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- \documentclass{arbeit}
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- \usepackage{tikz-cd}
- \usepackage{amssymb}
- \usepackage{hyperref}
- \usepackage{graphicx}
- \newcommand{\com}[1]{#1^{\text{\scalebox{0.7}{\textbullet}}}}
- \newcommand{\K}{\mathcal{K}}
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- \begin{document}
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- \section{Motivation}
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- Aus der kommutativen Algebra ist für einen kommutativen Ring $A$ und einen $A$-Modul
- $N$ die Adjunktion
- \[
- - \otimes_A N \dashv \operatorname{Hom}_A(N, -)
- \] bekannt. In der klassischen homologischen Algebra definiert man
- die Funktoren $\operatorname{Ext}_A^{i}(N, -)$ und $\operatorname{Tor}_A^{i}(-, N)$ als
- Ableitungen der Funktoren $\operatorname{Hom}_A(N, -)$ und $- \otimes_A N$. Nun stellt sich
- die Frage, ob zwischen diesen ein analoges Adjunktionsresultat gilt.
-
- Die Antwort ist nein, denn angenommen $\operatorname{Ext}_A^{i}(N, -)$ wäre rechtsadjungiert, dann
- folgte, dass $\operatorname{Ext}_A^{i}(N, -)$ linksexakt sei. Die exakte Folge
- \[
- \begin{tikzcd}
- 0 \arrow{r} & \Z \arrow{r}{\cdot 2} & \Z \arrow{r} & \Z / 2 \Z \arrow{r} & 0
- \end{tikzcd}
- \] in $\Z$-Mod lieferte dann die exakte Folge
- \[
- \begin{tikzcd}
- \underbrace{\operatorname{Ext}^{0}_{\Z}(\Z / 2\Z, \Z)}_{= 0} \arrow{r} &
- \underbrace{\operatorname{Ext}^{0}_{\Z}(\Z / 2\Z, \Z / 2 \Z)}_{\neq 0} \arrow{r}
- & \operatorname{Ext}^{1}_{\Z}(\Z / 2 \Z, \Z) \arrow{r}
- & \operatorname{Ext}^{1}_{\Z}(\Z / 2 \Z, \Z)
- \end{tikzcd}
- .\] Aber $\operatorname{Ext}_{\Z}^{0}(\Z / 2 \Z, \Z / 2 \Z) = \operatorname{Hom}_{\Z}(\Z / 2 \Z, \Z / 2 \Z) \neq 0$
- und $\operatorname{Ext}_{\Z}^{0}(\Z / 2 \Z, \Z) = \operatorname{Hom}_{\Z}(\Z / 2 \Z, \Z) = 0$, also ist
- $\operatorname{Ext}_{\Z}^{1}(\Z / 2 \Z, \Z) \to \operatorname{Ext}^{1}_{\Z}(\Z / 2 \Z, \Z)$ nicht injektiv.
-
- \section{Neuer Ableitungsbegriff}
-
- Es liegt also nahe, dass der klassische Ableitungsbegriff unvollständig ist.
- Um einen allgemeineren zu finden,
- betrachtet man die Bildung von klassischen Ableitungen.
- %Konstruktion eines neuen Ableitungsbegriffs führt zum Begriff der derivierten Kategorie:
- %Sei $\mathcal{A}$ eine abelsche Kategorie und sei $\mathcal{K}(\mathcal{A})$ die Homotopiekategorie
- %von $\mathcal{A}$, das heißt die Kategorie, deren Objekte Komplexe aus $\mathcal{A}$ und
- %deren Morphismen Homotopieäquivalenzklassen von Komplexhomomorphismen sind.
- Dazu seien $\mathcal{A}, \mathcal{B}$ abelsche Kategorien und $\mathcal{A}$ habe
- genügend viele Injektive.
- Sei $F\colon \mathcal{A} \to \mathcal{B}$ ein additiver und linksexakter Funktor und
- $X \in \mathcal{A}$. Dann existiert eine injektive Auflösung von $X$, also ein Komplex
- $\com{I}$ in $\mathcal{A}$, sodass
- \[
- \begin{tikzcd}
- 0 \arrow{r} & X \arrow{r} & I^{0} \arrow{r} & I^{1} \arrow{r} & \cdots
- \end{tikzcd}
- \] exakt ist oder, äquivalent dazu, dass die vertikalen Morphismen in
- \begin{equation}
- \begin{tikzcd}
- \cdots \arrow{r} & 0 \arrow{r} \arrow{d} & X \arrow{r} \arrow{d} & 0 \arrow{r} \arrow{d} & \cdots \\
- \cdots \arrow{r} & 0 \arrow{r} & I^{0} \arrow{r} & I^{1} \arrow{r} & \cdots
- \label{eq:resolution}
- \end{tikzcd}
- \end{equation}
- einen Quasiisomorphismus bilden, das heißt ein Komplexhomomorphismus, der Isomorphismen auf
- den Kohomologiegruppen induziert. Die Ableitungen von $F$ bei $X$ sind nun die Kohomologiegruppen
- des Komplexes $F(\com{I})$. Man zeigt dann aufwendig, dass dieser Prozess wohldefiniert ist, das
- heißt insbesondere nicht von der Wahl der injektiven Auflösung von $X$ abhängt.
-
- Anstatt den abgeleiteten Funktor von $F$ auf $\mathcal{A}$ zu konstruieren, definiert man nun
- die Ableitung auf einer Komplexkategorie von $\mathcal{A}$, das heißt einer Kategorie, deren
- Objekte Komplexe mit Objekten aus $\mathcal{A}$ sind. Bezeichne mit $X[0]$ den oberen Komplex
- in \eqref{eq:resolution}. Dann ist es natürlich zu fordern, dass die Ableitung von $F$ bei
- $X[0]$ bis auf Isomorphie mit der Ableitung von $F$ bei $\com{I}$ und bei allen weiteren injektiven
- Auflösungen von $X$ übereinstimmt.
-
- Dies führt zu der Idee, Objekte (und allgemeiner Komplexe) auf kategorieller Ebene
- mit ihren Auflösungen zu identifizieren,
- also eine geeignete Kategorie von Komplexen zu finden,
- in der quasiisomorphe Komplexe bereits isomorph sind.
- Dazu kann man zunächst zur
- Homotopiekategorie $\mathcal{K}(\mathcal{A})$ übergehen, das heißt die Kategorie, deren
- Objekte Komplexe aus $\mathcal{A}$ und deren Morphismen
- Homotopieäquivalenzklassen von Komplexhomomorphismen sind. Allerdings ist ein Quasiisomorphismus im
- Allgemeinen keine Homotopieäquivalenz. Deshalb konstruiert man eine weitere Kategorie
- $\mathcal{D}(\mathcal{A})$, die derivierte Kategorie von $\mathcal{A}$, mit den Objekten
- von $\mathcal{K}(\mathcal{A})$, wobei alle Quasiisomorphismen in $\mathcal{K}(\mathcal{A})$
- Isomorphismen in $\mathcal{D}(\mathcal{A})$ induzieren. Man erhält einen kanonischen Funktor
- $Q_{\mathcal{A}}\colon \mathcal{K}(\mathcal{A}) \to \mathcal{D}(\mathcal{A})$.
-
- Die (Rechts-)Ableitung von $F$ ist nun (falls existent) ein Funktor
- $\text{R}F\colon \mathcal{D}(\mathcal{A}) \to \mathcal{D}(\mathcal{B})$ mit
- einer natürlichen Transformation
- $\xi\colon Q_{\mathcal{B}} \circ F \to \text{R}F \circ Q_{\mathcal{A}}$, die den Zusammenhang
- zwischen $\text{R}F$ und $F$ herstellt.
-
- Im Allgemeinen ist die Existenz von $\text{R}F$ eine schwierige Frage, in der klassischen
- Situation existiert $\text{R}F$ jedoch zumindest
- auf der Unterkategorie $\mathcal{D}(\mathcal{A})^{+}$ der
- nach unten beschränkten Komplexe und die Kohomologiegruppen $H^{i}\text{R}F(X[0])$ stimmen
- mit den klassischen Rechtsableitungen $\text{R}^{i}F(X)$ überein. Vom klassischen Standpunkt
- erwartungsgemäß, induziert die natürliche Transformation $\xi$ auf der Klasse der nach
- unten beschränkten Komplexe mit injektiven Objekten Isomorphismen, das heißt $F$ stimmt mit
- seiner Ableitung $\text{R}F$ auf diesen Komplexen überein.
-
- Dieser neue Ableitungsbegriff erlaubt auf natürliche Weise auch Funktoren\footnote{Unter Voraussetzung
- einer schwachen Bedingung an $F$, die beispielsweise erfüllt ist, wenn
- $F$ von einem additiven Funktor
- $\mathcal{A} \to \mathcal{B}$ induziert ist.}
- $F\colon \mathcal{K}(\mathcal{A}) \to \mathcal{K}(\mathcal{B})$ zuzulassen.
- Analog zur klassischen
- Theorie ist dann die Existenz der Ableitung von $F$ gesichert durch:
- \begin{enumerate}[(1)]
- \item eine Klasse $\mathcal{J}$ von $F$-azyklischen Komplexen, das heißt
- eine Klasse von Komplexen für die $F$ Exaktheit erhält, und
- \item für jeden Komplex einen Quasiisomorphismus in einen Komplex aus $\mathcal{J}$.
- \end{enumerate}
- In diesem Fall induziert $\xi$ auf den Komplexen aus $\mathcal{J}$ Isomorphismen, das heißt
- Ableitungen berechnen sich, analog zur klassischen Situation, durch Auflösungen durch Komplexe
- aus $\mathcal{J}$.
-
- Besonders die zweite Bedingung ist für beliebige abelsche Kategorien jedoch nur
- sehr schwer zu erfüllen und hängt durch $\mathcal{J}$ von dem konkreten Funktor $F$ ab. Spaltenstein
- hat das in seiner
- Arbeit ,,Resolution of unbounded complexes`` \cite{spaltenstein}
- für zahlreiche Funktoren unter wenigen Voraussetzungen
- an die beteiligten Kategorien gelöst. Die vorliegende Arbeit stellt im
- \ref{sec:resolutions}. Abschnitt sein Argument dar, um dies im \ref{sec:application}.
- Abschnitt auf den Homfunktor und das Tensorprodukt anzuwenden.
-
- Dafür erweitern wir die Funktoren $\operatorname{Hom}_A(N, -)$ und $- \otimes_A N$ in natürlicher Weise
- zu Funktoren $\mathcal{K}(A\text{-Mod}) \to \mathcal{K}(A\text{-Mod})$, sodass die Erweiterungen,
- angewendet auf eingradige Komplexe, mit den ursprünglichen Funktoren übereinstimmen. Der naive
- Ansatz $\operatorname{Hom}_A(N, -)$ bzw. $\operatorname{Hom}_A(-, N)$ in beiden Variablen zu erweitern,
- indem für Komplexe $\com{M}, \com{N} \in \mathcal{K}(A\text{-Mod})$ gradweise
- $\operatorname{Hom}_A(M^{i}, N^{i})$ gebildet wird, ist nicht hinreichend,
- denn dieser neue Komplex enthielte keine Informationen über die Komplexhomomorphismen
- von $\com{M}$ nach $\com{N}$.
-
- %Die Idee
- %der derivierten Kategorie kommt von der Beobachtung, dass vor allem die Kohomologiegruppen von
- %Komplexen von Interessse sind. Allerdings ist ein Quasiisomorphismus
- %$f\colon \com{X} \to \com{Y}$ zwischen Komplexen $\com{X}, \com{Y} $ in $\mathcal{A}$,
- %also ein Komplexhomomorphismus, der Isomorphismen zwischen den Kohomologiegruppen induziert,
- %im Allgemeinen keine Homotopieäquivalenz, das heißt kein Isomorphismus in $\mathcal{K}(\mathcal{A})$.
- %Diesen Defekt behebt die deriverte Kategorie $\mathcal{D}(\mathcal{A})$, die die selben Objekte
- %hat wie $\mathcal{K}(\mathcal{A})$ und in der alle Quasiisomorphismen zu Isomorphismen erklärt
- %werden. Bezeichne im Folgenden
- %$Q_{\mathcal{A}}\colon \mathcal{K}(\mathcal{A}) \to \mathcal{D}(\mathcal{A})$ den kanonischen Funktor.
-
- %Sei nun $\mathcal{B}$ eine weitere abelsche Kategorie und $F\colon \mathcal{A} \to \mathcal{B}$
- %ein additiver Funktor. Dann definiert man einen Funktor
- %$\text{R}F\colon \mathcal{D}(\mathcal{A}) \to \mathcal{D}(\mathcal{B})$
- %mit einer natürlichen Transformation
- %$\xi\colon Q_{\mathcal{B}} \circ F \to \text{R}F \circ Q_{\mathcal{A}}$. Für ein Objekt
- %$X \in \mathcal{A}$ bezeichne $X[0] \in \mathcal{K}(\mathcal{A})$ den Komplex der im Grad $0$ $X$
- %zu stehen hat und in allen anderen Graden $0$ ist.
- %Falls $F$ linksexakt ist,
- %existiert $\text{R}F$ und die Kohomologiegruppen $H^{i}\text{R}F(X[0]) $ entsprechen
- %den klassischen Rechtsableitungen $\text{R}^{i}F(X)$. Allgemeiner definiert man $\text{R}F$
- %für bestimmte Funktoren $F\colon \mathcal{K}(\mathcal{A}) \to \mathcal{K}(\mathcal{A})$. Das
- %bedeutet der neue Ableitungsbegriff ist eine echte Verallgemeinerung des alten.
-
- %Um die abgeleitete Hom-Tensor Adjunktion zu formulieren, werden die Funktoren $\operatorname{Hom}_A(N, -)$
- %und $- \otimes_A N$ in natürlicher Weise zu Funktoren
- %$\mathcal{K}(A\text{-Mod}) \to \mathcal{K}(A\text{-Mod})$ erweitert, sodass
- %die Erweiterungen, angewendet auf eingradige Komplexe, mit den ursprünglichen Funktoren
- %übereinstimmen. Der so (in beiden Variablen) funktoriell definierte Komplex
- %$\com{\operatorname{Hom}}(\com{M}, \com{N})$ für
- %Komplexe $\com{M}, \com{N} \in \mathcal{K}(A\text{-Mod})$ soll dabei Informationen über die
- %Morphismen in $\mathcal{K}(A\text{-Mod})$ von $\com{M} $ nach $\com{N} $ enthalten. Man definiert
- %also für $n \in \Z$
-
- \begin{definition}
- Anstatt dessen definiert man für $n \in \Z$ und Komplexe $\com{M}, \com{N} \in
- \mathcal{K}(\mathcal{A})$:
- \[
- \operatorname{Hom}^{n}(\com{M}, \com{N}) = \prod_{i \in \Z} \operatorname{Hom}_A(M^{i}, N^{i+n})
- \] mit Differential
- \[
- d^{n}(f) = d_{\com{N} } f - (-1)^{n} f d_{\com{M}}
- .\]
- \end{definition}
-
- \begin{lemma}
- Dann erhält man den Zusammenhang
- \[
- H^{0}\com{\operatorname{Hom}}(\com{M}, \com{N}) = \operatorname{Mor}_{\mathcal{K}}(\com{M}, \com{N})
- .\]
- \end{lemma}
-
- \begin{definition}
- Für $\com{M}, \com{N} \in \mathcal{K}(A\text{-Mod})$ definiert man nun
- $\com{M} \otimes_A \com{N}$ so, dass man, analog zur klassischen Adjunktion, für
- $\com{P} \in \mathcal{K}(A\text{-Mod})$ einen natürlichen Isomorphismus
- \[
- \com{\operatorname{Hom}}(\com{M} \otimes_A \com{N}, \com{P}) =
- \com{\operatorname{Hom}}(\com{M}, \com{\operatorname{Hom}}(\com{N}, \com{P}))
- \] erhält.
- \end{definition}
- Das Ziel ist nun die Funktoren $\com{\operatorname{Hom}}(\com{N}, -)$, $\com{\operatorname{Hom}}(-, \com{N})$
- und $- \otimes_A \com{N} $ abzuleiten.
- Dafür suchen wir jeweils eine Klasse $\mathcal{J}$ von Komplexen, die die Bedingungen
- (1) und (2) für den entsprechenden Funktor erfüllt.
-
- Für
- $\com{\operatorname{Hom}}(\com{N}, -)$ definieren wir dafür
- \begin{definition}
- Ein Komplex $\com{I} \in \mathcal{K}(\mathcal{A})$ heißt \emph{K-injektiv}, wenn
- der Funktor $\com{\operatorname{Hom}}(-, \com{I})$ Exaktheit von Komplexen erhält. Eine \emph{K-injektive
- Auflösung} eines Komplexes $\com{M} \in \mathcal{K}(\mathcal{A})$ ist ein Quasiisomorphismus
- $\com{M} \to \com{I} $ mit einem K-injektiven Komplex $\com{I}$.
- \end{definition}
-
- Sei nun $\mathcal{J}$ die Klasse der K-injektiven Komplexe. Die Bedingung
- (1) ist für diese Wahl erfüllt, denn:
-
- \begin{lemma}
- Ein exakter K-injektiver Komplex ist in $\mathcal{K}(\mathcal{A})$ der Nullkomplex.
- \end{lemma}
-
- \begin{proof}
- Sei $\com{I} \in \mathcal{K}$ exakt und K-injektiv. Dann ist
- \[
- \text{id}_{\com{I} } \in \operatorname{Mor}_{\mathcal{K}}(\com{I}, \com{I})
- = H^{0}\com{\operatorname{Hom}}(\com{I}, \com{I}) = 0
- .\]
- \end{proof}
-
- Der schwierige Teil ist Bedingung (2) nachzuweisen.
-
- Zuänchst bemerken wir, dass nach unten beschränkte Komplexe mit injektiven Objekten
- K-injektiv sind. Klassisch ist bekannt, dass
- jeder nach unten beschränkte Komplex eine Auflösung durch einen solchen Komplex hat. Für
- einen beliebigen (unbeschränkten) Komplex $\com{M} \in \mathcal{K}(\mathcal{A})$ funktioniert die
- klassische, induktive Konstruktion jedoch nicht.
-
- Wir konstruieren deshalb geeignete $\mathcal{J}$-spezielle inverse Systeme.
- Das sind abzählbare inverse Systeme mit surjektiven Übergangsabbildungen, wobei die Kerne dieser
- in $\mathcal{J}$ liegen. Im ersten Schritt zeigen wir nun, dass $\mathcal{J}$ abgeschlossen
- unter $\mathcal{J}$-speziellen inversen Limites ist, das heißt, dass die Limites von solchen
- Systemen in $\mathcal{J}$ liegen.
-
- Die Idee im zweiten Schritt ist nun, für $n \in \N$ den unbeschränkten Komplex
- $\com{M}$ so abzuschneiden, dass
- die Kohomologiegruppen vom Grad $\ge -n$ erhalten bleiben. So erhalten wir ein System
- $(\tau^{\ge -n} \com{M})_{n \in \N}$ der abgeschnittenen Komplexe von $\com{M}$.
-
- Induktiv konstruieren wir dann ein $\mathcal{J}$-spezielles inverses System
- $(\com{I}_n)_{n \in \N}$ und ein inverses System von Quasiisomorphismen
- $f_n\colon \tau^{\ge -n} \com{M} \to \com{I}_n$, indem wir in jedem Schritt für $n \in \N$
- aus $\tau^{\ge -n} \com{M}$ und $\com{I}_{n-1}$ einen nach unten beschränkten Komplex konstruieren,
- der klassisch durch einen K-injektiven aufgelöst werden kann.
- So erhalten wir im Limes einen K-injektiven Komplex $\com{I}$ und einen Komplexhomomorphismus
- $f\colon \com{M} \to \com{I}$.
-
- Da für $\mathcal{A} = A\text{-Mod}$ der inverse Limes jedoch nicht exakt ist, ist
- $f\colon \com{M} \to \com{I}$
- a priori kein Quasiisomorphismus, obwohl $f_n$ ein solcher ist für alle $n \in \N$.
- Mithilfe einer Variante des
- Mittag-Leffler Kriteriums können wir zeigen, dass $f$ dennoch ein Quasiisomorphismus ist.
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- Dual dazu definieren wir K-projektive Komplexe und Auflösungen und zeigen, dass jeder
- Komplex in $A$-Mod ebenfalls eine K-projektive Auflösung hat.
- Für den Funktor $- \otimes_A \com{N}$ benötigen
- wir dann noch eine dritte Klasse von Komplexen, die K-flachen Komplexe, die analog zu den
- K-Injektiven auf das Tensorprodukt angepasst definiert werden. Wir können dann zeigen, dass
- jeder K-projektive Komplex schon K-flach ist und erhalten so, dass jeder Komplex auch eine K-flache
- Auflösung besitzt.
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- Im letzten Abschnitt wenden wir die Existenz von K-injektiven, K-projektiven und K-flachen
- Auflösungen an, um die Existenz der abgeleiteten Funktoren $\text{R}\com{\operatorname{Hom}}(\com{N}, -)$,
- $\text{R}\com{\operatorname{Hom}}(-, \com{N})$ und $- \otimes_A^{L} \com{N} $ zu zeigen.
- Als Korollar erhalten wir daraus die Adjunktion von $- \otimes^{L}_A \com{N}$
- und $\text{R}\com{\operatorname{Hom}}(\com{N}, -)$, indem wir durch geeignetes Auflösen
- der beteiligten Komplexe die
- Situation auf die Adjunktion von $- \otimes_A \com{N}$ und $\com{\operatorname{Hom}}(\com{N}, -)$
- zurückführen.
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- \end{document}
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