicht wankend machen.

Was will man von uns mehr? Ich habe es feierlich versichert, und ich wiederhole es, dass wir von diesen Weststaaten nichts fordern und nie etwas fordern werden. Ich habe es versichert, dass die Grenze zwischen Frankreich und Deutschland eine endgültige ist. Ich habe England immer wieder angeboten eine Freundschaft und, wenn notwendig, das engste Zusammengehen. Aber Liebe kann nicht nur von einer Seite geboten werden. Sie muss von der anderen ihre Erwiderung finden.

Deutschland hat keine Interessen im Westen. Unser Westwall ist zugleich für alle Zeiten die Grenze des Reiches nach dem Westen. Wir haben auch keine Ziele, für die Zukunft. Diese Einstellung des Reiches wird sich nicht mehr ändern.

Die anderen europäischen Staaten, sie begreifen zum Teil unsere Haltung. Ich möchte hier vor allem danken Italien, das uns diese ganze Zeit unterstützt hat. Sie werden aber auch verstehen, dass ich für die Durchführung dieses Kampfes nicht an eine fremde Hilfe appellieren will. Wir werden diese unsere Aufgabe selber lösen. Die neutralen Staaten, sie haben uns ihre Neutralität an sich versichert, genau so wie wir sie ihnen schon vorher garantieren. Es ist uns heilig ernst mit dieser Versicherung. Und solange kein anderer ihre Neutralität bricht, werden wir sie ebenfalls peinlichst genau achten, denn was sollten wir von ihnen wünschen oder wollen?

Ich bin aber glücklich, Ihnen nun besonders ein Ereignis von dieser Stelle aus mitteilen zu können. Sie wissen, dass Russland und Deutschland von zwei verschiedenen Doktrinen regiert werden. Es war nur eine Frage, die geklärt werden musste: Deutschland hat nicht die Absicht, seine Doktrin zu exportieren. Im Augenblick, in dem Sowjetrussland seine Doktrin nicht nach Deutschland zu exportieren gedenkt, im selben Augenblick sehe ich keine Veranlassung mehr, dass wir auch nur noch einmal gegeneinander Stellung nehmen sollen. Und wir sind uns, beide Seiten, darüber ganz klar geworden: Jeder Kampf unserer Völker gegeneinander würde nur anderen einen Nutzen abwerfen. Wir haben uns daher entschlossen, einen Pakt abzuschließen, der zwischen uns beiden für alle Zukunft jede Gewaltanwendung ausschließt, der uns in gewissen europäischen Fragen zur Konsultierung verpflichtet, der uns das wirtschaftliche Zusammenarbeiten ermöglicht und der es vor allem sicherstellt, dass sich die Kräfte dieser beiden großen, gewaltigen Staaten nicht miteinander oder gegeneinander verbrauchen. Jeder Versuch des Westens, hier etwas zu ändern, wird fehlschlagen. Ich möchte das gleich hier versichern, dass diese politische Entscheidung eine ungeheure Wende für die Zukunft bedeutet und eine endgültige ist.

Ich glaube, dass das ganze deutsche Volk diese meine politische Einstellung begrüßen wird. Denn Russland und Deutschland haben im Weltkrieg gegeneinander gekämpft, und beide waren letzten Endes die Leidtragenden. Ein zweites Mal soll und wird das nicht mehr passieren.

Der Nichtangriffs- und Konsultativpakt, der am Tage seiner Unterzeichnung bereits gültig wurde, hat gestern die höchste Ratifikation in Moskau und auch in Berlin erfahren. Und auch in Moskau wurde dieser Pakt genau so begrüßt, wie Sie ihn her begrüßen. Die Rede, die der Volkskommissar Molotow, der russische Aussehnkommissar, hielt, kann ich nur Wort für Wort unterschreiben.

Unsere Ziele: Ich bin entschlossen: Erstens die Frage Danzig, zweitens die Frage des Korridors zu lösen und drittens dafür zu sorgen, dass in Verhältnis Deutschlands zu Polen eine Wendung eintritt, eine Änderung, die ein friedliches Zusammenleben sicherstellt.

Ich bin dabei entschlossen, so lange zu kämpfen, bis entweder die derzeitige polnische Regierung geneigt ist, diese Voraussetzung herzustellen, oder bis eine andere polnische Regierung dazu geneigt ist. Ich will von den deutschen Grenzen das Element der Unsicherheit, die Atmosphäre ewiger bürgerkriegsähnlicher Zustände entfernen. Ich will dafür sorgen, dass im Osten der Friede an der Grenze kein anderer ist, als wir ihn an unseren anderen Grenzen kennen.

Ich will dabei die notwendigen Handlungen so vornehmen, dass sie nicht dem widersprechen, was ich Ihnen hier, meine Herren Abgeordneten, im Reichstag selbst als Vorschläge an die übrige Welt bekanntgab. Das heißt, ich will nicht den Kampf gegen Frauen und Kinder führen. Ich habe meiner Luftwaffe den Auftrag gegeben, sich auf militärische Objekte bei ihren Angriffen zu beschränken. Wenn aber der Gegner daraus einen Freibrief ablesen zu können glaubt, seinerseits mit umgekehrten Methoden kämpfen zu können, dann wird er eine Antwort erhalten, dass ihm Hören und Sehen vergeht!

Polen hat heute nacht zum erstenmal auf unserem eigenen Territorium auch mit bereits regulären Soldaten geschossen. Seit 5.45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen! Und von jetzt ab wird Bombe mit Bombe vergolten! Wer mit Gift kämpft, wird mit Giftgas bekämpft. Wer selbst sich von den Regeln einer humanen Kriegsführung entfernt, kann von uns nichts anderes erwarten, als dass wir den gleichen Schritt tun. Ich werde diesen Kampf, ganz gleich, gegen wen, so lange führen, bis die Sicherheit des Reiches und bis seine Rechte gewährleistet sind.

Ich habe nun über sechs Jahre am Aufbau der deutschen Wehrmacht gearbeitet. Es sind in dieser Zeit über 90 Milliarden für den Aufbau dieser Wehrmacht angewendet worden. Sie ist heute die bestausgerüstete, und sie steht weit über jedem Vergleich mit der des Jahres 1914. Mein Vertrauen auf sie ist unerschütterlich.

Wenn ich diese Wehrmacht aufrief, und wenn ich nun vom deutschen Volk Opfer und, wenn notwendig, alle Opfer fordere, dann habe ich ein Recht dazu. Denn ich bin auch selbst heute genau so bereit, wie ich es früher war, jedes persönliche Opfer zu bringen. Ich verlange von keinem deutschen Mann etwas anderes, als was ich selber über vier Jahre freiwillig bereit war, jederzeit zu tun. Es soll keine Entbehrung in Deutschland geben, die ich nicht selber sofort übernehme. Mein ganzes Leben gehört von jetzt ab erst recht meinem Volk. Ich will nichts anderes jetzt sein, als der erste Soldat des deutschen Reiches.

Ich habe damit wieder jenen Rock angezogen, der mir einst selbst der heiligste und teuerste war. Ich werde ihn nur ausziehen nach dem Sieg, oder ich werde dieses Ende nicht erleben!

Sollte mir im diesem Kampfe nun etwas zustoßen, dann ist mein erster Nachfolger Parteigenosse Göring. Sollte Parteigenossen Göring etwas zustoßen, ist der nächste Nachfolger Parteigenosse Hess. Sie würden diesen dann als Führer genau so zu blinder Treue und Gehorsam verpflichtet sein wie mir. Sollte auch Parteigenossen Hess etwas zustoßen, werde ich durch Gesetz nunmehr den Senat berufen, der dann den Würdigsten, d.h. den Tapfersten, aus seiner Mitte wählen soll.

Als Nationalsozialist und als deutscher Soldat gehe ich in diesen Kampf mit einem starken Herzen hinein. Mein ganzes Leben war nichts anderes als ein einziger Kampf für mein Volk, für seine Wiederauferstehung, für Deutschland. Über diesen Kampf stand immer nur ein Bekenntnis des Glaubens an dieses Volk. Ein Wort habe ich nie kennen gelernt, es heißt: Kapitulation.

Wenn irgend jemand aber glaubt, dass wir vielleicht einer schweren Zeit entgegengehen, dann möchte ich ihn bitten, zu bedenken, dass einst ein preußischer König mit einem lächerlich kleinen Staat einer größten Koalition gegenübertrat und in drei Kämpfen am Ende doch erfolgreich bestand, weil er jenes gläubige, starke Herz besaß, das auch wir in dieser Zeit benötigen.

Und ich möchte daher jetzt der ganzen Umwelt gleich versichern: Ein November 1918 wird sich niemals mehr in der deutschen Geschichte wiederholen!

So wie ich selber bereit bin, jederzeit mein Leben einzusetzen - jeder kann es mir nehmen - für mein Volk und für Deutschland, so verlange ich dasselbe auch von jedem anderen. Wer aber glaubt, sich diesem nationalen Gebot, sei es direkt oder indirekt, widersetzen zu können, der fällt! Verräter haben nichts zu erwarten als den Tod!

Wir alle bekennen uns damit nur zu unserem alten Grundsatz: Es ist gänzlich unwichtig, ob wir leben, aber notwendig ist es, dass unser Volk lebt, dass Deutschland lebt. Ich erwarte von Ihnen als den Sendboten des Reiches, dass Sie nunmehr auf all den Plätzen, auf die Sie gestellt sind, Ihre Pflicht erfüllen. Sie müssen Bannerträger sein des Widerstandes, koste es, was es wolle. Keiner melde mir, dass in seinem Gau, in seinem Kreis oder in seiner Truppe oder in seiner Zelle die Stimmung einmal schlecht sein könnte. Träger, verantwortliche Träger der Stimmung sind Sie. Ich bin verantwortlich für die Stimmung im deutschen Volk, Sie sind verantwortlich für die Stimmung in Ihren Gauen, in Ihren Kreisen. Keiner hat das Recht, diese Verantwortung abzutreten. Wir haben uns nicht zu fragen jetzt um irgendeine Stimmung, sondern ausschließlich um unsere Pflicht. Und die Pflicht ist uns vorgezeichnet als Opfer, das von uns verlangt wird, ist nicht größer als das Opfer, das zahlreiche Generationen gebracht haben. Alle die Männer, die vor uns für Deutschland antreten mussten den bittersten und schwersten Weg, haben nichts anderes geopfert und geleistet, als was wir auch zu leisten haben. Ihr Opfer war kein billigeres und kein schmerzloseres und damit kein leichteres als das Opfer sein würde, das von uns verlangt wird.

Ich erwarte auch von der deutschen Frau, dass sie sich in eiserner Disziplin vorbildlich in diese große Kampfgemeinschaft einfügt. Die deutsche Jugend wird strahlenden Herzens ohnehin erfüllen, was die Nation, der nationalsozialistische Staat von ihr erwartet und fordert.

Wenn wir diese Gemeinschaft bilden, eng verschworen, zu allem entschlossen, niemals gewillt zu kapitulieren, dann wird unser Wille jeder Not Herr werden.

Und ich möchte schließen mit dem Bekenntnis, das ich einst aussprach, als ich den Kampf um die Macht im Reich begann. Damals sagte ich: Wenn unser Wille so stark ist, dass keine Not ihn mehr zu zwingen vermag, dann wird unser Wille und unser deutscher Stahl auch die Not meistern!

Deutschland - Sieg Heil!

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# Adolf Hitler: Rede im Münchener Bürgerbräukeller am 8. November 1939, https://www.georg-elser-arbeitskreis.de/texts/hitler-1939-11-08.htm

Parteigenossen und -genossinnen!
Meine deutschen Volksgenossen!

Auf wenige Stunden bin ich zu Euch gekommen, um in Eurer Mitte wieder die Erinnerung an einen Tag zu erleben, der für uns, für die Bewegung und damit für das ganze deutsche Volk von großer Bedeutung war.

Es war ein schwerer Entschluss, den ich damals fassen musste und mit einer Reihe anderer Kameraden auch zur Durchführung brachte, ein schwerer Entschluss, der aber gewagt werden musste. Der scheinbare Fehlschlag ist trotzdem zur Geburt der großen nationalsozialistischen Freiheitsbewegung geworden, denn in der Folge dieses Fehlschlages kam ja jener berühmte Prozess, der es uns ermöglichte, zum erstenmal vor aller Öffentlichkeit für unsere Auffassung, für unsere Ziele und für unseren Entschluss einzutreten, die Verantwortung zu übernehmen und damit große Massen unseres Volkes mit unserem Gedankengut vertraut zu machen.

Wenn in den vier Jahren vom Jahre 1919 bis 1923 die nationalsozialistische Bewegung so emporwachsen konnte, dass es ihr gelang, zum erstenmal immerhin in einem aufrüttelnden Ereignis die ganze Nation zu mobilisieren, dann war dies der allgemeinen Lage zuzuschreiben, in der sich Deutschland befand. Eine furchtbare Katastrophe war über unser Volk und in unser Land hereingebrochen. Nach einem fast 45jährigen Frieden hatte man Deutschland damals in einen Krieg getrieben. Es wurde viel über die Kriegsschuld gesprochen. Wir wissen heute ganz genau und wussten es damals schon, dass den Reichsregierungen vor dem Jahre 1914 und bis dorthin eigentlich nur eine einzige Schuld beigemessen werden konnte, nämlich die Schuld, erstens nicht alles getan zu haben, was im Dienste der nationalen Stärkung getan werden musste und getan werden konnte, und zweitens, dass sie zahlreiche günstige Augenblicke vorübergehen ließen, dass sie sich aber im ungünstigsten dann zum Kriege haben hineinreißen lassen müssen. Und es war kein Zweifel, dass Jahre vorher für Deutschland, wenn es wirklich den Krieg gewollt hätte, dass Jahre vorher bessere Gelegenheiten gewesen wären. Dieselben Kräfte, die heute unsere Gegner sind, haben auch damals bereits den Krieg gegen das alte Deutschland angezettelt - und mit den gleichen Phrasen und mit den gleichen Lügen. Wir alle - soweit wir damals Kämpfer gewesen sind - wissen, dass uns Engländer und Franzosen nicht auf dem Felde niedergezwungen haben. Es hat einer großen Lüge bedurft, um unserem Volk die Waffen zu stehlen. Es gibt heute den einen oder den anderen, der sich vielleicht wundert im Ausland über mein großes Selbstvertrauen. Ich kann nur zur Antwort geben, dass ich dieses Selbstvertrauen im Felde selbst gewonnen habe. In den vier Jahren hatte ich niemals auch nur einen Augenblick die Überzeugung oder gar das bedrückende Bewusstsein, dass irgendein Gegner uns überlegen sein könnte. Weder Franzosen noch Engländer hatten mehr Mut, hatten mehr Todeskraft aufgebracht als der deutsche Soldat!

Was Deutschland damals zum Erliegen brachte, waren die Lügen unserer Gegner. Es waren die Lügen der gleichen Männer, die auch heute wieder lügen, weil es ja die gleichen Kriegshetzer sind, denn die Herren Churchill und Genossen haben ja damals schon am Krieg teilgenommen. Insofern ist ja alles gleichgeblieben. Nur etwas hat sich geändert: Damals hat Herr Churchill zum Kriege gehetzt, und in Deutschland war eine schwache Regierung. Heute hetzt Herr Churchill wieder zum Kriege, aber in Deutschland ist nun eine andere Regierung!

Denn die Regierung von heute lag damals den Engländern ja gegenüber. Und sie hat daher nicht mehr Respekt, als man vor irgendeinem anderen Soldaten Respekt zu haben braucht, aber nicht das geringste Gefühl einer Unterlegenheit, sondern eher im Gegenteil das Gefühl einer Überlegenheit.

Die Lügen waren die gleichen wie heute. Womit ist damals England in den Krieg gezogen? Man sagte damals: Erstens Großbritannien kämpft für die Freiheit der kleinen Nationen. Wir haben dann später gesehen, wie Großbritannien mit der Freiheit dieser kleinen Nationen umgesprungen ist, wie wenig sich vor allem diese sogenannten Staatsmänner um die Freiheit dieser kleinen Nationen bekümmerten, wie sie Minoritäten unterdrückten, Völker misshandelten und wie sie das ja auch heute tun, sofern es zu ihren Zwecken stimmt und in ihr Programm passt.

Dann sagte man: England kämpft für die Gerechtigkeit! England hatte allerdings schon 300 Jahre lang für die Gerechtigkeit gekämpft und hat dafür als Lohn vom lieben Gott ungefähr vierzig Millionen Quadratkilometer bekommen auf der Erde und außerdem über 480 Millionen Menschen zu beherrschen. So lohnt Gott die Völker, die "nur für die Gerechtigkeit" kämpfen! Besonders die Völker, die für die "Selbstbestimmung der anderen" kämpfen; denn England hat damals im Jahre 1914 ja auch für das Selbstbestimmungsrecht gekämpft. Man erklärte: Der britische Soldat zieht überhaupt für keine eigennützigen Interessen in das Feld. Er kämpft für das Selbstbestimmungsrecht der Völker. - Man hätte nun erwarten können, dass sofort nach dem Krieg England wenigstens in seinem eigenen Weltreich das Selbstbestimmungsrecht proklamiert haben würde. Aber das spart man sich oder hat man sich für den nächsten Krieg wohl aufgespart!

Und dann kämpfte England damals für die "Zivilisation", denn das gibt es nur in England. Nur in den englischen Bergarbeitergebieten gibt es Zivilisation, nur in den englischen Elendsgebieten gibt es Zivilisation, in Whitechapel und in den anderen Quartieren des Massenelends und der Verkommenheit! Und außerdem zog damals England - wie auch seit jeher - für die "Humanität" in das Feld.

Man hat die Humanität zunächst allerdings als Sprengpulver in Granaten geladen. Aber man darf ja auch mit schlechten Waffen kämpfen, wenn man nur für ein edles, hohes Ziel streitet. Und das hat England immer getan!

Und man ging noch einen Schritt weiter. Man erklärte damals: Wir Engländer kämpfen überhaupt nicht gegen das deutsche Volk, im Gegenteil, das deutsche Volk, das lieben wir Engländer; wir, die Churchills, die Chamberlains usw., wir kämpfen nicht gegen das deutsche Volk. Wir kämpfen alle nur gegen das das deutsche Volk unterdrückende Regime. Denn wir Engländer haben nur eine Aufgabe: Deutschland von seinem Regime frei zu machen, um das deutsche Volk glücklich zu machen. Und zu dem Zweck kämpfen wir Engländer vor allem dafür, dass das deutsche Volk erlöst wird von den Lasten seines Militarismus. Es soll frei werden, es soll so weit kommen, dass es keine Waffe mehr zu tragen braucht. Und sollte es je selber einen Wunsch haben, dann wollen wir einen Schritt weitergehen. Wir wollen es verhindern, dass es noch jemals Waffen tragen kann, um es ganz frei zu machen, das deutsche Volk. Und man erklärte, es ist außerdem eine Gemeinheit, wenn man uns Engländern unterschiebt, dass wir etwa etwas gegen den deutschen Handel hätten. Im Gegenteil, wir wollen die Freiheit des Handels in der ganzen Welt herstellen. Wir haben daher auch nichts gegen die deutsche Handelsflotte. Das ist auch eine Lüge - erklärte damals Herr Churchill. Und weiter erklärte man, dass es eine noch infamere Verleumdung sei, wenn man etwa den Engländern als Kriegsziel unterstellen wollte, dass sie Absichten auf die deutschen Kolonien hätten, eine Gemeinheit, so etwas auch nur zu denken. So erklärte man 1914, 1915, 1916, 1917 und auch noch 1918.

Man ging noch einen Schritt weiter. Man kämpfte überhaupt gar nicht für einen Sieg, man kämpfte für einen Frieden der Verständigung, für einen Frieden der Versöhnung, vor allem für einen Frieden der Gleichberechtigung. Und dieser Frieden, der sollte es dann ermöglichen, dass man in der Zukunft überhaupt auf die Rüstungen würde verzichten können. Denn man kämpfte ja auch gegen den Krieg. England führte Krieg, so sagte man, um endlich den Krieg auszurotten. England hat ja immer nur Kriege geführt, um den Krieg auszurotten, nämlich den Krieg der Bekriegten, den Widerstand der überfallenen. Man erklärte daher, es könne keine Rede davon sein, dass es etwa das Ziel der britischen Kriegspolitik wäre, Kriegsentschädigungen vom deutschen Volk zu holen, sondern im Gegenteil, man strebte nach einem Frieden ohne Entschädigungen, und als Bekrönung dieses Friedens dann nach einer allgemeinen Abrüstung und einem ewigen Völkerbündnis.

Und das alles hat dann der große Sekundant Woodrow Wilson in 14 Punkten zusammengefasst und dann später noch durch drei weitere Punkte ergänzt, jene berühmten Punkte, in denen uns versichert wurde, dass wir erstens nicht befürchten dürften, etwa ungerecht behandelt zu werden, dass wir nur im Vertrauen auf das Wort Englands und der anderen Verbündeten die Waffen niederlegen müssten, um dann in eine wahre Völkergemeinschaft aufgenommen zu werden, in der es keine Sieger und keine Besiegten geben würde, in der nur Recht herrschen sollte. Man versprach uns, dass die Kolonien dann überhaupt erst gerecht verteilt werden würden, dass alle Rechtsansprüche und berechtigten Ansprüche auf die Kolonien ihre Berücksichtigung finden würden usw. Und das alles sollte dann im Völkerbund die letzte Bekrönung finden, die letzte Weihe, der Bund aller Nationen. Und damit sollte dann der Krieg endgültig beseitigt sein aus dieser Welt, und es sollte nun ein ewiger Friede kommen.

Und das war ja vom englischen Standpunkt aus auch begreiflich. Wenn jemand mit ungefähr 46 Millionen Menschen 40 Millionen Quadratkilometer erobert hat, wenn jemand mit 46 Millionen Menschen ungefähr 480 Millionen andere unterworfen hat, dann ist es ja verständlich, wenn der Betreffende nun den Wunsch hat, jetzt aber soll endlich Ruhe herrschen. 300 Jahre lang haben wir die Welt bekriegt. 300 Jahre lang haben wir uns bereichert. 300 Jahre lang haben wir Land um Land unterjocht, Volk um Volk niedergeworfen. Jetzt aber haben wir die Welt, und jetzt soll Ruhe sein! - Das ist verständlich. Es war daher auch begreiflich, dass man nun wirklich im Völkerbund eine Art Sterilisierung des nunmehr eingetretenen Zustandes vornehmen wollte. Es ist dann allerdings anders gekommen.

Es tritt heute ein englischer Minister auf und sagt mit Tränen in den Augen: Oh, wie gerne würden wir doch mit Deutschland zu einer Verständigung kommen, wenn wir nur Vertrauen haben könnten in das Wort deutscher Regierungen. Genau das gleiche liegt mir auf der Zunge! Oh, wie gern möchten wir doch mit einem Engländer eine Verständigung herbeiführen, wenn wir nur Vertrauen haben könnten zum Wort seiner Führung! Denn wann ist jemals ein Volk niederträchtiger belogen und beschwindelt worden und betrogen worden als in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten das deutsche Volk durch die englischen Staatsmänner!

Wo ist die versprochene Freiheit der Völker geblieben?

Wo blieb damals die Gerechtigkeit?

Wo blieb der Friede ohne Sieger und Besiegte?

Wo blieb das Selbstbestimmungsrecht der Völker?

Wo blieb der Verzicht auf Kontributionen und Kriegsentschädigungen usw.?

Wo ist geblieben die versprochene gerechte Regelung des Kolonialproblems?

Wo ist geblieben die feierliche Erklärung, dass man Deutschland nicht die Kolonien wegnehmen wollte?

Wo ist geblieben die heilige Versicherung, dass man nicht die Absicht hätte, uns mit unerträglichen Lasten zu bebürden?

Wo sind endlich die Versicherungen geblieben, dass wir aufgenommen werden würden als gleichberechtigte Nation in den Schoß dieses sogenannten Völkerbundes?

Wo ist geblieben die Versicherung, dass eine allgemeine Abrüstung stattfinden würde?

Lauter Lügen!

Man hat uns unsere Kolonien genommen, man hat unseren Handel vernichtet, man hat unsere Kriegsflotte geraubt, man hat Millionen Deutsche von uns weggerissen, man hat sie misshandeln lassen, man hat unser Volk ausgeplündert, man hat uns Kontributionen und Lasten aufgebürdet, die wir nicht in hundert Jahren hätten jemals abtragen können. Man hat uns in das tiefste Elend gestoßen. Und aus diesem Elend ist die nationalsozialistische Bewegung gekommen.

Man soll heute nicht so tun, als ob man etwa einem Deutschland, das nicht nationalsozialistisch wäre, als ob man dem etwa das goldene britische Herz öffnen wollte. Das Deutschland, das wir einst kennenlernten, war weiß Gott alles andere als nationalsozialistisch; das war demokratisch, das war weltbürgerlich, das glaubte blindlings an die Versicherungen britischer Staatsmänner. Dieses Deutschland hat damals Vertrauen gehabt, es hat sich selbst abgerüstet, es hat sich selbst entehrt. Und es ist nur betrogen worden! Und aus der Not, die daraus kam, ist unsere Bewegung gekommen! Aus dem größten Wortbruch aller Zeiten ist ein Spa gekommen und wurde später ein Versailles, jener Schandvertrag; denn Sie wissen es, meine alten Kampfgenossen, wie ich gerade von dieser Stelle aus hier hundert und hundert und hundertmal Ihnen dargelegt habe, Punkt für Punkt. Über 440 Artikel, in denen jeder Artikel teils eine Beleidigung, teils eine Vergewaltigung einer großen Nation ist und war. Die Folge davon war dann diese Zeit des Elends und der Verzweiflung, darunter auch die Zeit der Inflation, des Raubes an allen Sparguthaben, des Raubes an allen Lebensmöglichkeiten, die Zeit der großen Erwerbslosigkeit, des langsamen Verhungerns unseres Volkes, die Zeit der ungeheuren Selbstmorde in Deutschland. Denn immerhin hat dieses Deutschland damals in zwei Jahren mehr Selbstmorde bekommen, als Amerikaner inmitten des Krieges im Westen gefallen sind.

Aus dieser ganzen Not ist unsere Bewegung entstanden, und sie hat daher auch schwere Entschlüsse fassen müssen vom ersten Tage an. Und einer dieser Entschlüsse war der Entschluss zur Revolte vom 8./9. November 1923. Dieser Entschluss ist damals scheinbar misslungen, allein, aus den Opfern ist doch erst recht die Rettung Deutschlands gekommen. 16 Tote! Allein, Millionen sind durch sie aufgerichtet worden. Die nationalsozialistische Bewegung hat damals ihren Siegeszug über Deutschland begonnen anzutreten.

Und seitdem ist nun Deutschland eine Weltmacht geworden - durch unsere Bewegung! Freilich, es war verständlich, dass der alte Feind sich in dem Augenblick wieder regen würde, in dem wir die Folgen der Niederlagen überwunden haben sollten. Es gibt nun ohne Zweifel zweierlei England. Wir wollen hier nicht ungerecht sein. Es gibt auch in England zahlreiche Menschen, denen dieses ganze heuchlerische Gehaben vielleicht innerlich verhasst ist, die damit nichts zu tun haben. Allein, sie sind dort entweder mundtot gemacht, oder sie sind wortlos. Für uns ist entscheidend, dass wir diesen Engländer, den wir selber jahrelang suchten, nicht gefunden haben. Sie wissen es, wie ich mich bemühte fast zwei Jahrzehnte lang, um die Verständigung und für die Verständigung mit England zu ringen und zu kämpfen. Unsere ganze Zielsetzung war eine einzige Beschränkung der deutschen Politik im Sinne der Ermöglichung der Herbeiführung einer Verständigung mit England; desgleichen einer Verständigung mit Frankreich. Was haben wir hier nicht alles abgeschrieben, auf was haben wir nicht verzichtet! Eines allerdings war selbstverständlich: Einen Lebensverzicht kann keine deutsche Regierung aussprechen! Und die nationalsozialistische Regierung denkt gar nicht daran, einen Lebensverzicht auszusprechen! Im Gegenteil, aus Protest gegen den einstigen Lebensverzicht unserer demokratischen Welt sind wir ja gekommen. Ich denke gar nicht daran, einen Lebensverzicht auszusprechen, sondern im Gegenteil, ich werde das Leben und die Sicherheit des deutschen Volkes und Reiches durchsetzen!

Ich habe mir niemals angemaßt, etwa in britische oder französische Interessen hineinzureden. Wenn es heute einen Engländer gibt, der nun aufsteht und sagt: Wir sind verantwortlich für das Schicksal der Völker in Mitteleuropa, wir sind verantwortlich für das Schicksal der Völker in Osteuropa, so kann ich diesem Herrn nur sagen: Genau so könnten wir erklären, wir sind verantwortlich für das Schicksal der Völker in Palästina, für das Schicksal der Völker in Ägypten, für das Schicksal der Völker meinetwegen in Indien.

Wenn ein Engländer sagt: Unsere Grenze liegt am Rhein, und der nächste kommt und sagt: Unsere Grenze liegt an der Weichsel, so kann ich ihm nur sagen: Herr, sehen Sie, dass Sie zurück zur Themse kommen, sonst werden wir Ihnen helfen, Ihre wirklichen Grenzen zu finden!

Das heutige Deutschland ist jedenfalls gewillt und entschlossen, seine Grenzen sicherzustellen und seinen Lebensraum zu wahren. Es ist das ein Raum, den auch nicht Engländer kultiviert haben, sondern wir! Wir sind nirgends hingegangen, wo die Engländer schon Kultur hingebracht hätten.

Wenn Herr Lord Halifax nun in seiner gestrigen Rede erklärt, dass er für die Künste und für die Kultur eintritt, und zu dem Zweck müsste Deutschland vernichtet werden, so können wir nur sagen: Mein Herr, wir haben schon eine Kultur gehabt, da hatten Sie von Kultur noch keine Ahnung. Und in den letzten sechs Jahren ist in Deutschland mehr in und an Kultur geleistet worden als in den letzten 100 Jahren in England! Und wo wir bisher hingekommen sind, da haben wir nicht KulturDenkmale britischer Kulturapostel gefunden, sondern nur KulturDenkmale Deutscher. Ich habe vergebens gesucht in Prag, oder Posen, oder in Graudenz, oder in Thorn, oder in Danzig, oder in Wien, britische KulturDenkmale zu finden. Vielleicht stehen diese britischen KulturDenkmale wohl in Ägypten oder in Indien.

Jedenfalls haben wir die deutsche Nation wieder emporgehoben, und zwar von Jahr zu Jahr, beginnend mit dem Jahre 1933 über 1934, 1935 und 1936. Wir haben eine Etappe nach der anderen zurückgelegt und Deutschland frei gemacht Zug um Zug und es zugleich stark gemacht! Und hier allerdings verstehe ich auch die Bekümmernis dieser internationalen Kriegshetzer. Sie haben zu ihrem Bedauern gesehen, dass das neue Deutschland doch nicht mehr ganz das alte Deutschland ist.

Ich habe mich bemüht, nicht nur die kulturelle Seite unseres Lebens zu entwickeln, sondern auch die machtmäßige, und zwar gründlich!

Wir haben uns eine Wehrmacht aufgebaut - das kann ich ja ruhig heute aussprechen - wie es eine zweite in der Welt nicht gibt!

Und hinter dieser Wehrmacht steht ein Volk in einer Geschlossenheit, wie auch das in der deutschen Geschichte bisher noch nie der Fall war! Und über dieser Wehrmacht und über diesem Volk steht heute eine Regierung von einer fanatischen Willenskraft, wie auch das in den vergangenen Jahrhunderten in Deutschland noch nie da war!

Dieses neue Deutsche Reich hat, wie Sie alle wissen, gar kein Kriegsziel gegen England oder Frankreich besessen. Ich habe auch in meiner letzten Rede dazu Stellung genommen, als ich zum letzten Male England und Frankreich die Hand geboten hatte. Wenn man uns nun trotzdem angriff, dann kann das nichts zu tun haben etwa mit der Frage Österreich oder Tschechei oder Polen, denn die Fragen hat man ja im allgemeinen bei Bedarf sofort sehr schnell vergessen. Und außerdem, der Fall Polen zeigt ja, wie wenig England an sich an der Existenz von Staaten interessiert ist, denn es hätte ja sonst auch Sowjetrussland den Krieg erklären müssen, da ja Polen ungefähr halbiert wurde. Aber die Engländer sagen: Nein, das ist auch gar nicht mehr jetzt das Entscheidende, wir haben jetzt wieder ein anderes Kriegsziel. Erst war es die Freiheit Polens, dann - dann war es der Nazismus, dann waren es wieder die Garantien für die Zukunft. Es wird jetzt irgend etwas anderes sein. Sie werden eben Krieg führen, solange sie vor allem jemand finden, der bereit ist, mit ihnen Krieg zu führen, das heißt der bereit ist, sich selbst für sie auch mitzuopfern. Die Gründe sind die alten Phrasen. Wenn man nämlich erklärt, dass man nun für die Freiheit, für die Freiheit überhaupt und im besonderen eintreten wollte, dann könnte ja Großbritannien der Welt ein wunderbares Beispiel geben, indem es endlich einmal seinen eigenen Völkerschaften die volle Freiheit schenkt.

Wie edel würde doch dieser britische Kreuzzug sofort aussehen, wenn er eingeleitet worden wäre mit der Proklamation der Freiheit für die 350 Millionen Inder oder eingeleitet worden wäre mit der Proklamation der Unabhängigkeit, des freien Abstimmungsrechtes aller anderen britischen Kolonien! Wie herrlich würde dann dieser britische Kreuzzug aussehen, und wie gern würden wir dann uns vor so einem England beugen! Zunächst aber sehen wir, wie dieses England selber Hunderte von Millionen Menschen unterdrückt, wie dieses gleiche England zugesehen hat, wie zahlreiche Millionen Deutsche unterdrückt worden sind. Es bewegt uns daher nicht im geringsten, wenn heute ein britischer Minister mit tränender Stimme ausruft, England habe überhaupt nur ideale Ziele, gar keine selbstsüchtigen. Die hat Britannien noch nie gehabt. - Ich sagte schon, dass noch niemals Britannien für selbstsüchtige Ziele gekämpft hat, sondern nur der liebe Gott dann im Vollzug der Kämpfe die Gebiete und die Menschen England als Lohn geschenkt hat dafür, dass es uneigennützig kämpfte. Also wenn sie heute nun wieder erklären, dass sie keine eigennützigen Ziele besitzen, dann ist das lächerlich. Das bewegt uns nicht, und das deutsche Volk kann darüber wirklich nur staunen, staunen über die Beschränktheit derer, die glauben, dass man knapp zwanzig Jahre nach einem so ungeheuren Weltbetrug mit dem gleichen Betrug wieder aufwarten kann.

Oder, wenn man sagt, dass man für die Kultur eintritt. England als Kulturschöpfer ist ein Faktor für sich. Wir haben wenige Spuren einer wirklichen britischen kulturellen schöpferischen Tätigkeit in anderen Ländern. Die kulturelle Tätigkeit Englands beschränkt sich fast ausschließlich auf das britische Mutterland selbst und auf jene Gebiete, die diesem britischen Mutterland praktisch unterworfen sind. Sonst können wir von einer kulturellen Tätigkeit nichts sehen. Überhaupt brauchen wir Deutschen uns von den Engländern auf dem Gebiet der Kultur nichts vormachen zu lassen. Unsere Musik, unsere Dichtung, unsere Baukunst, unsere Malerei, unsere Bildhauerkunst kann mit der englischen und den englischen Künsten schon absolut sich vergleichen. Immerhin glaube ich, hat ein einziger - na, sagen wir; Beethoven - musikalisch mehr geleistet als sämtliche Engländer der Vergangenheit und Gegenwart zusammen. Und die Pflege dieser Kultur, die nehmen wir auch besser wahr, als das die Engländer überhaupt können.

Wenn sie dann weiter sagen, dass es jetzt das Ziel sei, endlich dem Kriege ein Ende zu bereiten - sie hätten gar nicht anzufangen brauchen! Denn der Krieg ist nur deshalb da, weil England ihn gewollt hat!

Wenn sie heute sagen: Es ist jetzt Krieg, wir - die Engländer - wollen das nicht, wir werden also jetzt Krieg führen, damit es in der Zukunft keine Kriege mehr gibt, so kann man ihnen nur sagen: Sie hätten gar nicht den Krieg anzufangen brauchen, dann gäbe es gar keinen Krieg!

Wir sind überzeugt, dass es im übrigen solange Kriege geben wird, als die Güter der Welt nicht gerecht verteilt sind und als man nicht aus freiem Willen und aus Gerechtigkeit heraus diese Güter Verteilung vornimmt.

Und das hätte man ja tun können! Wenn man heute sagt: Ja, dem nationalsozialistischen Deutschland, dem können wir die Kolonien nicht geben, obwohl sie uns selber geradezu schmerzen, denn wir Engländer sind bedrückt von dem Besitz dieser Kolonien, wir möchten gern die Rohstoffe der Welt verteilen, aber wir müssen das jemand geben, zu dem wir Vertrauen haben! - Oh, vor uns waren ja doch andere Regierungen. Das waren Regierungen von Englands Gnade; sie sind ja von England zum Teil besoldet worden. Dazu musste man doch Vertrauen besitzen! Warum hat man denen nicht die Güter gegeben, auf die das deutsche Volk Anspruch hat? Auch hier brauchte man ja gar nichts zu verteilen, man brauchte uns nur vorher unser Eigentum nicht zu rauben!

Auch wir sind der Meinung, dass dieser Krieg ein Ende nehmen muss und dass nicht alle paar Jahre wieder einer kommen kann und kommen darf und kommen soll. Und wir halten es daher für notwendig, dass zu diesem Zweck sich die Nationen in ihren Einflussgebieten selbst beschränken, das heißt mit anderen Worten, dass der Zustand ein Ende nimmt, dass ein Volk sich anmaßt, den Weltpolizisten spielen zu wollen und überall dreinreden zu wollen. Zumindest, insoweit es sich um Deutschland handelt, wird dieses Mal die britische Regierung es noch erkennen, dass der Versuch, die Aufrichtung einer Polizeidiktatur zu unternehmen, scheitern muss und scheitern wird.

Wir haben die britischen Regierungsmänner weder in der Vergangenheit noch in der Gegenwart jemals als Kulturapostel kennengelernt - als Polizeibehörde ertragen wir sie aber überhaupt nicht! Das wissen sie im übrigen auch, dass das alles nicht die Gründe sind.

Die Gründe liegen auf einem anderen Gebiet. Im Grunde genommen hassen sie das soziale Deutschland! Denn was haben wir ihnen denn getan? Gar nichts! Was haben wir ihnen genommen? Gar nichts! Haben wir sie bedroht? Nicht einmal! Waren wir etwa nicht bereit, mit ihnen Abkommen zu treffen? Jawohl! Wir taten das auch. Haben wir uns nicht verpflichtet, selbst Begrenzungen unserer Rüstungen vorzunehmen? Wir haben das sogar vorgeschlagen. Nein, das hat sie alles nicht interessiert.

Was sie hassen, das ist Deutschland, das ein "schlechtes" Beispiel bietet, es ist in erster Linie das soziale Deutschland, das Deutschland unserer sozialen Arbeitsgesetzgebung, das sie schon vor dem Weltkrieg hassten und das sie auch heute hassen. Das Deutschland der Fürsorge, das hassen sie, das Deutschland des sozialen Ausgleichs, das Deutschland der Beseitigung der Klassenunterschiede, das hassen sie! Das Deutschland, das sich im Laufe von sieben Jahren jetzt bemüht hat, seinen Volksgenossen ein anständiges Leben zu ermöglichen, das hassen sie! Das Deutschland, das die Arbeitslosigkeit beseitigt hat, die sie nicht beseitigen konnten mit ihrem Reichtum, das hassen sie! Das Deutschland, das auf seinen Schiffen den Arbeitern, den Schiffsleuten anständige Quartiere gibt, das ist es, was sie hassen, weil sie das Gefühl haben, dass dadurch ihr eigenes Volk "angesteckt" werden könnte! Und sie hassen daher auch das Deutschland der sozialen Gesetzgebung, das Deutschland, das den 1. Mai als den Tag der nationalen Arbeit feiert, das hassen sie! Sie hassen das Deutschland, das den Kampf gegenüber den Klassen aufgenommen hat. Dieses Deutschland, das hassen sie in Wirklichkeit. Sie hassen daher auch das gesunde Deutschland in erster Linie, das volksgesunde Deutschland, das Deutschland, das sich um seine Volksgenossen kümmert, das die Kinder wäscht, bei dem die Kinder nicht verlaust sind, das nicht Zustände einreißen lässt, wie sie es in ihrer eigenen Presse jetzt zugeben. Dieses Deutschland hassen sie!

Es sind ihre Geldmagnaten, ihre jüdischen und nichtjüdischen internationalen Barone, Bankbarone usw., die sind es, die uns hassen, weil sie in diesem Deutschland ein schlechtes Vorbild sehen, das andere Völker - ihr eigenes - vielleicht aufreizen könnte. Sie hassen das Deutschland unserer jungen, gesunden, blühenden Generation, das Deutschland der Fürsorge für diese Generation.

Und sie hassen selbstverständlich damit auch das starke Deutschland, das Deutschland, das marschiert, das Deutschland, das freiwillig Opfer auf sich nimmt.

Wie sie uns hassen, das haben wir ja gesehen. Wir machten einen Vierjahresplan, um uns zu helfen. Wir haben durch diesen Vierjahresplan niemand etwas genommen. Denn wenn wir aus unserer Kohle Benzin machen oder Gummi, oder wenn wir uns mit anderen Ersatzstoffen behelfen, was nehmen wir den anderen damit weg? Nichts, gar nichts! Im Gegenteil, sie sollten froh sein, sie hätten sagen können: Dann entlasten sie damit unsere Märkte, Gott sei Lob und Dank, wenn sie sich selber ihr Benzin verschaffen, dann brauchen sie nicht zu exportieren, damit sie importieren können. - Um so besser für uns, bleibt das Weltbenzin uns vorbehalten. - Nein, sie haben gegen den Vierjahresplan gekämpft. Sie sagten: Der Plan muss weg! - Weshalb denn? Weil er Deutschland gesund macht! Das ist der einzige Grund.

Es ist der Kampf gegen das freie, gegen das unabhängige, gegen das gesunde, gegen das lebensfähige Deutschland. Das ist nun ihr Kampf!

Und dem steht nun unser Kampf gegenüber. Und dieser Kampf ist unser ewig nationalsozialistischer und gleichbleibender, der Kampf für die Aufrichtung einer gesunden, starken Volksgemeinschaft, für die Überwindung und Beseitigung der Schäden in dieser Gemeinschaft und für die Sicherung dieser Gemeinschaft der anderen Welt gegenüber. Dies ist das Ziel: Wir kämpfen für die Sicherheit unseres Volkes, für unseren Lebensraum, in den wir uns nicht von anderen hineinreden lassen!

Wenn man nun in England erklärt, dass dieser Kampf, der jetzt nun ausgebrochen ist, der zweite Punische Krieg sei, so steht in der Geschichte nur noch nicht fest, wer in diesem Fall Rom und wer Karthago ist. Im ersten war jedenfalls England noch nicht Rom, denn im Punischen Krieg hat wirklich Rom gesiegt; im ersten Weltkrieg hat nicht England gesiegt, sondern andere waren die Sieger. Und im zweiten - das kann ich Ihnen versichern - wird England erst recht nicht der Sieger sein! Diesmal tritt diesem England des Weltkrieges ein anderes Deutschland entgegen; das werden sie wohl in absehbarer Zeit noch ermessen können. Ein Deutschland, das von einem unbändigen Willen erfüllt ist und das auf die Blödeleien britischer Phrasenmänner nur mit Gelächter reagiert. Wenn heute ein Engländer kommt und sagt: Wir kämpfen für die Freiheit der Welt, wir kämpfen für die Demokratie, wir kämpfen für die Kultur, wir kämpfen für die Zivilisation, wir kämpfen für die Gerechtigkeit - dann löst das in Deutschland nur ein schallendes Gelächter aus.

Dazu lebt noch die Generation, die die "Aufrichtigkeit" solcher britischer Kriegszieldarlegungen ja persönlich kennengelernt hat. Und wenn wir selbst nichts dazugelernt hätten, dann hätten wir auf alle Fälle auch nichts vergessen! Aber wir haben nicht nur nichts vergessen, sondern wir haben dazugelernt!

Jeder britische Ballon, der in unsere Linien baumelt und hier ein paar "geistreiche" Flugblätter herunterbringt, beweist uns, dass in dieser anderen Welt alles stillgestanden ist seit zwanzig Jahren. Aber jedes Echo aus Deutschland müsste denen beweisen, dass hier eine Bewegung stattfand, und zwar eine Bewegung von ungeheurem dynamischem Ausmaß und einer ungeheuren Kraft und Wirksamkeit.

England will nicht den Frieden! Wir haben das gestern wieder gehört. Ich habe schon in meiner Reichstagsrede erklärt, dass ich persönlich nichts mehr dazu zu sagen hätte. Das Weitere werden wir mit den Engländern in der Sprache reden, die sie wahrscheinlich schon verstehen werden!

Es tut uns nur leid, dass sich Frankreich in den Dienst dieser britischen Kriegshetze stellte und dass es seinen Weg mit dem Weg Englands zusammenkoppelte. Was Deutschland betrifft, so haben wir niemals Angst gehabt vor einer Front. Wir haben einst zwei Fronten erfolgreich verteidigt. Wir haben nur mehr eine Front, und wir werden an dieser Front erfolgreich bestehen, dessen kann man überzeugt sein!

Ich habe es nicht als einen Erfolg der deutschen Politik, sondern als einen Erfolg der Vernunft angesehen, dass es uns gelungen ist, mit Russland zu einer Verständigung zu kommen. Einmal haben die beiden Völker sich gegenseitig bis zum Weißbluten bekriegt. Keines der beiden Völker hatte davon einen Gewinn. Wir sind übereingekommen, den Herren in London und Paris diesen Gefallen ein zweites Mal nicht mehr zu erweisen!

So stehen wir jetzt in einer großen historischen Sendezeit. Aus dem Kampf ist der Nationalsozialismus einst entstanden. Soldaten sind wir damals alle gewesen. Ein großer Teil hat heute wieder den grauen Rock angezogen. Aber auch die anderen sind Soldaten geblieben. Deutschland hat sich durch und durch verwandelt. So wie Preußen in den Jahren 1813 und 1814 nicht mehr verglichen werden konnte mit dem Preußen von 1806, so kann das Deutschland von den Jahren 1939, 1940, 1941 oder 1942 nicht mehr verglichen werden mit dem Deutschland von 1914, 1915, 1916 oder 1917 oder 1918.

Was es damals geben konnte, ist in der Zukunft unmöglich! Wir werden - und dafür bürgt mir vor allem die Partei - dafür sorgen, dass Erscheinungen, wie wir sie im Weltkrieg leider erleben mussten, dass solche Erscheinungen nicht mehr in Deutschland auftreten können. Wir sind, meine nationalsozialistischen Kämpfer, mit diesen Erscheinungen fertig geworden, als wir als eine lächerliche Minorität noch in Deutschland kämpften.

Damals hatten wir nur unseren Glauben. Und wir haben diese Erscheinungen niedergezwungen und haben sie beseitigt. Heute haben wir außerdem noch die Macht. Und niemals mehr werden solche Erscheinungen über Deutschland kommen. Unser Wille ist genauso unbeugsam im Kampfe nach außen, wie er einst unbeugsam war im Kampfe um die Macht im Innern.

So wie ich Ihnen damals immer sagte: Alles ist denkbar, nur eines nicht, dass wir kapitulieren, so kann ich das als Nationalsozialist auch heute nur der Welt gegenüber wiederholen: Alles ist denkbar, eine Kapitulation niemals! Man soll sich das ja aus dem Kopf schlagen! Wenn man mir dann erklärt: dann wird der Krieg drei Jahre dauern - wie lange er dauert, spielt keine Rolle, kapitulieren wird Deutschland niemals, niemals, jetzt nicht und in drei Jahren auch nicht.

Man sagt mir, England hat sich auf einen dreijährigen Krieg vorbereitet. Ich habe am Tage der britischen Kriegserklärung dem Feldmarschall Göring den Befehl gegeben, sofort die gesamten Vorbereitungen auf die Dauer von fünf Jahren zunächst zu treffen, nicht weil ich glaube, dass dieser Krieg fünf Jahre dauert, aber weil wir auch in fünf Jahren niemals kapitulieren würden, und zwar um keinen Preis der Welt.

Wir werden aber nun diesen Herren ja zeigen, was die Kraft eines 80-Millionen-Volkes vermag, unter einer Führung, mit einem Willen, zusammengefügt zu einer Gemeinschaft. Und hier wird die Partei in Erinnerung an die einstigen Toten erst recht ihre große Mission erfüllen müssen. Sie wird die Trägerin sein dieses Willens, der Geschlossenheit, der Einheit und damit unserer deutschen Volksgemeinschaft. Was immer auch im einzelnen uns an Opfern zugemutet wird, das wird vergehen, es ist belanglos. Entscheidend ist und bleibt nur der Sieg!

Wir werden dank unserer Vorbereitungen diesen Kampf unter viel leichteren Bedingungen führen wie etwa im Jahre 1914. Damals taumelte Deutschland blind in diesen Kampf hinein. Wir haben seit vielen Jahren die Nation seelisch, aber vor allem auch wirtschaftlich gerüstet. Wir haben durch unsere großen Planungen dafür gesorgt, dass dem deutschen Flieger kein Benzin abgeht.

Wir haben durch unsere Planungen vorgesorgt, dass nicht im ersten Kriegsjahr verwüstet oder gewüstet wird und kostbares Gut verwirtschaftet wird, sondern dass am Tage der Kriegserklärung sofort jene Rationierung eintritt, die zum Durchhalten auf längste 2eit sogar die Voraussetzungen bietet.

Wir haben aber auch auf allen anderen Gebieten unsere deutschen Möglichkeiten auf das äußerste entwickelt, so dass Ich Ihnen heute nur die eine Versicherung geben kann: Sie werden uns weder militärisch noch wirtschaftlich auch nur im geringsten niederzwingen können.

Es kann hier überhaupt nur einer siegen, und das sind wir!

Dass das Herr Churchill nicht glaubt, das rechne ich seinem hohen Alter zugute. Auch andere haben das nicht geglaubt. Sie sind vorerst von Herrn Churchill, Herrn Chamberlain, Herrn Halifax usw. belehrt worden, unsere polnischen Gegner. Sie wären niemals in diesen Krieg gezogen, wenn sie nicht von englischer Seite hineingetrieben worden wären. England hat ihnen den Nacken gestärkt und hat sie aufgeputscht und aufgehetzt. Der Kriegsverlauf hat vielleicht zum erstenmal gezeigt, welches Instrument sich unterdes das Deutsche Reich geschmiedet hat.

Es war nicht so, meine Volksgenossen, dass etwa der Pole feige gewesen wäre oder dass er nur gelaufen wäre, so war es nicht! Er hat sich an vielen Stellen sehr tapfer geschlagen. Trotzdem ist ein Staat mit über 36 Millionen Menschen, mit rund 50 Divisionen, ein Staat, der einen durchschnittlichen Rekrutenjahrgang von nahezu 300 000 besaß gegenüber zur Zeit 120 000 französischen Rekruten pro Jahr - trotzdem ist dieser Staat in sage und schreibe 10 Tagen militärisch geschlagen, in 18 Tagen vernichtet und in 30 Tagen zur restlosen Kapitulation gezwungen worden!

Wir sind uns auch dabei bewusst, wie sehr die Vorsehung uns geholfen hat. Sie hat uns so viel dabei ermöglicht. Sie hat unsere Pläne richtig gestalten lassen, und sie hat die Durchführung sichtbar gesegnet. Ohne dem hätte dieses Werk nicht gelingen können, nicht in dieser Zeit. Wir sind daher auch des Glaubens, dass die Vorsehung das, was geschah, so gewollt hat! Genau so wie ich Ihnen früher oft erklärte, dass die Niederlage des Jahres 1918 verdient war, für uns verdient, weil wir nicht die großen Siege richtig und würdig zu bewahren vermocht hatten. Diesen Vorwurf soll man uns in der Zukunft nicht mehr machen.

In tiefer Dankbarkeit verbeugen wir uns vor allen unseren Helden, vor den tapferen Soldaten, unseren toten Kameraden und den vielen Verwundeten. Sie haben durch ihr Opfer mitgeholfen, dass der erste Feind, der diesen Krieg zur Auslösung brachte, in kaum 30 Tagen überwunden wurde. Es möge sich jeder Deutsche dessen bewusst sein, dass das Opfer dieser Männer genau soviel wert war, als das Opfer jedes anderen in der Zukunft wert sein wird, dass keiner ein Recht hat, sein Opfer in der Zukunft als schwerer einzuschätzen. Das, was wir Nationalsozialisten als Erkenntnis und als Gelöbnis vom Totengang des 9. November in die Geschichte unserer Bewegung mitgenommen haben, nämlich dass das, wofür die ersten 16 gefallen sind, wert genug war, auch viele andere, wenn notwendig, zum Sterben zu bringen - diese Erkenntnis soll uns auch in der Zukunft nicht verlassen.

Für unser deutsches Volk sind im Laufe von vielen Jahrhunderten, ja Jahrtausenden zahllose Millionen gefallen. Millionen anderer haben ihr Blut dafür gegeben, keiner von uns weiß, ob es ihn nicht auch trifft. Allein jeder muss wissen, dass er damit nicht mehr an Opfern bringt, als andere vor ihm auch gebracht haben und andere nach ihm einst wieder werden bringen müssen. Was die Frau an Opfern auf sich nimmt, indem sie der Nation das Kind schenkt, nimmt der Mann an Opfern auf sich, indem er die Nation verteidigt.

Wir Nationalsozialisten sind immer Kämpfer gewesen. Und es ist jetzt die große Zeit, in der wir uns als Kämpfer bewähren wollen! Damit feiern wir auch am besten den Gedenktag der Erinnerung an den ersten Opfergang unserer Bewegung.

Ich kann den heutigen Abend nicht schließen, ohne Ihnen, wie immer noch, zu danken für Ihre treue Anhänglichkeit die ganzen langen Jahre hindurch, und ohne Ihnen zu versprechen, dass wir auch in der Zukunft die alten Ideale hochhalten wollen, dass wir für sie eintreten wollen, und dass wir nicht scheuen werden den Einsatz, wenn notwendig, auch des eigenen Lebens, um das Programm unserer Bewegung zu verwirklichen, das Programm, das nichts anderes besagt, als unserem Volk Leben und Dasein auf dieser Welt sicherzustellen.

Das war der erste Einleitungssatz unseres nationalsozialistischen Glaubensbekenntnisses, und das wird der letzte Satz sein, der über jedem einzelnen Nationalsozialisten geschrieben steht, dann, wenn er am Ende seiner Pflichterfüllung von dieser Welt scheidet.

Parteigenossen!

Unsere nationalsozialistische Bewegung, unser deutsches Volk und über allem jetzt unsere siegreiche Wehrmacht - Sieg Heil! Sieg Heil! Sieg Heil!

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# Adolf Hitler, Rede vor den Spitzen der Reichswehr, 3. Februar 1933, https://www.1000dokumente.de/index.html?c=dokument_de&dokument=0109_hrw&object=translation&l=de

Wie im Leben der Einzelnen sich stets der Stärkere und Bessere durchsetzt, so im Leben der Völker. Die starke europäische Rasse, eine kleine Minderheit hat sich jahrhunderte lang Millionen Menschen dienstbar gemacht und auf ihrem Rücken die europäische Kultur aufgebaut. Es bestand ein Austausch. Europa gab Industrieprodukte, Kulturgüter usw. während die Kolonien, die niedrigstehenden Rassen, ihre Arbeit, ihre Rohstoffe usw, hergeben mussten. Heute ist in dieser normalen Entwicklung der Dinge ein Umschwung eingetreten. Wenn man in Europa die gesamte Kapazität der Industrien voll ausnutzen würde, so wären die Kolonien nicht imstande, eine vollwertige Gegenleistung zu bieten. Zu dem sind, z.B. in Ostasien, in weitem Masse in Südosteuropa, Industrien entstanden, die mit billigeren Arbeitskräften produzieren und versuchen die Herrenrasse von einst zu verdrängen.

Zu diesen Gründen der allgemeinen Krise kommen die Schäden des Weltkrieges. Warum ist im Weltkrieg keiner der europäischen Staaten gesund geworden ? Weil keiner konsequent genug war. Hätte England z.B. Deutschland nur folgende Bedingungen aufgezwungen: Keinerlei Schiffahrt, keinerlei Aussenhandel und keinerlei Bündnisse mit anderen Staaten, so wäre England heute gesund. England kann nur noch gesund werden, wenn es vom Standpunkt eines Weltbürgers zurückkommt auf den Standpunkt einer Herrenrasse, durch den es gross geworden ist. Dasselbe hätte für Deutschland im Falle eines Sieges gegolten.

Wie sieht nun die Lage nach dem Weltkrieg tatsächlich aus ? In Deutschland bestand 1918 vollkommene Autarkie, doch waren etwa 8 Millionen Menschen vollkommen aus der Produktion ausgeschaltet. Um die Reparationszahlungen leisten zu können, begann man zu exportieren, die Sachlieferungen riefen eine erhöhte Produktion hervor, die 8 Millionen Menschen wurden allmählich wieder eingestellt. Natürlich zogen diese Tatsachen den Import nach sich. Dann setzte die Rationalisierung ein[,] Menschen wurden überflüssig, die Arbeitslosigkeit begann.

Der dritte Grund ist die Vergiftung der Welt durch den Bolschewismus. Für den Bolschewismus ist Armut und tiefer Lebensstandardt [sic!] das Ideal. Er ist die Weltanschauung derjenigen, die sich durch lange Arbeitslosigkeit an die Bedürfnislosigkeit gewöhnt haben. Es ist ja Tatsache, dass rassisch niedrig stehende Menschen zur Kultur gezwungen werden müssen. Wenn ein Rekrut nicht dauernd gezwungen wird, sich zu waschen, wäscht er sich nicht. So möchten diese Menschen in einer freiwilligen Kulturlosigkeit verharren. Es kommt dann dazu, dass diese Menschen sich mit gleich Tiefstehenden anderer Völker eher solidarisch fühlen, als mit eigenen Volksgenossen. Schon einmal ist eine Kultur an dem Ideal der Armut zugrunde gegangen. Als das Christentum die freiwillige Armut predigte, musste die Antike zugrunde gehen.

Wie kann Deutschland nun gerettet werden ? Wie kann man die Arbeitslosigkeit beseitigen ! Ich bin seit 14 Jahren ein Prophet, und sage immer wieder: all diese Wirtschaftspläne, die Kreditgewährung an die Industrie, die staatlichen Subventionen sind Unsinn. Man kann die Arbeitslosigkeit auf zweierlei Art beseitigen: 1.) durch Export auf jeden Preis und mit jedem Mittel 2.) durch gross angelegte Siedlungspolitik, die eine Ausweitung des Lebensraumes des deutschen Volkes zur Voraussetzung hat. Dieser letzte Weg wäre mein Vorschlag. Man würde in einem Zeitraum von 50 – 60 Jahren einen vollkommen neuen gesunden Staat haben. Doch die Verwirklichung dieser Pläne kann erst in Angriff genommen werden, wenn die Voraussetzungen dazu geschaffen sein werden. Diese Voraussetzung heisst Konsolidierung des Staates. Man muss zurück zu den Anschauungen[,] in denen der Staat gegründet wurde. Man darf nicht mehr Weltbürger sein. Demokratie und Pazifismus sind unmöglich. Jeder Mensch weiss, dass Demokratie im Heer ausgeschlossen ist. Auch in der Wirtschaft ist die schädlich. Betriebsräte wie Soldatenräte sind der gleiche Unsinn. Warum hält man also eine Demokratie im Staate für möglich ? In Deutschland ist es so, dass heute 50 % des Volkes einen Staat in unserem Sinne wollen und positiv zum Nationalsozialismus eingestellt sind., während 50 % den Staat verneinen und sagen, er sei nichts als ein Unterdrückungsinstrument gegen sie. Die einen verabscheuen den Landesverrat, die anderen sagen, Landesverrat ist unsere Pflicht. Und beiden lässt die Demokratie ihre freie Meinung. Nur wenn die einen dann ihrer Weltanschauung entsprechend tatsächlich Hochverrat begehen, werden sie bestraft. Das ist widerspruchsvoll und sinnlos. Darum ist es unsere Aufgabe die politische Macht zu erobern, jede zersetzende Meinung auf das schärfste zu unterdrücken, und das Volk zur Moral zu erziehen. Jeder Versuch des Landesverrats muss rücksichtslos mit dem Tode bestraft werden. Niederwerfung des Marxismus mit allen Mitteln ist mein Ziel.

Wenn man jetzt in Genf für Gleichberechtigung eintritt und sich nur darauf beschränkt, dann das Heer zu vergrössern, so ist das meiner Meinung nach sinnlos. Was nützt eine Armee aus marxistisch infizierten Soldaten. Was nützt die allgemeine Wehrpflicht[,] wenn vor und nach der Dienstzeit die Soldaten jeder Propaganda zugänglich sind. Erst muss der Marxismus ausgerottet werden. Dann wird das Heer durch die Erziehungsarbeit meiner Bewegung erstklassiges Rekrutenmaterial haben, und es wird die Garantie bestehen, dass der Geist der Moral und des Nationalismus auch nach der Dienstzeit in den Rekruten erhalten bleibt. Um dieses Ziel zu ereichen, erstrebe ich die gesamte politische Macht. Ich setze mir die Frist von 6 – 8 Jahren um den Marxismus vollständig zu vernichten. Dann wird das Heer fähig sein eine aktive Aussenpolitik zu führen, und das Ziel der Ausweitung des Lebensraumes des deutschen Volkes wird auch mir [sic!] bewaffneter Hand erreicht werden– Das Ziel würde wahrscheinlich der Osten sein. Doch eine Germanisierung der Bevölkerung des annektierten bezw. eroberten Landes ist nicht möglich. Man kann nur Boden germanisieren. Man muss wie Polen und Frankreich nach dem Kriege rücksichtslos einige Millionen Menschen ausweisen.

Für Deutschland sehr gefährlich ist die Uebergangszeit. Wenn Frankreich kluge Staatsmänner haben wird, wird es um jeden Preis angreifen. Es wird Russland zu gewinnen suchen, vielleicht sogar sich mit ihm einigen. Darum ist grösste Beschleunigung am Platze. Ich habe mit meiner Bewegung jetzt schon einen Fremdkörper im demokratischen Staat gebildet, der seiner ganzen Struktur nach sofort befähigt ist, den neuen Staat aufzubauen. Sie bildet eine Hierarchie mit unbedingter Befehlsgewalt, ein Abbild des neuen Staates im Kleinen.

Die Entwicklung in Deutschland wird anders sein als die des italienischen Faschismus. Wir werden genau so den Marxismus niederschlagen wie er. Aber unser Verhältnis zur Armee wird ein anderes sein. Wir werden der Armee zur Seite stehen und mit der Armee und für die Armee arbeiten. Die ruhmreiche deutsche Armee in der noch derselbe Geist herrscht wie während ihrer Heldenzeit im Weltkrieg, wird selbstständig ihre Aufgaben erfüllen.

Nun richte ich an Sie, meine Herren Generäle, die Bitte, mit mir für das grosse Ziel zu kämpfen, mich zu verstehen und mich zwar nicht mit Waffen aber moralisch zu unterstützen. Für den inneren Kampf habe ich mir meine eigene Waffe geschaffen, die Armee ist nur da für aussenpolitische Auseinandersetzungen. Sie werden nicht wieder einen Mann finden, der sich so mit ganzer Kraft für sein Ziel, für die Errettung Deutschlands einsetzt, wie ich. Und wenn man mir sagt: "Die Erreichung des Zieles hängt an ihren Augen!" so antworte ich: Nun gut, so nutzen wir mein Leben aus!

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# Adolf Hitler, Erklärung der Reichsregierung vor dem Deutschen Reichstag, 1. September 1939, https://www.1000dokumente.de/index.html?c=dokument_de&dokument=0209_pol&object=translation&st=&l=de

Abgeordnete, Männer des Deutschen Reichstags! Seit Monaten leiden wir alle unter der Qual eines Problems, das uns einst das Versailler Diktat beschert hat und das nunmehr in seiner Ausartung und Entartung unerträglich geworden war. Danzig war und ist eine deutsche Stadt. Der Korridor war und ist deutsch. Alle diese Gebiete verdanken ihre kulturelle Erschließung ausschließlich dem deutschen Volk, ohne das in diesen östlichen Gebieten tiefste Barbarei herrschen würde. Danzig wurde von uns getrennt, der Korridor von Polen annektiert, die dort lebenden deutschen Minderheiten in der qualvollsten Weise mißhandelt. Über 1 Million Menschen deutschen Blutes mußten schon in den Jahren 1919 auf 1920 ihre Heimat verlassen. Wie immer, so habe ich auch hier versucht, auf dem Wege friedlicher Revisionsvorschläge eine Änderung des unerträglichen Zustandes herbeizuführen. Es ist eine Lüge, wenn in der Welt behauptet wird, daß wir alle unsere Revisionen nur unter Druck durchzusetzen versuchten. 15 Jahre, bevor der Nationalsozialismus zur Macht kam, hatte man Gelegenheit, auf dem Wege friedlichster Verständigung die Revision durchzuführen. Man tat es nicht. In jedem einzelnen Falle habe ich dann von mir aus nicht einmal, sondern oftmals Vorschläge zur Revision unerträglicher Zustände gemacht.

Alle diese Vorschläge sind, wie Sie wissen, abgelehnt worden. Ich brauche sie hier nicht im einzelnen aufzuzählen: die Vorschläge zur Rüstungsbegrenzung, ja, wenn notwendig, zur Rüstungsbeseitigung, die Vorschläge zur Beschränkung der Kriegsführung die Vorschläge zur Ausschaltung von in meinen Augen mit dem Völkerrecht schwer zu vereinbarenden Methoden der modernen Kriegführung. Sie kennen die Vorschläge, die ich über die Notwendigkeit der Wiederherstellung der deutschen Souveränität über die deutschen Reichsgebiete machte, die endlosen Versuche, die ich zu einer friedlichen Verständigung über das Problem Österreich unternahm und später über das Problem Sudetenland, Böhmen und Mähren. Es war alles vergeblich. Eines aber ist unmöglich zu verlangen, daß ein unerträglicher Zustand auf dem Weg friedlicher Revision bereinigt wird, und die friedliche Revision konsequent zu verweigern.

(Lebhafte Zustimmung.)

Es ist auch unmöglich, zu behaupten, daß derjenige, der in einer solchen Lage dann dazu übergeht, von sich aus diese Revision vorzunehmen, gegen ein Gesetz verstößt. Das Diktat von Versailles ist für uns Deutsche kein Gesetz.

(Stürmische Zustimmung.)

Es geht nicht an, von jemand mit vorgehaltener Pistole und der Drohung des Verhungerns von Millionen Menschen eine Unterschrift zu erpressen und dann das Dokument mit dieser erpreßten Unterschrift als ein feierliches Gesetz zu proklamieren.

(Rufe: Pfui!)

So habe ich auch im Falle Danzigs und des Korridors versucht, durch friedliche Vorschläge auf dem Wege der Diskussion die Probleme zu lösen. Daß sie gelöst werden mußten, das war klar.

(Lebhafte Zustimmung.)

Und daß der Termin dieser Lösung für die westlichen Staaten vielleicht uninteressant sein kann, ist begreiflich; aber uns ist dieser Termin nicht gleichgültig, vor allem aber war er und konnte er nicht gleichgültig sein für die leidenden Opfer. Ich habe in Besprechungen mit polnischen Staatsmännern die Gedanken, die Sie von mir hier in meiner letzten Reichstagsrede vernommen haben, erörtert. Kein Mensch kann behaupten, daß dies etwa ein ungebührliches Verfahren oder gar ein ungebührlicher Druck gewesen wäre.

Ich habe dann die deutschen Vorschläge formulieren lassen, und ich muß es noch einmal wiederholen, daß es etwas Loyaleres und Bescheideneres als diese von mir unterbreiteten Vorschläge nicht gibt.

(Stürmische Zustimmung und langanhaltender Beifall.)

Und ich möchte das jetzt der Welt sagen: ich allein war überhaupt nur in der Lage, solche Vorschläge zu machen;

(erneute lebhafte Zustimmung; Händeklatschen)

denn ich weiß ganz genau, daß ich mich damals zur Auffassung von Millionen von Deutschen in Gegensatz gebracht habe.

(Sehr richtig!)

Diese Vorschläge sind abgelehnt worden. Aber nicht nur das, sie wurden beantwortet mit Mobilmachungen, mit verstärktem Terror, mit gesteigertem Druck auf die Volksdeutschen in diesen Gebieten und mit einem langsamen wirtschaftlichen, politischen und in den letzten Wochen endlich auch militärischen und verkehrstechnischen Abdrosselungskampf gegen die Freie Stadt Danzig. Polen hat den Kampf gegen die Freie Stadt Danzig entfesselt. Es war weiter nicht bereit, die Korridorfrage in einer irgendwie billigen und den Interessen beider gerecht werdenden Weise zu lösen. Es hat endlich nicht daran gedacht, seine Minderheitsverpflichtungen einzuhalten. Ich muß hier feststellen: Deutschland hat diese Verpflichtungen eingehalten. Die Minderheiten, die im Deutschen Reich leben, werden nicht verfolgt. Es soll ein Franzose aufstehen und erklären, daß etwa die im Saargebiet lebenden Franzosen unterdrückt, gequält oder entrechtet werden. Keiner wird dies behaupten können.

(Sehr richtig!)

Ich habe nun dieser Entwicklung vier Monate lang ruhig zugesehen, allerdings nicht, ohne immer wieder zu warnen. Ich habe in letzter Zeit diese Warnungen verstärkt. Ich habe dem polnischen Botschafter vor nun schon über drei Wochen mitteilen lassen, daß, wenn Polen noch weitere ultimative Noten an Danzig schicken würde, wenn es weitere Unterdrückungsmaßnahmen gegen das Deutschtum vornehmen würde oder wenn es versuchen sollte, auf dem Wege zollpolitischer Maßnahmen Danzig wirtschaftlich zu vernichten, dann Deutschland nicht länger mehr untätig zusehen könnte.

(Stürmischer Beifall. Händeklatschen)

Ich habe keinen Zweifel darüber gelassen, daß man in dieser Hinsicht das heutige Deutschland nicht mit dem Deutschland, das vor uns war, verwechseln darf.

(Lebhafte Zustimmung.)

Man hat versucht, das Vorgehen gegen die Volksdeutschen damit zu entschuldigen, daß man erklärte, sie hätten Provokationen begangen.

(Lachen.)

Ich weiß nicht, worin die "Provokationen" der Kinder oder Frauen bestehen sollen, die man mißhandelt und verschleppt, oder die "Provokationen" derer die man in der tierischsten, sadistischsten Weise gequält und mißhandelt hat. Eines aber weiß ich: daß es keine Großmacht von Ehre gibt, die auf die Dauer solchen Zuständen ruhig zusehen würde.

(Stürmischer langanhaltender Beifall.)

Ich habe trotzdem noch einen letzten Versuch gemacht. Obwohl ich innerlich überzeugt war, daß es der polnischen Regierung – vielleicht auch infolge ihrer Abhängigkeit von einer nunmehr entfesselten wilden Soldateska – mit einer wirklichen Verständigung nicht ernst ist, habe ich einen Vermittlungsvorschlag der britischen Regierung aufgenommen. Sie schlug vor, daß sie nicht selbst Verhandlungen führen sollte, sondern versicherte, eine direkte Verbindung zwischen Polen und Deutschland herzustellen, um noch einmal in das Gespräch zu kommen.

Ich muß hier folgendes feststellen: Ich habe diesen Vorschlag angenommen. Ich habe für diese Besprechungen Grundlagen ausgearbeitet, die Ihnen bekannt sind, und ich bin dann mit meiner Regierung zwei volle Tage gesessen und habe gewartet, ob es der polnischen Regierung paßt, endlich einen Bevollmächtigten zu schicken oder nicht.

(Rufe: Pfui! Unerhört!)

Sie hat uns bis gestern abend keinen Bevollmächtigten geschickt, sondern durch ihren Botschafter mitteilen lassen, daß sie zur Zeit erwäge, ob und inwieweit sie in der Lage sei, auf die englischen Vorschläge einzugehen; sie würde dies England mitteilen.

(Lachen.)

Meine Herren Abgeordneten! Wenn man dem Deutschen Reich und seinem Staatsoberhaupt so etwas zumuten kann, und das Deutsche Reich und sein Staatsoberhaupt das dulden würden, dann würde die deutsche Nation nichts anderes verdienen, als von der politischen Bühne abzutreten.

(Langanhaltender, stürmischer Beifall und Händeklatschen. Heilrufe.)

Meine Friedensliebe und meine endlose Langmut soll man nicht mit Schwäche oder gar mit Feigheit verwechseln!

(Lebhafte Zustimmung und Bravorufe.)

Ich habe daher gestern abend der britischen Regierung mitgeteilt, daß ich unter diesen Umständen auf seiten der polnischen Regierung keine Geneigtheit mehr finden kann, mit uns in ein wirklich ernstes Gespräch einzutreten.

Damit sind diese Vermittlungsvorschläge gescheitert. Denn unterdes war als Antwort auf diesen Vermittlungsvorschlag erstens die polnische Generalmobilmachung gekommen und zweitens neue schwere Greueltaten. Diese Vorgänge haben sich nun heute nacht abermals wiederholt. Nachdem schon neulich in einer einzigen Nacht 21 Grenzzwischenfälle zu verzeichnen waren, sind es heute nacht 14 gewesen, darunter drei ganz schwere.

Ich habe mich daher nun entschlossen, mit Polen in der gleichen Sprache zu reden, die Polen seit Monaten uns gegenüber anwendet.

(Die Abgeordneten erheben sich und bringen dem Führer stürmische Ovationen.)

Wenn nun Staatsmänner im Westen erklären, daß dies ihre Interessen berühre, so kann ich eine solche Erklärung nur bedauern. Sie kann mich aber nicht eine Sekunde in der Erfüllung meiner Pflicht wankend machen.

(Bravorufe und Händeklatschen.)

Ich habe es feierlich versichert und wiederhole es, daß wir von diesen Weststaaten nichts fordern und nie etwas fordern werden. Ich habe versichert, daß die Grenze zwischen Frankreich und Deutschland eine endgültige ist. Ich habe England immer wieder eine Freundschaft und, wenn notwendig, das engste Zusammengehen angeboten. Aber Liebe kann nicht nur von einer Seite geboten werden, sie muß von der anderen ihre Erwiderung finden. Deutschland hat keine Interessen im Westen. Unser Westwall ist zugleich für alle Zeiten die Grenze des Reiches. Wir haben auch keinerlei Ziel für die Zukunft und diese Einstellung des Reiches wird sich nicht mehr ändern.

Die anderen europäischen Staaten begreifen zum Teil unsere Haltung. Ich möchte hier vor allem Italien danken, das uns in dieser ganzen Zeit unterstützt hat. Sie werden aber auch verstehen, daß wir für die Durchführung dieses Kampfes nicht an eine fremde Hilfe appellieren wollen.

(Heilrufe.)

Wir werden diese unsere Aufgabe selber lösen.

Die neutralen Staaten haben uns ihre Neutralität versichert, genau so, wie wir sie ihnen schon vorher garantierten. Es ist uns heiliger Ernst mit dieser Versicherung, und solange kein anderer ihre Neutralität bricht, werden wir sie ebenfalls peinlichst achten; denn was sollten wir von ihnen wünschen oder wollen?

Ich bin glücklich, Ihnen nun von dieser Stelle aus ein Ereignis mitteilen zu können. Sie wissen, daß Rußland und Deutschland von zwei verschiedenen Doktrinen regiert werden. Es war nur eine Frage, die geklärt werden mußte: Deutschland hat nicht die Absicht, seine Doktrin zu exportieren. Im Augenblick, in dem Sowjetrußland seine Doktrin nicht nach Deutschland zu exportieren, und in dem Augenblick, in dem Sowjet-Rußland seine Doktrin nicht nach Deutschland zu exportieren gedenkt, sehe ich keine Veranlassung mehr, daß wir auch nur noch einmal gegeneinander Stellung nehmen sollen!

(Stürmischer Beifall.)

Wir sind uns beide darüber klar: Jeder Kampf unserer Völker gegeneinander würde nur anderen einen Nutzen abwerfen.

(Lebhafte Zurufe: Sehr richtig!)

Daher haben wir uns entschlossen, einen Pakt abzuschließen, der zwischen uns beiden für alle Zukunft jede Gewaltanwendung ausschließt,

(Bravo! und Händeklatschen.)

der uns in gewissen europäischen Fragen zur Konsultierung verpflichtet, der uns das wirtschaftliche Zusammenarbeiten ermöglicht und vor allem sicherstellt, daß sich die Kräfte dieser beiden großen Staaten nicht gegeneinander verbrauchen.

Jeder Versuch des Westens, hier etwas zu ändern, wird fehlschlagen! Und ich möchte das eine hier versichern: Diese politische Entscheidung bedeutet eine ungeheure Wende für die Zukunft und ist eine endgültige.

(Bravorufe und Händeklatschen.)

Ich glaube, das ganze deutsche Volk wird diese politische Einstellung begrüßen!

(Erneuter lebhafter Beifall)

Rußland und Deutschland haben im Weltkrieg gegeneinander gekämpft und waren beide letzten Endes die Leidtragenden. Ein zweites Mal soll und wird das nicht mehr geschehen!

(Stürmischer Beifall.)

Der Nichtangriffs- und Konsultativpakt, der am Tage seiner Unterzeichnung bereits gültig wurde, hat gestern die höchste Ratifikation in Moskau und auch in Berlin erfahren.

(Bravo! und Händeklatschen.)

In Moskau wurde dieser Pakt genau so begrüßt, wie Sie ihn hier begrüßen. Die Rede, die der russische Aussenkommissar Molotow hielt, kann ich Wort für Wort unterschreiben.

Unsere Ziele: Ich bin entschlossen:

erstens die Frage Danzig,

zweitens die Frage des Korridors zu lösen und

drittens dafür zu sorgen, daß im Verhältnis Deutschlands zu Polen eine Wendung eintritt, die ein friedliches Zusammenleben sicherstellt!

(Stürmischer Beifall.)

Ich bin dabei entschlossen, so lange zu kämpfen, bis entweder die derzeitige polnische Regierung dazu geneigt ist, diese Änderung herzustellen, oder bis eine andere polnische Regierung dazu bereit ist!

(Erneuter stürmischer Beifall.)

Ich will von den deutschen Grenzen das Element der Unsicherheit, die Atmosphäre ewiger bürgerkriegsähnlicher Zustände entfernen.

(Beifall.)

Ich will dafür sorgen, daß im Osten der Friede an der Grenze kein anderer ist, als wir ihn an unseren anderen Grenzen kennen.

Ich will dabei die notwendigen Handlungen so vornehmen, daß sie nicht dem widersprechen, was ich Ihnen hier, meine Herren Abgeordneten, im Reichstag selbst als Vorschläge an die übrige Welt bekanntgab.

Das heißt, ich will nicht den Kampf gegen Frauen und Kinder führen!

(Lebhafter Beifall.)

Ich habe meiner Luftwaffe den Auftrag gegeben, sich bei den Angriffen auf militärische Objekte zu beschränken. Wenn aber der Gegner glaubt, daraus einen Freibrief ablesen zu können, seinerseits mit umgekehrten Methoden zu kämpfen, dann wird er eine Antwort erhalten, daß ihm Hören und Sehen vergeht!

(Anhaltender stürmischer Beifall.)

Polen hat nun heute nacht zum erstenmal auf unserem eigenen Territorium auch durch reguläre Soldaten geschossen.

(Pfuirufe.)

Seit 5 Uhr 45 wird jetzt zurückgeschossen!

(Lebhafter Beifall.)

Und von jetzt ab wird Bombe mit Bombe vergolten!

(Beifall.)

Wer mit Gift kämpft, wird mit Giftgas bekämpft.

(Erneuter Beifall.)

Wer sich selbst von den Regeln einer humanen Kriegführung entfernt, kann von uns nichts anderes erwarten, als daß wir den gleichen Schritt tun.

Ich werde diesen Kampf, ganz gleich gegen wen, so lange führen, bis die Sicherheit des Reiches und bis seine Rechte gewährleistet sind!

(Lebhafter Beifall und Händeklatschen.)

Über sechs Jahre habe ich nun am Aufbau der deutschen Wehrmacht gearbeitet. In dieser Zeit sind über 90 Milliarden für den Aufbau unserer Wehrmacht angewendet worden.

(Starker Beifall.)

Sie ist heute die am besten ausgerüstete der Welt und steht weit über jedem Vergleich mit der des Jahres 1914! Mein Vertrauen auf sie ist unerschütterlich!

Wenn ich diese Wehrmacht aufrief und wenn ich nun vom deutschen Volk Opfer und, wenn notwendig, alle Opfer fordere, dann habe ich ein Recht dazu, denn auch ich selbst bin heute genau so bereit, wie ich es früher war, jedes persönliche Opfer zu bringen!

(Stürmische Heilrufe.)

Ich verlange von keinem deutschen Mann etwas anderes, als was ich selber über vier Jahre lang bereit war, jederzeit zu tun.

(Beifall.)

Es soll keine Entbehrungen Deutscher geben, die ich nicht selber sofort übernehme!

(Erneuter Beifall.)

Mein ganzes Leben gehört von jetzt ab erst recht meinem Volk! Ich will jetzt nichts anderes sein als der erste Soldat des Deutschen Reiches.

(Die Abgeordneten erheben sich. – Stürmische Heilrufe.)

Ich habe damit wieder jenen Rock angezogen, der mir selbst der heiligste und teuerste war.

(Heilrufe.)

Ich werde ihn nur ausziehen nach dem Sieg, – oder ich werde dieses Ende nicht erleben!

Sollte mir in diesem Kampf etwas zustoßen, dann ist mein erster Nachfolger Parteigenosse Göring.

(Lebhafter Beifall.)

Sollte Parteigenossen Göring etwas zustoßen, ist sein Nachfolger Parteigenosse Heß.

(Lebhafter Beifall.)

Sie würden diesen dann als Führer genau so zu blinder Treue und Gehorsam verpflichtet sein wir mir.

(Lebhafte Heilrufe.)

Für den Fall, daß auch Parteigenossen Heß etwas zustoßen sollte, werde ich durch Gesetz nunmehr den Senat berufen, der dann den Würdigsten, das heißt den Tapfersten, aus seiner Mitte wählen soll!

(Erneuter lebhafter Beifall.)

Als Nationalsozialist und deutscher Soldat gehe ich in diesen Kampf mit einem starken Herzen! Mein ganzes Leben war nichts anderes als ein einziger Kampf für mein Volk, für seine Wiederauferstehung, für Deutschland,

(stürmischer Beifall.)

und über diesem Kampf stand nur ein Bekenntnis: der Glauben an dieses Volk!

Ein Wort habe ich nie kennengelernt, es heißt: Kapitulation.

(Beifall.)

Wenn irgend jemand aber meint, daß wir vielleicht einer schweren Zeit entgegengehen, so möchte ich bitten zu bedenken, daß einst ein Preußenkönig mit einem lächerlich kleinen Staat einer der größten Koalition gegenübertrat und in drei Kämpfen am Ende doch erfolgreich bestand, weil er jenes gläubige, starke Herz besaß, das auch wir in dieser Zeit benötigen.

Der Umwelt aber möchte ich versichern: Ein November 1918 wird sich niemals mehr in der deutschen Geschichte wiederholen!

(Stürmischer Beifall.)

So wie ich selber bereit bin, jederzeit mein Leben für mein Volk und für Deutschland einzusetzen, so verlange ich dasselbe auch von jedem anderen!

Wer aber glaubt, sich diesem nationalen Gebot, sei es direkt oder indirekt, widersetzen zu können, der fällt! Verräter haben nichts mit uns zu tun!

(Stürmische Zustimmung.)

Wir alle bekennen uns damit nur zu unserem alten Grundsatz: Es ist gänzlich unwichtig, ob wir leben; aber notwendig ist es, daß unser Volk lebt, daß Deutschland lebt.

(Lebhafter Beifall.)

Ich erwarte von Ihnen als den Sendboten des Reiches, daß Sie nunmehr auf allen Plätzen, auf die Sie gestellt sind, Ihre Pflicht erfüllen! Sie müssen Bannerträger sein des Widerstandes, koste es, was es wolle! Keiner melde mir, daß in seinem Gau, in seinem Kreis oder in seiner Gruppe oder in seiner Zelle die Stimmung einmal schlecht sein könnte! Träger, verantwortliche Träger der Stimmung sind Sie! Ich bin verantwortlich für die Stimmung im deutschen Volk, Sie sind verantwortlich für die Stimmung in Ihren Gauen, in Ihren Kreisen. Keiner hat das Recht, diese Verantwortung abzutreten. Das Opfer, das von uns verlangt wird, ist nicht größer als das Opfer, das zahlreiche Generationen gebracht haben.

(Sehr richtig!)

All die Männer, die vor uns den bittersten und schwersten Weg für Deutschland antreten mußten, haben nichts anderes geleistet, als was wir auch zu leisten haben;

(Beifall.)

ihr Opfer war kein billigeres und kein schmerzloseres und damit kein leichteres, als das Opfer sein würde, das von uns verlangt wird.

Ich erwarte auch von der deutschen Frau, daß sie sich in eiserner Disziplin vorbildlich in diese große Kampgemeinschaft einfügt!

Die deutsche Jugend aber wird strahlenden Herzens ohnehin erfüllen, was die Nation, der nationalsozialistische Staat, von ihr erwartet und fordert!

Wenn wir diese Gemeinschaft bilden, eng verschworen, zu allem entschlossen, niemals gewillt zu kapitulieren, dann wird unser Wille jeder Not Herr werden!

Ich schließe mit dem Bekenntnis, das ich einst aussprach, als ich den Kampf um die Macht im Reich begann.

(Die Abgeordneten erheben sich.)

Damals sagte ich: Wenn unser Wille so stark ist, daß keine Not ihn mehr zu zwingen vermag, dann wird unser Wille und unser deutscher Stahl auch die Not zerbrechen und besiegen.

Deutschland – Sieg Heil!

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# Rede des Reichsführers SS bei der SS-Gruppenführertagung in Posen am 4. Oktober 1943, https://www.1000dokumente.de/index.html?c=dokument_de&dokument=0008_pos&object=translation&st=&l=de

Gefallenenehrung.

In den Monaten, die verflossen sind, seit wir im Juni 1942 beisammen waren, sind viele Kameraden gefallen und haben ihr Leben für Deutschland und für den Führer gegeben. Ihnen voran – und ich bitte Sie, sich zu seiner Ehre und zur Ehre aller unserer toten SS-Männer und toten deutschen Soldaten, Männer und Frauen, zu erheben – ihnen voran aus unseren Reihen unser alter Kamerad und Freund, GlossarSS-Gruppenführer GlossarEicke. (Die Gruppenführer haben sich von ihren Plätzen erhoben.) Ich bitte Sie, sich zu setzen.

Ich habe es für notwendig gehalten, nun zu Beginn des fünften Kriegsjahres, das ein sehr schweres Kriegsjahr werden wird, Sie, das hohe Führer-Korps der SS und Polizei, zusammenzurufen. Nüchtern, wie wir immer waren, wahrheitsgetreu uns selbst gegenüber, wollen wir in dieser Truppenführerbesprechung einige Dinge behandeln. So, wie ich es in langen Friedensjahren gewöhnt war, werde ich Ihnen meine Meinung über die Lage, so wie ich sie ansehe, über unsere Aufgaben, über unsere Aufgaben, über das, was wir bisher getan und erreicht haben, sowie über das, was uns in Zukunft ansteht, in möglichst kurzen Worten darlegen.

Die russische Führung

Zunächst die Kriegslage. Ich fange mit Russland an. Als – ich glaube, es war 1937 oder 1938 – in Moskau die großen GlossarSchauprozesse stattfanden und der ehemals zaristische Fähnrich und spätere bolschewistische General GlossarTuchatschewski und andere Generäle erschossen wurden, da waren wir in ganz Europa, auch wir in der Partei und in der SS der Ansicht, dass damit das bolschewistische System, dass damit GlossarStalin einen seiner größten Fehler begangen hätte. Wir haben uns in dieser Beurteilung der Lage absolut getäuscht. Das können wir wahrheitsgetreu einmal feststellen. Ich glaube, Russland hätte die zwei Jahre Krieg – und es steht jetzt im dritten Kriegsjahr – nicht durchgehalten, wenn es die früheren zaristischen Generäle behalten hätte. Es hat, das stelle ich voraus, den Glossar politischen Kommissar zum General gemacht oder denjenigen, der aus der Glossar Roten Armee als Kommandeur, als General hervorwuchs, so ausgesucht, dass er zugleich politischer Kommissar sein konnte. Der sturste Willenträger der bolschewistischen – Doktrin möchte ich es nennen, nicht Weltanschauung – ist zugleich dort Kommandeur und Führer.

Der Angriff 1941

Im Jahre 1941 hat der Führer Russland angegriffen. Das war, wie wir heute wohl feststellen können, kurz, vielleicht ein viertel bis ein halbes Jahr[,] bevor Stalin zu seinem großen Einbruch nach Mittel- und Westeuropa ausholte. Ich kann dieses erste Jahr mit ganz kurzen Strichen skizzieren. Der Angriff schlug durch. Die russische Armee wurde in grossen Kesseln zusammengetrieben, aufgerieben, gefangen. Wir haben damals die Masse Mensch nicht so gewertet, wie wir sie heute als Rohstoff, als Arbeitskraft werten. Was letzten Endes, wenn ich in Generationen denke, nicht schade ist, was aber heute wegen des Verlustes der Arbeitskräfte bedauerlich ist: die Gefangenen sind nach Zehntausenden und Hunderttausenden an Entkräftung, an Hunger gestorben.

Der Winter 1941/42

Es kam auf den Sommer und Herbst 1941, auf den Siegeszug, der uns bis vor Moskau führte, der Winter 1941/42. Der Winter 1941/42 war mit seinen Folgen einesteils das Werk des Schicksals, das zum ersten Mal hart gewogen hat, zum anderen aber war er das Werk der politischen Kommissare, der Politruks, deren Härte und Unnachgiebigkeit, deren fanatischer, brutaler Wille den Rohstoff der slawischen, mongolischen Menschenmassen an die Front trieb und nicht aus ihr herausließ.

Das Jahr 1942

Im Frühjahr 1942 kamen dann wieder unsere Angriffe auf die Krim, über den Donez zum Don und zur Wolga. Weitgespannt war der Bogen der Front Deutschlands und seiner Verbündeten. Der Krieg hätte im Jahre 1942, wenn alle gehalten hätten, für Russland zum Ende führen können. Denn nach allen Berechnungen und nach aller Wahrscheinlichkeit, die ja im Krieg nicht ausser Acht zu lassen ist, mit der man ja rechnen muss, wäre der Kaukasus früher oder später in unsere Hand gefallen. Russland wäre von seinen Hauptölquellen abgeschnitten gewesen und der Hunger hätte seine Menschen noch ärger traktiert als er es heute tut. Es kam der Zusammenbruch unserer Bundesgenossen. Zuerst kam der Durchbruch bei den Rumänen, dann der Durchbruch bei der damals schon sehr wenig wertvollen italienischen Armee und dann der Durchbruch und das Davonlaufen im Rahmen der ungarischen Verbände: Der Totalausfall von rund 500 km Front. Dieser Ausfall verlangte die Zurücknahme der deutschen Front, um sie überhaupt wieder schließen zu können. Durch diesen Ausfall ist das Opfer von Glossar Stalingrad schicksalsmässig notwendig gewesen. Es ist nicht unsere Aufgabe, jede Einzelheit heute zu überdenken. Ich persönlich habe die Überzeugung, dieses Opfer – das klingt nun furchtbar roh, wenn ich es sage – war notwendig, denn ohne die Bindung feindlicher Kräfte um Stalingrad wäre die Schließung der deutschen Front nicht mehr möglich gewesen. Das wird, davon bin ich überzeugt, 10, 15 oder 20 Jahre nach dem Kriege das Ergebnis der Kriegsgeschichtsforschung sein. Ein gleichsam sehr später Trost.

Das Jahr 1943

Es kam dann in diesem Frühjahr der erste große Kampf um Charkow. Charkow wurde geräumt unter manchmal – das ist jedem unserer Verbände draußen bekannt – sehr eigenartigen Umständen. Zur rechten Zeit kam dann auf Befehl des Führers das Panzerkorps unter der Führung unseres alten Kameraden SS-Obergruppenführer GlossarHausser nach Charkow. Die planmässige Räumung Charkows auch durch das Panzerkorps wurde von Hausser durchgeführt. Es begann ein ruhmreicher wochenlanger Feldzug, den dieses Korps in einer selten beweglichen Weise im freien Felde führte, so wie ich es für motorisierte und Panzer-Verbände für eigentlich richtig und geradezu artgemäß halte. Unser Panzerkorps trieb den Gegner, GlossarSepp Dietrich brach mit seiner GlossarLeibstandarte als erster in Charkow ein, Charkow wurde wiederum genommen und die deutsche Front wurde wieder hergestellt.

Im Spätfrühling und Sommer dieses Jahres antworteten wir auf Angriffe der Russen mit einem grossen Gegenangriff auf Bjelgorod. Wir können mit Stolz feststellen, dass das einzige Korps, das wirklich durch das tiefe Stellungssystem der Russen durchschlug, unser SS-Panzerkorps war, voran vor der alten GlossarDivision "Das Reich" die GlossarStandarte "Deutschland". Eine 7 km tiefe Stellung hatte der Russe gebaut, ein Muster und Beispiel, wie wir Deutschen es uns garnicht stark genug vor Augen halten können: fleissig zu sein, sich einzugraben und Stellungen zu bauen. Denn dieser Fleiss und der Schweiss, der dabei vergossen wird, würde das Leben von Zehntausenden sparen. Ganz haben wir Deutsche dies auch nach vier Kriegsjahren noch nicht gelernt. Wenn man eine Schulnote dafür geben müsste, so liesse sie sich für den Stellungsbau der Deutschen am besten zwischen 4 und 5 fällen. Eines muss ich hier anerkennen, unsere SS-Divisionen haben im Laufe der letzten 2 Jahre sehr viel dazu gelernt und betreiben den Stellungsbau im allgemeinen fleissig.

Das Menschenpotential der Russen

Hier möchte ich nun einmal einige Worte zur Beurteilung der Gesamtkraft der Russen sagen. Ein wichtiges Fundament für die gesamte Beurteilung ist die Frage, wieviel Menschen hat denn der Russe. Das ist das grosse Rätsel. Die Schätzungen über dieses Volk in diesem seit Jahrzehnten hermetisch abgeschlossenen Land liegen zwischen 170 und 250 Millionen. Ich habe mich um diese Frage sehr bemüht und habe Arbeiten machen lassen, die bei den ersten zaristischen Volkszählungen, also den ersten Volkszählungen, die überhaupt in Russland gemacht wurden, beginnen. In dieser Zeit gab es die bolschewistische Tendenz noch nicht, alles in Russland gegenüber Europa und der Welt zu verbergen, angefangen vom Bau einer Straße, die nicht eingezeichnet ist, bis zur Verheimlichung der großen Industrien, die die Panzer und Flugzeuge herstellten, die dem europäischen Glossar Intouristbesucher als Traktorfabriken gezeigt wurden, während in der Nebenhalle die Panzer gebaut wurden. Ich habe mir nun die Zählungen heranholen lassen, die nicht unter diesem Gesetz des Tarnens und Verbergens Jahrzehnte vor der bolschewistischen Herrschaft stattgefunden haben. Daraus lässt sich ein gewisser Fortschritt, ein progressives Wachsen errechnen. Wir sind durch unsere Berechnungen zu dem Ergebnis gekommen, dass Russland zweihundert und im besten Fall 220 Millionen Menschen haben muss. Die einzelnen Berechnungen hier aufzählen würde zu lange dauern und auch vielleicht zu langweilig sein. Ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass der Russe neben den heute an seiner Westfront, also der Front uns gegenüber stehenden Divisionen am Anfang und im Laufe dieses Jahres noch einmal zusätzlich 4 Millionen Soldaten aus seinem Glossar Volkskoerper herausgepresst hat. Das bedeutet 400 mal 10.000 Mann, also 400 neue Divisionen. Ich errechne mir das ungefähr folgendermaßen. Er hat den Jahrgang 1926 und zum Teil schon 1927 herangeholt. Es ist eine naturgesetzmäßige Tragik, dass die russischen Jahrgänge von 1925 bis 1927 je zwischen 1,5 und 1,8 Millionen Männer stellen, während unsere Jahrgänge für diese Zeit nur 500.000 bis 600.000 Männer, also ein Drittel der russischen Zahl betragen.

Der Russe hat ohne Zweifel darüber hinaus aus noch jüngeren Jahrgängen, auch aus dem Jahrgang 1928, schon eine Menge Volks in seine Kompanien hineingestopft. Die Division "Das Reich" meldete, dass sie teilweise Divisionen gegenüber stand, bei denen ganze Kompanien aus 14- und 15jährigen bestanden. Das ist dem Russen ganz gleichgültig. Bei ihm macht es nur die Masse, und diese Masse muss eben zertreten und abgestochen, abgeschlachtet werden. Es ist, um einmal ein ganz brutales Beispiel zu gebrauchen, wie bei einem Schwein, das abgestochen wird und allmählich ausbluten muss. Ohne Zweifel hat der Russe seine Armee noch einmal um 1 Million Menschen verstärkt durch die Übernahme von Hilfskräften, also vor allem von Frauen und Jungens in die Trosse, ja sogar in die Bataillonsstäbe und als Posten am Maschinengewehr. Chinesen hat er offenkundig nicht bekommen. Er hat jedoch aus diesen kleinen Volkssplittern wie Afghanen (2 bis 3 Millionen Menschen), Mongolen aus der äusseren Mongolei (2 Millionen Menschen) und Kirgisen, die vielleicht bisher wehrmässig noch nicht ausgeschöpft waren, noch einmal 1 Million zusammengebracht. Ich glaube, dass er alles in allem 4 Millionen Mann zusätzlich als Offensivarmee auf die Beine gebracht hat. Im Hinblick auf das Grosse und Ganze bin ich, wie Sie wissen, ein Optimist. Ich weiss, dass wir den Krieg gewinnen werden. Das ist ein Naturgesetz. In Berechnungen bin ich jedoch immer sehr nüchtern gewesen, und ich glaube, hier nachweisen zu können, dass ich in diesen Dingen nie falsch prophezeit habe. Ich glaube also, dass der Russe bei den jetzigen Offensiven rund 2 Millionen Menschen an Toten, Gefangenen und Versehrten verbraucht hat. Wir haben also im Winter noch einmal mit einer Verzweiflungs- und Totaloffensive der Russen in Stärke von 200 Divisionen, also von ungefähr 2 Millionen Mann zu rechnen. Diesen Ansturm und diesen Anstoß müssen und werden wir aushalten. Endlos ist überhaupt nichts auf der Erde, endlos ist auch das Potential der Russen nicht. Wenn diese GlossarBrussilow-Offensiven, um den Vergleich zu gebrauchen, einmal zu Ende sind, geht auch das Potential der Russen seinem natürlichen Ende entgegen. Schlimm ist bei den Russen der Hunger. Es ist interessant, dass er es bei seiner Masse Mensch für richtig hält, Offiziere und Kommissare körperlich kräftig und bei Laune zu halten, indem er ihnen amerikanische Verpflegung gibt, während der kleine GlossarIwan sehr dürftig mit etwas Brot oder ähnlichem Zeug verpflegt wird. Er macht eben den ganzen Krieg mit seiner brutal durchgebildeten Führungsschicht von politischen Offizieren, von Offizier-Kommissaren oder Kommissar-Offizieren, von Politruks oder Unteroffizieren, Unteroffizieren oder Politruks: es ist allmählich ein und dasselbe geworden.

Der Bandenkrieg

Nun komme ich zu einer anderen Art des Krieges in Russland, über den so furchtbar viel gesprochen wird. Wenn Sie nach dem Osten kommen, in die hohen Stäbe, dann bekommen Sie im allgemeinen eine Karte im Maßstab 1 : 1.000.000 vorgelegt. In diese Karte vom Maßstab 1 : 1.000.000 wird nun geflissentlich jede Mine, die an diesem Tage auf Eisenbahnschienen von vielen tausenden Kilometern gefunden wurde, mit einem Kringel eingetragen. Jeder Überfall, ob das ein Überfall auf einen Munitionstransport ist oder ob es ein landesüblicher Viehdiebstahl ist, wird mit einem Kreuz oder etwas ähnlichem eingetragen. Dann sehen Sie eine solche Karte nur rot. Man ist versucht zu sagen: "Aus! Ende! Da ist garnichts zu machen." – Übertragen Sie sich das auf eine Karte in normalem Maßstab und vergleichen Sie das nun mit den Kriminalfällen, die unser behütetes und heute noch mit Polizei reichlich versorgtes deutsches Vaterland hat, dann sinkt das zu einer unangenehmen Kleinigkeit zusammen. Es erzählt Ihnen aber, wenn Sie es hören wollen, jeder kleinste Angehörige eines Stabes, besonders in der Etappe: "Furchtbar, die Glossar Heeresgruppe Mitte ist durch einen Gürtel von 400 Kilometern durch Partisanen von der Heimat abgeschnitten." Wenn Ihnen das jemand erzählt, dann reichen Sie dem Manne das Taschentuch, damit er seine Tränen trocknen kann. Ich stelle nämlich solchen Leuten gegenüber immer die Frage: "Ist die Heeresgruppe Mitte bisher verhungert" Antwort: "Nein." –"Hat sie keine Munition mehr bekommen? " "Nein, sie hat alles bekommen." – Natürlich fallen die Züge aus, stundenlang, halbe Tage lang. Ist aber deshalb etwa der Nachschub an Menschen ausgeblieben? Nein, die Heeresgruppe hat ihn bekommen.

Der GlossarWlassow -Rummel

Dann hören Sie das nächste Gebet. Das lautet: "Wir haben uns in dem Russen getäuscht." Das Gebet geht aus von Männern, die meistens irgendwie östlicher Provenienz sind, die in ihrer Jugend dort drüben waren, zum Teil sehr gute Bücher geschrieben haben, dabei eine russische Mutter hatten und die nun erzählen. Es geht auch aus von solch kleinen politischen Vagabunden, die wir früher schon im Ostkampf gegen Polen kennen lernten und bei uns herausschmissen, die jetzt als Soldaten, als Hauptleute und Majore, eingezogen wurden und nun unter Ausnutzung des Kleides unserer anständigen deutschen Wehrmacht weiter ihr intellektuelles Unwesen treiben. Angestachelt von dieser Propagandatendenz – ich kann es nicht anders nennen – erzählen Ihnen so und so viele, schreiben es in Feldpostbriefen heim (und es sickert ja von oben nach unten durch): Ja, wir haben uns im Russen getäuscht. Der Russe ist ja garnicht dieser Roboter (dieser Ausdruck wird meistens gebraucht), für den wir ihn ansahen im Jahre 1941. Jetzt, nachdem wir hier im Osten sind, sind uns die Augen aufgegangen. Das ist ein edles Volk, und was weiß ich alles, ein Ausbund aller Tugenden. Wir müssen sie bloß zu Nationalsozialisten erziehen, am besten eine NSRAP machen oder etwas ähnliches. Dann würden sie – nun kommt das Nächste – unter General Wlassow die Befreiungsarmee darstellen. Dann kommt folgendes, was der General Wlassow uns immer sagt: Russland kann nur von Russen besiegt werden. Deutschland hat Russland bisher noch nie besiegen können. Deswegen: Gebt dem Wlassow 500.000 bis 1.000.000 Russen, bewaffnet sie gut, bildet sie möglichst nach deutschen Prinzipien gut aus, und der Wlassow ist so edel, dass er dann gegen die Russen losgeht und sie für uns umbringt.

Man kann ja viel Stuss und viel Unsinn verzapfen, das wäre garnicht gefährlich. Wenn sich aber ein solcher Unsinn so auswirkt, dass eine ruhmreiche, auf eine Jahrhunderte alte Tradition zurückblickende Armee wie die deutsche, dann durch das Geschwätz von kleinen, politisch ungebildeten Offizieren höheren oder niederen Dienstgrades an ihrer eigenen Stärke zu zweifeln beginnt, und wenn der kleine einzelne Spruchbeutel, der so redet, garnicht merkt, wie verheerend es sich auswirkt, wenn man sagt: "Wir können die Russen nicht besiegen, das können nur die Russen selbst", – dann ist das gefährlich. Jeder, den Sie fragen: "Wie ist die russische Infanterie?", sagt Ihnen mit rührender Gedankenlosigkeit (es passt ja logisch eines garnicht zum andern): "Die russische Infanterie ist Dreck. Der sind wir haushoch überlegen." – Aber: Russland kann nur von Russen besiegt werden.

Ich hätte nichts dagegen gehabt, wenn man Herrn Wlassow, so wie jedes andere slawische Subjekt in russischer Generalsuniform bei uns angestellt hätte, um mit ihm gegen die Russen Propaganda zu machen. Dagegen hätte ich garnichts einzuwenden. Wunderbar.

GlossarBrigf. GlossarFegelein und der russische General

Unser Kamerad Fegelein hat sich auch einmal einen solchen russischen General gefangen. Sehen Sie, die sind billig. Das sind Slawen. Humorvoll, wie er ist, sagte Fegelein seinem Stab: "Den behandeln wir jetzt mal gut. Wir tun so, als ob wir ihn als General anerkennen würden. Also, wenn er hereinkommt, aufgestanden, stillgestanden, Herr General hin, Herr General her, und ihm gezeigt, welche Achtung wir vor ihm haben." – Selbstverständlich funktionierte das. Da braucht man einem russischen General keine politischen Ideen, politischen Ideale, politischen Zukunftspläne beizubringen, das kann billiger haben, meine Herren. Dafür sind die Slawen bekannt. Der Slawe ist nie fähig, selbst etwas zu konstruieren. Auf die Dauer ist er es nicht. Ich werde nachher darauf zurückkommen. Mit Ausnahme von wenigen Erscheinungen, die Asien immer wieder alle paar Jahrhunderte hervorbringt, durch für Asien glückliche, für uns Europäer unglückliche Mischung von zwei Erbteilen, mit Ausnahme also von einem GlossarAttila, einem GlossarTschingis Khan, einem GlossarTamerlan, einem GlossarLenin, einem Stalin ist dieses Mischvolk der Slawen aufgebaut auf eine GlossarUnterrasse mit eingesprengten Blutstropfen unseres Blutes, einer führenden Rasse, nicht fähig sich selbst zu beherrschen und Ordnung zu halten. Es ist fähig zu diskutieren, fähig zu debattieren, fähig zu zersetzen, fähig gegen jede Obrigkeit Widerstand zu leisten und zu revoltieren. Ordnung zu halten, ist diese menschliche Minderware heute genau so wenig fähig, wie sie es vor 700 oder 800 Jahren war, als diese Menschen die GlossarWaraeger riefen, als sie die GlossarRuriks riefen.

Jeder Russe, jeder Slawe hört sich gerne reden. Eine alte Sache. Wenn man sie auffordert: "Sagen Sie doch mal, auf Ihr Urteil legen wir allergrössten Wert. Wir können ja von Ihnen nur lernen", da finden Sie nicht einen russischen Kommissar, der auf diese Kitzeln mit der Pfauenfeder nicht hereinfiele. Unser Fegelein hat seinen General so behandelt, und der hat uns alles erzählt, was so ein braver, tapferer Kommandeur eigentlich nicht erzählen dürfte: angefangen von der Stellung der Batterien bis zu den Aufmarschplänen und Befehlen für seine Divisionen (er hat eine ganze Stoßarmee gehabt). Er hat alles schlachtreif uns gegeben. Er war sich darüber klar, dass er nach dem Plaudern – er ist nie scharf angefasst worden, nicht mit einem einzigen Wort – zu Väterchen Stalin nicht mehr gut zurückkonnte. Und das, obschon er den Stalin-Orden, etwa Nr. 700, das große Ritterkreuz von denen da drüben hatte, das er dann Fegelein geschenkt hat. Fegelein übergab diesen Orden dem Führer, und der Führer gab ihn in einer sehr netten silbernen Kassette an Fegelein zurück. Das bloß nebenher.

Noch einmal Wlassow

Als mir Fegelein die Geschichte mit dem General mitteilte, sagte ich: "Selbstverständlich können wir alles. Dem Mann wird alles versprochen, und es wird auch gehalten. Er kriegt die Pension eines deutschen Generalleutnants. (Er ist russischer Generalleutnant). Er kriegt gutes Essen, Schnaps, Weiber." – Das ist doch entsetzlich billig. Ein Torpedo kostet was weiß ich wieviel 10.000 Mark, wenn wir ihn verschiessen. Das vorbereitende Feuer der zusammengefassten Artillerie nur einer Division oder eines Korps kostet viele Hunderttausend. Wir wissen garnicht, ob das jedesmal so wirkungsvoll ist, als wenn wir uns billig einen russischen General kaufen. Natürlich geht das nicht in der Form, dass man ihm sagt: Sie kriegen jetzt 100.000 Mark, jetzt verraten Sie das. – Das tut er natürlich nicht. Da hat der Genosse Slawe irgendeinen Ehrenstandpunkt. Das muss man eben anders machen. Rechnen Sie sich das aus. Was hat er an Pension? 1.500 Mark im Monat, das sind also 18.000 Mark im Jahr. Lassen sie ihn 10 Jahre leben, dann sind es 180.000 Mark. Sonstige Unkosten noch 20.000 Mark. Das sind alles zusammen 200.000 Mark. Es ist doch billig, wenn man dafür eine russische Stoßarmee kriegt. Das können Sie mit jedem russischen General machen, mit jedem. Man darf sie bloß nicht so ernst nehmen. Wenn wir das könnten, dann liefen die Dinge richtig. Wir Deutsche machen es aber so falsch, ich muss sagen, in Staat und Wehrmacht, und auch mancher Glossar Parteigenosse ist auf den Leim gekrochen und hereingefallen.

Herr Wlassow hat Vorträge gehalten in Paris, in Brüssel, in Berlin. Zu seinen Füßen saßen staunend Angehörige der deutschen Führerschaft, machten das Maul auf und liessen die Nase hereinhängen in das Maul vor lauter Staunen darüber, was so ein Bolschewik alles kann. Und sie liessen sich von diesem Metzgergesellen erzählen. Ich habe mir die Mühe gemacht, seine ganze Rede einmal durchzulesen. Ich werde auch zu dieser Rede Stellung nehmen, und das schicke ich Ihnen in der nächsten Zeit einmal zu. – Herr Wlassow erzählt also: Eine Schande, wie die Deutschen das russische Volk behandeln. Wir Russen haben schon seit Jahrzehnten die Prügelstrafe abgeschafft. (Sie haben sie abgeschafft. Dafür erschiessen sie jetzt. Das ist eine andere Art und eine andere Reizwirkung.) Ihr Deutschen habt die Prügelstrafe – pfui wie gemein, wie barbarisch – wieder eingeführt. – Alle im Zuhörerraum schämen sich. – Einige Minuten später erzählt der Mann: Wie national die Russen sind – an diese nationale Seele müsst Ihr appellieren – können Sie daran sehen, dass der Besieger des GlossarFeldmarschalls GlossarPaulus, der General X. (ich weiss seinen Namen nicht mehr), der jahrelang von der GlossarGPU eingesperrt war, der geprügelt, geschlagen und gefoltert wurde, so dass er heute noch ein Hüftleiden und eine schwere Kopfverletzung hat, aus lauter Nationalismus den Feldmarschall Paulus bei Stalingrad besiegte. – Kein Mensch widerspricht. Ich dachte, die Russen hätten doch die Prügelstrafe abgeschafft. Offenkundig werden bei den Russen bloß die Generäle geprügelt, damit sie größere Leistungen vollbringen. Widerspruchslos ist dieser Wlassow-Rummel in Deutschland umgegangen. Statt geschickt eine Propaganda zur Zersetzung der russischen Armee daraus zu machen, hat sich diese Propaganda zum Teil gegen uns selbst gewendet und die Widerstandskraft und den Widerstandswillen in unseren eigenen Reihen durch Irrtümer und falsche Auffassungen gelähmt.

Herrschen mit einer Minderheit

Ich habe mich für verpflichtet gehalten, diese Dinge hier ganz offen mit garkeiner Spitze gegen irgend jemanden auszusprechen. All die Dinge, die bei uns heute noch falsch gemacht werden, die wir noch nicht können, also das Auftreten gegenüber fremden Völkern, die Beherrschung der fremdblütigen Massen mit einer kleinen Minderheitsoberschicht, all diese Dinge müssen eben gelernt werden. Wir im GlossarAltreich – ich meine jetzt Klein-Deutschland – sind eben erst seit 70 Jahren ein Reich. Wir haben noch nicht die Gelegenheit gehabt, mit einer deutschen Minderheit große politische Minderheiten oder sogar Mehrheiten zu beherrschen, so wie die GlossarOstmark im alten Österreich mit der Minderheit von 12 Millionen Deutschen 40 bis 50 Millionen Angehörige fremder Völker auf dem Balkan beherrschte. Die Gelegenheit, Millionen, Hunderte von Millionen an Menschen mit einer Minderheit zu beherrschen, wie England es tut und in 300 Jahren gelernt hat, haben wir ebenfalls noch nicht gehabt.

Man muss die Dinge so nehmen wie sie sind. Wir werden das auch lernen, und wenn wir in 100 Jahren wieder aufstehen könnten, würden wir sehen, dass unsere Enkel und Urenkel es bereits besser könnten. Ich möchte die SS in all diesen Dingen unterrichten. Ich glaube, dass wir gemäß unserer selbstsichereren rassischen Einstellung am besten gegen Fehler gefeit sind. Wir müssen selbst noch sehr viel lernen. Wir machen es, wie ich glaube – um es einmal bescheiden auszudrücken – relativ am wenigsten schlecht und am wenigsten fehlerhaft.

Psychologie des Slawen

Nun zurück zum Slawen! Ich halte es für notwendig, dass wir uns auch darüber einmal aussprechen. Ob es Glossar Peter der Große war oder ob es die letzten GlossarZaren waren, ob es Herr Lenin oder Herr Stalin sind, sie kennen ihr Volk, sie wissen ganz genau, dass die Begriffe "Treue", "jemanden nicht verraten", "nicht konspirieren" nicht zu dem Wortschatz gehören, den die Russen haben. Was Sie sich auch über einen Russen erzählen lassen mögen, es ist alles wahr. Es ist wahr, dass ein Teil dieser Russen inbrünstig fromm ist und inbrünstig an die Mutter Gottes von GlossarKhasan oder von sonst irgendwo glaubt, absolut wahr. Es ist wahr, dass die Wolgaschiffer herrlich singen, es ist wahr, dass der Russe heute in der modernen Zeit ein guter Improvisator und guter Techniker ist. Es ist wahr, dass er zum großen Teil sogar kinderlieb ist. Es ist wahr, dass er sehr fleissig arbeiten kann. Es ist genau so wahr, dass er stinkend faul ist. Es ist genauso wahr, dass er eine hemmungslose Bestie ist, die andere Menschen foltern und quälen kann, wie es ein Teufel sich nicht auszudenken vermag. Es ist genau so wahr, dass der Russe, hoch oder niedrig, zu den perversesten Dingen neigt, bis zum Auffressen seines Kameraden und bis zum Aufbewahren der Leber seines Nachbarn in seinem Brotbeutel. Das ist in der Gefühls- und Wertskala dieser slawischen Menschen alles enthalten. Es ist oft eine reine Glückssache, welches Los er gerade zieht, und für den, der diese Bestie nicht genau kennt, ist es ein sehr grosses Rätsel: was hat der Kerl jetzt gerade vor.

Die Russen selber kennen sich ja sehr genau und haben ein sehr praktisches System erfunden, ob es die Zaren waren mit der GlossarUchrana oder Herr Lenin und Herr Stalin mit der GPU oder der GlossarNKWD. Wenn vier Russen beisammen sind mit Väterchen, Mütterchen und Kinderchen, so weiss von der Vieren oder Fünfen keiner, wer verrät nun gerade wen, wer ist nun der Spitzel, der den Vater angibt, ist es die Mutter oder ist es die Tochter? Und wer gibt nun umgekehrt diese an? Im Zweifelsfalle sind es zwei, manchmal sogar drei Spitzel in der Familie. Ich sage damit nicht zuviel. Für die Stadt trifft diese Feststellung bedingungslos zu. Für das Land werden ihnen unsere Kameraden, die drüben im Osten sind, erzählen können, dass in jedem Dorf, auch nach dem Abzug der Bolschewiken immer noch 20 bis 30 NKWD-Spitzel und -Agenten sind. Damit ist eine absolute Sicherheit dafür gegeben, dass keine Konspiration entstehen kann, weil durch diesen Spitzelapparat immer alles nach oben gemeldet wird. Dann kommt die Pistole oder die Verschickung, und damit ist dieses Volk zu regieren.

Gemüt am falschen Platze

Es ist grundfalsch, wenn wir unsere ganze harmlose Seele mit Gemüt, wenn wir unsere Gutmütigkeit, unseren Idealismus in fremde Völker hineintragen. Das gilt, angefangen von GlossarHerder, der die "GlossarStimmen der Völker" wohl in einer besoffenen Stunde geschrieben hat und uns, den Nachkommen, damit so maßloses Leid und Elend gebracht hat. Das gilt, angefangen bei den Tschechen und Slowenen, denen wir ja ihr Nationalgefühl gebracht haben. Sie selber waren dazu garnicht fähig, sondern wir haben das für sie erfunden.

Ein Grundsatz muss für den SS-Mann absolut gelten: ehrlich, anständig, treu und kameradschaftlich haben wir zu Angehörigen unseres eigenen Blutes zu sein und zu sonst niemandem. Wie es den Russen geht, wie es den Tschechen geht, ist mir total gleichgültig. Das, was in den Völkern an gutem Blut unserer Art vorhanden ist, werden wir uns holen, indem wir ihnen, wenn notwendig, die Kinder rauben und sie bei uns großziehen. Ob die anderen Völker in Wohlstand leben oder ob sie verrecken vor Hunger, das interessiert mich nur soweit, als wir sie als Sklaven für unsere Kultur brauchen, anders interessiert mich das nicht. Ob bei dem Bau eines Panzergrabens 10.000 russische Weiber an Entkräftung umfallen oder nicht, interessiert mich nur insoweit, als der Panzergraben für Deutschland fertig wird. Wir werden niemals roh und herzlos sein, wo es nicht sein muss; das ist klar. Wir Deutsche, die wir als einzige auf der Welt eine anständige Einstellung zum Tier haben, werden ja auch zu diesen Menschentieren eine anständige Einstellung einnehmen, aber es ist ein Verbrechen gegen unser eigenes Blut, uns um sie Sorge zu machen und ihnen Ideale zu bringen, damit unsere Söhne und Enkel es noch schwerer haben mit ihnen. Wenn mir einer kommt und sagt: "Ich kann mit den Kindern oder den Frauen den Panzergraben nicht bauen. Das ist unmenschlich, denn dann sterben sie daran", – dann muss ich sagen: "Du bist ein Mörder an Deinem eigenen Blut, denn, wenn der Panzergraben nicht gebaut wird, dann sterben deutsche Soldaten, und das sind Söhne deutscher Mütter. Das ist unser Blut." Das ist das, was ich dieser SS einimpfen möchte und – wie ich glaube – eingeimpft habe, als eines der heiligsten Gesetze der Zukunft: Unsere Sorge, unsere Pflicht, ist unser Volk und unser Blut; Dafür haben wir zu sorgen und zu denken, zu arbeiten und zu kämpfen, und für nichts anderes. Alles andere kann uns gleichgültig sein. Ich wünsche, dass die SS mit dieser Einstellung dem Problem aller fremden, nicht germanischen Völker gegenübertritt, vor allem den Russen. Alles andere ist Seifenschaum, ist Betrug an unserem eigenen Volk und ist ein Hemmnis zu einer früheren Gewinnung des Krieges.

Russische Soldaten auf unserer Seite

Es ist selbstverständlich in diesem Kriege; besser, es stirbt ein Russe als ein Deutscher. Wenn wir Russen verwenden, so gilt für uns, dass sie im Verhältnis 1 : 2 oder 1 : 3 mit Deutschen gemischt werden. Am besten ist es, Sie verwenden einzelne Russen, dann können Sie mit Ihnen im Panzer fahren. Ein Russe mit zwei bis drei Deutschen in einem Panzer, herrlich, macht garnichts. Sie dürfen dann nur den Russen nicht mit den anderen Panzerfahrer-Russen zusammentreffen lassen, sonst konspirieren die Russen. Wenn Sie aber aus irgendeinem Grund nur aus Russen bestehende Kompanien haben wollen, dann sorgen Sie dafür, meine Herren, – und das ist nicht irgendein Gedanke, sondern das ist Befehl, meine Herren, – dass Sie in dieser Kompanie Ihren Spitzelapparat, Ihren NKWD-Apparat haben. Dann können Sie ruhig schlafen. Ausserdem – das ist eine der frühesten Lehren, die ich gegeben habe – achten Sie darauf, dass diese Untermenschen Sie immer ansehen, immer dem Vorgesetzten ins Auge sehen müssen. Das ist wie beim Tier. Solange es seinem Bändiger ins Auge sieht, so lange tut es nichts. Seien Sie aber immer darüber klar: es ist eine Bestie. Mit dieser Einstellung werden wir den Russen ausnutzen können, mit dieser Einstellung werden wir dem Slawen immer überlegen sein. Mit einer anderen Einstellung nicht.

Der russische Kriegsschauplatz heute

Nun weiter zur Lage! Wir stehen heute in einer verkürzten Stellung. Es ist schade, dass wir das Donez-Gebiet aufgeben mussten. Wir haben es aufgegeben. Das entscheidet den Krieg oder beeinträchtigt die Entscheidung des Krieges in gar keiner Form. Es ist vorteilhaft, dass wir dadurch eine kurze und gerade Front haben, die ausgebaut wird, ausgebaut werden muss mit allen Kräften, und die wir dann als unseren GlossarOstwall mit kürzestem und geraden Verbindungen nach rückwärts haben. Insgesamt hat dies einen sehr grossen Vorteil. Jetzt hat der Gegner wieder den Raum zugeschoben bekommen, mit dem bisher wir fertig werden mussten, den großen Raum, den wir doch in weiten Strichen erheblich zerstört haben. Ich sehe der Offensive des Russen in diesem Winter mit Ruhe entgegen. Ich habe die Überzeugung, dass wir diesem letzten großen Stoß der verzweifelten Bestie standhalten werden. Und dann, er müsste kein Slawe sein, wenn er da nicht plötzlich einmal sehr starke Ermüdungserscheinungen zeigen würde, und zwar geistige Ermüdungserscheinungen.

Kriegsschauplatz Italien

Nun zu Italien, dem anderen Kriegsschauplatz! Wir müssen uns darüber klar sein, die Schwäche dieses Volkes liegt in seinem Blut, in seiner Rasse. Bei der Betrachtung dieses Problems muss man unterscheiden zwischen dem, was uns heute angenehm oder unangenehm ist, und dem, was uns für die Zukunft angenehm oder unangenehm ist. Italien war ein schwacher Bundesgenosse, von Griechenland und Afrika angefangen bis Russland. Es gibt ja kein Volk, das die Italiener nicht verdroschen hat, von denen die Italiener nicht Prügel bekommen hätten. Italien wird, dieses Endergebnis kann man gleich vorausnehmen, das geschmähteste Volk der Welt sein, denn keiner, kein Albaner, kein Montenegriner, kein Franzose, kein Amerikaner, kein Engländer, kein Russe, kein Deutscher wird vor ihnen Achtung haben, denn sie waren überall als Soldaten, als Männer feige. Das ist das erbärmlichste Urteil, das man über ein Volk und eine Rasse fällen kann. Man muss also unterscheiden zwischen dem, was uns heute, und dem, was uns für die Zukunft angenehm wäre. Wäre Italien ein uns innerlich wirklich verwandter Nachbar, dann wäre es sehr schön, wenn es stark geblieben wäre. Bei einem dauernd schwachen Nachbarn, der doch nichts abhält, ist – das muss ich schon sagen – der Zustand, wie er heute ist, besser. Er ist erheblich besser. Im Moment ist es unangenehm, es hat uns zu einem unangenehmen Zeitpunkt getroffen. Wenn der Verrat ein viertel Jahr später gekommen wäre, so wäre es besser für uns gewesen. Im Kriege kann man sich das nicht so aussuchen. Das Schicksal fragt überhaupt nicht. Es schmeisst einem so einen Brocken hin. Im Hinblick auf die grosse Zukunft wollen wir mal dem Schicksal und dem lieben Gott dafür dankbar sein, wie es gekommen ist.

Das Versagen der Italiener

Ich sagte schon, die Italiener haben überall versagt. GlossarPantelleria – um nur ein kennzeichnendes Beispiel zu nennen – wurde von 12.000 Mann übergeben, nachdem im Verlauf von 6 Wochen 36 Mann gefallen und 120 verwundet worden waren. Wasser hatten sie – die Meldung des ehrenwehrten Kommandeurs von Pantelleria stimmte nicht – für die Garnison von 12.000 Mann immerhin noch für wahrscheinlich 10 bis 12 Tage. Ich persönlich glaube, dass sie Wasser für noch längere Zeit gehabt haben. Die Insel war, das sagt jeder Fachmann, überhaupt nicht zu erobern, denn sogar die Boxen der Flugzeuge waren unterirdisch in Felskasematten untergebracht. Sie waren garnicht mehr herauszuholen. Hier muss man etwas sagen: Die Übergabe Pantellerias ist insofern tragisch[,] als der GlossarDuce diese Insel hat ausbauen lassen, genau so wie er die Luftwaffe Italiens, genau so wie er die Flotte geschaffen hat. Diese Flotte war sein Werk, war seine Flotte. Alle in diesem Volk – das kann man wirklich sagen – sind eben Italiener, und er ist der einzige, der die große römische Tradition in sich trug und verkörperte.

Die italienische Armee auf Sizilien wehrte sich nicht; sie hat überall sofort die weisse Flagge gezeigt. Es kam der Verrat. Das war sehr schwierig für uns, denn wir waren mitten im Transport unserer Divisionen. Nachrichtenmässig war ich bereits vor eineinhalb Jahren von der Zersetzung Italiens überzeugt. Die Armee war kommunistisch verseucht und anglo-amerikanisch eingestellt. Den Gegenschlag konnten wir nicht führen, bevor nicht genügend deutsche Divisionen über den Alpenkamm herübergeschafft waren.

Die GlossarBefreiung des Duce

Es kam dann die tatsächliche Effektuierung des GlossarWaffenstillstandvertrages. Und es kam dann dieses – wie soll ich sagen – Husarenstück unserer SS-Männer und der Männer der Luftwaffe, die Befreiung des Duce. Ich habe mich sehr gefreut, dass einmal in diesen Jahren die Arbeit des Glossar Sicherheitsdienstes erwähnt werden konnte, denn gerade die Arbeit der Glossar Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes geschieht stillschweigend. Sie wird nie genannt, kann nicht genannt werden. Der Mann stirbt genau so brav wie unser Mann an der Front, aber es darf darüber nicht gesprochen werden. Das, was er bringt an wichtigen Nachrichten und wichtigen Unterlagen, das, was er Wichtiges getan hat, kann nie erwähnt werden. So hat es mich sehr gefreut, dass der Sicherheitsdienst, – das Werk unseres Freundes GlossarHeydrich, das sein Nachfolger GlossarKaltenbrunner würdig und tatkräftig weiterführt – einmal vor der Öffentlichkeit zeigen konnte, dass er stark ist und dass er etwas leistet.

Die Befreiung des Duce hat in unserem Volk, soweit ich überall feststellen konnte, einen unerhörten Widerhall gefunden und ihm einen unerhörten Auftrieb gegeben. Interessant aber war dies auch deswegen, weil wir für uns die Lehre daraus ziehen können, dass Tugenden wie Treue und Kameradschaft Gemütswerte sind, die doch zutiefst nicht nur im deutschen, sondern im gesamten europäischen Menschenkreis wurzeln. Man unterschätze niemals den Wert, den einzig bleibenden Wert dieser Ideale. Die Art, wie unser Volk auf diese Tat der Freundschaft, der Kameradschaft und der Treue reagierte, war dafür ein leuchtendes Beispiel und ein glänzender Beweis.

Der Balkan

Ich zähle kurz die einzelnen Länder des Balkans auf. – Kroatien – z. Zt. schwer in Unordnung – ist ein Staat, gebildet aus 6 1/2 Millionen Menschen, von denen 3 1/2 Millionen Kroaten sind. 2 Millionen sind GlossarBratislawen, also so eine Art Serben, und 1 Million sind Bosniaken. Es ist ein Staat, der sehr große Minderheiten hat. Sein Staatsführer, der GlossarPoglawnik, trat infolge der schweren Bedingungen, die Italien ihm auferlegte, seine Stellung an, belastet mit der Hypothek, dass er den größten und wertvollsten Teil seines Landes abtreten musste. Dass er so keine Autorität bekommen konnte, war klar. Die italienische Armee stand in großen Teilen des Landes. Die Banden unter Herrn GlossarTito, der eine Art Volksheld dort geworden ist und unter Herrn Glossar Draha Mihailowitsch – Tito ist der kommunistische Mann, Draha Mihailowitsch ist der jugoslawisch-englisch-amerikanische Mann – hatten dort das beste Leben.

Ähnlich ist die Lage in Slowenien. – Albaniens Selbständigkeit wurde nun von uns anerkannt. – Serbien ist selbstverständlich der Verschwörerherd des Balkans, doch ist es relativ ruhig. – Griechenland hat sich zur Zeit etwas beruhigt.

Es ist klar, dass wir auf dem Balkan große Truppenmengen zusammenziehen mussten, um diesen durch den Ausfall des Bundesgenossen entblößten Teil Europas zu schirmen und zu schützen. Wir haben dort mit Angriffen der Anglo-Amerikaner zu rechnen.

Es ist selbstverständlich interessant, dass der Balkan eines der Hauptstreitobjekte zwischen Russland und den Anglo-Amerikanern ist. Russland erklärt: das ist mein Gebiet. Und die Anglo-Amerikaner sagen: das ist unser Gebiet. Aus diesem Streit der edlen Bundesgenossen werden für uns die besten Früchte erwachsen.

Die übrigen besetzten Gebiete

Frankreich, die Niederlande, Norwegen, Dänemark, Belgien, Polen, Böhmen und Mähren – die Lage ist bekannt. Wir müssen überall Obacht geben[,] das ist klar. Wir haben mit Sabotageakten, Fallschirmspringern, kleinen Aufständen, Streiks, Unbotmäßigkeiten und Zaghaftigkeit auch der positiv eingestellten Bevölkerungskreise überall zu rechnen. Bei den germanischen Ländern ist mir eines ganz klar: das Gros des Volkes dieser germanischen Länder ist im tiefsten Innern erst dann zu gewinnen, wenn in diesem Kampf der zwei germanischen Reiche, nämlich des deutschen und des englischen Reiches, die Würfel gefallen sind und feststeht, wer der Stärkere ist. Dem werden sie dann zufallen. Es ist für uns unangenehm, dass sie nicht mit vollem Herzen zu uns kommen. Es ist aber einfach nicht aus der Welt zu diskutieren, dass die politischen Voraussetzungen hierzu nicht vorhanden waren.

Es sind – und das ist die Tragik der Glossar Erneuerungsbewegungen in den Niederlanden, in Flandern, in Norwegen und in Dänemark – nicht die genialen Köpfe vorhanden gewesen, die in der Lage waren, ihr Volk nach den ihm eigenen politischen Gesetzen zu gewinnen und heute schon in die germanische Gemeinschaft hereinzuführen. Vielleicht, ja sogar wahrscheinlich ist es historisch gesehen richtig, dass das so schwer geht. Zur Auslese, die zu uns kommt und die in den Glossargermanischen Freiwilligen-Verbänden, im Glossargermanischen Korps (im III. SS-Panzer-Korps) zusammengefasst wird, gehören selbstverständlich die wertvollsten Angehörigen der germanischen Länder. Innerhalb der 30 Millionen germanischen Menschen werden diese Männer, die sich zu uns durchgeschlagen haben, die bei uns erzogen wurden, die alten Kämpfer der großgermanischen Gemeinschaft sein.

Der Sabotagekrieg

Wir haben selbstverständlich mit einer Erhöhung der Sabotage in den unangenehmsten Formen des Sabotagekrieges, mit Giftanwendung, mit Sprengungen, kurz mit allem zu rechnen. Das sind Dinge, auf die man Obacht zu geben und die man alle bis in die letzte Kleinigkeit ernst zu nehmen hat, die aber ihren Zweck, unsere Nerven klein zu kriegen oder unseren Humor zu verderben, niemals erreichen dürfen. Ich sage mit vollem Bewusstsein, dass man in diesem Krieg jede Kleinigkeit ernst nehmen muss. Man darf aber garnichts tragisch nehmen, denn alle diese Dinge bringen uns nicht um. Die können uns garnicht umbringen, sie sind Nadelstiche, sie sind unangenehm, sie hemmen uns da und dort, aber sie alle können uns lebensmässig nicht treffen. Lebensmässig – das möchte ich hier zum ersten Male schon betonen – könnte uns nur das einzige treffen, wenn unser Widerstandswillen erlahmen würde. Wer geistig und willensmäßig nicht nachgibt, der ist nicht zu besiegen, wenn er nicht ausgehungert werden kann, was bei uns nicht der Fall ist, und wenn er menschenmäßig, militärisch kräftig bleibt, wenn er seine Waffen hat, und mit diesen nicht überwunden werden kann.

Der Luftkrieg

Damit, dass die Luftwaffe, die in den ersten Jahren des Krieges absolut die Luftherrschaft besaß, sich auf die großen Kriegsschauplätze in ganz Europa ausdehnen musste, ist sie selbstverständlich dünner geworden. Dadurch, dass wir in Italien in opferreichsten Kämpfen zur Sicherung des Nachschubs einspringen mussten, weil weder die italienische Flotte, noch die italienische Luftwaffe in irgendwie ausreichendem Maße den Nachschub nach Afrika sichern konnte, haben wir uns in Italien sehr abgenutzt.

Die GlossarTerrorangriffe auf unsere Heimat haben uns ohne Zweifel an manchen Stellen schwer getroffen. Ich habe die feste Überzeugung, ich möchte fast sagen, ich kann es feststellen, dass wir das Tief, das wir hatten, überwunden haben, dass wir eine Taktik gefunden haben, diese Luftangriffe zu zersprengen, dass wir durch Arbeit unsere Produktion an Flugzeugen vermehren und ihre Bewaffnung verbessern können. Ich habe die feste Überzeugung, dass wir mit Ende dieses Jahres, Anfang nächsten Jahres der Hauptgefahr Herr geworden sind, und dass wir im Laufe des nächsten Jahres wieder aktiv werden.

Die Seekriegführung

Wir haben in diesem Jahr wirklich eine Zeitlang schlechte Tage gehabt. Das Schicksal hat uns wieder einmal gewogen. Zur gleichen Zeit, als die Schwierigkeiten an der Ostfront waren, als der Verrat Italiens vor der Türe stand, als die Luftangriffe so kolossal schlimm wurden, da setzte der U-Bootkrieg aus. Wie es immer im Kriege ist, geht das ja hin und her. Einmal ist die Angriffswaffe stärker, einmal die Verteidigungswaffe. Wir hatten gerade die Periode, in der die Verteidigungswaffe der Engländer stärker und uns technisch überlegen war. Monate hindurch musste daher der U-Bootkrieg auf ein Mindestmaß beschränkt werden. Wie Sie aus den Meldungen der letzten 14 Tage gesehen haben, sind wir nun wieder aktiv geworden. Die Angriffswaffe hat den technischen Vorsprung der anderen wieder eingeholt, hat ihn überholt, und nun ist die Angriffswaffe wieder in der Vorhand. Das ist ein Beispiel und eine Lehre dafür, dass man niemals nachgeben darf, dass nur dann eine Sache technischer, militärischer, geistiger oder sonstiger Art verloren ist, wenn man nachgibt. Wenn bei der Luftwaffe oder bei der Marine der Reichsmarschall oder der Großadmiral GlossarDoenitz nach dem Tief gesagt hätten: Es hat ja gar keinen Zweck, die anderen sind übermächtig, sind technisch besser, sie haben uns technisch überholt, das U-Boot ist überlebt, unsere Luftwaffe, diese oder jene technische Entwicklung ist überlebt, – dann würden die anderen triumphiert haben. Wenn man nicht nachgibt, sondern, wie es hier in beiden Fällen geschehen ist, Befehl erteilt: Jetzt erst recht ran! – dann, das zeigt auch dieses Beispiel bei der Luftwaffe sowohl als bei der Marine, geht es auch wieder vorwärts. Man muss bloß die Nerven dazu haben.

Die innere Front

Ich komme nun zu einer weiteren Seite dieses Krieges, zur inneren Front. Ein Teil des deutschen Volkes, nämlich die älteren Jahrgänge, macht nun schon den zweiten vierjährigen Weltkrieg mit. Das deutsche Volk war schon Jahre vor dem Kriege sehr angespannt durch die Aufrüstung, den GlossarVierjahresplan, das Zurückholen der Ostmark, des Sudetenlandes und durch die GlossarBesetzung von Boehmen und Maehren. Es unterliegt keinem Zweifel, dass in dieses deutsche Volk nun von vielen Seiten die gegnerische Propaganda hereinströmt und hereinträufelt. Wir sind leider nicht in der Lage, die feindlichen Sender ganz oder überhaupt nennenswert abzuschirmen. Die Versuchung ist gewachsen, die feindlichen Sender, die in ihrer psychologischen Wirkung besser, leider manchmal sehr gut geworden sind, abzuhören. Wie in allen Fällen, in denen einem Verbot oder Gesetz nicht der Nachdruck der Exekutive und der Strafe verliehen werden kann, wirkt sich auch hier das Verbot autoritätsschädigend aus. Wir haben zwar verboten, feindliche Sender abzuhören, wir sind und waren aber nicht in der Lage, Übertretungen dieses Verbotes nennenswert zu bestrafen. Heute sind wir etwas mehr dazu übergegangen, denn in dem Augenblick, wo Herr Badoglio seine Schweinerei beging, wo der Verrat umlief in Europa, gab es selbstverständlich eine defaitistische Welle in Deutschland. Kurz vorher herrschte nach den Glossar Luftangriffen auf Hamburg eine Krisenstimmung in vielen Städten, die vor allem in unserer lieben Hauptstadt Berlin tagelang geradezu panikartig gewesen ist, bis sie sich dann wieder beruhigte und abflaute. Infolge des Abhörens ausländischer Sender breitete sich dann durch viele Kanäle, die es immer in einem großen Volk gibt, das Gerede aus: Ach Gott, der Krieg, den kann man doch eigentlich nicht mehr gewinnen. Wäre es dann nicht besser, usw. – Dann diese so absolut interessante Sache: Ach, einen Duce kann man verhaften, das ist ja interessant. – In dem Augenblick, wo der Duce verhaftet wurde, sagte ich mir, jetzt werden wir aber sehr aufpassen. Die Leute, die das so interessant finden, die sind für mich interessant.

Seit dieser Zeit erleben Sie die Mitteilungen des Herrn Reichsjustizministers und werden sie in den nächsten Wochen erleben, dass dem Herrn Regierungsrat Soundso und dem Herrn Fabrikbesitzer Soundso und dem Herrn Kellner, dem Herrn Chauffeur, dem Herrn Monteur und dem Herrn Angestellten sein hübsches Köpfchen vor die Füße gelegt wurde, weil er als Defaitist die Stimmung des deutschen Volkes zerstörte, die Widerstandskraft zersetzte und Verrat beging. Es kommt uns ja nun wirklich nicht darauf an, dass wir irgend jemanden töten. Wenn man so viele Menschen erschiessen lassen musste, wie wir das tun mussten oder wie ich das muss, dann kommt es einen immer härter an, ein Todesurteil zu unterschreiben. Wie ich Reichsinnenminister wurde, sagte jeder (denn es ist ja furchtbar leicht ausgesprochen): Herr, greifen Sie durch, bleiben Sie hart. Von Ihnen erwartet das deutsche Volk ungeheure Härte. – Die habe ich schon, da brauche ich garkeine Mahnung. Ausgesprochen ist so etwas sehr leicht, aber: ein Todesurteil bedeutet maßloses Elend für eine ganze Familie, bedeutet die Schändung eines Namens, der vorher ehrenhaft war. Stellen Sie sich einmal vor, was es für die Söhne und Enkel dieser Familie heisst, wenn später gesagt wird (Sie müssen dies immer in der Projektion von 10 bis 20 Jahren nach dem Kriege sehen): Der Vater dieser Familie ist in dem großen Krieg, der um das Schicksal der germanischen Nation ging, wegen Landesverrats geköpft worden. (In einer fernen Zukunft gilt ja alles als heroisch, was wir heute tun. Alles Menschlich – allzu Menschliche ist dann vergessen. Alle Feiglinge sind inzwischen gestorben, und schließlich gilt jeder als heroisch). Eine solche Familie wird geschändet sein für alle Zukunft. Ich weiss das alles. Ich weiss[,] wie schwer das ist, und ich versuche deswegen, die notwendigen Erziehungsmaßnahmen zu beschränken.

Ich weiss, dass in Deutschland sehr viel gestohlen wird und dass der Begriff Eigentum sehr locker geworden ist, aus der Not, aus der Lockerung aller Begriffe, wie sie jeder Krieg mit sich bringt, oder aus einer schlechten Erziehung, die das deutsche Volk auf diesem Gebiet hatte. Ich kann und werde niemals jeden Dieb fassen. Ich möchte ihn auch garnicht fassen, denn sonst müsste ich zu viele Tausende fassen. Ich werde auch nicht jeden Defaitisten fassen. Ich weiss genau, wenn in ein oder zwei Jahren einmal unsere Divisionen und Regimenter einziehen in die Garnisonen, – ein Teil der Alten mit ihren 7 oder 8 oder 9 oder 10 Wunden bis dahin, während der andere Teil nicht mehr mitzieht, weil er unter dem Rasen liegt, wobei aber doch ein Rest, wie ich hoffe, ein immerhin ansehnlicher Rest der alten SS wieder hereinströmt nach Deutschland, – dann, das weiß ich, jubeln uns Tausende zu, die sich dann viel heroischer fühlen[,] als wir das vielleicht waren oder als wir – wir bilden uns garnicht ein, dass wir heroisch sind – anständig waren. Das wird immer so sein. Das nehme ich nicht übel. Das dürfen wir auch nicht übel nehmen. Wir dürfen nie den Humor verlieren. Es ist jedoch notwendig, dass für diese Serie von Feiglingen, die jedes Volk hat, ein Exempel statuiert wird. Leider Gottes ist es ja so, dass sich diese Feiglinge immer mehr in der Oberschicht als in der Unterschicht oder in der Mittelschicht eines Volkes finden. Offenkundig verdirbt also Intellekt irgendwie den Charakter, mindestens die Willensbildung und Energie. Es genügt mir für diese Erziehung völlig, wenn ich immer von 100 Defaitisten, die hinterher "Hurra" schreien, einen packe und ihm den Kopf vor die Füße lege. Dann sind nämlich die anderen 99 für ein viertel Jahr still. Dann sagen die ganzen Muttis: Um Gottes Willen, bringe Dich nicht um, mache uns nicht unglücklich. Den Kollegen von uns haben sie neulich geköpft. Es steht in der Zeitung. Also sei bloß still, schrei laut Hurra. – Gut, soll er, dann ist ja der Zweck erreicht. Mit dem werden wir ohnehin kein Fort, keine GlossarHKL stürmen. Das wissen wir ja sowieso. Aber die Hauptsache ist, dass diese Leute uns unser anständiges Volk nicht vermiesen. Soweit es notwendig ist, wird brutal und gnadelos durchgegriffen. Freude macht das niemandem von uns. Obschon es keine Freude macht, haben Sie, meine Herren, ohne Rücksicht auf Verwandtschaft oder Bekanntschaft, auf Stand oder vielleicht vorhandene frühere Verdienste, ohne Rücksicht darauf, ob einer Parteigenosse ist oder nicht, gnadelos durchzugreifen, wenn es das Schicksal der Nation erfordert. Greifen Sie immer lieber einen Großen als einen verführten dummen Kleinen. Die Glossar innere Front wird immer in Ordnung sein, wenn wir die Nerven dazu haben, sie in Ordnung zu halten und, obschon es uns selbst keine Freude bereitet, durchzugreifen.

Ausländer im Reich

Wir müssen uns auch darüber klar sein, dass wir 6 bis 7 Millionen Ausländer in Deutschland haben. Vielleicht sind es jetzt sogar 8 Millionen. Wir haben Gefangene in Deutschland. Die sind alle nicht gefährlich, solange wir bei der kleinsten Kleinigkeit hart zuschlagen. Es ist eine Kleinigkeit, heute 10 Polen zu erschiessen, im Vergleich dazu, dass wir vielleicht später an ihrer Stelle Zehntausende erschiessen müssten, und im Vergleich dazu, dass das Erschiessen dieser Zehntausende dann auch deutsches Blut kosten würde. Jedes kleine Feuerchen wird sofort ausgetreten und ausgemacht und gelöscht; sonst kann – wie bei einem wirklichen Feuer – politisch-psychologisch im Volk ein Flächenbrand entstehen.

Die Kommunisten im Reich

Dass die Kommunisten irgendetwas wagen könnten, glaube ich nicht, denn ihre führenden Organe sitzen, ebenso wie die meisten Kriminellen, bei uns in den Konzentrationslagern. Hier muss etwas gesagt werden: Man wird nach dem Krieg einmal feststellen können, welcher Segen es für Deutschland war, dass wir allen Humanitätsduseleien zum Trotz diese ganze kriminelle Unterschicht des deutschen Volkes in die Konzentrationslager einsperrten; – das nehme ich für mich in Anspruch. – Wenn die frei herumliefen, würden wir uns schwerer tun. Dann hätten nämlich die Untermenschen ihre Unteroffiziere und Kommandeure, dann hätten sie nämlich ihre GlossarArbeiter- und Soldatenraete. So aber sind sie eingesperrt und drehen Granaten oder machen Geschosskörbe oder sonstige wichtige Dinge, und sind sehr nützliche Mitglieder der menschlichen Gesellschaft.

Die Lage auf der Feindseite

Nun möchte ich einen kurzen Überblick über die andere Seite geben. Wir Deutsche schwanken ja immer zwischen Extremen. Entweder sind wir ganz jubelnd oben und können es nicht abwarten, bis wir in einem Blitzkrieg von 18, von 16 oder von 15 Tagen alles erreichen, oder wir lassen den Unterkiefer hängen und meinen: Ja, beim Gegner ist alles wunderbar. Die Engländer – alles in Ordnung. Bei den Russen – alles in Ordnung, bloß bei uns nicht. – Wir vergessen dabei völlig, dass auf der anderen Seite, wie überall, auch nur mit Wasser gekocht wird.

Russland

Ich möchte ganz kurz unsere verschiedenen Gegner aufführen. Noch einmal Russland. Hier kann ich mich nun sehr kurz fassen. Russland steht meines Erachtens, wenn die nächsten großen Offensiven vorbei sind, am Ende seines Menschenpotentials. Man kann selbstverständlich Sechzehnjährige einziehen, man kann sogar einen Vorgriff auf Fünfzehnjährige machen, – ich bin absolut dafür, dass wir das auch bei uns tun, wenn es das Schicksal der Nation einmal fordert, denn besser es sterben die fünfzehnjährigen Jungens als daß die Nation stirbt – aber man kann das ja nicht endlos weiter fortsetzen, denn mit Dreizehnjährigen und Zwölfjährigen kann man am Schluss keinen Krieg mehr führen. Das Menschenpotential ist meines Erachtens einer der schwächsten Punkte des Russen, obschon es einst seine größte Stärke war. Zweitens herrscht beim Russen ein, wie ich überzeugt bin, von uns garnicht richtig erkennbarer unerhörter Hunger. Die Front wird noch besser ernährt als das Volk hinter der Front. Trotzdem ist es selbst schon an der Front in vielen Fällen sehr schlimm. Der Russe hatte lange Zeit große Transportschwierigkeiten. Auch diese sind noch nicht überwunden. Dass der Russe materialmässig schwach ist, glaube ich nicht. Ich glaube aber, dass er an Blutverlust und Hunger sterben wird.

England

England führt nun vier Jahre Krieg. Es hat noch keine sehr hohen blutigen Verluste gehabt. In England herrscht aber ständig die Befürchtung, die sehr berechtigte Befürchtung, dass in dem Augenblick, in dem der U-Boot-Krieg in voller Stärke wieder einsetzt – und das wird er meiner Überzeugung nach jetzt für Monate tun – das ganze Gleichgewicht an Ernährung, an Nachschub und an Landungsmöglichkeiten in Erschütterung gerät. Denn alle militärischen Operationen, die England und Amerika durchführen wollen, stehen und fallen mit der Tonnage. Die Landungsoperationen in Italien bei GlossarSalerno hat sie ohne Zweifel eine halbe Million Tonnen gekostet. Ich bezweifle sehr stark, ob England sich lange Zeit und viele solche Landungsoperationen leisten kann. Ich glaube allerdings, dass England vielleicht in diesem Herbst noch, – sehr viel Zeit dazu haben sie ja nicht mehr – sicherlich aber im Frühjahr, Landungsoperationen vornehmen wird. Ich glaube aber auch weiter eines: in dem Augenblick, wo der Krieg für England – und das gilt dann später noch mehr für Amerika – wirklich an das Blut seiner Söhne geht, der Krieg in England und Amerika noch unpopulärer wird als er es jetzt schon ist.

Amerika

Amerika führt ja noch mehr als England einen Zweifrontenkrieg, den Glossar Pazifikkrieg gegen Japan, das erfreulicherweise ein stärkerer und kriegerischerer Bundesgenosse ist, und den Krieg in Europa, bzw. im Atlantik. Ich glaube nicht, dass in Amerika die Verhältnisse zum Besten stehen. Man muss sich vorstellen, dass Amerika immer schon eine sehr große Zahl Juden und eine brutale plutokratische Wirtschaftsform hatte. Es ist wohl unvorstellbar, wie in Amerika geschoben wird. Ich glaube, da sind wir vom Jahre 1918 noch Waisenknaben dagegen gewesen. Es ist weiter unvorstellbar, welche Schwierigkeiten und Nöte in Amerika allmählich an die Bevölkerung herantreten. Dazu kommt, dass wir Herrn GlossarRoosevelt, der nächstes Jahr wieder gewählt werden muss, durch die Befreiung des Duce seine beste Wahlpropaganda-Pointe genommen haben.

Der Monsterprozess gegen Mussolini u. den GlossarFaschismus sollte nämlich der Auftakt seiner Wahlpropaganda werden.

Für beide Länder gilt aber nun folgendes: Der Krieg wird in England und Amerika in dem Augenblick entsetzlich unpopulär werden, in dem England und Amerika irgendwo in Europa kämpfen müssen, sei es in Italien, sei es auf dem Balkan, sei es einmal in Frankreich, in Dänemark oder in Norwegen. Das gilt in besonderem Maße für Amerika. England hat im vergangenen Weltkrieg mit seinem eigenen Volke gekämpft. Amerika dagegen hatte im vergangenen Kriege, ich glaube, 60. bis 70.000 Tote. Das waren leider viel zu wenig. Ich bin überzeugt, wenn die Amerikaner im Weltkrieg 500.000 Tote gehabt hätten, so wären sie diesmal nicht in den Krieg gegangen. Es wird psychologisch für die Herren schon ein schwieriger Punkt kommen, wenn die Zahl der Toten, die des Weltkrieges überschreitet. Wenn diese Zahl einmal die Hunderttausend erreicht oder in die Hunderttausende geht, dann werden bei den Amerikanern die allergrößten Schwierigkeiten einsetzen. Die Amerikaner sind nämlich garnicht so tapfer[,] wie sie tun. Im Gegenteil, der Amerikaner ist ein keineswegs tapferer Soldat, er ist wohl ausgerüstet, er hat eine sehr starke Artillerie, er ist gut dotiert in allen Dingen, aber er ist kein guter Infanterist.

Politische Schwierigkeiten auf der Feindseite

Nun kommen die grossen politischen Schwierigkeiten. England und Amerika sind nicht einig. England sagt: Amerika, Du musst mir in Europa mehr helfen. – Dabei will natürlich ein Betrüger den anderen übers Ohr hauen. Der eine versucht die Kraft des andern auszunutzen. Amerika will, dass England ihm bei der Erledigung Japans hilft. England versucht, den Amerikaner dazu auszunutzen, dass er Deutschland erledigt. England ist in einer immer schwieriger werdenden Lage. Darüber kann auch Herr GlossarChurchill seine Engländer nicht hinwegbringen. Wofür führt es denn eigentlich Krieg? Und nun kommen die Schwierigkeiten mit Russland. Stalin, brutal, ein eiskalter Machtpolitiker, sagt: Ich trage das Schwergewicht des Krieges. Deshalb will ich in Europa bestimmen. Polen, der Balkan, Lettland, Litauen, Estland sind meine Interessengebiete. Deutschland, wenn es besiegt ist, ist auch mein Interessengebiet. Nun tut man sich auf der anderen Seite schwer. Den Krieg mit Deutschland hat man doch eigentlich angefangen, weil man Polen garantierte. So musste dann auch, glaube ich, Herr GlossarSikorski deswegen sterben, weil er an dieser alten Mär festhielt. Das brachte natürlich furchtbare Schwierigkeiten für England. Nun hat also England auch eine Glossar Atlantik-Charta herausgegeben. England braucht aber Russland weiter als Bundesgenossen. Es ist nämlich sein bester Festlanddegen. Während also das bolschewistische Russland in Europa bestimmen will, möchte England gern – wie es so schön heisst – das europäische Gleichgewicht erhalten und den Bolschewisten um Gottes Willen nicht an Europa heranlassen.

Es ist ein wirres Durcheinander von Interessen und Meinungen, von Absichten und Plänen. Einer will den anderen für seine Pläne ausnutzen und betrügen, um dann die Ernte für sich heimzubringen. Das ist ein System, das sich sicherlich eine Zeitlang hält, das früher oder später aber eines Tages zusammenbricht. In dem Augenblick, wo diese Bundesgenossenschaft bricht, ist die Kraft unserer Gegner zwar noch beachtlich, aber nicht mehr bedrohlich. Den Krieg gewinnt derjenige, der stets und stets zurückschlägt, der niemals kapituliert. Für uns kommt am Schluss dieses Krieges, wenn eines Tages Russland erschöpft ist oder ausscheidet und England oder Amerika den Krieg leid werden, die Bestätigung eines Weltreiches heraus. Dann kann man wirklich vergleichsweise sagen, – wenn auch jeder Vergleich hinkt – dass der Glossar Siebenjaehrige Krieg die Bestätigung Preußens als europäische Großmacht brachte. Der Krieg wurde 7 Jahre um die Bestätigung geführt, dass die bereits eroberte Provinz Schlesien ein Teil Preußens blieb. Dieser Krieg wird die Bestätigung dafür bringen, dass all das, was in den vergangenen Jahren seit 1938 an das Deutsche, Großdeutsche und dann Germanische Reich angegliedert wurde, bei uns bleibt. Er wird dafür geführt, dass der Weg nach dem Osten frei ist, dass Deutschland ein Weltreich ist, dass das Germanische Weltreich begründet wird. Das wird der Sinn dieses Krieges sein, mag er nun 5, vielleicht 6, vielleicht auch 7 Jahre dauern. Wir wissen nicht, wie lange er dauern wird. Wir fragen auch garnicht danach. Er wird so lange geführt[,] als er dauert, und er wird so lange mit Willen und guter Stimmung von uns gefochten[,] als er dauert. Gewinnen wird ihn der, der steht, der auch in der schwersten Situation nicht nachgibt oder umfällt. Dass das nie geschieht, das ist in erster Linie unsere Aufgabe.

Die SS im Kriege

Nun komme ich zu unserer eigenen Entwicklung, zu der der SS in den vergangenen Monaten. Die Entwicklung war, wenn ich auf den ganzen Krieg zurückblicke, unerhört. Sie ist in einem geradezu rasenden Tempo gegangen. Werfen wir einen kleinen Blick auf das Jahr 1939 zurück. Damals waren wir ein paar Regimenter, 8 bis 9000 Mann GlossarWachverbände, also nicht einmal eine Division, alles in allem bestenfalls 25 bis 28.000 Mann. Wir waren zwar bewaffnet, bekamen aber unser Artillerieregiment als schwere Waffe praktisch erst zwei Monate vor Beginn des Krieges. Wir werden rekapitulieren, welche Aufgaben, welche Pflichten und welche Aufträge wir in den vergangenen 4 1/2 Jahren bekommen haben. Vorher will ich jedoch noch einige äussere Veränderungen aufzählen und noch einmal bekanntgeben.

Personalveränderungen

In den GlossarHauptämtern haben sich folgende Veränderungen vollzogen:

Der Nachfolger unseres gefallenen Freundes Heydrich ist unser Kamerad, SS-Obergruppenführer Kaltenbrunner geworden. Er ist leider heute krank. Er hat eine Venenentzündung, die aber Gottseidank nicht gefährlich ist. Deshalb konnte er nicht kommen.

Unser alter Freund GlossarDaluege hat ein so schweres Herzleiden, dass er Kuren durchmachen und nun wohl 1 1/2 bis 2 Jahre aus dem aktiven Dienst ausscheiden muss. – Ich möchte heute abend unseren beiden Freunden, vor allem Daluege und auch Kaltenbrunner, in unser aller Namen ein Fernschreiben oder ein Telegramm schicken. Wir haben die Hoffnung, dass Daluege in, wie gesagt, in rund 2 Jahren wieder hergestellt ist und dann wieder an die Front, ins Geschirr eintreten kann.

In seiner Vertretung führt SS-Obergruppenführer GlossarWuennenberg, der bisher die GlossarPolizei-Division geführt hat, und dann dafür bestimmt war, das GlossarIV. SS-Panzer-Korps als Kommandierender General zu führen, der General der GlossarWaffen-SS und der Polizei ist, die GlossarOrdnungspolizei als Chef der Ordnungspolizei.

Nachfolger unseres alten Kameraden und Freundes GlossarScharfe ist der SS-Gruppenführer Breithaupt Breithaupt als Chef des SS-Gerichts geworden.

SS-Obergruppenführer GlossarHofmann hat getauscht. Er hat das Rasse- und Siedlungshauptamt abgegeben und ist Höherer SS- und Polizeiführer Südwest geworden.

SS-Obergruppenführer Glossar Hildebrandt hat seinen Oberabschnitt Weichsel abgegeben und ist Chef des Glossar Rasse- und Siedlungshauptamtes geworden.

SS-Obergruppenführer GlossarSchmidt hat auf seinen eigenen Wunsch das Personal-Hauptamt abgegeben und ist für besondere Aufgaben zu meinem Glossar Persoenlichen Stab getreten. Sein Nachfolger ist SS-Gruppenführer Glossarv. Herff.

Einer meiner engsten und ältesten Mitarbeiter, SS-Obergruppenführer GlossarWolff, ist nach einer schweren Krankheit, die sein Leben sehr gefährdet hat (die Operation eines Nierensteines) Gottseidank wieder ganz gesund geworden und ist jetzt – es ist eine erstmalige Stellung – der GlossarHoechste SS- und Polizeiführer für das ganze besetzte Italien. Er hat also ein Menschengebiet von 25 bis 30 Millionen zu behüten. Er hat SS-Gruppenführer GlossarGlobocnik als GlossarHöheren SS- und Polizeiführer für das Küstenland, sowie mehrere SS- und Polizeiführer unter sich. Er konnte heute auch nicht kommen.

Höhere SS- und Polizeiführer sind seither wie folgt eingesetzt worden: in Kroatien GlossarKammerhofer, der dort der Kroaten wegen nicht Höherer SS- und Polizeiführer, sondern der Beauftragte des Reichsführer-SS heisst, in Serbien früher schon GlossarMeyszner ; in Griechenland jetzt GlossarStroob – ich möchte das gleich mitteilen – den ich aber dann dort wegnehme nach GlossarSchimana , Sie werden Höherer SS- und Polizeiführer in Griechenland, führen also nicht die Galizische SS-Freiwilligen-Division. – SS-Gruppenführer GlossarHanke wird Höherer SS- und Polizeiführer in Dänemark.

Die Korps und Brigaden

In der Waffen-SS sind wir seit wir uns das letzte Mal sahen, zur nächsten Entwicklungsstufe organisatorischer Art vorgeschritten. Damals, vor 1 1/2 Jahren, waren wir gerade bei der Aufstellung des I. SS-Panzer-Korps, das SS-Obergruppenführer Hausser führte, der zur Zeit in Italien die Operationen im Küstenland leitet.

Inzwischen sind folgende Korps entstanden oder in der Entstehung begriffen:

Das I. SS-Panzer-Korps unter SS-Obergruppenführer Sepp Dietrich, bestehend aus der SS-Panzer-Division Leibstandarte-SS Adolf Hitler und der SS-Panzer-Division "Hitler-Jugend", die in Aufstellung begriffen ist.

Das II. SS-Panzer-Korps unter SS-Obergruppenführer Hausser, bestehend aus der SS-Panzer-Division "Das Reich" und der SS-Panzer-Division "Totenkopf".

Das III. SS-Panzer-Korps, das germanische, unter SS-Obergruppenführer GlossarSteiner, bestehend aus der SS-Panzer-Division "Wiking", die im Osten steht, einer neu in Aufstellung begriffenen SS-Freiwilligen-Panzer-Grenadier-Division "Nordland" und der SS-Freiwilligen-Panzer-Grenadier-Brigade "Nederland".

Das IV. SS-Panzer-Korps unter SS-Gruppenführer GlossarKrueger, der bisher die Division "Das Reich" führte, bestehend aus zwei neuen Divisionen, nämlich der bestehenden SS-Panzer-Division "Hohenstaufen", die wir als 9. zusammen mit der 10. Division im Februar dieses Jahres im Verlauf von 5 bis 6 Wochen durch SS-Obergruppenführer GlossarBerger ausgehoben haben und durch SS-Obergruppenführer GlossarJuettner ausbilden und aufstellen liessen. Das war ein Kunststück, kann ich Ihnen sagen, das größte Wagnis. Es war der größte Angstzustand, den ich einige Wochen lang hatte. Das alte Panzer-Korps, bestehend aus "Reich", "Leibstandarte" und "Totenkopf", kam aus Frankreich weg. In der zweiten Hälfte Dezember kam vom Führer der Befehl: Am 15.2. stehen zwei neue SS-Divisionen, in Frankreich, auszuheben in den Glossar Arbeitsdienstlagern aus dem Jahrgang 1925. Darüber könnte man später einmal ein Buch schreiben und einen Roman erzählen, wie schwierig das war und wie es doch durchgebogen wurde. Mit diesen Rekruten wurde vom ersten Tage an scharf geschossen, da man nie wusste, ob nicht der Engländer kam. Nach 8 Wochen war es schon bedeutend besser, und jetzt sind es hervorragend gute Divisionen geworden. – Zur Zeit haben wir den Auftrag, bis Januar die 16. und 17. SS-Division aufzustellen. Mit dieser Fleißarbeit sind wir jetzt gerade gemeinsam beschäftigt. Das IV. SS-Panzer-Korps wird aus der SS-Panzer-Division "Hohenstaufen" (der 9. Div.) bestehen und aus einer neu zu bildenden Division, die den Namen SS-Panzer-Grenadier-Division "Reichsführer-SS" erhält. Sie wird aufgebaut aus der Brigade "Reichsführer-SS", die, wie wir hoffen, heute mit dem letzten Mann gut von Korsika weggekommen ist.

Das V. SS-Gebirgs-Korps unter SS-Obergruppenführer GlossarPhleps, bestehend aus der SS-Freiwilligen-Gebirgs-Division "Prinz Eugen" und einer in Bildung begriffenen Bosniaken-Gebirgs-Division (SS-Freiwilligen b.h. Gebirgs-Division (Kroatien)).

Das VI. SS-Freiwilligen-Korps, das lettische, unter SS-Gruppenführer Glossar Pfeffer-Wildenbruch , bestehend aus einer inzwischen aufgestellten lettischen Brigade, die sich am Wolchow sehr gut geschlagen hat (Lettische SS-Freiwilligen-Grenadier-Brigade) und einer in Aufstellung begriffenen und bald vollzähligen lettischen Division (Lettische SS-Freiwilligen-Infanterie-Division (n.A.)).

Das VII. SS-Panzer-Korps, das in der Aufstellung begriffen ist, mit einer bereits bestehenden, in Frankreich stehenden SS-Panzer-Division (der l0. Div.), die den Namen "Frundsberg" bekommen hat und der (17.) SS-Panzer-Grenadier-Division, die einen zunächst sehr eigenartig klingenden, aber – wenn man es richtig auffasst – sehr trutzigen Namen bekommt: "Götz von Berlichingen". "Frundsberg" und "Götz von Berlichingen", das ist eine Trutzansage von uns gegen unsere Gegner ausserhalb und innerhalb.

Ausserdem haben wir noch verschiedene Brigaden und Sturmbrigaden aufgestellt. Später, wenn man es einmal im einzelnen erzählen kann, wird als eine beachtliche Leistung darstehen, was aus der Waffen-SS herausgepresst wurde und sich herauspressen liess.

Chef der Bandenkampf-Verbände

Inzwischen habe ich in dieser Zeit auch noch die Dienststelle des Chefs der Bandenkampf-Verbände eingerichtet. Chef der Bandenkampf-Verbände ist unser Kamerad SS-Obergruppenführer Glossarvon dem Bach. Ich habe es für notwendig gehalten, dass der Reichsführer-SS der maßgebliche Befehlshaber für alle diese Kämpfe ist, da ich die Überzeugung habe, dass wir am besten gegen diesen ausgesprochen politischen Kampf unserer Gegner anzugehen in der Lage sind. Wir haben, soweit uns die dafür bereitgestellten und von uns aufgestellten Verbände nicht immer wieder zum Stopfen von Lücken an der Front weggenommen wurden, sehr gute Erfolge gehabt.

Beachtlich ist, dass wir durch die Einrichtung dieser Dienststelle in der Reihenfolge Division, Korps, Armee die nächste Stufe, nämlich die des Oberkommandos einer Armee oder sogar einer Gruppe – wenn Sie es so nennen wollen – für die SS erreicht haben.

Ordnungs- und Sicherheitspolizei

Nun kurz zu den Aufgaben der Ordnungs- und Sicherheitspolizei. Sie sind im selben Rahmen geblieben. Was geleistet wurde, so kann ich nur feststellen, ist enorm. Wir haben rund 30 Glossar Polizeiregimenter aus Polizeireservisten und alten Polizeisoldaten – Polizeibeamten, wie man sie früher nannte – aufgestellt. Das Durchschnittsalter in unseren Polizeibataillonen ist nicht geringer als das in den Sicherungsbataillonen der Wehrmacht. Die Leistung ist über alles Lob erhaben. Wir haben ausserdem durch Zusammenlegen der vorher aufgestellten GlossarSchutzmannschaftsbataillone der "wilden Völker" Polizeischützen-Regimenter gebildet. Wir ließen also diese Schutzmannschaftsbataillone nicht mehr allein, sondern führten eine Mischung von ungefähr 1 : 3 durch. Deshalb haben wir gerade in der jetzigen Krisenzeit eine viel größere Stabilität[,] als sie die sonstigen Einheimischen- oder Eingeborenen-Verbände zeigen konnten.

Die Aufgaben der Sicherheitspolizei sind ebenso wie die der Ordnungspolizei gewachsen mit dem größer werdenden Raum. Gerade hier können wir über das, was geleistet wurde, erst nach dem Kriege reden. Es wird bestimmt einmal eine nette Unterhaltung sein, wenn wir uns dann mit unseren Partnern vom GlossarSecret Service aussprechen und gegenseitig die Karten auf den Tisch legen können. Von der anderen Seite wird uns das Leben nicht leicht gemacht. Dabei dürfen Sie nie vergessen, die glückliche Lage, in der wir uns dadurch befinden, dass wir viele Teile Europas besetzt haben, bringt uns auch den Nachteil, dass wir damit Millionen von Menschen und Dutzende von fremden Völkern unter uns und somit gegen uns haben. Wir haben automatisch jeden gegen uns, der überzeugter Kommunist ist, wir haben jeden Freimaurer gegen uns, jeden Demokraten, jeden überzeugten Christen. Das sind die weltanschaulichen Gegner, die wir in ganz Europa gegen uns haben und die der Feind allesamt für sich hat. Wir haben aber auch den richtig oder falsch verstandenen Nationalismus – sei es in Frankreich, Norwegen, Dänemark, den Niederlanden oder Serbien – gegen uns. Der Gegner kann sich also für seine Sabotageakte oder für die Tätigkeit seiner Fallschirmspringer jederzeit eines wunderbar vorbereiteten Bodens bedienen. Diese Gelegenheiten hatten wir bisher ausser im Kaukasus und im Iran, der sehr weit weg ist, nicht.

Unsere lieben englischen und amerikanischen Gegner sind ja jetzt auf dem Festland. Sie haben Süd-Italien, wir haben Nord-Italien. Jetzt werden wir einmal aufspielen. Darauf freue ich mich. Das wird eine wunderbare Gelegenheit für uns, um zu zeigen, was wir auf diesem Gebiete können. Es ist die erste Möglichkeit für uns, den Engländern auf diesem Gebiete einmal mit derselben Waffe zu begegnen. – England selbst hat ja als einziges Fremdvolk nur das irische bei sich. Irland ist aber so katholisch, derart religiös gebunden, dass es trotz seiner nationalen Gegnerschaft gegen England von kirchlicher Seite in Ruhe gehalten und neutralisiert ist, so dass wir es nicht verwenden können. – Nun zeigt sich zum ersten Mal eine Gelegenheit. Sie können versichert sein, wir werden sie nicht versäumen.

Aufgaben als Reichsinnenminister

Neben all dem, was wir in dieser Zeit erreicht haben, kann ich nicht verschweigen, dass ich Reichsinnenminister geworden bin. Ich habe damit ein Stückchen Arbeit mehr. Meine Aufgaben sehe ich in folgenden einzelnen großen Komplexen: 1. Wiederherstellung der vielfach verloren gegangenen Reichsautorität. 2. Dezentralisierung der Aufgaben, die nicht reichswichtig sind. Um das Reich in der Hand zu behalten, Bindung aller im deutschen Volke schlummernden schöpferischen Kräfte in der deutschen GlossarSelbstverwaltung. 3. Radikales Aufräumen mit Korruption oder schlechtem Benehmen in diesem ganzen Apparat und in jedem Falle. Ich werde gnade[n]los vorgehen. Wer etwas begangen hat und wen ich erwische, der kommt vor den Khadi, groß oder klein, denn ein solcher Fall – in einer Gegend vor der Öffentlichkeit durchexerziert und bekanntgegeben – schädigt nicht das Ansehen von Staat und Partei, sondern stärkt es, weil dann jeder sagt: Allerhand Respekt. Anständig. Wenn einer ein Lump ist, schmeissen sie ihn heraus. – Das gilt genau so für uns innerhalb der SS. Ich komme ja noch zu einigen Dingen, die ich meiner Gewohnheit gemäß deutlich aussprechen werde. Es ist ja ganz klar, dass menschliche Unzulänglichkeiten überall vorkommen. Die Organisationen unterscheiden sich nur durch folgendes: Die eine Organisation vertuscht und meint, es müsse – um ihr Ansehen nicht zu schädigen – die berühmte Decke der christlichen Nächstenliebe darüber gebreitet werden. Die andere Organisation reinigt sich selbst brutal. Sie sagt: "Der war ein Schwein, den haben wir erschossen" oder "den haben wir eingesperrt" oder auf jeden Fall "wir haben ihn herausgeschmissen". Dann sagt sie: "So, jetzt befasst Euch damit, plaudert darüber oder tut sonst etwas." Dadurch bekommt man dann das Recht zu sagen: Wenn von Euch einer ein Schwein ist, dann kommt er genau so dran. Als Reichsführer-SS, als Chef der Deutschen Polizei und jetzt als Reichsinnenminister hätte ich nicht das moralische Recht, gegen irgendeinen Volksgenossen vorzugehen, und wir könnten auch nicht die Kraft aufbringen das zu tun, wenn wir nicht in unseren eigenen Reihen brutal für Sauberkeit sorgen würden. Sie können versichert sein, dass ich dies auch als Reichsinnenminister tun werde. Ebenso können Sie selbstverständlich versichert sein, dass ich nicht irgendeinen Wahnsinnskurs anfange, und nun etwa dem Gaul die Kandare derartig kräftig ins Maul reisse, dass er sich auf die Hinterhand setzt, sondern der Zügel wird langsam angezogen und allmählich wird das Pferd schon wieder in eine anständige Gangart gebracht werden.

SS-Wirtschaftsbetriebe

Ich komme nun noch zu einzelnen anderen großen Aufgabengebieten, von denen zu erfahren, für Sie alle doch wichtig ist. Wir haben in den Konzentrationslagern Riesenrüstungsbetriebe. Das ist das Aufgabengebiet unseres Freundes SS-Obergruppenführer GlossarPohl. Wir leisten jeden Monat viele Millionen Arbeitsstunden für die Rüstung. Wir gehen an die undankbarsten Dinge heran und – das muss ich anerkennen – ob es in den Konzentrationslagern, in den Wirtschaftsbetrieben von Pohl, ob es draußen bei den Höheren SS- und Polizeiführern oder ob es in den Werkstätten vom GlossarSS-Führungshauptamt ist, da zeigt sich eins: wir sind eben doch überall SS-Männer. Wo etwas im Argen liegt, da wird zugepackt. Erziehen Sie mir jeden Untergebenen in dieser Richtung. Wir wollen unbehindert durch Kompetenzen helfen, denn wir wollen ja den Krieg gewinnen. Was wir tun, tun wir ja für Deutschland. Ob es sich nun um den Bau einer Straße handelt, ob irgendwo ein Tunnel nicht voran geht, ob es eine Erfindung ist, die vor lauter Bürokratie nicht zur Geburt kommt, oder ob es sonst etwas ist: wo wir anfassen können, fassen wir an. Das, was wir in unseren Rüstungsbetrieben leisten, wird eine sehenswerte und beachtliche Leistung sein, wenn wir es auch erst am Schluss des Krieges berechnen und dartun können.

Die Glossar Judenevakuierung

Ich will hier vor Ihnen in aller Offenheit auch ein ganz schweres Kapitel erwähnen. Unter uns soll es einmal ganz offen ausgesprochen sein, und trotzdem werden wir in der Öffentlichkeit nie darüber reden. Genau so wenig, wie wir am Glossar 30. Juni 1934 gezögert haben, die befohlene Pflicht zu tun und Kameraden, die sich verfehlt hatten, an die Wand zu stellen und zu erschießen, genau so wenig haben wir darüber jemals gesprochen und werden je darüber sprechen. Es war eine, Gottseidank in uns wohnende Selbstverständlichkeit des Taktes, dass wir uns untereinander nie darüber unterhalten haben, nie darüber sprachen. Es hat jeden geschaudert und doch war sich jeder klar darüber, dass er es das nächste Mal wieder tun würde, wenn es befohlen wird und wenn es notwendig ist.

Ich meine jetzt die Judenevakuierung, die DokumentAusrottung des jüdischen Volkes. Es gehört zu den Dingen, die man leicht ausspricht. – "Das jüdische Volk wird ausgerottet", sagt ein jeder GlossarParteigenosse, "ganz klar, steht in unserem Programm, Ausschaltung der Juden, Ausrottung, machen wir." Und dann kommen sie alle an, die braven 80 Millionen Deutschen, und jeder hat seinen anständigen Juden. Es ist ja klar, die anderen sind Schweine, aber dieser eine ist ein prima DokumentJude. Von allen, die so reden, hat keiner zugesehen, keiner hat es durchgestanden. Von Euch werden die meisten wissen, was es heißt, wenn 100 Leichen beisammen liegen, wenn 500 daliegen oder wenn 1000 daliegen. Dies durchgehalten zu haben, und dabei – abgesehen von Ausnahmen menschlicher Schwächen – anständig geblieben zu sein, das hat uns hart gemacht. Dies ist ein niemals geschriebenes und niemals zu schreibendes Ruhmesblatt unserer Geschichte, denn wir wissen, wie schwer wir uns täten, wenn wir heute noch in jeder Stadt – bei den Bombenangriffen, bei den Lasten und bei den Entbehrungen des Krieges – noch die Juden als Geheimsaboteure, Agitatoren und Hetzer hätten. Wir würden wahrscheinlich jetzt in das Stadium des Jahres 1916/17 gekommen sein, wenn die Juden noch im deutschen Glossar Volkskoerper säßen.

Die Reichtümer, die sie hatten, haben wir ihnen abgenommen. Ich habe einen strikten Befehl gegeben, den SS-Obergruppenführer Pohl durchgeführt hat, dass diese Reichtümer selbstverständlich restlos an das Reich abgeführt wurden. Wir haben uns nichts davon genommen. Einzelne, die sich verfehlt haben, werden gemäß einem von mir zu Anfang gegebenen Befehl bestraft, der androhte: Wer sich auch nur eine Mark davon nimmt, der ist des Todes. Eine Anzahl SS-Männer – es sind nicht sehr viele – haben sich dagegen verfehlt und sie werden des Todes sein, gnade[n]los. Wir hatten das moralische Recht, wir hatten die Pflicht gegenüber unserem Volk, dieses Volk, das uns umbringen wollte, umzubringen. Wir haben aber nicht das Recht, uns auch nur mit einem Pelz mit einer Uhr, mit einer Mark oder mit einer Zigarette oder mit sonst etwas zu bereichern. Wir wollen nicht am Schluss, weil wir einen Bazillus ausrotteten, an dem Bazillus krank werden und sterben. Ich werde niemals zusehen, dass hier auch nur eine kleine Fäulnisstelle entsteht oder sich festsetzt. Wo sie sich bilden sollte, werden wir sie gemeinsam ausbrennen. Insgesamt aber können wir sagen, dass wir diese schwerste Aufgabe in Liebe zu unserem Volk erfüllt haben. Und wir haben keinen Schaden in unserem Inneren, in unserer Seele, in unserem Charakter daran genommen.

Die Haltung des SS-Mannes

Wenn ich das, was wir in diesem Jahre getan haben, in einem – ich möchte fast sagen – Rechenschaftsbericht für uns alle und vor uns allen festlegen, darf ich eines nicht übersehen und übergehen: die Bedeutung der Haltung des SS-Mannes. Hier, glaube ich, haben wir insgesamt im Großen und Ganzen, wie auch in allen anderen Dingen, anständig bestanden. Die Haltung unserer braven Führer und Männer war gut in verzweifelten Situationen an der Front, wo sie in den finstersten Stunden, in den dunkelsten Stunden über sich selbst hinauswuchsen im Leben und im Sterben, in diesem heldenhaften großen Sterben, das in den letzten 10 Wochen wieder gestorben wurde. Die Haltung war gut, mit der unser Mann im Großen und Ganzen gestanden hat im Bandenkampf in den rückwärtigen Gebieten. Die Haltung war gut auch in der Heimat.

[…; fehlender Teil]

Denn auf meine Haltung kommt es mehr an als auf das, was ich rede. Das Volk, der kleine Mann in der Not seines Herzens und in der Angst seines Innern, sieht heute doch schon in vielen Fällen darauf: wie steht der SS-Mann, was für ein Gesicht macht er, hat er auch so eine trübe Miene, lässt er auch den Unterkiefer hängen? oder: wie marschiert dieses SS-Bataillon an die Front? oder: wie ist dieser Posten der Gendarmerie in dem oder jenem Kaff auf dem Balkan oder in Russland? oder: wie ist der SS-Mann beim Luftangriff? bleibt er da oder bleibt er nicht da? ist er derjenige, der die Panik verhindert und der die Leute herausholt? – oder auch umgekehrt: ist da ein SS-Führer oder ein SS-Mann, der sich Sonderrechte herausnimmt, der mit dem Auto fährt, wo er nicht fahren soll, der besser lebt als die anderen, der keinen Dienst macht und jeden Sonntag frei hat, dessen Frau furchtbare Ansprüche stellt, die aufdreht, das nicht kann und jenes nicht kann und im Bombenquartier große Sprüche macht. Oder sind unsere Frauen die arbeitsamsten, die bescheidensten, die tapfersten, die nie etwas kritisieren, die immer den Kopf hochhalten.

Im Großen und Ganzen war unsere Haltung gut. Manches ist auch in unseren Reihen noch zu bessern. Dieses auszusprechen, ist mit der Sinn dieses Appells der Kommandeure und der Gruppenführer. Ich möchte dieses Kapitel überschreiben mit der Überschrift "Wir selbst".

Das Ausleseprinzip

Entstanden sind wir durch das Gesetz der Auslese. Wir haben ausgelesen aus dem Durchschnitt unseres Volkes. Dieses Volk ist durch das Würfelspiel des Schicksals und der Geschichte entstanden vor langen Urzeiten, in Generationen und Jahrhunderten. Über dieses Volk sind fremde Völker hinweggebraust und haben ihr Erbgut zurückgelassen. In dieses Volk sind fremde Blutskanäle eingemündet, aber dieses Volk hat trotzdem, trotz entsetzlichster Not und entsetzlichster Schicksalsschläge doch in seinem Blutskern die Kraft gehabt sich durchzusetzen. So ist dieses ganze Volk von nordisch-fälisch-germanischem Blut durchtränkt und zusammengehalten, so dass man letzten Endes doch immer noch von einem deutschen Volk sprechen konnte und kann. Aus diesem Volk, vielfältig in seinen Erbanlagen gemischt, so wie es aus dem Zusammenbruch nach den Jahren des Freiheitskampfes vorhanden war, haben wir nun das nordisch-germanische Blut bewusst auszulesen versucht, da wir von diesem Blutsteil am meisten annehmen konnten, dass er der Träger der schöpferischen und heldischen, der lebenserhaltenden Eigenschaften unseres Volkes ist. Wir sind teils nach dem äußeren Erscheinungsbild gegangen und haben zum anderen Teil dann dieses Erscheinungsbild überprüft durch immer neue Forderungen, durch immer neue Proben, körperlich und geistig, charakterlich und seelisch. Wir haben immer wieder ausgesucht und abgestossen, was nicht taugte, was nicht zu uns passte. So lange wir dazu die Kraft haben, so lange wird dieser Orden gesund sein. In dem Augenblick, in dem wir das Gesetz unserer Volksgrundlage und das Gesetz der Auslese und der Härte gegen uns selbst vergessen würden, in dem Augenblick würden wir den Keim des Todes in uns haben, in dem Augenblick würden wir zugrundegehen, wie jede menschliche Organisation, wie jede Blüte in dieser Welt einmal zu Ende geht. Dieses Erblühen und dieses Fruchttragen für unser Volk möglichst segensreich, möglichst lange und – erschrecken Sie nicht – möglichst in die Jahrtausende gehen zu lassen, muss unser Bestreben, muss unser inneres Gesetz sein. Deswegen sind wir verpflichtet, wann immer wir zusammenkommen und was wir auch tun, uns unseres Grundsatzes zu besinnen: Blut, Auslese, Härte. Das Gesetz der Natur ist eben dies: Was hart ist, ist gut, was kräftig ist, ist gut, was aus dem Lebenskampf körperlich, willensmässig, seelisch sich durchsetzt, das ist das Gute, – immer auf die Länge der Zeit gesehen. Selbstverständlich kann einmal – und das ist oft in der Geschichte vorgekommen – durch Betrug und durch Falschspiel jemand an die Spitze gelangen. Für die Natur, für das Erdenschicksal, für das Weltenschicksal spielt das keine Rolle. Den Betrüger setzt die Realität, nämlich die Natur, setzt das Schicksal nach einiger Zeit wieder ab, – nicht in Menschenaltern, sondern in Weltenaltern gerechnet. Niemals uns selbst zu betrügen, sondern immer echt zu bleiben, das muss unser Bestreben sein, das müssen wir uns selbst, jedem Jungen und jedem unserer Untergebenen immer wieder predigen und einflößen.

Die SS nach dem Kriege

Eines muss klar sein, eines möchte ich Ihnen heute schon sagen: in dem Augenblick, in dem der Krieg zu Ende ist, werden wir erst mit dem wirklichen Zusammenschmieden unseres Ordens richtig beginnen, dieses Ordens, den wir zehn Jahre lang aufgebaut haben, in den wir zehn Jahre vor dem Krieg die ersten wichtigsten Grundsätze hineingesenkt und die wir ihm anerzogen haben. Das müssen wir noch tun – wenn ich so sagen soll, wir Alten – in zwanzig mühe- und arbeitsreichen Jahren nach dem Kriegsende, damit dann eine Tradition geschaffen ist, von 30, 35, 40 Jahren, von einem Menschenalter also. Dann wird dieser Orden jung und kräftig, revolutionär und wirksam in die Zukunft marschieren, um die Aufgabe zu erfüllen, dem deutschen Volk, dem germanischen Volk die Oberschicht zu geben, die dieses germanische Volk und dieses Europa zusammenbindet und zusammenhält, aus der immer wieder die Köpfe, die das Volk in der Wirtschaft, im Bauerntum, in der Politik und als Soldaten, Staatsmänner und Techniker braucht, hervorgehen. Ausserdem muss diese Oberschicht so stark und lebensvoll sein, dass jede Generation bedingungslos aus jeder Familie zwei und drei Söhne auf dem Schlachtfeld opfern kann und dass trotzdem die Weiterleitung des Blutstromes gesichert ist.

Die Tugenden des SS-Mannes

Ich spreche nun von den wichtigsten Tugenden, die ich diesem Orden, dieser gesamten Allgemeinen-SS – denn das ist das Fundament des Ordens – vor Jahren zu predigen und einzuprägen begonnen habe und die gerade jetzt im 5. Kriegsjahr von so ausschlaggebender Bedeutung und Wichtigkeit sind.

l. Die Treue

Wir haben Gottseidank in unseren Reihen bisher keinen Fall gehabt, in dem ein namhafter SS-Mann untreu wurde. Eines sei hier die Richtlinie: Sollte im Bereich Ihres Gesichtskreises jemals einer dem Führer oder dem Reich untreu sein, und sei es auch nur in Gedanken, so haben Sie dafür zu sorgen, dass dieser Mann aus dem Orden kommt, und wir werden dafür sorgen, dass er aus dem Leben kommt. Denn alles, das habe ich bereits einmal ausgesprochen und wiederhole es heute, alles kann verziehen werden auf dieser Welt, aber eines kann unter uns Germanen nicht verziehen werden: das ist die Untreue. Sie wäre unverzeihlich und ist unverzeihlich. Fälle, wie ein Fall Badoglio in Italien, dürfen und werden sich in Deutschland nicht ereignen. Der Name Badoglio wird in Zukunft der Name für schlechte Hunde sein, der Schimpfname für vierbeinige minderrassige Köter, so wie im Altertum der Name GlossarThersites der Schimpfname für Verräter war. – Wir können nur eines sagen und es immer wieder predigen: Zeige sich das deutsche Volk in jedem seiner Männer und jeder seiner Frauen durch eine unerhörte und unbedingte Treue dessen würdig, dass dieses deutsche Volk zur Zeit eines Adolf Hitler leben durfte, und dass ihm dieser Führer erstanden ist, der sein Leben voll Sorge, voll Verantwortung, voll Arbeit unserem deutschen germanischen Volk gewidmet hat.

2. Der Gehorsam

Gehorsam wird im soldatischen Leben morgens mittags und abends gefordert und geleistet. Der kleine Mann gehorcht auch immer oder meistens. Gehorcht er nicht, so wird er eingesperrt.

Schwieriger ist die Frage des Gehorsams bei den höheren Würdenträgern in Staat, Partei und Wehrmacht, auch hier und da in der SS. Ich möchte hier etwas klar und eindeutig aussprechen: Dass der kleine Mann gehorchen muss, ist selbstverständlich. Noch selbstverständlicher ist es, dass alle, hohen Führer der SS, also das, ganze Gruppenführer-Korps, Vorbild des bedingungslosen Gehorsams sind. Wenn jemand glaubt, dass ein Befehl auf einer irrigen Erkenntnis des Vorgesetzten oder auf einer falschen Grundlage aufgebaut ist, so ist es selbstverständlich, dass er – also jeder von Ihnen – die Pflicht und die Verantwortung hat, dies zur Sprache zu bringen, sowie seine Gründe mannhaft und wahrhaft vorzutragen, wenn er überzeugt ist, dass sie gegen den Befehl sprechen. In dem Augenblick aber, in dem der betreffende Vorgesetzte oder der Reichsführer-SS – das kommt ja für das Gruppenführer-Korps in den meisten Fällen in Frage – oder gar der Führer entschieden und den Befehl gegeben hat, ist er auch durchzuführen, nicht nur dem Wort und den Buchstaben nach, sondern dem Sinne nach. Wer den Befehl ausführt, hat dies zu tun als getreuer Walter, als getreuer Vertreter der befehlsgebenden Gewalt. Wenn Sie zuerst glaubten, dieses wäre richtig und jenes wäre nicht richtig oder sogar falsch, dann gibt es zwei Möglichkeiten. Wenn also einer glaubt, er könne die Befolgung eines Befehles nicht verantworten, dann hat er das ehrlich zu melden: ich kann es nicht verantworten, ich bitte, mich davon zu entbinden. Dann wird wohl in den meisten Fällen der Befehl kommen: Sie haben das doch durchzuführen. Oder man denkt: der ist mit den Nerven fertig, der ist schwach. Dann kann man sagen: Gut, gehen Sie in Pension. Befehle müssen aber heilig sein. Wenn die Generäle gehorchen, dann gehorchen die Armeen von selbst. Diese Heiligkeit des Befehls gilt um so mehr, je größer unser Territorium wird. Einen Befehl in unserem kleinen Deutschland durchzudrücken, das war garnicht schwierig. Einen Befehl durchzudrücken, wenn wir einmal – wovon ich überzeugt bin – Garnisonen am Ural haben, – das ist schon schwieriger. Hier wird man die Durchführung des Befehls nicht immer kontrollieren können. Die Kontrolle darf bei uns nicht und niemals – wie in Russland – der Kommissar sein. Der einzige Kommissar, den wir haben, muss das eigene Gewissen sein, die Pflichttreue, die Treue, der Gehorsam. Wenn Sie mit diesem Beispiel vorangehen, meine Herren, dann wird jeder Untergebene diesem Beispiel folgen. Sie werden aber niemals Gehorsam von Ihren Männern verlangen können, wenn Sie nicht denselben Gehorsam der Autorität über Ihnen leisten, und zwar bedingungslos und ohne Einschränkung.

3.) Tapferkeit

Zur Tapferkeit, glaube ich, brauchen wir bei uns am wenigsten zu ermahnen; denn tapfer sind unsere Führer und unsere Männer. Des Interesses halber möchte ich Ihnen ein Gegenbeispiel, ein Beispiel dafür, wie es bei den Russen ist, einmal vorlegen und dazu einige Gedanken äussern. – Von einem estnischen Offizier, der mit seiner estnischen Kompanie von der Roten Armee mitgenommen worden war und dem es gelungen war zu entfliehen, hörte ich folgende Begebenheit: Ein Truppenteil der Roten Armee hatte einen Angriff zu führen gehabt, der von den Deutschen abgeschlagen worden war. Daraufhin bestellte sich der Kommissar dieses Truppenteils die Offiziere zur Besprechung. Die Offiziere mussten sich im Unterstand in vorgeschriebener Haltung, also im Stillstehen, melden. Der Kommissar arbeitete ruhig weiter und liess die Offiziere weiter stillstehen. Als einer unruhig zu werden und sich zu rühren begann, sah der Kommissar lediglich auf und fragte: "Sie scheinen wohl müde zu sein?" – Dann kam die Frage: "Hat einer der Herren zu dem Angriff etwas zu bemerken" – Es kam die Antwort eines Offiziers, dass der Widerstand der Deutschen zu stark gewesen sei und der Angriff an dieser Stelle unmöglich sei. Der Kommissar zog die Pistole, schoss den Offizier nieder und fragte dann lediglich: "Hat noch einer der Herren zu dem Angriff etwas zu bemerken?" – Nach einer halben Stunde wurde wieder angegriffen.

Sehen Sie, das ist das Beispiel einer Tapferkeit, die wir nicht haben wollen, die wir nicht brauchen. Der Kommissar, der uns den Angriff befiehlt, muss unsere eigene Tapferkeit, muss unsere eigene Treue, muss unser eigener Gehorsam sein. Das soll der himmelweite Unterschied sein.

In unseren Reihen leben wir nach unseren germanischen Gesetzen, von denen ein wunderschönes heisst: Ehre ist Zwang genug. – Den fremden Völkern gegenüber wollen wir asiatische Gesetze zur Anwendung bringen. Wir wollen das niemals durcheinanderbringen. Haben wir einen unseres Blutes, einen gutrassigen Norweger oder Niederländer vor uns, dann können wir sein Herz nur nach unseren, das heisst seinen und unseren gesamtgermanischen Gesetzen gewinnen. Haben wir einen Russen oder einen Slawen – blutlich gesehen – vor uns, dann wollen wir ihm gegenüber niemals unsere heiligen Gesetze anwenden, sondern die erprobten russischen Kommissarsgesetze.

Hier möchte ich noch eine Frage anschneiden, die auch zum Thema Tapferkeit gehört: Ich meine die Zivilcourage, die manchmal nicht so ganz in 0rdnung ist. Ich kenne wirklich viele meiner besten SS-Führer, die besinnungs- und bedingungslos, ohne sich zu bedenken, jedes Fort, jeden Bunker stürmen würden, die aber, wenn sie beispielsweise einen Untergebenen abqualifizieren, – ich glaube, schon in einer früheren Besprechung einmal die Sprache darauf gebracht zu haben – dies mir gegenüber tun, dann aber, wenn die Versetzung kommt, den erstaunten Mitteleuropäer spielen und sagen: das ist mir völlig unverständlich, mein Lieber. Wie tut mir das aber leid. Ich muss mal gleich mit denen in Berlin sprechen. Wieder so eine Schweinerei vom Personalhauptamt. Natürlich die in Berlin am grünen Tisch . . . . – Richtig wäre, vorher die Zivilcourage zu haben und zu sagen: Sie, Herr, ich habe Sie abqualifiziert, deshalb kommen Sie weg. – Nein, meine Herren, so geht das nicht. Ich werde in Zukunft – das habe ich früher, wie ich glaube, schon einmal gesagt – alle solche Leute dem betreffenden Kommandeur wieder zurückschicken. Ich werde sagen: Ach, das war also ein Irrtum von Ihnen, die Abqualifikation war nicht richtig. Dann kriegen Sie diesen kostbaren Mitarbeiter sofort wieder zurück. – Das ist nämlich auch ein Teil der Tapferkeit, die sogenannte Zivilcourage. Und die möchte ich auch meinem Führerkorps noch anerziehen, da, wo sie noch fehlt.

Ein Teil der Tapferkeit ist auch der Glaube, und hier, meine Gruppenführer, wollen wir uns von niemandem in der Welt übertreffen lassen. Der Glaube gewinnt die Schlachten und der Glaube schafft die Siege. Menschen, die pessimistisch sind, oder die den Glauben verlieren, wollen wir in unseren Reihen nicht haben. Es ist dabei ganz gleichgültig, wo der einzelne steht, sei er irgendwo als Angehöriger der Glossar Allgemeinen-SS im wirtschaftlichen Leben oder in einer staatlichen Stellung, sei er in der Waffen-SS, an der Front (da kommt das meistens nicht vor), sei er in einem Stab an der Front oder sonst irgendwo in der Etappe, in der Heimat, in der Polizei, in der Sicherheits- oder Ordnungspolizei. Leute, die so schwach sind, dass sie keinen Glauben mehr haben, die tun wir von uns weg, die wollen wir nicht haben. Denn wer die Kraft zum Glauben nicht mehr hat, der soll auch bei uns, in unseren Reihen nicht leben.

4.) Die Wahrhaftigkeit

Ich komme nun zu einer vierten Tugend, die in Deutschland sehr selten ist, zur Wahrhaftigkeit. Eines der größten Übel, das sich im Kriege verbreitet hat, ist die Unwahrhaftigkeit bei Meldungen, Berichten und Angaben, die die untergebenen Stellen im Zivilleben, in Staat, Partei und Wehrmacht an die vorgesetzten Stellen geben. Die Meldung, der Bericht ist die Grundlage für jeden Entschluss. Es ist wirklich so, dass man jetzt im Kriege in vielen Sparten annehmen kann, dass 95 von hundert Meldungen gelogen oder nur halb wahr oder nur halb richtig sind. Das fängt mit der Stärkemeldung an. Ich nehme mal hier ein alltägliches Beispiel. Wenn jemand Nachersatz fordert, dann gibt er bei der Stärkemeldung die Gefechtsstärke an. Ist er noch schlauer, meldet er die Grabenstärke. Das ist nämlich noch weniger: Ich habe nur noch 200 Mann. Furchtbar, nur noch 200 Mann. – Ist dann einer so schlau und sagt: Gib mal Deine Verpflegungsstärke an! – dann fressen in dem betreffenden Regiment 1300 Mann. – Ich muss sagen: Merkwürdige Verhältnisse. Eigenartig, bei Euch sind 200 Mann im Gefecht, 1100 Mann sind also der Schwanz dieses kleinen Kopfes. Eigenartig. – Will dagegen jemand Bewaffnung haben, dann gibt er an: Ich habe eine Stärke von 3000 Mann und viel zu wenig Waffen. Ich brauche Fahrzeuge und Waffen. – Will jemand für seine Stellungen Material, Minen oder Pak, haben, dann wird die Stellung 25, 30, 35 Kilometer lang. Das dehnt sich wie ein Gummiband. Soll er sie besetzen und man sagt: Ihre Division ist ja so stark, Sie können ja 25 Kilometer besetzen, – dann schrumpft die Division und es heisst plötzlich: Ich kann bloß 7 Kilometer besetzen.

Dann gibt es noch die berühmten Meldungen aus militärischen Gründen. Wenn man früher irgendeine Judenfirma schloss, einen Juden aushob, dann meldete ein Herr Zahlmeister Soundso: Wie, Sie wollen die Wehrkraft des deutschen Volkes schädigen? Sie sabotieren die Kriegswirtschaft. – In Wirklichkeit hatte der Jude dem Zahlmeister ein Pelzmäntelchen gestiftet. – Wenn man heute einem Betrieb 800 Judenweiber wegnimmt, so kommt auch so ein Herr – nennen wir ihn, um niemanden zu beleidigen, mit einem Titel, den es garnicht gibt – Kriegsrat, der sich gerade ein Paar nagelneue Stiefel im Betrieb hat machen lassen und sagt: Ich muss melden, dass Sie die Kriegsproduktion entscheidend gestört haben.

Oder: wenn ich mir manchmal Vorschläge für Beförderungen und Auszeichnungen ansehe, da gibt es überhaupt keine Tätigkeit, die nicht kriegsentscheidend ist. Es ist zum Staunen. Sehen Sie, ich glaube, wir müssen hier, wenn wir vor uns selber bestehen wollen, zu einer absoluten und uneingeschränkten Ehrlichkeit kommen. Sonst lässt sich nicht führen. Es lässt sich nicht führen, wenn beispielsweise jeder Höhere SS- und Polizeiführer und jeder Divisions- und Korps-Kommandeur uns 500 oder 1000 Mann vorenthält. Wenn heute bei 17 Divisionen jeder 1000 Mann zu viel hat, so geht dem deutschen Volk eine Division verloren. Wenn jeder nur 300 Kraftwagen in seiner Division zu viel hat, so kann man von dem Überschuss zwei neue Divisionen motorisieren. Das sind Dinge, die man nicht verantworten kann.

Beim Thema Wahrhaftigkeit komme ich nun zu einem anderen Kapitel. Es muss im Krieg und im Frieden – vor allem wird das im Frieden eine Erziehungsaufgabe sein – so werden, dass wir SS-Männer keine schriftlichen Verträge mehr abschliessen, sondern dass bei uns, so wie es früher üblich war, das gegebene Wort und der Handschlag den Vertrag bedeuten, und dass der Handschlag eines SS-Mannes – wenn es sein muss – Sicherheit für 1 Million oder mehr ist. Es muss so werden, dass der Handschlag oder das gegebene Wort eines SS-Mannes sprichwörtlich sicherer sind als die Hypothek auf den größten Wert eines anderen. So muss das werden!

Wenn wir Verträge schließen, dann müssen wir sie halten. Wenn ich mit einem Agenten, selbst mit einem üblen Subjekt, einen Vertrag schließe, so halte ich den Vertrag. Für diese Auffassung trete ich bedingungslos ein. Wenn ich im Glossar Generalgouvernement ausschreibe, dass derjenige, der einen untergeschlüpften, versteckten Juden angibt, ein Drittel von dessen Vermögen bekommt, dann passiert es sehr oft, dass dann der Sekretär Huber oder der Untersturmführer Huber, der – wenn es geht – Schwarzfahrten macht, schnell ein neues Telefon oder neue Bleistifte bestellt, der also nie spart, dann plötzlich für das Deutsche Reich zu sparen beginnt. Er sagt beispielsweise: Dieser Jude hat RM 12.000,–. Was, dann müsste ich dem Polen, der ihm angab, RM 4.000,– aushändigen. Nein, die spare ich für Deutschland. Der Pole kriegt nur RM 400,–. Da geht also ein kleiner Mann hin und bricht das von einer Gesamtorganisation gegebene Wort. Das sind Dinge, die unmöglich sein müssen.

Wenn wir ein Wort geben, muss es gehalten werden. Wenn der Reichsführer-SS irgend jemandem für seine Organisation Schutz zusagt, – wie das jetzt auf dem Balkan sehr oft der Fall sein kann – so muss diese Zusage gehalten werden. Wir müssen einen solchen Ruf, der Vertragstreue in der ganzen Welt bekommen, gerade wir in der SS, dass wir damit für Deutschland die größten Werte, nämlich Glaube durch Vertrauen, erwerben. An uns werden viele herankommen, die an offiziellen Stellen nicht herantreten. Auf dem Balkan geht es ja immer durcheinander. Das ist ja der Segen. Wenn die einig wären, so wäre das ja furchtbar. Im Kaukasus geht es durcheinander und in Russland geht es durcheinander. Wir können bloß – das ist auch eine Lehre – immer dafür sorgen, dass die von uns besetzten Gebiete und die von uns beherrschten Völker niemals einig werden, dass sie immer uneinig bleiben. Einig würden sie nämlich nur gegen uns sein. Wenn wir also einer Splittergruppe, die an uns herantritt, unseren Schutz zusagen, dann muss es ausgeschlossen sein, dass irgend ein Angehöriger der SS oder der Polizei, also des gesamten Ordens, hergeht und das gegebene Wort bricht. Dieses Wort muss heilig sein.

Gerechtigkeit! Meine Herren, es kommt mir immer sehr darauf an, dass die Gerechtigkeit niemals eine Buchstabengerechtigkeit, sondern eine uneingeschränkte dem Sinne nach, nicht dem Wort oder der Form nach, ist. Ich komme damit zu einer Sache, die auch bei uns nicht ganz in 0rdnung ist. Ich lasse mir ja, wie Sie wissen, zum Leidwesen mancher sehr viele Gerichtssachen vorlegen. Jedes Urteil gegen einen SS-Führer oder Polizeioffizier lasse ich mir vorlegen, und da merke ich manchmal, wie meine Herren Offiziere wieder einmal untereinander gerichtet haben. Sie kennen ja das Sprichwort von der Krähe, die der anderen usw. Man hat das so in der Gewohnheit, ein Offizier tut dem anderen nicht weh. Meine Herren, Deutschland könnte in dieser Beziehung von der alten preußischen Armee lernen. Eine Organisation ist so lange gesund, wie sie den bedingungslosen Drang und die unumstößliche Sitte hat, sich selbst zu reinigen. Ein Korps muss so erzogen und so geartet sein, dass es jemandem, der etwas begangen hat, sagt: Das hast Du selbst zu melden. Oder, wenn es schlimmer ist: Du hast das zu sühnen. Das muss der Gerechtigkeit halber bestraft werden. Du gehörst nicht in unsere Reihen herein oder mindestens gehörst Du so nicht herein. Jetzt im Kriege kannst Du Dich wieder reinigen und als gemeiner Mann dienend Dich wieder emporarbeiten. So aber gehörst Du nicht in unsere Reihen. – Gegenüber diesem noch unter Glossar Wilhelm I. in der alten Armee übliche – man kann wirklich nicht anders sagen – Drang der Reinigung der eigenen Reihen hat sich in ganz Deutschland in allen Arten von Organisationen ein Advokatendrang breitgemacht. Von Reinigung, von der Ausstoßung irgendeines Subjektes ist garkeine Rede mehr, sondern jeder ist in dieser Gewerkschaft der Advokat des anderen. Man handelt nach dem Prinzip: Na, man weiss ja nicht, vielleicht begehst Du selber mal was. Also bloß vorsichtig! Deckst Du den, so deckt er Dich. Es ist doch eine großartige Einrichtung. – Damit, meine Herren, kann man eine Zeitlang Geschichte fälschen, kann man eine Zeitlang wie ein Hochstapler weitermanipulieren. Eines Tages, wenn schwere Zeiten kommen und wenn der Druck des Schicksals kommt, dann bricht eine solche Organisation daran zusammen. Ich wünsche also, dass Sie als Gerichtsherren und Sie als das Hohe Führerkorps der SS mehr darüber wachen, dass nicht Dinge vertuscht werden. Ich wünsche vielmehr, dass, wenn ein kleiner Mann und ein großer Mann in einem Prozess oder einem Rechtsfall auftauchen, nicht der Kleine bestraft und von dem Großen gesagt wird, er sei nur am Rande beteiligt gewesen. – Selbstverständlich, der Offizier ist immer nur am Rande beteiligt. – In so einem Fall sagt man vielmehr: Du hast den höheren Rang, Du hast die höhere Einsicht. Folglich wirst Du höher und mehr bestraft. Der Kleine ist ein GlossarMitläufer. Hätte er nicht an seinem Vorgesetzten ein Beispiel gehabt, hätte er es nicht getan.

Ich wünsche weiter noch etwas. Ich möchte klare Verantwortlichkeit. Das gehört auch zu dem Kapitel Wahrhaftigkeit. Mir wird immer ganz übel, wenn ich auf die Frage, wer das entschieden habe, die Antwort bekomme: Ja, das Soundso-Ministerium oder das Soundso-Hauptamt. – Ja, wer ist denn der Herr Ministerium? Mich interessiert, – ich bin nun mal so neugierig geboren – welcher Untersturmführer, Obersturmführer, Hauptsturmführer, Sturmbannführer, wer in dem Hauptamt – ist es der Herr Meyer oder der Herr Huber – hat entschieden.

Es gibt nämlich sehr viele, die sagen: Ich habe einen prima Chef, mein Hauptamtchef oder mein Höherer SS- und Polizeiführer ist ein prima Mann. Der hat – anständig wie er ist – die Gewohnheit, seine Untergebenen zu decken. – Und dann sind so kleine Wichte ungeheuer tapfer hinter dem Rücken ihrer Vorgesetzten und sagen: Der Alte tritt schon für mich ein, als schwerer Tiger geht der ins Gefecht und verteidigt mich beim Reichsführer. – Ich will also nicht mehr lesen, dass das Soundso-Hauptamt soundso entschieden habe, sondern, meine Herren, mich interessiert, ob es der Sturmbannführer Meyer oder Lehmann war. Wenn die Entscheidung richtig ist, dann kann der Mann ja nur stolz sein, dass er nicht nur ein Statist irgendwo im Hintergrund ist. Wir wollen ja garnicht, dass nur die Großen sich die Federn anstecken. Das soll auch der kleine Mann können. Ausserdem hat das ja auch eine wirklich sehr positive Seite. Sie und ich, wir werden manchmal auf irgendeinen, der bisher nicht an das Rampenlicht gekommen ist, der nicht durch seine Tüchtigkeit auffiel, aufmerksam werden und feststellen können: Donnerwetter, das hat der Mann fabelhaft gesehen. Der Bericht ist von prägnanter Kürze. Der Mann muss einen Mordsüberblick haben. Den sehe ich mir mal näher an. – Dann werden wir manchen Kopf in unseren Reihen entdecken und wir werden froh sein, dass wir einem Talent, vielleicht sogar manchmal einem Genie den Weg öffnen können. Ist aber eine Entscheidung falsch, dann wünsche ich nicht, dass der betreffende höhere Kommandeur dann aus lauter Lauterkeit diesen Unsinn deckt und dann vielleicht mit seinem Kameraden vom anderen Oberabschnitt oder von einem anderen Hauptamt einen Mordskampf aufführt, weil er sagt: Kompetenz ist Kompetenz. Dass es Unsinn ist, ist ganz wurscht. Da es aber mein Hauptamt ist, das den Unsinn gemacht hat, wird er verteidigt. – Ich wünsche, meine Herren, dass wir uns auch anderen Dienststellen gegenüber richtig verhalten. Ich glaube, ich kann von mir sagen, dass ich hier mit gutem Beispiel vorangehe. Wenn ich Unrecht habe, dann sage ich, dass ich Unrecht habe. Herrgott, so klein darf doch unsere Autorität nicht sein, dass wir das nicht eingestehen können. Wir haben alle so wahnsinnig viel zu arbeiten, dass bei Hunderten von Entscheidungen ein gewisser Prozentsatz unrichtiger, nicht ganz durchdachter, nicht gargekochter Entscheidungen vorkommen werden. Das ist menschlich. Aber mir ist lieber, es wird entschieden, es wird gearbeitet, als dass einer fünf ganz richtige Entscheidungen trifft, während ein anderer in der gleichen Zeit hundert Entscheidungen fällt, bei denen auch 5 falsche sein können; dann sind immer noch 95 richtig. Da Fehler passieren können, gestehe ich sie doch ein, und verfechte doch nicht "für Deutschland" einen Unsinn weiter. – Sagen Sie: Jawohl, wir haben uns geirrt. Das wird gebessert oder wird ohne irgend einen Verlust unseres Ansehens zurückgenommen. – So müsste das bei uns sein, und da wollen wir mit gutem Beispiel vorangehen. Ich habe das auch im Ministerium angeordnet. Der einzelne soll namentlich in Erscheinung treten, denn wir sind ja keine Aktiengesellschaft. Es hatte sich bei uns durch die Juden so eingebürgert, dass die G.m.b.H. und die A.G. das Aushängeschild war und kein Mensch wusste, wer der Herr A.G. war und welcher Jude dahintersteckte. Ich wünsche keinen Herrn Ministerium, sondern ich wünsche Regierungsräte, Sekretäre usw. und bei uns wünsche ich SS-Führer, GlossarUntersturmführer oder GlossarObersturmführer oder – wenn er klug ist – gern GlossarStandartenführer. Aber alle möchte ich einmal namentlich kennenlernen, und das, bitte, führen wir mal ein. Anonymitäten wollen wir ausschalten und dafür klare Verantwortungen setzen. Das, was ich tue, verantworte ich: dazu müssen wir schon den kleinsten GlossarUnterscharführer erziehen, erst recht aber die höhere Führerschaft.

5.) Die Ehrlichkeit.

Ich komme zu einem fünften Punkt: Heiligkeit des Eigentums, Ehrlichkeit, Redlichkeit. Ich muss sagen, das ist ein Fragenkomplex[,] der sehr betrüblich ist in Deutschland: Wir sind – wenn ich das jetzt im geschlossenen Saal sage, so ist das nur für diesen kleinen Kreis bestimmt – ein sehr korruptes Volk geworden, Wir dürfen und brauchen das aber – ich will das erwähnen – nicht ganz tief und weltschmerzlich tragisch zu nehmen. Viele sagen: Ja, die Finnen, das ist ein ehrliches Volk. – Jawohl. Wissen Sie, warum die ehrlich sind? Nicht etwa deswegen, weil sie lauter fantastische innere Anlagen haben, sondern weil sie Gesetze hatten 300 Jahre hindurch, die bestimmten, dass dem, der eine Finnmark stahl, die Hand abgehackt wurde. Und das tut so weh und war so unangenehm, dass allmählich das Volk infolge solcher Maßnahmen und der Erziehung ehrlich wurde. Wir werden das nun nicht machen, aber, meine Herren, wir müssen uns darüber klar sein, dass wir immer zuerst bei uns selbst beginnen müssen. Wir werden auch in unseren Reihen dieser Pest, genannt Korruption, – sie ist noch nicht schlimm – nicht Herr werden, wenn wir nicht jedem Anfang der Korruption in unseren Reihen bedingungslos und uneingeschränkt, ohne Wenn und Aber entgegentreten, sie barbarisch verfolgen, den korrupten Mann degradieren, aus Amt und Würden bringen und ihn bloßstellen vor seinen Untergebenen. Dabei ist das, was eigentlich den Namen Korruption verdient, in unseren Reihen nicht schlimm. Es gibt aber die kleinen Dinge, bei denen man sich nichts mehr denkt und wofür man den Ausdruck hat "etwas organisieren". Ein Beispiel: Irgendeine Familie wohnt im Osten. Nun hat sie Arbeitspersonal in reichen Mengen. Man holt sich diesen Russen und holt sich jenen Russen oder eine Russin. Das ist ja herrlich, ist ja wunderbar. Die Frau Gemahlin tut nichts mehr, sie kocht nicht mehr und klopft keinen Teppich mehr. Wozu denn, wir sind ja ein GlossarHerrenvolk. Keiner bedenkt, wer diese Arbeitskraft bezahlt, die besser in einer Munitionsfabrik angewendet wäre. In einer Übergangszeit, ehe Obergruppenführer Pohl sie bekam, – Eicke war ja ins Feld gegangen – war das in den Konzentrationslagern wegen der unklaren Befehlsverhältnisse auch so. Da gab es manche Familie, die hatte da einen Häftling und dort einen Häftling, eine andere Familie hatte auf einmal neue Möbel und was weiß ich alles. Wir haben hier noch Restbestände an alten Fällen, und diese Restbestände werden wir gerichtlich klären bis zum letzten Punkt, ohne jede Gnade. Denn es ist auch Diebstahl, eine Arbeitskraft zu beanspruchen, wenn sie einem nicht zusteht und wenn die Arbeit nicht lebensnotwendig ist. Heute sind 100 Mann, die nur aus Bequemlichkeitsgründen an solchen Stellen verwendet werden, ein Verlust für die deutsche Rüstung.

Über das Gesagte hinaus entstehen aber Unklarheiten über diese Fragen aus dem Notstand heraus, in dem wir seit den Jahren 1936-37 leben. Seit dieser Zeit haben wir nicht mehr alle Bedarfsware, die das menschliche Herz begehrt und die man gern hat, ob es sich nun um Seide, um Strümpfe, Schokolade oder Kaffee handelt. Damit kommen unklare Verhältnisse auf. Wir wollen hier keine Scharfrichter sein. Die Versuchung ist groß: kann man das kaufen, kann man das nicht kaufen, kann man es vielleicht in Frankreich, in Belgien oder sonst irgendwo zum Überpreis kaufen. Das sind die Dinge, die selbstverständlich die Erziehung schwer machen. Deshalb rühre ich diese strittigen Fragen, bei denen sich mancher nichts Böses denkt, in dieser Notzeit nicht an. Ich künde nur heute schon an, dass ich in dem Augenblick, in dem wir nach dem Krieg normale Verhältnisse in Deutschland bekommen haben, in diesen Dingen den allerschärfsten Maßstab, der überhaupt denkbar ist, in der SS anlege. Wenn wir das dann 20 Friedensjahre hindurch tun, werden wir in Zukunft durch Erziehung eine tadellose Auffassung in all diesen Fragen erreichen.

Eines möchte ich hier noch erwähnen. Es ist für mich selbstverständlich, dass der Glossaralte Kämpfer, je länger er für die Bewegung gekämpft hat, desto mehr verpflichtet ist, sich in allen Dingen anständig aufzuführen. Wenn mir einer kommt und sagt: "Das ist doch ein alter Kämpfer", dann muss ich antworten: Herr, erlauben Sie, haben wir deswegen eigentlich für das Dritte Reich gekämpft, damit wir es nun selber mit der Axt totschlagen, damit wir nun selber den Respekt, den das Volk vor uns hatte, gewaltsam umbringen? – Gerade der alte Nazi wird, wenn er sich verfehlt, herangekriegt und büsst oder – wenn die Fälle ganz schlimm sind – sühnt mit seinem Leben. Da können wir keine Rücksicht nehmen. Wenn wir ihn bestrafen, und den anderen das mitteilen, so retten wir 99 andere. Wenn wir aber einem durch die Finger sehen und sagen: er ist alter Nazi, er ist alter SS-Führer, Führer kann man doch nicht verurteilen, – dann werden die nächsten 99 in demselben Fall schuldig, und allmählich erstickt eine ganze Organisation daran.

6.) Die Kameradschaft

Das Wort Kameradschaft wird sehr oft ausgesprochen. Sie ist im allgemeinen sehr gut bei uns, besonders bei der Fronttruppe. Ich möchte sie aber, da ich von Kameradschaft spreche, um eines bitten, vermeiden Sie unter sich jeden Streit. Streit ist unfruchtbar. Meinungsverschiedenheiten sind fruchtbar, wenn sie sachlich ausgetragen werden. Streit, Zank, Verärgerung und Stunk sind unfruchtbar und lähmen die Arbeitskraft, die wir dem Vaterlande schuldig sind. Sie kosten Nervenkraft, die wir für andere Dinge verbrauchen müssen, nämlich für die Erfüllung der Pflicht.

Ich darf vielleicht auch eine Bitte hier aussprechen, dass Streit zwischen höheren Führern nicht auf meinem Rücken ausgetragen wird. In manchen Fällen muss da der Reichsführer-SS den Briefboten spielen, da die beiden Herren ja nicht miteinander verkehren können. Dann schreibt der eine dem Reichsführer-SS einen Brief und der andere schreibt einen Brief. Der Reichsführer hat dann die Aufgabe, dem einen Herrn etwas zu schreiben und dem anderen, usw. Es wäre Portoersparnis, wäre einfacher, und würde auch mir Zeit sparen, wenn die Herren einander selbst schreiben und sich einmal zusammensetzen würden. In den meisten, allermeisten Fällen ist es so, dass, wenn eine Aussprache stattfindet, wenn man sich die Zeit zu einer Aussprache nimmt, die Dinge aus der Welt kommen. Wenn man sich die Zeit nicht nimmt, wenn man sagt: ich habe eben keine Zeit, ich kann an diesem Nachmittag nicht mit dem zusammenkommen, ausserdem ist es eine schwierige Frage, ob der zu mir kommt oder ob ich zu ihm gehe, treffen wir uns an einem neutralen Platz, am besten an irgend einer Eiche oder sonstwo, – und wenn man sich dann nicht darüber einigen kann, weil das doch Prestigefragen sind, – der Mensch hat doch nun Prestige, besonders wenn es um seine eigene Person geht, – dann spricht man sich nie aus. Aber dann schreibt man sich viele Wochen, Monate und Jahre Briefe, um sich jedesmal zu ärgern und um darauf zu warten, daß der andere wieder etwas unternimmt. Dann kommt irgend so ein kleiner Wicht, der sagt: ich habe eine prima Nummer bei meinem Alten, wenn ich jetzt sage, dass der andere wieder böse war, dann sagt er: das ist ein Vertreter meiner Interessen, das ist ein braver Untersturmführer, das ist der Richtige. – Ich möchte Ihnen etwas sagen: Hüte man sich vor solchen Untergebenen, hüte man sich vor solchen Begleitern. Hüten wir uns insgesamt vor all den Menschen, die Streit entfachen und nicht innerhalb deutscher Menschen zur Versöhnung reden. Alle diejenigen, die als besonders tapfere Vertreter ihres Ministeriums, ihres Referates, ihrer Abteilung auf diese Weise billige Lorbeeren ernten, die würde man am allerbesten ganz schnell wegen Streitsucht und charakterlicher Unzulänglichkeit aus dem Amt entfernen. Diese Dinge, das möchte ich Ihrer Aufmerksamkeit empfehlen, wollen wir aus unserem gesamten Führer-Korps ausmerzen.

7.) Verantwortungsfreudigkeit

Das Thema Verantwortungsfreudigkeit habe ich schon gestreift. In diesem Krieg werden Situationen kommen, wo wir eine ungeheure Verantwortungsfreudigkeit haben müssen. Ich denke jetzt nicht an das, was ich vorher sagte, dass die Verantwortung klar sein muss, dass die einzelne Person dahinterstehen muss und nicht eine Anonymität, sondern ich meine jetzt den anderen Teil der Verantwortung, nämlich die Freudigkeit, eine Verantwortung zu übernehmen, auch dann, meine Herren, wenn einen das gerade nichts angeht. Ich möchte hier etwas zu der berühmten Frage der Kompetenz etwas sagen. Unser Freund, Obergruppenführer Wolff, hat jetzt in Italien bei den dortigen italienischen Dienststellen etwas Wunderbares eingeführt und gesagt: Kompetent ist der, der etwas erreicht. Das ist nämlich richtig. Es gibt nämlich Männer, die sagen: Ich bin zwar zuständig dafür, ich verstehe mich aber mit dem Verhandlungspartner nicht, der mag mich nicht. Der schlägt es mir ab. Deshalb ist es mir lieber, wir erreichen in dieser Sache nichts. – Ein anderer, der zwar nicht kompetent ist, würde etwas erreichen, weil er nämlich gerade mit dem Verhandlungspartner befreundet ist. Der darf aber nicht verhandeln. Der kompetente Mann zieht also vor, für die SS lieber nichts zu erreichen, als dass er es durch den unkompetenten Mann erreichen lässt. – Ich glaube, Sie haben verstanden, wie ich das meine. Sehen Sie hier müssen wir großzügig sein bis dorthinaus. Die Hauptsache ist, es wird etwas erreicht. Die Hauptsache ist ja auch draußen dass eine Höhe, die maßgebend ist, genommen wird, ob nun dafür die 995. Division oder 998. zuständig ist. Die Hauptsache ist, sie wird genommen, dann kann man immer noch sagen: Schön, sie gehört in Euren Streifen, wir haben sie zwar erobert, aber nehmt sie und seid so freundlich und behaltet sie, lasst sie Euch nicht gleich wieder wegnehmen, damit wir sie nicht noch einmal erobern müssen. – Was also für Deutschland, was für die SS zu erreichen notwendig ist, das hat der zu erreichen, der es kann, das hat der durchzusetzen, der es durchsetzen kann, und der hat verantwortungsfreudig zu sein bis zum Äussersten.

8.) Der Fleiss

Vom Fleiss möchte ich auch noch ein Wort sprechen. Bringen wir all unseren Männern heute im Krieg und später im Frieden eines bei, dass Arbeit nicht schändet. Es ist ja vielfach der Fall, dass einer in dem Augenblick, wo er – sagen wir mal – Unterscharführer ist, er selbstverständlich keinen Koffer mehr tragen kann oder dies und jenes nicht mehr kann. Er kann nur zur Beaufsichtigung dort stehen. Das ist nun mal so. Wenn z.B. ein Führer mit seiner Frau ausgeht, so kann der in Uniform natürlich kein Paket tragen, da ist es dann besser wenn es die Frau trägt. Das ist bei uns fast so wie im Orient. Vielleicht führen wir dann auch ein, dass die Frau, die das Paket trägt, drei Schritte hinterhergehen muss. Das sind schon regelrecht traditionelle Ansichten geworden, die ich bei uns nicht eingebürgert wissen möchte. Ich möchte einmal eine Devise für uns ausgeben, nämlich die, dass für Männer und Frauen dieses Ordens, dieser Glossar Sippengemeinschaft der SS das Wort Arbeit groß geschrieben wird, dass keine Arbeit, die für Deutschland geschieht, schändet, sei es mit Hacke und Spaten oder sei es mit der Feder, sei es in der Landwirtschaft, in einer Wohnung oder in einer Werkstatt, sei es mit dem Schwert oder mit dem P

Das sind alles große Fragen, die mich heute manchmal schon viel mehr drücken und bewegen als manche Fragen in diesem Krieg. Den Krieg müssen wir eben bis zu Ende durchführen, wir gewinnen ihn ja, wir brauchen bloß keine Fehler zu machen. Die anderen Fragen aber, den Frieden zu gewinnen, das Volk wieder einzufangen, es sich nach dem Krieg entspannen zu lassen, aber dann sofort wieder an die Arbeit zu bringen, es zu erziehen, diese Fragen werden manchmal viel schwerer sein. Ich glaube, wie gesagt, das Ende des Krieges wird ein nicht verarmtes, aber armes deutsches Volk sehen, das sehr viel schaffen muss, sehr viel arbeiten muss. Ich hoffe, dass wir dann nicht so reich sind, dass wir nur Fleisch fressen, bis uns die Zähne ausfallen oder dass wir ähnliche Ernährungstorheiten begehen, sondern dass alle diese Dinge durch das Leben geregelt werden. Ich glaube auch, dass aus dem Unheil des Bombenkrieges eine Auflockerung der Großstädte kommt, so dass wir vom gütigen Herrgott etwas auf das Land hinausgetrieben werden. Dann wird mancher sagen: Na, auf dem Lande ist es doch garnicht so schlecht, ich habe eine Ziege, der andere hat ein Schwein, wir haben ein paar Kartoffeln. Das sind sehr reelle Grundlagen. Ausserdem kriegen wir nicht so viel auf das Dach. Das ist für die nächste Zukunft auch ganz gut. – Das Geld, um die Städte abzureissen, hätten wir nie aufwenden können. Jetzt hat das Schicksal sie abgerissen, und wir werden sie dann wahrscheinlich vernünftig und aufgelockert wieder aufbauen.

Wir müssen diese Dinge rechtzeitig erkennen und von vorn herein die Erziehung richtig ansetzen. Wo Sie als Kommandeure solche spielerisch-militärischen Untugenden, dass ein Unterscharführer glaubt, er dürfe nicht arbeiten, entdecken, da müssen Sie eingreifen. Manchmal geht das ja so weit, – bei unseren Divisionen Gottseidank nicht – dass der Soldat sich nicht eingräbt. Man scheint zu denken: ein Herrenvolk gräbt eben nicht, das lässt sich totschiessen, aber es gräbt nicht. Ich wünsche, dass diese Dinge bei uns möglichst radikal ausgerottet und abgewöhnt werden.

9.) Alkohol vermeiden

Über das Thema Alkohol brauchen wir eigentlich kein Wort zu verlieren, das wissen Sie. Bei den Hunderttausenden von Menschen, die wir durch den Krieg verlieren, können wir es uns nicht leisten, auch moralisch noch Menschen zu verlieren, die sich dem Alkohol ergeben und daran kaputt gehen. Auch hier ist die größte und unbarmherzigste Strenge die beste Kameradschaft, die Sie ihren Untergebenen erweisen können: Straftaten, die unter dem Einfluss des Alkoholgenusses stehen, werden doppelt so hoch bestraft. Führer, die Alkoholgastereien der Untergebenen in ihrer Kompanie zulassen, bestrafe ich. Ich darf bitten, dass das überall so durchgeführt wird.

Praktische Aufgaben

Nun zu den praktischen Aufgaben, und damit komme ich zum Schluss. Um bei mir anzufangen, so sagte ich Ihnen schon, dass ich im Reichsministerium des Innern die praktischen Aufgaben in der Stärkung der Reichsgewalt, sowie in der Sicherung der Stimmung und Haltung im Innern sehe. Auf dem Gebiete der Waffen-SS kommt es zum Zwecke der Neuaufstellungen auf die Ausbildung von Führern und Unterführern im reichsten Maße an, denn ich sehe kommen, dass wir mehr und mehr in fremde Volkstümer hereingreifen werden. Dafür brauchen wir dann Führer und Unterführer. Diese Neuaufstellungen werden im ersten Teil, in der Gewinnung der Menschen, eine Aufgabe des SS-Hauptamtes und im zweiten Teil in der Aufstellung, Ausbildung und Ausrüstung, eine Aufgabe des SS-Führungshauptamtes sein. – eine weitere Aufgabe, die vor allem unseren Obergruppenführer Pohl betrifft, ist die Vermehrung und Verstärkung unserer Rüstungsarbeiten und Rüstungsbestrebungen – Aufgabe der 0rdnungspolizei ist die GlossarAuskämmung des Ostens, denn hier werden durch die Verminderung des Gebietes mindestens Kräfte der Gendarmerie und der Stäbe frei, selbst, wenn wir nur mit der jetzigen Stärke die Gebiete belegen. Es kommt auf ein gnade- und bedingungsloses Auskämmen an. Viele werden weinen, das macht aber nichts, denn es wird sehr viel geweint. Wir müssen Kräfte sparen, denn wir brauchen in diesem unruhigen Europa da und dort Eingriffsreserven. – Die Arbeit der Sicherheitspolizei muss an Bedeutung zunehmen, denn der Nerven- und psychologische Krieg wird im fünften und sechsten Kriegsjahr seine Höhe erreichen.

Für die Höheren SS- und Polizeiführer sehe ich an praktischen Aufgaben vor allem einen Auftrag, der zugleich auch für die Hauptamtchefs gilt. Der Höhere SS- und Polizeiführer ist für mich der Vertreter des Reichsführers-SS in seinem Gebiet. Wehe, wenn die SS und Polizei auseinanderfielen, Wehe, wenn die Hauptämter in gutgemeinter, aber falsch verstandener Vertretung ihrer Aufgaben sich mit je einem Befehlsweg nach unten selbständig machen würden. Das würde, wie ich wirklich glaube, an dem Tag, an dem mich einer über den Haufen schießt, das Ende der SS sein. Es muss so sein und es muss so werden, dass auch unter dem zehnten Reichsführer-SS dieser Orden der SS mit allen seinen Sparten – Gesamtgrundlage Allgemeine-SS, Waffen-SS, Ordnungspolizei, Sicherheitspolizei; die ganze Wirtschaftsverwaltung, Schulung, weltanschauliche Erziehung, die ganze Sippenfrage – e i n Block, e i n Körper, e i n Orden ist. Wehe, wenn wir das nicht zusammenbringen. Wehe, wenn die einzelnen Hauptämter, die einzelnen Chefs ihre Aufgabe hier falsch sehen würden, wenn sie glauben würden, etwas Gutes zu tun, während sie in Wirklichkeit den ersten Schritt zum Ende tun würden. Wir sind auf dem Wege zur Zusammenschmelzung gut vorangekommen. In den harten Kämpfen in diesem Jahr ist in den bittersten Stunden die Waffen-SS zusammengeschmolzen aus den verschiedensten Divisionen und Teilen, aus denen sie sich bildete: Leibstandarte, GlossarVerfügungstruppe, GlossarTotenkopf-Verbände und dann die germanische SS. Als jetzt unsere Divisionen "Reich", "Totenkopf" Kavallerie-Division und "Wiking" beisammen waren, da wusste gerade in den letzten Wochen jeder: neben mir ist "Wiking", neben mir ist "Reich", neben mir ist "Totenkopf", Gottseidank, da kann uns nichts passieren. – So, wie es innerhalb der Waffen-SS ist und sein muss, so müssen nun allmählich auch Ordnungs- und Sicherheitspolizei, Allgemeine-SS und Waffen-SS zusammenschmelzen. Das geschieht auf dem Gebiet der Stellenbesetzung, der Ergänzung, der Schulung, der Wirtschaft, des Ärztewesens. Ich tue hier immer etwas dazu, immer wieder wird ein Band um diese Bündelteile herumgeschlugen, um sie zusammenwachsen zu lassen. Wehe, wenn sich diese Bänder einmal lösen würden, dann würde alles – davon seien Sie überzeugt – in einer Generation und in kurzer Zeit in seine alte Bedeutungslosigkeit zurücksinken. Man würde dann sagen können, das wäre nicht schade, wenn es eben nicht lebenswert sei, so solle es aufhören. Das ist richtig. Ich möchte auch nie etwas erhalten wissen, auch wenn es meine, unsere uns so teure SS ist, wenn sie nicht lebenswert wäre. Ich glaube bloß, dass wir das vor Deutschland, vor Germanien nicht verantworten könnten, denn dies germanische Reich braucht den Orden der SS. Es braucht ihn wenigstens für die nächsten Jahrhunderte. Dann, in hundert, tausend oder zweitausend Jahren wird sicherlich einmal wieder eine andere Form gefunden werden. Wenn wir zu Ende sind, dann wird sich irgendein Rest mit ein paar Grundgedanken von uns durchretten und erhalten. Daraus wird wieder etwas Neues entstehen, genau so, wie wir aus der Germanenzeit, aus der Ritterzeit, aus der Feme-Organisation, aus der preußischen Armee da und dort eine Fackel übernommen haben, deren Träger w i r nun sind, um daraus ein großes Licht zu entzünden. Genau so wird es später sein. Heute, glaube ich, könnten wir es uns nicht leisten, dass dieser SS etwas zustieße. Deswegen lege ich Ihnen allen eines ans Herz, Ihnen, meine Hauptamtchefs, meine Höheren SS- und Polizeiführer und diesem ganzen Gruppenführer-Korps, der höchsten Stufe dieser Hierarchie des Ordens der SS: Seht immer das Ganze, seht immer den Gesamtorden, seht niemals nur Eure Sparte, seht niemals nur Euren Oberabschnitt, sondern seht immer die SS, darüber das germanische Reich, darüber unseren Führer, der dieses Reich geschaffen hat und noch schafft.

Partei und Wehrmacht

Die Einigkeit, die in Deutschland heute wichtiger denn je ist, die möge uns heiliges Gebot sein, auch wenn wir uns über den oder jenen einmal ärgern müssen. Wir brauchen restlose Einigkeit mit der Partei und mit allen ihren Institutionen. Erfreulicherweise besteht sie auch heute mit der GlossarSA. Der neue Stabschef GlossarSchepmann sieht es auch als seine wichtigste Aufgabe an, zwischen den alten Gliederungen der Partei Frieden und Eintracht herzustellen. Wir brauchen Einigkeit mit der Wehrmacht. Wir wissen, dass wir als politische Soldaten in den verschiedenen Teilen der Wehrmacht manches veraltet, nicht schön oder nicht richtig finden. Sehen Sie immer das Positive und betrachten Sie als Ihre Aufgabe, Menschen zu gewinnen und Prediger zu sein. Sehen Sie nicht das Negative, das Ihnen nicht gefällt, sondern versuchen Sie, die Menschen zu gewinnen, die vielfach danach dürsten, etwas zu hören. Versuchen Sie, ihnen den Sinn dieses Krieges und die Aufgabe, die sie haben, klar zu machen. Unterrichten Sie sie über die Rassenfrage. Wir sind ja so glücklich, sagen zu können, dass wir das alles wissen. Deswegen haben wir ja unsere Festigkeit, deswegen sind wir ja krisenfest. Geben Sie sich die Mühe zu vermitteln und diese Gedanken weiter zu verbreiten. Jeden Kompaniechef, dem Sie diese unsere Gedanken vermitteln, den machen Sie fest und Sie machen seine Kompanie fest. Jeder Divisionskommandeur, den Sie nicht abstoßen oder beleidigen, sondern gewinnen, wird ein bedingungslos harter Kämpfer dieses Krieges sein, und der führt 15.000 bis 20.000 Mann. Seine Front wird dann halten, denn das Herz hält die Front, nicht der Leib, nicht das Gewehr und nicht die Kanone.

Glossar SS-Helferinnen

Einen Punkt will ich auch noch erwähnen. Wir haben bereits sehr stark ausgekämmt. Wo wir noch einen Mann entbehren können, wollen wir ihn heraustun. Ich habe nach langem Zögern zugestimmt, dass SS-0bergruppenführer GlossarSachs, der mit diesem Plan an mich herantrat, in Oberehnheim eine Schule für SS-Helferinnen aufgemacht hat. Ich muss sagen, auch diese jüngste Institution der SS ist bis jetzt erfreulich angelaufen. Hier habe ich mir zur Aufgabe gemacht, zu einer Form zu kommen, die weder Kommiß noch Belustigungsinstitution ist. Es muss dem deutschen Volk mit all seinen Werten doch gelingen, eine ähnliche Institution wie die der finnischen Lottas ins Leben zu rufen. Man muss durch Auslese dieser Mädchen, – so dass wirklich die wertvollsten zu uns kommen – sowie durch Wachrufen des Ehrgefühls zu erreichen suchen, was man nicht durch Zwang, auch nicht durch GlossarZapfenstreich, Ausgehverbot und was weiß ich für Verbote erreichen kann. Hier, meine Herren Obergruppenführer und Gruppenführer, ist es Ihre Aufgabe, dass jeder von Ihnen sich bemüht, dies oder jenes wertvolle junge Mädel aus seiner Bekanntschaft oder aus seiner Verwandtschaft zu uns zu schicken, so wie wir früher Männer für die Waffen-SS und GlossarJunker für die Führer-Laufbahn geworben haben. So hat es unser Kamerad und Freund GlossarWaldeck vorbildlich gehalten und uns seine Tochter geschickt. Er wird uns jetzt auch seine zweite Tochter schicken. Der Oberabschnitt der auf diesem neuen Gebiet am besten mitgeholfen hat, ist der Oberabschnitt Südwest von GlossarHofmann. Wir erreichen damit nämlich eins, jedes Mädchen, das wir einstellen können, wird einen Mann ersetzen. Stur, wie nun einmal Soldaten und SS-Männer sind, ist bei einer Dienststelle Unfug getrieben worden. Da hat der Kommandeur gesagt: Ich lasse jetzt durch diese Mädchen SS-Männer im Nachrichtendienst als Nachrichtenhelfer ausbilden und dann schicke ich die Mädchen weg, ich will nämlich keine Mädchen in meiner Einheit haben. – Das ist natürlich nicht ganz der Sinn dieser Einrichtung, sondern der Sinn liegt umgekehrt darin, dass wir Mädchen dorthinsetzen, um die Männer raustun zu können. Aber, ich glaube, insgesamt wird sich das zurechtziehen. Ich bitte Sie, dass Sie Ihre ganze Ritterlichkeit, Ihren ganzen Gerechtigkeitssinn und ihre ganze Fürsorge diesen Mädels angedeihen lassen, und dass Sie bei aller Großzügigkeit, die wirklich sonst in unseren Reihen besteht, dafür sorgen, dass diese Institution tabu ist. Hier verstehe ich keinen Spaß, denn das sind unsere Töchter, sind die Schwestern von SS-Männern und sollen Bräute und Frauen für unsere jungen SS-Männer und Führer sein.

Als ich einmal bei ihnen war, sagte ich den Mädels, es dürfe nicht so sein, dass ein Mann, der so ein Mädchen heiraten will und dann erfährt, dass sie Helferin war, sagt: Um Gottes Willen, kommt garnicht in Frage, – sondern es muss so sein, dass der Mann, der eines dieser Mädel heiraten will und erfährt, dass sie SS-Helferin war, sagt: Die kann ich heiraten, die ist in Ordnung. – So muss das sein. So müssen die Mädels sich halten und so müsst Ihr Kommandeure für sie sorgen und diese Auffassung bei Euren Untergebenen durchsetzen.

Die Zukunft

Die allernächste Zukunft wird, glaube ich, sehr schwere Belastungen bringen. Wir werden einen harten Winter, ein hartes Frühjahr vor uns haben. Der Ansturm im Osten wird unerhört erbittert sein. Der Partisanenkrieg wird zunehmen. Sobald es die Witterung erlaubt, werden Landungen und Luftangriffe von Seiten der Engländer und Amerikaner ebenfalls zunehmen. In diesem Winter wird es heissen: stehen, stehen, glauben, zurückschlagen, kämpfen, niemals nachgeben. – Darauf wird es ankommen.

Was die Beendigung und das Gewinnen des Krieges anlangt, so müssen wir insgesamt eine Erkenntnis in uns aufnehmen: Ein Krieg muss geistig, willensmässig, seelisch gewonnen werden, dann ist die körperliche, leibliche, materielle Gewinnung nur eine Folgeerscheinung. Nur derjenige, der kapituliert, der da sagt: ich habe den Glauben und den Willen zum Widerstand nicht mehr, – der verliert, der legt nämlich die Waffen nieder. Derjenige, der stur bis zum letzten, bis eine Stunde nach Friedensschluss ficht und steht, der hat gewonnen. Hier wollen wir unseren ganzen Dickkopf, den wir haben und durch den wir uns absolut auszeichnen, unsere ganze Zähigkeit, Hartnäckigkeit und Sturheit einsetzen. Wir wollen einmal den Engländern, Amerikanern und russischen Untermenschen zeigen: Wir sind härter, wir, gerade wir, die SS, wir werden diejenigen sein, die immer stehen. Wir werden diejenigen sein, die auch im 5. und 6. Kriegsjahr mit guter Stimmung, nicht mit Leichenbittermiene, mit Humor, mit Willen und Auftrieb immer wieder antreten, wann die Gelegenheit zum Antreten gegeben ist. Wenn wir das tun, dann werden viele sich ein Beispiel an uns nehmen und werden auch stehen. Wir müssen letzten Endes den Willen haben und wir haben ihn, denjenigen, der an irgendeiner Stelle nicht mehr mittun will in Deutschland, – das könnte bei einer Belastung einmal eintreten – kühl und nüchtern umzubringen. Lieber stellen wir so und so viele an die Wand, als dass an irgend einer Stelle ein Bruch entsteht. Wenn wir seelisch, willensmäßig und geistig in Ordnung sind, dann werden wir diesen Krieg nach den Gesetzen der Geschichte und der Natur gewinnen, weil wir die höheren menschlichen Werte, die höheren und kräftigeren Werte in der Natur verkörpern.

Wenn der Krieg gewonnen ist, dann, das sagte ich Ihnen schon, beginnt unsere Arbeit. Wann der Krieg zu Ende ist, das wissen wir nicht. Das kann plötzlich sein, das kann lange dauern: Das sehen wir ja dann. Aber ich sage Ihnen heute schon voraus, wenn plötzlich einmal Waffenstillstand und Friede ist, dann glaube ja niemand, dass er nun in den Schlaf des Gerechten fallen kann. Stellen Sie auch alle Ihre Kommandeure, Ihre Chefs und alle Ihre SS-Führer darauf ein: dann, meine Herren, werden wir erst munter werden, nämlich dann verfallen so und so viele andere in diesen Schlaf. Ich werde die ganze SS so wecken, so prima wach halten, dass wir dann sofort an den Aufbau in Deutschland gehen können. In der Allgemeinen-SS wird dann sofort die germanische Arbeit begonnen, dann ist nämlich die Ernte reif, um in die Scheuer gefahren zu werden. Dann werden wir dort die Jahrgänge durch Gesetz einziehen. Dann werden wir sofort unsere ganzen Verbände der Waffen-SS in Ausrüstung und Ausbildung in allerbeste Form bringen. Dann wird weitergearbeitet, in diesem ersten halben Jahr nach dem Krieg, als ob am nächsten Tag der Großangriff begönne. Es wird sehr maßgeblich sein, wenn Deutschland bei den Friedens- oder Waffenstillstandsverhandlungen eine operative Reserve, ein operatives Gewicht von 20, 25 oder 30 intakten SS-Divisionen hat.

Wenn der Friede endgültig ist, dann werden wir fähig sein, an unsere große Zukunftsarbeit zu gehen. Wir werden siedeln. Wir werden die Ordensgesetze der SS den Jungen anerziehen. Ich halte es für das Leben unserer Völker für unumgänglich nötig, dass wir die Begriffe Ahnen, Enkel und Zukunft nicht nur von aussen beibringen, sondern als Teil unseres Wesens empfinden. Ohne, dass darüber gesprochen wird, ohne, dass wir mit Prämien oder ähnlichen materiellen Dingen zu operieren brauchen, muss es selbstverständlich sein, dass wir Kinder bekommen. Es muss selbstverständlich sein, dass aus diesem Orden, aus dieser rassischen Oberschicht des germanischen Volkes die zahlreichste Nachzucht hervorgeht. Wir müssen in 20 bis 30 Jahren wirklich die Führungsschicht für ganz Europa stellen können. Wenn die SS zusammen mit den Bauern, wir zusammen mit unserem Freund GlossarBacke dann die Siedlung im Osten betreiben, großzügig, ohne jede Hemmung, ohne jedes Fragen nach irgendwelchem Althergebrachten, mit Schwung und revolutionärem Drang, dann werden wir in 20 Jahren die Volkstumsgrenze um 500 Kilometer nach Osten herausschieben.

Ich habe den Führer heute schon gebeten, dass die SS – wenn wir bis Ende des Krieges unsere Aufgabe und unsere Pflicht erfüllt haben – das Vorrecht bekommt, die äusserste deutsche Ostgrenze als Wehrgrenze zu halten. Ich glaube, das ist das einzige Vorrecht, wo wir keinen Konkurrenten haben. Ich glaube, dieses Vorrecht wird uns gar niemand abstreiten. Dort werden wir in der Lage sein, jeden jungen Jahrgang praktisch im Gebrauch der Waffen zu üben. Wir werden dem Osten unsere Gesetze aufdiktieren. Wir werden vorbrechen und uns nach und nach vorpreschen bis zum Ural. Ich hoffe, dass unsere Generation das noch schafft, dass jeder Jahrgang im Osten gekämpft hat, dass jede Division uns jedes zweite oder dritte Jahr einen Winter im Osten zubringt. Dann werden wir niemals verweichlichen, dann werden wir niemals Uniformträger bekommen, die nur deshalb zu uns kommen, weil es vornehm ist und weil der schwarze Rock im Frieden natürlich sehr anziehend sein wird. Jeder wird wissen, wenn ich zur SS gehe, so besteht die Möglichkeit, dass ich totgeschossen werde. Er hat es verbrieft, dass er jedes zweite Jahr nicht in Berlin tanzt oder in München Fasching feiert, sondern dass er in einen eiskalten Winter an die Ostgrenze gestellt wird. Dann werden wir eine gesunde Auslese für alle Zukunft haben. Wir werden damit die Voraussetzungen dafür schaffen, dass das gesamte germanische Volk und dass das gesamte von uns, dem germanischen Volk, geleitete, geordnete und geführte Europa in Generationen seine Schicksalskämpfe mit einem bestimmt wieder hervorbrechenden Asien bestehen kann. Wir wissen nicht, wann das sein wird. Wenn dann auf der anderen Seite die Masse Mensch mit 1 bis 1,5 Milliarden antritt, dann muss das germanische Volk mit seinen, wie ich hoffe, 250 bis 300 Millionen zusammen mit den anderen europäischen Völkern in einer Gesamtzahl von 600 bis 700 Millionen und mit einem Vorfeld bis zum Ural oder in hundert Jahren bis über den Ural hinaus seinen Lebenskampf gegen Asien bestehen. Wehe, wenn das germanische Volk ihn nicht bestehen würde. Es wäre das Ende der Schönheit und der Kultur, der schöpferischen Kraft dieser Erde. Das ist die ferne Zukunft. Für die fechten wir, verpflichtet, das Erbe unserer Ahnen weiterzugeben.

In die Ferne sehen wir, weil wir sie wissen. Deswegen tun wir fanatischer denn je, gläubiger denn je, tapferer, gehorsamer und anständiger denn je unsere Pflicht. Wir wollen dessen würdig sein, dass wir des Führers Adolf Hitler erste SS-Männer in der langen vor uns stehenden Geschichte des germanischen Volkes sein durften.

Nun gedenken wir des Führers, unseres Führers Adolf Hitler, der das germanische Reich schaffen und uns in die germanische Zukunft führen wird.

Unser Führer Adolf Hitler

Sieg Heil!

Sieg Heil!

Sieg Heil!

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# Adolf Hitler, Rundfunkansprache zum Attentat vom 20. Juli 1944, 21. Juli 1944, 1.00 Uhr, https://www.1000dokumente.de/index.html?c=dokument_de&dokument=0083_ahr&object=translation&st=&l=de

Deutsche Volksgenossen und -genossinnen!

Ich weiß nicht, zum wievielten Male nunmehr ein Attentat auf mich geplant und zur Ausführung gekommen ist. Wenn ich heute zu Ihnen spreche, dann geschieht es aus zwei Gründen:

1. Damit Sie meine Stimme hören und wissen, daß ich selbst unverletzt und gesund bin.

2. Damit Sie aber auch das Nähere erfahren über ein Verbrechen, das in der deutschen Geschichte seinesgleichen sucht.

Eine ganze kleine Clique ehrgeiziger, gewissenloser und zugleich unvernünftiger, verbrecherisch-dummer Offiziere hat ein Komplott geschmiedet, um mich zu beseitigen und zugleich mit mir den Stab praktisch der deutschen Wehrmachtführung auszurotten. Die Bombe, die von dem Obersten Graf von Stauffenberg gelegt wurde, krepierte zwei Meter an meiner rechten Seite. Sie hat eine Reihe von mir teurer Mitarbeiter sehr schwer verletzt, einer ist gestorben. Ich selbst bin völlig unverletzt bis auf ganz kleine Hautabschürfungen, Prellungen oder Verbrennungen. Ich fasse das als eine Bestätigung des Auftrages der Vorsehung auf, mein Lebensziel weiter zu verfolgen, so wie ich es bisher getan habe. Denn ich darf vor der ganzen Nation es feierlich gestehen, daß ich seit dem Tage, an dem ich in die Wilhelmstraße einzog, nur einen einzigen Gedanken hatte, nach bestem Wissen und Gewissen meine Pflicht zu erfüllen, und daß ich, seit mir klar wurde, daß der Krieg ein unausbleiblicher war und nicht mehr aufgeschoben werden konnte, daß ich seit dem eigentlich nur in der Sorge, der Arbeit und der Sorge, und in zahllosen Tagen und durchwachten Nächten nur für mein Volk lebte!

Es hat sich in einer Stunde, in der die deutschen Armeen in schwerstem Ringen stehen ähnlich wie in Italien, nun auch in Deutschland eine ganz kleine Gruppe gefunden, die nun glaubte, den Dolchstoß in den Rücken wie im Jahre 1918 führen zu können. Sie haben sich diesesmal aber sehr getäuscht. Die Behauptung dieser Usurpatoren, daß ich nicht mehr lebte, wird jetzt in diesem Augenblick widerlegt, da ich zu Euch, meine lieben Volksgenossen, spreche. Der Kreis, den diese Usurpatoren darstellen, ist ein denkbar kleiner. Er hat mit der deutschen Wehrmacht und vor allem auch mit dem deutschen Heer gar nichts zu tun. Es ist ein ganz kleiner Klüngel verbrecherischer Elemente, die jetzt unbarmherzig ausgerottet werden. Ich befehle daher in diesem Augenblick:

1. Daß keine zivile Stelle irgendeinen Befehl entgegenzunehmen hat von einer Dienststelle, die sich diese Usurpatoren anmaßen.

2. Daß keine militärische Stelle, kein Führer einer Truppe, kein Soldat irgendeinem Befehl dieser Usurpatoren zu gehorchen hat, daß im Gegenteil jeder verpflichtet ist, den Übermittler eines solchen Befehls oder den Geber eines solchen Befehls entweder sofort zu verhaften oder bei Widerstand augenblicklich niederzumachen.

Ich habe, um endgültig Ordnung zu schaffen, zum Befehlshaber des Heimatheeres den Reichsminister Himmler ernannt. Ich habe in den Generalstab Generaloberst Guderian berufen, um den durch Krankheit zur Zeit ausgefallenen Generalstabschef zu ersetzen, und einen zweiten bewährten Führer der Ostfront zu seinem Gehilfen bestimmt.

In allen anderen Dienststellen des Reiches ändert sich nichts. Ich bin der Überzeugung, daß wir mit dem Austreten dieser ganz kleinen Verräter- und Verschwörer-Clique nun endlich aber auch im Rücken der Heimat die Atmosphäre schaffen, die die Kämpfer der Front brauchen. Denn es ist unmöglich, daß vorn Hunderttausende und Millionen braver Männer ihr letztes hergeben, während zu Hause ein ganz kleiner Klüngel ehrgeiziger, erbärmlicher Kreaturen diese Haltung dauernd zu hintertreiben versucht. Diesmal wird nun so abgerechnet, wie wir das als Nationalsozialisten gewohnt sind.

Ich bin überzeugt, daß jeder anständige Offizier, jeder tapfere Soldat in dieser Stunde das begreifen wird.

Welches Schicksal Deutschland getroffen hätte, wenn der Anschlag heute gelungen sein würde, das vermögen die wenigsten sich vielleicht auszudenken. Ich selber danke der Vorsehung und meinem Schöpfer nicht deshalb, daß er mich erhalten hat – mein Leben ist nur Sorge und ist nur Arbeit für mein Volk – , sondern, wenn ich danke, nur deshalb, daß er mir die Möglichkeit gab, diese Sorgen weiter tragen zu dürfen und in meiner Arbeit weiter fortzufahren, so gut ich das mit meinem Gewissen und vor meinem Gewissen verantworten kann.

Es hat jeder Deutsche, ganz gleich, wer er sein mag, die Pflicht, diesen Elementen rücksichtslos entgegenzutreten, sie entweder sofort zu verhaften oder – wenn sie irgendwie Widerstand leisten sollten – ohne weiteres niederzumachen. Die Befehle an sämtliche Truppen sind ergangen. Sie werden blind ausgeführt, entsprechend dem Gehorsam, den das deutsche Heer kennt.

Ich darf besonders Sie, meine alten Kampfgefährten, noch einmal freudig begrüßen, daß es mir wieder vergönnt war, einem Schicksal zu entgehen, das nicht für mich Schreckliches in sich barg, sondern das den Schrecken für das deutsche Volk gebracht hätte.

Ich ersehe daraus auch einen Fingerzeig der Vorsehung, daß ich mein Werk weiter fortführen muß und daher weiter fortführen werde!

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@@ -27,7 +27,7 @@ First, you need to download all records of the current legislative period.
fetch_all("../records/") # path to directory where records should be stored
```
Second, those `.xml` files, need to be parsed into `R` `tibbles`. This is accomplished by:
```{r}
```r
read_all("../records/") %>% repair() -> res

reden <- res$reden
@@ -37,6 +37,16 @@ talks <- res$talks
We also used `repair` to fix a bunch of formatting issues in the records and unpacked
the result into more descriptive variables.

For development purposes, we load the tables from csv files.
```{r}
tables <- read_from_csv('csv/')

comments <- tables$comments
reden <- tables$reden
redner <- tables$redner
talks <- tables$talks
```

## Analysis

Now we can start analysing our parsed dataset, e.g. find out which party gives the most talks:


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