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\documentclass[uebung]{../../../lecture}

\title{Algebra I: Übungsblatt 9}
\author{Lukas Nullmeier, Christian Merten}

\begin{document}

\punkte

\begin{aufgabe}
Es gilt $f = X^4 - 4X^2 + 9 = (X^2 - 2)^2 + 5$. Damit setze
setze $\alpha \coloneqq \sqrt{2 + i \sqrt{5} } $. Dann gilt
\[
f( \pm \alpha) = (2 + i \sqrt{5} -2)^2 + 5 = (i \sqrt{5})^2 + 5 = 0
.\] Damit ist $\alpha ^{4} - 4 \alpha ^2 + 9 = 0$, also
insbesondere $- \alpha ^{4} + 2 \alpha^2 = - 2 \alpha^2 + 9$. Damit folgt
\[
f\left( \pm \frac{3}{\alpha}\right) = \left( \frac{9}{\alpha^2} -2 \right) ^2 + 5
= \left( \frac{- \alpha ^{4} + 2 \alpha^2}{\alpha^2} \right) ^2 + 5
= \left( \alpha^2 - 2 \right)^2 + 5 = f(\alpha) = 0
.\] Also sind die Nullstellen von $f$ gegeben als $\{ \pm \alpha, \pm 3 / \alpha \} $ und
damit $L = \Q(\alpha)$.

Z.z.: $f$ irreduzibel. Es ist $f$ g.d. irreduzibel über $\Q$, wenn $f$ irreduzibel über $\Z$.
Ang.: $f$ reduzibel über $\Z$.
Da $f$ keine Nullstellen in $\Z$ hat, folgt
\[
f = (X^2 + aX + b)(X^2 + cX + d) = X^4 + \underbrace{(a + c)}_{= 0}X^3 +
\underbrace{(b+d + ac)}_{= -4} X^2 + \underbrace{(ad + bc)}_{= 0}X + \underbrace{bd}_{= 9}
\] mit $a, b, c, d \in \Z$. Es folgt direkt $c = -a$ und $a(d-b) = 0$. Falls $a = 0$, folgt
$b + d = -4$ und $bd = 9$, aber $3 + 3 = 6 \neq -4 \neq -6 = -3 -3$. Falls $a \neq 0$ folgt
$d = b$ also $b^2 = 9$ und $2b - a^2 = -4$. Also $a^2 = 2b + 4 = \begin{cases}
10 & b = 3 \\
-2 & b = -3
\end{cases}$, aber weder $10$ noch $-3$ Quadrate in $\Z$. Also folgt $f$ irreduzibel.

Da $\text{char}(\Q) = 0$ ist $f$ also separabel und $f$ Minimalpolynom von $\alpha$,
also $\#\text{Gal}(L / \Q) = [L : \Q] = 4$ und $\text{Gal}(L / \Q)$ operiert transitiv
auf den Nullstellen von $f$. Mit $\sigma\colon \alpha \mapsto -\alpha $ und
$\tau\colon \alpha \mapsto \frac{3}{\alpha}$ folgt damit
$\text{Gal}(L / \Q) = \langle \sigma, \tau \rangle$. Als Gruppe der Ordnung 4 ist
$\text{Gal}(L / \Q)$ abelsch, also $\sigma \tau = \tau \sigma$ und
durch offensichtlicherweise gilt $\sigma^2 = \tau^2 = (\sigma\tau)^2 = \text{id}$. Nach
Satz von Lagrange hat $\text{Gal}(L / \Q)$ UG der Ordnung $1, 2$ oder $4$. Neben der trivialen Untergruppe
und $\text{Gal}(L / \Q)$ selbst, gibt es also nur UG der Ordnung $2$. Da $2$ Primzahl, sind
diese zyklisch.
Also existieren insgesamt
genau die Untergruppen
\begin{salign*}
H_0 &\coloneqq \langle \text{id} \rangle \\
H_1 &\coloneqq \langle \sigma \rangle \\
H_2 &\coloneqq \langle \tau \rangle \\
H_3 &\coloneqq \langle \sigma \tau \rangle \\
H_4 &\coloneqq \langle \sigma, \tau \rangle
\intertext{
Es ist $\sigma(\alpha^2) = \sigma(\alpha)\sigma(\alpha) = (-\alpha)(-\alpha) = \alpha^2$. Weiter
ist $9 = 4 \alpha^2 - \alpha ^{4}$. Damit folgt
$\frac{3}{\alpha} = \frac{4}{3} \alpha - \frac{1}{3} \alpha ^{3}$ und
$\frac{27}{\alpha ^{3}} = \frac{7}{3} \alpha - \frac{4}{3} \alpha ^{3}$. Damit
folgt $\tau(- 7 \alpha + \alpha ^{3}) = -7 \left( \frac{4}{3} \alpha - \frac{1}{3} \alpha ^{3} \right)
+ \frac{7}{3} \alpha - \frac{4}{3} \alpha ^{3} = - 7 \alpha + \alpha ^{3}$ und
$\sigma(\tau(\alpha - \alpha ^{3})) = \sigma(\frac{4}{3} \alpha - \frac{1}{3} \alpha ^{3}
- \frac{7}{3} \alpha + \frac{4}{3} \alpha ^{3}) = \sigma(-\alpha + \alpha ^{3}) = \alpha - \alpha ^{3}$.
Diese Elemente sind jeweils unter den anderen Automorphismen nicht invariant. Also folgen nach
dem Hauptsatz}
L^{H_0} &= L \\
L^{H_1} &= \Q(\alpha^2) \\
L^{H_2} &= \Q(-7\alpha + \alpha ^{3}) \\
L^{H_3} &= \Q(\alpha - \alpha ^{3}) \\
L^{H_4} &= \Q
\end{salign*} als Zwischenkörper von $L / \Q$
\end{aufgabe}

\begin{aufgabe}
Im folgenden bezeichne echte Untergruppe eine echte, nicht-triviale Untergruppe.
\begin{enumerate}[(a)]
\item Beh.: Die Aussage ist falsch.
\begin{proof}
Es ist $f = X^4 - 7$ irreduzibel nach Eisenstein mit $p = 7$ und
$f(\sqrt[4]{7}) = 0$, aber auch $f(i \sqrt[4]{7}) = 0$ und
$i \sqrt[4]{7} \not\in \R$, aber $\Q(\sqrt[4]{7}) \subseteq \R$, also zerfällt
$f$ über $\Q(\sqrt[4]{7})$ nicht in Linearfaktoren, also
$\Q(\sqrt[4]{7}) / \Q$ nicht normal und damit nicht galoissch.
\end{proof}
\item Beh.: Die Aussage stimmt.
\begin{proof}
Mit Euklidischem Algorithmus ist durch Rechnung zu sehen, dass
$(f, f') = 1$. Also ist $f$ separabel und damit $[ L \colon \Q ] \mid 4! = 24$.
\end{proof}
\item Beh.: Die Aussage ist falsch.
\begin{proof}
Es ist $f = X^3 - 2$ irreduzibel nach Eisenstein mit $p = 2$ und
$\text{char}(\Q) = 0$, also $f$ separabel. Da
$\alpha_j \coloneqq \sqrt[3]{2} e^{i\frac{2 \pi j}{3}}$ die $3$ paarw. verschiedenen
Nullstellen von $f$. Also
folgt $L = \Q(\alpha_0, \alpha_1, \alpha_2)$
und $\alpha_0 = \sqrt[3]{2} \in \R$, aber $L \not\subset \R$ folgt
$\Q \subsetneqq \Q(\alpha_0) \subsetneqq L$. Also hat
$\text{Gal}(L / \Q)$ eine echte Untergruppe. Da $[L \colon \Q] \mid 3! = 6$ folgt
$\#\text{Gal}(L / \Q) \in \{1, 2, 3, 6\} $. Da $\{0\} $, $\Z / 2 \Z$ und $\Z / 3 \Z$
keine echten Untergruppen haben, folgt $\# \text{Gal}(L / \Q) = 6$ und damit
$\text{Gal}(L / \Q) = S_3$, also nicht abelsch, insbesondere nicht zyklisch.
\end{proof}
\item Beh.: $S_3$ hat $4$ echte Untergruppen.
\begin{proof}
Es ist $\# S_3 = 6$, also haben nach Satz von Lagrange
echte Untergruppen Ordnung $2$ oder $3$. In Zykelschreibweise ist
\[
S_3 = \{ (), (1 2), (2 3), (1 3), (1 2 3), (1 3 2)\}
.\] Es ist $\text{ord}((12)) = \text{ord}((2 3)) = \text{ord}((1 3)) = 2$
und $\text{ord}((123)) = \text{ord}((1 3 2)) = 3$.

Da Gruppen der Ordnung $2$ und $3$ zyklisch sind
und $\langle (123) \rangle = \langle (1 32)\rangle$ gibt es genau
eine Untergruppe der Ordnung $3$ und $3$ Untergruppen der Ordnung $2$.
\end{proof}

Beh.: Die Aussage stimmt.
\begin{proof}
Falls $f$ reduzibel existiert ein $g \in \Q[X]$ mit $f = g (X - \alpha)$ für $\alpha \in \Q$
mit $\text{deg}(g) = 2$. Da $\alpha \in \Q$ ist $L$ auch Zerfällungskörper von $g$ über $\Q$
und $[ L \colon \Q ] \le 2! = 2$. Also hat $L / \Q$ keine echten Zwischenkörper.

Sei nun $f$ irreduzibel. Da $\text{char}(\Q) = 0$ ist $f$ separabel und damit
$\# \text{Gal}(L / \Q) \in \{1, 2, 3, 6\} $. Für
$\# \text{Gal}(L / \Q) \in \{1, 2, 3\} $ hat diese keine echten Untergruppen, da
$2$ und $3$ prim und $\{0\} $ die triviale Gruppe. Falls
$\# \text{Gal}( L / \Q) = 6$ folgt $\text{Gal}(L / \Q) \stackrel{\sim }{=} S_3$. Dann
folgt die Behauptung aus der Vorbemerkung.
\end{proof}
\item Beh.: Die Aussage stimmt.
\begin{proof}
Sei $ K \subseteq L \subseteq \overline{K}$ ein
algebraischer Abschluss von $K$ und $\alpha \in \overline{K}$ mit
$\alpha ^{4} = a$. Es ist $f$ irreduzibel und $f' = 4 X^3 \neq 0$, da $\text{char}(K) \neq 2$,
also $f$ separabel. Sei $\zeta \in \mu_4$ mit $\langle \zeta \rangle = \mu_4$. Dann
sind $\{ \alpha \zeta, \alpha \zeta^2, \alpha \zeta^{3}, \alpha \zeta^{4}\}$ die
vier paarweise verschiedenen Nullstellen von $f$. Es ist $L = K(\alpha, \zeta)$.
Dann ex. $\sigma, \tau \in \text{Gal}( L / K)$ mit
\begin{salign*}
&\sigma\colon \alpha \mapsto \alpha \quad \zeta \mapsto \zeta^2 \\
&\tau\colon \alpha\mapsto \alpha \zeta \quad \zeta \mapsto \zeta
,\end{salign*} da $\sigma(\alpha \zeta^{k}) = \alpha \zeta^{2k}$ und
$\tau(\alpha \zeta^{k}) = \alpha \zeta^{2k}$ Nullstellen von $f$ in Nullstellen
von $f$ überführen. Aber es gilt
\[
\sigma(\tau(\alpha)) = \sigma(\alpha \zeta) = \alpha \zeta^2 \neq \alpha \zeta
= \tau(\alpha) = \tau(\sigma(\alpha))
.\] Also ist $\text{Gal}(L / K)$ nicht abelsch, insbesondere nicht zyklisch.
\end{proof}
\item Beh.: Die Aussage stimmt.
\begin{proof}
Falls $[L \colon K] = \infty$: Dann hat $[ L \colon \Q]$ maximal $\infty$ ZK.
Falls $[L \colon K] = n < \infty$: Dann korrespondieren die Zwischenkörper
von $L / K$ zu Untergruppen von $\text{Gal}(L / K)$. Da $\# \text{Gal}(L / K) = n$,
hat diese nur maximal $2^{n}$ paarweise verschiedene Teilmengen,
insbesondere maximal $2^{n}$ paarweise verschiedene Untergruppen.
\end{proof}
\end{enumerate}
\end{aufgabe}

\begin{aufgabe}
\begin{enumerate}[(a)]
\item

Es ist $\mu_n = \{ \zeta_n^{k}\}_{k = 0}^{n-1}$ mit $\zeta_{n}^{k} = e^{\frac{2\pi i k}{n}}$.
Weiter bezeichne $\sigma$ die komplexe Konjugation. Dann gilt
\[
\sigma(\zeta_{n}^{k}) = e^{- \frac{2\pi i}{n} k} = e ^{\frac{2\pi i}{n}(n-k)}
= \zeta_n^{n-k}
.\] Beachte, dass $\zeta_{n}^{n} = \zeta_{n}^{0} = 1$. Damit ergibt sich
die Permutation
\begin{salign*}
\pi\colon \{0, \ldots, n-1\} &\to \{0, \ldots, n-1\} \\
k &\mapsto \begin{cases}
n - k & k < n \\
0 & k = n
\end{cases}
.\end{salign*}
Auf $\Z / n \Z$ ergibt das die Permutation
\begin{salign*}
\tau\colon \Z / n \Z &\to \Z / n \Z \\
k &\mapsto \overline{n-k}
.\end{salign*}
\item Es ist $\zeta_n = e^{\frac{2 \pi i}{n}} \in \R \iff \frac{2\pi i}{n} \in \{ \pi i, 2 \pi i\}
\iff n = 1 \lor n = 2$. Also $\zeta_n \in \mathbb{C} \setminus \R$ für $n \ge 3$. Also
$[L \colon L \cap \R ] > 1$, also $L = L \cap \mathbb{C} = (L \cap \R)(i)$ und
$X^2 + 1$ irreduzibel über $L \cap \R$, da $\pm i \not\in L \cap \R$. Also folgt
$[ L \colon L \cap \R ] = [ (L \cap \R)(i) \colon L \cap \R ] = 2$.

Es ist
\[
\zeta_n + \zeta_n^{-1} = \cos\left( 2 \frac{\pi}{n} \right) + i \sin\left( 2 \frac{\pi}{n} \right) + \cos\left( - \frac{2\pi}{n} \right) + i \sin\left( - 2 \frac{\pi}{n} \right) =
2 \cos \left( 2 \frac{\pi}{n} \right) \in \R
.\] Also folgt $\Q(\zeta_n + \zeta_n^{-1}) \in L \cap \R$. Betrachte
nun $f = X^2 - (\zeta_n + \zeta_n^{-1})X + 1 \in \Q(\zeta_n + \zeta_{n}^{-1})$.
Es ist $f(\zeta_n) = 0$, also folgt
$[ L : \Q(\zeta_n + \zeta_{n}^{-1} ] \le 2$. Da $[ L \colon L \cap \R ] = 2$ folgt
\[
2 \ge [ L \colon \Q( \zeta_{n} + \zeta_n^{-1} ] = \underbrace{[ L \colon L \cap \R ]}_{=2}
[ L \cap \R \colon \Q(\zeta_n + \zeta_n^{-1} ]
,\] und damit $L \cap \R = \Q(\zeta_n + \zeta_{n}^{-1})$.
\end{enumerate}
\end{aufgabe}

\begin{aufgabe}
\begin{enumerate}[(a)]
\item Sei $a \in K$. Dann definiere
\begin{salign*}
\sigma_a \colon L &\to L \\
f &\mapsto f(Y + a)
.\end{salign*}
Dann ist $\sigma_a|_K = \text{id}$ und $\sigma_a(Y) = Y + a$.
Es ist $\sigma_{-a} \circ \sigma = \text{id} = \sigma \circ \sigma_{-a}$, also
$\sigma_a$ bijektiv. Nachrechnen ergibt, dass $\sigma_a$ $K$-Homomorphismus ist. Also
$\sigma_a \in \text{Aut}_K(L)$. Das zeigt die Existenz.

Seien nun $\sigma, \tau \in \text{Aut}_K(L)$ mit $\sigma(Y) = Y + a = \tau(Y)$. Dann
sei $f \in K(Y)$. Dann gilt wegen $\sigma|_K = \text{id} = \tau|_{K}$:
\[
\sigma(f) = f(Y + a) = \tau(f)
.\] Das zeigt die Eindeutigkeit.
\item Setze $\phi\colon K \to G$, $a \mapsto \sigma_a$. Es ist $\phi$ wohldefiniert nach (a) und
\[
\phi(a) = \phi(b) \implies \sigma_a(Y) = \sigma_b(Y) \implies Y + a = Y + b \implies a = b
,\] also $\phi$ injektiv. Nach Konstruktion von $G$ ist $\phi$ surjektiv. Es gilt außerdem
für $a, b \in K$:
\[
\phi(a+b)(Y) = Y + a + b = \sigma_a(Y) + b = \sigma_a (Y + b) = \sigma_a(\sigma_b(Y))
= \sigma_a \circ \sigma_b (Y)
.\] Nach (a) ist $\phi(a + b)$ damit eindeutig festgelegt und es folgt
$\phi(a+b) = \phi(a) \phi(b)$, also $\phi$ Gruppeniso. Da
$G = \text{Bild}(\phi)$ folgt $G$ Untergruppe von $\text{Aut}_K(L)$.

Zeige letzte Behauptung per Kontraposition. Sei also $ K \subsetneqq L^{G}$. Dann ex.
ein $f \in L^{H} \setminus K$ mit $g, h \in K[Y], g \neq 0$ und $f = \frac{g}{h}$.\\
Falls
$\forall a \in K\colon h(a) = 0$, folgt wegen $g \neq 0$ $\#K \le \text{deg}(h) < \infty$, also
$K$ endlich.\\
Sonst ex. ein $a \in K$ mit $h(a) \neq 0$. Dann setze $d \coloneqq f(a) \in K$.
Betrachte nun $p \coloneqq f - d \in K(Y)$. Es ist $f \in L^{G}$, denn
$\forall r \in K$ ist $\sigma_r(p) = \sigma_r(f) - d = f - d = p$. Es
ist außerdem $p(a) = f(a) - d = d - d = 0$ und
damit $\forall r \in K\colon p(a + r) = p(a) = 0$. Da $f \not\in K$ ist $p = f - d \not\in K$
und damit $p \neq 0$. Weiter existieren $\tilde{g}, \tilde{h} \in K[Y]$ mit
$f = \frac{\tilde{g}}{\tilde{h}}$ und damit
$\forall r \in K\colon \tilde{g}(a + r) = \tilde{g}(a) = 0$. Also
folgt, da $p \neq 0$ und damit $\tilde{g} \neq 0$: $\#K \le \text{deg}(\tilde{g}) < \infty$.
Also ist $K$ endlich.
\item Es ist zunächst $K(Z) \subseteq L^{H}$, denn für $f \in K(Z)$ und $a \in \mathbb{F}_p$
ist
\begin{salign*}
\sigma_a(f(Y^{p} - Y)) &= f(\sigma_a(Y^{p} - Y)) \\
&= f((Y + a)^{p} - Y - a) \\
&\stackrel{\text{char}(K) = p > 0}{=} f(Y^{p} + a^{p} - Y - a) \\
&\stackrel{\text{Fermat}}{=} f(Y^{p} - Y)
.\end{salign*}
Weiter ist $\mathbb{F}_p$ endlich und nach (a) ist damit $\# H = \# \mathbb{F}_p = p$. Damit
ist $L / L^{H}$ galoissch mit $[ L \colon L^{H} ] = \# H = p$. Betrachte nun weiter
\[
f = X^{p} - X - (Y^{p} - Y) \in K(Z)[X]
.\] Dann ist $\text{deg}(f) = p$ und $f(Y) = 0$. Also folgt $[ L : K(Z) ] \le p$. Damit gilt
wegen $K(Z) \subseteq L^{H}$:
\[
p \ge [ L : K(Z) ] = [ L : L^{H} ] [ L^{H} : K(Z) ] = p [ L^{H} : K(Z) ]
.\] Also folgt $L^{H} = K(Z)$.
\end{enumerate}
\end{aufgabe}

\end{document}

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