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240 行
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  1. \documentclass[a4paper]{article}
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  4. \usepackage{textcomp}
  5. \usepackage[german]{babel}
  6. \usepackage{amsmath, amssymb, amsthm}
  7. \usepackage[shortlabels]{enumitem}
  8. \title{Versuch einer axiomatischen Ethik}
  9. \author{Christian Merten}
  10. \begin{document}
  11. \maketitle
  12. \section{Einleitung}
  13. %Die Philosophie ist eine hoffnungslose Wissenschaft.
  14. Nach Moore ist eine Definition des Wortes \emph{gut} unmöglich. gut
  15. wird von ihm als abstraktes, einfaches Grundwort vorausgesetzt, dessen Existenz er postuliert.
  16. Dieses Prinzip findet sich
  17. in der Mathematik, speziell der Mengenlehre wieder. Hier wird der Begriff der \emph{Menge}
  18. vorausgesetzt ohne diesen zu definieren. Es besteht jedoch ein wesentlicher Unterschied zwischen der
  19. Mengenlehre und der Ethik Moores: Die Mengenlehre befasst sich mit den Eigenschaften von
  20. Mengen, anhand vorgegebener Axiome. Moore hingegen schreibt gut keinerlei Eigenschaften
  21. zu, außer der charakterisierenden Eigenschaft des Guten, nicht definierbar zu sein.
  22. Charakterisierungen als Definition zu missverstehen ist für Moore ein Fehlschluss, weshalb der
  23. hier anklingende Widerspruch nur oberflächlich ist.
  24. Eine Definition im Sinne von Moore ist eine analytische Aufsummierung
  25. der Bestandteile einer Sache. Dennoch charakterisiert Moore das Wort gut: Er postuliert es gebe
  26. nur ein einziges einfaches, nicht analytisch zerlegbares, also nicht definierbares Grundwort:
  27. Das Wort gut. Dadurch ist gut eindeutig charakterisiert, ohne eine Definition
  28. im Sinne von Moore zu geben.
  29. Einen strengen Unterschied sieht Moore zwischen der Eigenschaft gut und dem \emph{Guten}.
  30. Letzteres bezeichne im Folgenden die Sammlung aller Gegenstände unseres Denkens, die die Eigenschaft
  31. gut tragen. Das Gute ist also ein analytisch zerlegter Begriff und somit das
  32. Spiegelbild von gut in der natürlichen Welt. Die grundlegende Aufgabe der Ethik ist
  33. diese Sammlung des Guten zu bestimmen.
  34. Neben dem einzigen einfachen Grundwort gut gibt es in unserer Sprache auf den ersten
  35. Blick noch ein weiteres solches einfaches Grundwort: Das Adjektiv \emph{schlecht}. Das steht
  36. jedoch im Widerspruch zu Moores Postulat der Eindeutigkeit des Wortes gut. Der Fehler
  37. liegt darin, dass, der natürlichen, sprachlichen Intuition folgend, das Adjektiv schlecht,
  38. unter Voraussetzung der Existenz des Wortes gut, analytisch als das Gegenteil von
  39. gut definiert werden kann.
  40. Dies führt zwingend zu folgender Beobachtung: Da die Bedeutung von gut nicht analytisch
  41. festlegbar ist, bleibt die Wahrheit des Satzes ,,Töten ist gut.`` unentscheidbar. Auf den ersten
  42. Blick werden die meisten Menschen diesen Satz als falsch bezeichnen. Für
  43. eine Person, die für sich das einzige, nicht analytisch zerlegbare Grundwort gut mit der
  44. der sprachlichen Intuition folgenden Bedeutung von schlecht assoziiert, wird diesen
  45. Satz jedoch als wahr ansehen.
  46. Die Intuitionisten lösen dieses Dilemma, indem sie die Existenz eines weiteren
  47. Sinns postulieren: Die moralische Intuition. Diese detektiert die Eigenschaft
  48. gut und erlaubt somit eine Beantwortung der oben beschriebenen grundlegenden Frage
  49. der Ethik nach der Charakterisierung des Guten.
  50. Dieser Aufsatz plädiert für eine andere Umgangsweise mit dem obigen Dilemma.
  51. \section{Axiomatische Ethik}
  52. Ein Axiom ist ein Grundsatz einer Theorie oder eines Systems, das innerhalb des Systems als wahr
  53. angenommen ist. Im Gegensatz zu einer These bedarf ein Axiom keines Beweises innerhalb der Theorie.
  54. Beispiele für axiomatische Wissenschaften sind
  55. die Mathematik, mit den Axiomen der Mengenlehre, oder die
  56. theoretische Physik der klassischen Mechanik, mit den Newtonschen Axiomen.
  57. Ein bereits aufgetretenes ethisches Axiom ist Moores Postulat der Existenz und Eindeutigkeit
  58. des Grundworts gut. In diesem Sinne ist die Ethik Moores also bereits axiomatisch. Im Folgenden
  59. ist dieses Postulat die Grundannahme und es werden nur Axiomensysteme betrachtet, die dieses
  60. voraussetzen.
  61. Der Ansatz zur Lösung des oben beschriebenen Dilemmas ist nun die Schaffung eines ausdrucksstarken
  62. Axiomensystems. Die Grundobjekte sind hier stets die Gegenstände unseres Denkens, über die moralische
  63. Urteile gefällt werden sollen. Ein mögliches Axiomensystem ist nun das folgende:
  64. \begin{enumerate}[(i)]
  65. \item Jede nichtleere Sammlung von Gegenständen unseres Denkens enthält eine
  66. Sammlung als Element,
  67. die disjunkt zur ersten Sammlung ist.
  68. \item Das Gute ist eine nichtleere Sammlung.
  69. \item Das Schlechte ist eine nichtleere Sammlung.
  70. \item Ein Gegenstand unseres Denkens ist genau dann gut, wenn er nicht schlecht
  71. ist.
  72. \item Die Hintereinanderausführung zweier Handlungen ist genau dann gut,
  73. wenn beide Handlungen gut sind.
  74. \item Die Vereinigung von endlich vielen guten Gegenständen unseres
  75. Denkens zu einer Sammlung
  76. ist selbst wieder gut.
  77. \end{enumerate}
  78. Einige dieser Axiome erscheinen dem Leser vermutlich naheliegend. Andere mögen auf
  79. den ersten Blick überraschend oder unklar wirken. Besonders das Axiom (i) benötigt
  80. eine Erläuterung: Da auch Sammlungen von Gegenständen unseres Denkens erneut ein Gegenstand
  81. unseres Denkens darstellen, können diese selbst wieder Elemente von solchen Sammlungen sein. Das
  82. erste Axiom verhindert nun, dass zyklische Verschachtelungen von Sammlungen existieren:
  83. Sei eine Sammlung gegeben. Dann betrachte man die
  84. Sammlung, die als einziges Element die erste Sammlung enthält. Die zweite Sammlung
  85. enthält dann nach Axiom (i) eine Sammlung, die disjunkt zu ersterer ist. Allerdings
  86. enthält die zweite Sammlung nur die erste Sammlung, also ist die zweite Sammlung disjunkt
  87. zur ersten Sammlung. In anderen Worten: Keine Sammlung enthält sich selbst als Element.
  88. Hieraus lassen sich nun zahlreiche Eigenschaften des Guten ableiten. Beispielsweise
  89. ist das Gute selbst natürlich ein Gegenstand unseres Denkens. Es drängt sich also
  90. natürlicherweise die Frage auf, ob das Gute selbst gut ist. Mit anderen Worten:
  91. Ist das Gute im Guten enthalten? Die Erläuterung im letzten Absatz beantwortet die Frage eindeutig
  92. mit Nein, per Definition des Guten ist also das Gute nicht selbst gut.
  93. Das hat eine direkte Konsequenz: Nach Axiom (iv) ist das Gute schlecht.
  94. Dieses Beispiel nährt Zweifel an einem Sinn für moralische Intuition. Die zunächst schwierig, wenn
  95. nicht sogar widersprüchlich
  96. klingende Aussage ,,Das Gute ist schlecht.`` hat in diesem axiomatischen Kontext nicht nur
  97. einen klaren Sinn, sie ist sogar zwingend wahr.
  98. Die Schwierigkeit der Theorie ist, dass die Sammlung des Guten zwar nichtleer ist, jedoch
  99. die Axiome, außer dem Schlechten mit einem analogen Argument wie oben, keine Gegenstände
  100. unseres Denkens als gut charakterisiert.
  101. Per Axiom natürliche Objekte anzugeben, die gut sind, führt aber zwingend zu
  102. einem naturalistischen Fehlschluss. Es
  103. ist damit notwendigerweise gegeben, dass die Axiome ohne solche konkreten Angaben formuliert werden.
  104. Damit
  105. ist das motivierende Dilemma folgendermaßen gelöst: Formale Eigenschaften des Wortes gut, werden
  106. durch Axiome festgehalten. Dadurch erhält das Wort gut eine über seine definierende
  107. Charakterisierung hinausgehende Bedeutung. Die Entscheidung, welche natürlichen Gegenstände
  108. unseres Denkens gut sind, findet dann zwingend im System und nicht außerhalb statt.
  109. Hier liegt eine große Stärke dieses axiomatischen Ansatzes.
  110. Die Axiome geben lediglich einen formalen Rahmen für ethische Argumente. Sie sind
  111. somit unabhängig von den sozialen Standards, Werten und Normen einer Gesellschaft und
  112. können als universelle Grundlage für moralische Diskussionen angesehen werden.
  113. Moral ist dann eine Realisierung der Ethik, beispielsweise in einer Gesellschaft in
  114. der Werte und Normen die Sammlung des Guten mit Leben füllen. Selbstverständlich
  115. ist dabei nicht jedes Paar aus Gesellschaft und Werten eine Realisierung des obigen Axiomensystems.
  116. Die Aufgabe der Metaethik ist deshalb nun ein geeignetes Axiomensystem zu finden, das zum einen
  117. ausdrucksstark genug ist, um ethische Argumentationen auszuführen und andererseits hinreichend
  118. kompatibel ist mit realen Gesellschaften und Wertsystemen. Das heißt, dass sich genügend viele
  119. dieser letzten Systeme in dem axiomatischen Modell realisieren lassen.
  120. In diesem Ansatz ist die Ethik die Wissenschaft, die aus den Axiomen ethische Thesen beweist.
  121. Die Metaethik lebt hier also eine Ebene höher als die Ethik und ist von dieser klar getrennt.
  122. Sie ist die Instanz, die über die Axiome streitet, blickt also von außen auf diese Grundsätze
  123. und ist somit überhaupt in der Lage über diese zu diskutieren. Wertvolle Kriterien sind
  124. Ausdrucksstärke und
  125. Widerspruchsfreiheit, wobei letztere bereits aus logischen Gründen nicht
  126. nachgewiesen werden kann\footnote{Siehe Gödel.}.
  127. Moores Ansatz ist ein leeres Axiomensystem, denn neben dem Postulat der Existenz des
  128. Grundbegriffs gut, fordert er keine weiteren Eigenschaften an die Eigenschaft gut. Sein
  129. System ist somit maximal ausdrucksschwach.
  130. Das hier vorgeschlagene System ist klar ausdrucksstärker. Beispielsweise ist
  131. die folgende Aussage wahr: Seien zwei Handlungen gegeben.
  132. Falls eine der beiden schlecht ist, so ist zwingend die
  133. Hintereinanderausführung schlecht, denn angenommen diese wäre gut, so folgt mit Axiom (v),
  134. dass beide Handlungen gut sind.
  135. Die Ausdrucksstärke macht das System natürlich auch streitbarer: Eine unmittelbare Konsequenz
  136. aus obigem Beispiel ist die folgende Aussage: Angenommen Stehlen ist schlecht. Dann ist der
  137. Diebstahl eines Kaugummis im lokalen Supermarkt, gefolgt von einer großzügigen Spende
  138. an ein Wiederaufbauprogramm in der Ukraine unabhängig vom Charakter der zweiten Handlung schlecht.
  139. Eine gute Handlung ist also eine vollkommen gute Handlung. Jeder Schritt muss alleine gesehen
  140. gut sein. In den meisten Gesellschaften mit ihren gängigen Wertsystemen wirkt das sicherlich, wie
  141. eine zweifelhafte Aussage. Das legt die Vermutung nahe, dass das hier beispielhaft
  142. angegebene Axiomensystem nicht hinreichend realisierbar ist. Vermutlich würden die meisten Menschen,
  143. die nicht gerade Putin sind, die obige Situation als ,,überwiegend gut`` bewerten.
  144. Moralische Urteile sind wie hier häufig relativ formuliert oder verwenden zumindest
  145. Abstufungen der Eigenschaft gut. Das steht natürlich im klaren Gegensatz zum vorliegenden Modell,
  146. das nur zwei Zustände zulässt: Ein Gegenstand unseres Denkens ist entweder gut oder schlecht.
  147. Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass das obige Problem nicht bei Vereinigungen von
  148. Gegenständen unseres Denkens auftritt. Die Axiomatik ist hier entschieden schwächer, denn
  149. eine Vereinigung guter und schlechter Gegenstände kann durchaus gut sein. Ein klassisches
  150. Beispiel ist der Tyrannenmord. Während in den meisten Gesellschaften die Gegenstände
  151. ,,Tyrannei abschaffen`` als gut und ,,Mord`` als schlecht eingestuft werden, wird dessen
  152. Vereinigung, Tyrannenmord, als gut eingeschätzt.
  153. Bei genauer Betrachtung kann auch die Hinrichtung des Axioms (v)
  154. als nicht intuitiv erscheinen: Unter der
  155. in den meisten wissenschaftlichen Kreisen vertretenen Annahme,
  156. dass das Schützen des Klimas, beispielsweise durch das Entziehen von CO$_2$ aus der Atmosphäre,
  157. eine gute Handlung ist,
  158. folgt mit Axiom (v), dass auch die beliebig häufige Wiederholung dieser Handlung wieder eine gute
  159. Handlung ist. Jedoch führt das häufig wiederholte Entziehen von CO$_2$
  160. aus der Atmosphäre zwingend zu einer deutlichen Senkung der globalen Temperatur. Nach hinreichend
  161. häufiger Wiederholung ist also nicht mehr die globale Erwärmung das Problem, sondern die globale
  162. Abkühlung und die damit verbundene drohende menschengemachte Eiszeit. In
  163. dieser Situation wäre, zumindest gemäß gemäßigten wissenschaftlichen Kreisen, das Entziehen von
  164. CO$_2$ eine schlechte Handlung und das Verbrennen von Kohle die gute Handlung.
  165. Das sehr häufige Wiederholen der selben guten Handlung kann also eine schlechte Handlung sein.
  166. Wieder scheint also das vorgeschlagene Axiomensystem mit einem weit verbreiteten Wertesystem nicht
  167. kompatibel zu sein. Allerdings liegt diese Inkompatibilität nur an der Oberfläche. Der Fehler
  168. ist sprachliche Ungenauigkeit: Die Aussage ,,Entziehen von CO$_2$ ist gut`` ist eine fatal verkürzte
  169. Form von ,,Entziehen von CO$_2$ ist im Sommer 2022 gut``. Wenn also die Handlungen vollständig
  170. mit Ort und Zeit verstanden werden, dann lassen sich diese auch nur hintereinander
  171. ausführen, wenn die Zeiten miteinander kompatibel sind. Und dann lässt sich auch aus der
  172. Prämisse ,,Entziehen von CO$_2$ im Sommer 2022 ist gut``, nicht die Aussage
  173. ,,Entziehen von CO$_2$ im Jahr 2100 ist gut`` ableiten.
  174. \subsection{Endlichkeit}
  175. Das Gute ist nicht endlich, denn wäre es endlich, so wäre es die endliche Vereinigung seiner
  176. guten Elemente, also nach Axiom (vi) selber gut, was im Widerspruch zu der Tatsache steht, dass
  177. das Gute schlecht ist. Hier wird also nicht nur postuliert, dass es überhaupt unendlich viele
  178. Gegenstände unseres Denkens gibt, was angesichts des Beispiels der Zahlen die meisten
  179. Menschen nicht verwundern wird, sondern auch, dass unendlich viele solche die Eigenschaft
  180. gut tragen. Das bedeutet, dass eine Moral, die dieses Axiomensystem realisiert, nicht
  181. durch eine endliche Auflistung guter Gegenstände unseres Denkens erklärt werden kann.
  182. Es drängt sich an dieser Stelle die Frage auf: Ist das Gute zumindest endlich erzeugt? Also
  183. gibt es eine endliche Sammlung elementarer guter Gegenstände unseres Denkens, sodass sich
  184. alle guten Dinge als Vereinigung oder Hintereinanderausführung dieser Elementaren ergeben? Ein
  185. Beispiel für eine Moral, die das Axiomensystem realisiert und endlich erzeugt ist, lässt
  186. sich im alten Testament finden: Die von den 10 Geboten ableitbare Moral. Das Gute ist dann
  187. gegeben als beliebige endliche Vereinigungen der Werte wie
  188. Ehrlichkeit, Treue oder Respekt des Eigentums, und beliebige Hintereinanderausführungen
  189. der so entstandenen guten Handlungen.
  190. Vermutlich entstehen tatsächlich die meisten Moralsysteme aus einer endlichen Menge an Werten, in
  191. anderen Worten: Das Gute ist zumeist endlich erzeugt. Ein mögliches zusätzliches sinnvolles Axiom
  192. wäre also zu fordern, dass das Gute ein endliches Erzeugendensystem besitzt.
  193. Die analoge Frage lässt sich natürlich auch für das Schlechte stellen. Das Axiomensystem lässt diese
  194. Frage jedoch offen, da keine Aussage über endliche Vereinigungen von schlechten Gegenständen
  195. unseres Denkens getroffen wird.
  196. \section{Zusammenfassung}
  197. Moores Postulat des eindeutigen einfachen Grundworts gut, zieht zwingend die Notwendigkeit nach sich,
  198. dieses Wort mit weiteren postulierten Eigenschaften zu versehen. Anstatt eine fast göttliche,
  199. übergeordnete Instanz zu fordern, die moralische Intuition, die unfehlbar entscheidet, was gut
  200. und schlecht ist, ist der hier geschilderte axiomatische Ansatz ein Versuch die formalen
  201. Eigenschaften des Guten festzulegen, um damit einen möglichst universellen Rahmen für
  202. Moralsysteme aller Art zu schaffen.
  203. \end{document}